Den Wunsch, das Wetter zu manipulieren, gibt es wohl schon sein Menschengedenken. Aber ist es wirklich möglich, Regenwolken zu vertreiben oder die Temperatur zu erhöhen oder zu senken? Der landläufige und teils resignierende Meinung „Das Wetter macht sowieso, was es will“, hat nach wie vor seine Gültigkeit und das ist auch gut so.
Es werden allerdings seit etwa hundert Jahren laufend Versuche unternommen, dem Wetter doch ein Schnippchen zu schlagen. Das Wetter entsteht durch das Zusammenspiel vieler Prozesse, die wissenschaftlich als „chaotisches System“ bezeichnet werden. Gemeint ist damit, dass das Wetter durch geringste Einflüsse sein ursprünglich „geplantes Vorhaben“ sehr rasch ändern kann. So kann zum Beispiel der Flügelschlag eines Schmetterlings bestimmen, ob ein Sturm aufkommt oder nicht. Dabei geht es allerdings nicht darum, dass der Flügelschlag direkt Wind auslöst, sondern dass das sehr sensible System durch eine kleine Störung „außer Kontrolle“ geraten kann. Ebenso kann das Ausbleiben des Flügelschlags ein Unwetter nach sich ziehen.
Der Mensch versuchte, diese Beobachtungen zu nutzen. Wie vieles fingen ernst zu nehmende Versuche im

Mithilfe von Hagelfliegern werden Hagelwolken schon vor dem „großen Knall“ entleert. Foto: Christian Jansky
Zweiten Weltkrieg an, um sich das Wetter für Feldzüge „zu richten“ und den Feind mit Unwettern zu überraschen. Heute sind Eingriffe solcher Art in den meisten Ländern gesetzlich verboten. In Russland beispielsweise wird am 9. Mai, dem Nationalfeiertag, in das Wetter eingegriffen, um die Flugshows nicht zu gefährden. Dort wird die einzige heute noch im großen Stil durchgeführte Methode angewandt. Regenwolken werden mit Chemikalien, wie etwa Silberiodid, besprüht, um so Regenschauer auszulösen. Die Wolken werden quasi vor der Veranstaltung „entleert“. Die Chemikalien wirken dabei als Kondensationskeime, die das Bilden schwerer Regentropfen begünstigen.
In der Landwirtschaft wird von den sogenannten Hagelfliegern mit der gleichen Methode schwerem Hagelniederschlag Einhalt geboten. Durch das Besprühen der Hagelwolke mit Chemie wird das Bilden von kleinen Hagelkörnern vorangetrieben. So haben die Wassertropfen in den Wolken keine Chance, zu großen Tropfen zu mutieren.


Hagel ist eines der Wetterextreme, die gerade Landwirte nur beim Gedanken daran das Blut in den Adern frieren lassen. Hagelkörner, hart wie Beton, können in Minuten, nicht nur Autos und Dächer, sondern auch ganze Pflanzenkulturen zerstören. Studien zufolge hat sich die Hagelhäufigkeit in Europa in den letzten 30 Jahren um ein vielfaches gesteigert. Die gefürchteten Eisklumpen, die in jeder Größe auftreten können, gibt der Himmel vor allem in den warmen Jahreszeiten frei.
Man wird immer mobiler, ist immer erreichbar und hat ein Smartphone. Zumindest jeder dritte Handynutzer hat eins. Für diese Allround-Internethandys gibt es seit einigen Jahren sogenannte Apps, das sind kleine Hilfsprogramme, über die man sich Informationen über alle möglichen Themen direkt aufs Telefon laden kann. So kann man sich auch eine der meist gestellten Fragen beantworten: Wie wird das Wetter? Angeboten werden die Wetter-Apps von Wetter-Websites sowie von anderen Internetdiensten. Die mehr oder weniger praktischen Programmchen sind meist kostenlos, und wenn man dafür etwas berappen muss, dann nur zwischen 1 und 5 Euro.



