Kategorie: Lasst uns übers Wetter reden!

Kühler Frühling, aber fehlender Regen

Nach Sommergetreide und Zuckerrüben kann in Kürze bereits Mais ausgesäht werden. Foto: pixabay

Nach Sommergetreide und Zuckerrüben kann in Kürze bereits Mais ausgesäht werden. Foto: pixabay

Der Frühling mag in weiten Teilen Deutschlands nicht so recht kommen. Es ist warm, aber durchzogen von Wolkenfeldern, die zwar viel Wind bringen aber wenig bis keinen Regen, obwohl die Wolkenbilder vereinzelt kommende Schauer vermuten lassen. Dabei wäre eine erfrischende Dusche für die Entwicklung der Pflanzen notwendig.

Das fehlende Nass zieht nach sich, dass die Pflanzenbestände für die Jahreszeit ungewöhnlich weit entwickelt sind und unter den derzeit trockenen Vegetationsbedingungen leiden. Auch die für die Entwicklung der Kulturen wichtigen Nährstoffe aus der Frühjahrsdüngung können bei den trockenen Witterungsverhältnissen nur im begrenzten Umfang aufgenommen werden. Zu dieser Einschätzung kamen die im Getreideausschuss des Deutschen Bauernverbandes (DBV) vertretenen Experten der Landesbauernverbände in ihrer Frühjahrssitzung.

Der milde Winter brachte zwar wenig Frost über die Feldbestände, die sich deshalb in weiten Teilen der Bundesrepublik in gutem Zustand zeigen, der fehlende Regen lässt Deutschland aber in einer ungewöhnlich weit fortgeschrittenen Vegetation erblühen. „Im vergangenen Jahr lagen die Winterkulturen zu dieser Jahreszeit noch unter einer geschlossenen Schneedecke. In diesem Frühjahr liegt der Vegetationsvorsprung bei bis zu vier Wochen. Die Aussaat von Sommergetreide und Zuckerrüben ist bereits abgeschlossen, die Maisaussaat beginnt nun“, sagt der Vorsitzende des Fachausschusses für Getreide, Wolfgang Vogel.

Bundesweit sind im März mit 18 Litern Niederschlag pro Quadratmeter nur etwa ein Drittel der sonst üblichen 57 Liter pro Quadratmeter gefallen. Gerade auf leichteren Böden, die sich durch eine geringere Wasserspeicherkapazität auszeichnen, beginnen die Pflanzen unter der Trockenheit zu leiden. Der Witterungsverlauf in den Monaten April und Mai ist nun entscheidend für das Ertragsniveau.

 

Wolken malen uns das Wetter auf

Das Wetter ist eine der großen Zukunftsfragen der Menschheit, und das tagtäglich. Kann ich am Wochenende grillen, muss ich den Regenschirm mitnehmen, was ziehe ich an? Das sind die elementaren Fragen, die Meteorologen jeden Tag mit einer gewissen Abweichungsquote versuchen, zu beantworten.

Dabei reicht ein Blick in den Himmel um die Entwicklung der Wetterlage für die nahe Zukunft selbst zu erkennen. Mit ein bisschen Erfahrung kann von den Wolkenformen und -farben darauf geschlossen werden, wie’s wird.

Die verschiedenen Wolkenformen bekamen im 18. Jahrhundert die wissenschaftlichen Namen, unter denen wir sie heute kennen. Die Cumuluswolken, als die großen Haufenwolken mit ihren Hügeln und Türmen, haben unter „Himmelsguckern“ den Ruf, schlechtes Wetter zu bringen. Das stimmt aber nicht ganz. Bleiben die Wolken auf einer Höhe, muss man keine Angst haben, nass zu werden. Steigen sie allerdings auf kommt mit ziemlicher Sicherheit Regen, ein Gewitter oder sogar Hagel.

Die Schäfchenwolken, wissenschaftlich Cirocumulus genannt, bewegen sich in großer Höhe. Erkennt man zwischen den einzelnen Häufchen Abstände, die sich nicht verringern, wird es schön. Verringern sich die Abstände aber und die Wolken verdichten sich zu einem weißen Schleier, muss man auch mit Regen rechnen. Auch als Vorbote eines Sturmes kann die Situation gedeutet werden.

Formen und Farben der Wolken verraten viel über das kommende Wetter. Foto: pixabay

Formen und Farben der Wolken verraten viel über das kommende Wetter. Foto: pixabay

Farbenspiele bedeuten nichts Gutes
Tritt das Wolkenbild in ein Farbenspiel ein, hat das immer mit kältebeeinflusstem Niederschlag zu tun. Gelbliche Fransen an der Unterseite einer Wolkendecke bedeuten mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit Hagel. Beobachtet man im Winter eine graue Färbung mit rosa Einschlag, die zu leuchtendem Rosa werden kann, ist mit großer Wahrscheinlichkeit von Schnee auszugehen.

Mit einem Blick nach oben kann man also manche böse Überraschung vermeiden.

 

2013 war das sechstwärmste Jahr

Das Jahr 2013 war das sechstwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1880. Das berichtet die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und führt dies gleichzeitig auf eine Erwärmung des Weltklimas zurück. Das führt die Organisationen unter anderem auf die Tatsache zurück, dass 14 von 15 der wärmsten Jahre im 21. Jahrhundert stattgefunden haben.„Die Auswirkungen des Klimawandels sind überall auf der Welt spürbar gewesen“, sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud am Montag in Genf.

Die WMO geht auch davon aus, dass die Naturkatastrophen der letzten Jahre mit der Erwärmung zu tun haben. Als Beispiel nannte Jarraud den Taifun „Hayan“, der im November die Philippinen verwüstet und mehr als 6000 Todesopfer gefordert hat. Die Auswirkungen seien so dramatisch gewesen, weil der Meeresspiegel in Folge der Klimaerwärmung gestiegen sei, so der französische Meteorologe.

Foto: Fotolia

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Der WMO-Bericht, der am 31. März veröffentlicht wird, enthält auch weitere Beispiele für Wetterextreme der vergangenen Jahre, wie die Dürre in Brasilien, welche die schlimmste der vergangenen 50 Jahre war, den breitesten bisher beobachteten Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma, aber auch die Überflutungen von Elbe und Donau in Deutschland. Diese Hochwasserkatastrophen, zu deren Opfer aus wirtschaftlicher Sicht auch viele Landwirte gehören, reiht sich ebenfalls in die meteorologischen Superlativen ein. Laut des WMO-Berichtes war dies das schlimmste Hochwasser seit 1950 in Mitteleuropa. In Passau sei der höchste Pegelstand der Donau seit 1501 gemessen worden.

Der WMO-Bericht enthält viele weitere Beispiele für Wetterextreme im vergangenen Jahr: die schlimmste Dürre der vergangenen 50 Jahre im Nordosten Brasiliens etwa, den breitesten bisher beobachteten Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma und auch die zu Überschwemmungen führenden Starkregenfälle in Mitteleuropa.

Das hohe Jahresmittel des Jahres 2013 sei aber vorallem auf Temperaturen auf der südlichen Erdhalbkugel zurück zu führen. So wurden am 4. März in Südafrika 47,4 Grad Celsius gemessen – laut der WMO der höchste bisher gemessene März-Wert Afrikas. Für Australien wäre es das wärmste, für Argentinien das zweitwärmste und für Neuseeland das drittwärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn.

Teufelskreislauf zwischen Himmel und Erde

Das Klima und dessen Auswirkungen werden meist in der Atmosphäre vermutet. Doch die Wirkungen gehen viel tiefer. Unter uns tut sich auch etwas, nämlich im Boden. Nicht nur, dass unter unseren Füßen klimatisch bedingte Veränderungen stattfinden, es gibt sogar eine Wechselwirkung zwischen Boden und Klima. Das heißt, durch das Klima hervorgerufene Bodenveränderungen haben wiederum Auswirkungen auf die Belastung der Atmosphäre, da die Böden zentrale Bestandteile der Ökosysteme sind.

 Wärmere und trockenere Sommer sowie mildere Winter in Kombination mit häufiger werdenden Starkregenereignisse haben Auswirkungen auf den Abbau organischer Substanz durch Mikroorganismen. Durch den Regen wird die Bodenerosion verändert. Das Bodenmaterial, das durch oberflächlich abfließendes Wasser abgetragen wird, wird mehr werden.

 Die Veränderungen wirken sich in vielfältiger Weise aus, aber besonders, was das Erosionsrisiko betrifft. Auf Ackerflächen begünstigen die stärken Regenereignisse Hochwasser und Bodenerosion, ebenso in Flussauen. Neben der unmittelbaren Schädigung des Bodens kommen auch Nebeneffekte, sogenannte „off site-Schäden“, zum Tragen. Gemeint sind damit Schlammablagerungen auf Straßen und in Ortschaften. Dieses zu Schlamm gewordene Material fehlt natürlich im Boden. Untersuchungen im Schwarzwald ergaben Bodenverluste von über 80 Tonnen pro Jahr und Hektar.

 Der Bodenabtrag bringt nicht nur die Ökosysteme aus dem Gleichgewicht. Durch den Verlust von Humus und Nährstoffen auf landwirtschaftlichen Flächen entstehen volkswirtschaftliche Schäden in beträchtlicher Höhe, da dem Erdreich die Fruchtbarkeit verloren geht. Gleichzeitig werden Vorfluter, Gewässer und Rückhaltebecken mit erhöhten Gesteinsablagerungen und Überschreitung der optimalen Nährstoffwerte belastet – Nährstoffe, die wiederum dem Boden fehlen.

Foto: pixabay

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Der fehlende Humus bewirkt wiederum, dass CO2 freigesetzt wird. Experten schätzen, dass jedes verloren gegangene 0,1 Prozent Humus je Hektar bei einer durchschnittlichen Krumendicke von 20 Zentimetern zehn Tonnen CO2 an die Atmosphäre abgeben. Der Humusabbau, der ja den Auswirkungen einer Klimaveränderung zugeschrieben wird, ist somit einer der schädlichsten Faktoren für die Atmosphäre. Ein Kreislauf, bei dessen Erforschung die Wissenschaftler noch am Anfang stehen.

So gefährlich ist die Sonne

Foto: istockphoto

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Die ersten Sonnenstrahlen nach dem langen Winter lassen Frühlingsgefühle und Vorfreude auf den Sommer aufkommen. Viele Menschen zieht es nach draußen, genießen die Wärme.

So gut es auch tut, die Haut von den wärmenden Sonnenstrahlen streicheln zu lassen, so gefährlich sind sie. Nach Angaben des Hauttumorzentrums an der Charité Berlin steigt die Zahl der Hautkrebserkrankungen in Europa jährlich um fünf bis sieben Prozent. Grund sei, dass die Menschen die Strahlung unterschätzen und sich nicht ausreichend vor den unsichtbaren UV-Strahlen schützen.

Bereits am Morgen solle man Sonnencreme auftragen, sagen Dermatologen. Am „aggressivsten“ seien die Strahlen in der Zeit von 11 bis 15 Uhr. Die Experten empfehlen daher, sich in dieser Zeit gar nicht in der Sonne aufzuhalten. Ein Irrglaube sei auch, dass man geschützt ist, wenn man sich im Schatten aufhält. Auch in vermeintliche von der Sonne verschonte Stellen dringen die UV-Strahlen vor.

Sonnenanbeter sollten auch auf naturbedingte Reflexionen achten. Wasseroberflächen und Sand können die Belastung um bis zu 70 Prozent verstärken.

Die Fachleute raten dazu, Sonnenschutzcremes mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50 aufzutragen. Für Rothaarige und Blonde reiche dies allerdings kaum aus. Diese würden nicht drum herum kommen, grundsätzlich Lichtschutzfaktor 50 zu verwenden.

Hautärzte räumen auch mit einigen Irrtümern auf. So sei eine weitverbreitete Meinung, dass man nicht so vorsichtig sein muss, wenn man bereits braun ist. Jede Bräunung reize die Haut, auch wenn es nicht nach Sonnenbrand aussehe. Genauso sei zu beachten, dass Kleidung nicht immer vor der Strahlung schütze. Demnach sollte man sich überlegen, ob man mit dem T-Shirt ins Wasser geht, nasser Stoff verliere nämlich die Schutzfunktion. Dass Sonne pur gut für die Psyche ist, sei auch nicht richtig. Licht helfe nur bei echten Depressionen, sind sich die Hautexperten ebenfalls sicher.

Vor der Nutzung künstlicher Sonne, also dem Besuch von Sonnenstudios, raten Dermatologen übrigens grundsätzlich ab.

Schönes und schlechtes Klima?

Illustration: Nexus

Illustration: Nexus

Das Wetter ist eines der beliebtesten Gesprächsthemen der Deutschen. Dem einen ist es manchmal zu kalt, dem

anderen zu warm, dem dritten zu nass. Doch den meisten ist Sonne satt am liebsten. „So ein schönes Wetter heute“ hört man an solchen Tagen von frohgelaunten Leuten, mit „so a Wetterl heit“ verleiht der Bayer seiner Sonnenhungrigkeit Nachdruck.Doch könnte der Sonnenanbeter unterhalb des Weißwurstäquators auch „so a Klimerl“ genießen? Wohl kaum. Oft werden die Begriffe „Wetter“ und „Klima“ verwechselt. Als Drittes reiht sich in die meteorologische Reihe das Wort „Witterung“ ein. Doch was ist was?

Mit dem „Wetterl“ hat der Bayer schon Recht. Denn unter Wetter versteht man den augenblicklichen Zustand der unteren Atmosphäre, der sogenannten Troposphäre zu einer bestimmten Zeit und vorallem an einem bestimmten Ort. Wenn sich der Süddeutsche übers „Wetterl“ freut, kann sein, dass sich der Berliner über „Pladdern“ empört. Was er damit meint, ist starker Regen. Die geographischen Unterschiede können allerdings noch viel kleiner sein.

Das Wetter wird unter anderem durch Temperatur, Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit und eben Niederschlag definiert. Diese Wetterelemente ergeben das, was man als Wettersituation an dem Ort, an dem man sich gerade aufhält, erlebt.

Die Witterung hingegen beschreibt den für eine Region typischen Wetterablauf in einem kürzen oder längeren Zeitraum. Dieser kann ein paar Tage umfassen oder bis zur Dauer einer Jahreszeit reichen. Herbststürme und kalte Winter beispielsweise gehören momentan zur für Deutschland typischen Witterung.

Die Witterung wird wiederum vom Klima beinflusst. Dessen Veränderung wird sehr langfristig beobachtet und wird innerhalb der Umweltschutzdiskussionen seit den 1990er Jahren genau unter die Lupe genommen. Für die Beschreibung werden statistische Mittelwerte und Extremwerte herangezogen.

Ob das Klima, das sich aus den aufgezeichneten Witterungsverhältnissen zusammensetzt auf der nördlichen Erdhalbkugel wärmer geworden ist, da gibt es verschiedene Meinungen. Selbst die Beobachtungsphase von einigen Jahrzehnten ist noch zu kurz, um das Klima hundertprozentig  zu definieren.

 

Kampf ums Klima: Passat gegen El Niño

Foto: pixabay

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Die Sache mit der Klimaerwärmung scheint nicht ganz so einfach zu sein, wie angenommen. Seit der Jahrtausendwende scheint es so, dass sich die Erde nach einer Warmphase wieder etwas abkühlt. Klimatologen haben jetzt den Grund gefunden, warum sich die Temperaturanstiege scheinbar beruhigt haben.

Eine internationale Forschergruppe glaubt nun herausgefunden zu haben, warum sich die Erwärmung zurückgenommen hat. Verantwortlich für das Phänomen wären der Studie zufolge, die im Fachjournal „Nature Climate Change“  veröffentlicht wurde, die sogenannten Passatwinde, die seit den 1990er Jahren über dem Pazifik wehen. Messungen ergaben, dass jene kalten Winde die Luft an der Erdoberfläche bis zum Jahr 2012 um 0,1 bis 0,2 Grad Celsius runtergekühlt haben. Dieser geringe Temperaturunterschied trägt laut der Experten zum Wechselspiel zwischen kalt und warm bei.

Aber: Jetzt kommt El Niño
Wer aufatmet und meint: „Ja, dann ist das mit der Klimaerwärmung gar nicht so schlimm.“, der hat nicht mit dem südamerikanischen Gegenpart „El Niño“ (sprich „El Ninjo“) gerechnet.

Der unregelmäßig auftretende warme El Niño (dt. „Das Kind“, gemeint ist das Christkind) findet seinen Ursprung in Peru. Einheimische Fischer tauften ihn so, weil er bei Erscheinen um die Weihnachtszeit auftritt und durch die Erwärmung des Meeres der Fischfang stagniert.

Und genau dieser warme Wind soll laut deutschen Klimaexperten dieses Jahr noch kommen und die Temperaturen wieder in die Höhe treiben. Von Südamerika aus würde er den Pazifik erwärmen und so das globale Klima beeinflussen. Solche Phasen können sich über 20 bis 30 Jahre hinziehen. Die Folgen für die Erde wären laut den Wissenschaftlern katastrophal, auch wenn die Temperaturschaukel unter einem Grad Celsius liegt.

Im Übrigen kommen aufgrund der neuesten Forschungen immer mehr Wissenschaftler von der Theorie ab, die Erwärmung des globalen Klimas liege allein in der Hand des Menschen.

Städter bekommen Klimaveränderung mehr ab

In den Anfängen des Tourismus, Anfang des 20. Jahrhunderts, sprach man nicht von Urlaub, sondern von Sommerfrische. Man meinte damit, raus aus der Stadt, Landluft schnuppern. Es hatte bereits damals Bewandtnis, dass man außerhalb der Städte freier durchatmen kann.

Auf wissenschaftliche Ebene gehoben wurde das Thema allerdings erst mit Beginn der Forschungen und Diskussionen rund um eine Veränderung des globalen Klimas aufgrund der Industrialisierung.

Acht Millionen Menschen leben in Deutschland in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Gerade in Ballungsgebieten werden verstärkt durchgehende Hitzeperiode und sogenannte Starkregenereignisse, die zu Flusshochwässern und einen Anstieg der mittleren Grundwasserstände führe, beobachtet.

Der Grund dieses Phänomens ist der sogenannte Wärmeinseleffekt, bei dem die Wechselwirkung mehrerer unterschiedlicher Effekte zum Tragen kommt. Der naheliegendste Grund für die Unterschiede zwischen Stadt und Land ist wohl die Anhäufung von geheizten Gebäuden und auch beispielsweise Klimaanlagen, die ebenfalls nach außen Wärme abgeben.

Ein weiterer Effekt ist die Aufheizung der Betonfassaden, welche die Wärme durch die Sonneneinstrahlung speichern.

Auch der Mangel an Grün- und Waldflächen spielt eine Rolle. Stadtparks können die großen Flächen von bebauten Gebieten nicht genug bedienen, um einen Ersatz für ländliche Flächen darzustellen. Genügend „Durchzug“ ist ebenfalls Mangelware in Städten. Die Häuserschluchten halten den Wind schlichtweg ab.

Doch welche Gründe hat es, dass Starkregen und Gewitter häufig doppelt so lange anhalten, als in urbanen Regionen und dadurch zu verstärktem Hochwasser in Städten führen? Die Luftfeuchtigkeit ist in Städten zwar

Foto: pixabay

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geringer, doch die Ursache für dieses Phänomen liegt in der höheren Konzentration an Kondensationskernen, verursacht durch Industrie und Autoverkehr. Diese Kerne sind kleine Partikel in der Luft, die Feuchtigkeit anziehen und dabei tröpfchen- und wolkenbildend wirken. In reiner Luft sind etwa 1000, in verschmutzter Großstadtluft ungefähr 100.000 Kondensationskerne pro cm3 Luft.

 

Borkenkäfer genießt milde Temperaturen

Dass der Winter dieses Jahr zu mild ist, ist klar. Wintersportler sind frustriert, andere können ganz gut ohne Schnee leben. Doch einer genießt die milden Temperaturen ganz besonders: Der Borkenkäfer.

Die Anwohner einer saarländischen Gemeinde wandten sich vor kurzem mit großer Sorge an die Lokalpresse. „Der ganze Wald wird gerodet!“, hieß es. Der Experte des zuständigen Umweltamtes, Peter Paulus, winkt ab: „Die Sorge der Bürger verstehe ich, allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Baumrodung, sondern um Baumfällungen. Der Wald bleibt natürlich bestehen. Es geht darum, kranke Bäume raus zu nehmen.“

Diese Maßnahmen sind momentan in ganz Deutschland notwendig, da aufgrund der milden Temperaturen der Borkenkäfer dieses Jahr nicht in den Winterschlaf gefallen ist. Angefangen hat alles allerdings bereits vorigen Sommer.

„Durch den heiß-trockenen Sommer 2013 haben sich im Herbst noch zahlreiche Nester gebildet, die sich über den milden Winter gehalten haben. Um noch mehr Schaden zu vermeiden, dünnen wir den Wald aus. Egal wo man in Deutschland hinguckt, Land auf, Land ab sind momentan solche Schritte notwendig. Der Borkenkäfer zählt ja bekanntlich zu den größten Feinden der Bäume.“, so der Fachmann gegenüber die-wetterversicherung.de.

Foto: Harald Kloth/CC

Foto: Harald Kloth/CC

Der Borkenkäfer gehört zu den Rüsselkäfern. Die gefährlichsten ihrer Art sind die „Buchdrucker“ und die „Kupferstecher“, die sich beide an Fichten „vergehen“.  Die Symptome bei befallenen Bäumen sind eindeutig. Bohrmehl, Harzfluss und verfärbte Nadeln zeigen, dass der Baum nicht mehr heilbar ist. Wenn Bäume Anzeichen von Befall aufweisen, müssen sie sofort gefällt werden, da sich die Tiere sonst im ganzen Wald ausbreiten und das hätte für forstwirtschaftliche Betriebe verheerende Folgen.

Alleine im waldreichen Thüringen wird das befallene Holz mit 100.000 Festmetern beziffert. Das sei dreimal so viel wie 2012, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) unter Berufung auf Expertenrechnungen meldet.

Waldbesitzern zu raten, rechtzeitig zu reagieren, um so den Schaden in Grenzen zu halten. Die Fichten können wenigstens noch mit einem Abschlag, anstatt der sonst üblichen 100 Euro pro Festmeter, verkauft werden. Um noch möglichst gute Preise für das desolate Holz zu erzielen, sollten sich Betroffene möglichst weiträumig umsehen. Eine gute Möglichkeit, es an den Mann zu bringen, bietet zum Beispiel das landwirtschaftliche Handelsportal gruuna.com.

 

Kältewellen stehen bevor: Winter bis Mai?

Kalendarisch ist Winter, auch wenn es meteorologisch seit Monaten nicht danach aussieht. Igel unterbrechen ihren Winterschlaf, Vögel bauen ihre ersten Nester, in manchen Gegenden Deutschlands sprießen sogar schon Sprossen. Trotz Schmuddelwetter sind die Temperaturen viel zu warm für die Jahreszeit.

Wetterstatistiker haben sich jetzt mit Nachrichten zu Wort gemeldet, die dem einen oder anderen Sonnenfreund ein Schaudern ins Gesicht zaubern werden. Der Winter soll erst kommen, und zwar in mehreren Teilen. Bis April sollen die Temperaturen dreimal in sogenannte Kältetäler fallen.

Laut Meteorologen kommt die erste Kältewelle Ende Januar nach Deutschland. Dabei wird sich der Kaltluftstrom

Foto: GdeFon

Foto: GdeFon

aus Osteuropa in Richtung Mitteleuropa noch deutlich verstärken. Das Winterwetter wird demnach bis in den Februar hinein anhalten, bevor die Temperaturen zwar wieder steigen, die Schneelandschaften, die man sich zu Weihnachten gewünscht hätte, wandeln sich jedoch in Matschlandschaften um, wieder Regen und Stürme. “Im Februar schlägt die russische Kältepeitsche am heftigsten zu“, weiß Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber dem Onlinedienst gmx.net.

Wenn man in den Hundertjährigen Kalender schaut, entdeckt man, dass sich der Wetterverlauf mit dem deckt, was Meteorologen für die nächsten Monate vorsichtig prognostizieren. Das Wechselbad zwischen Regen, Schneeschauern und Andeutungen vom einzelnen Sonnentagen wird sich wohl bis in den April hineinziehen, darunter immerwieder Temperaturstürze in Richtung Gefrierpunkt. Der Frühling wird sich erst im Mai langsam entwickeln.

Für Romantiker haben die klaren Frostnächte, die uns erwarten, auch etwas Gutes. Experten sagen sternenklare Nächte voraus, die Fernsichten erlauben, wie man sie sonst nur vom Nordpol kennt.

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