Wetterforscher hoffen auf Supercomputer

Er wiegt 70 Tonnen, hat eine Speicherkapazität von 30.000 Laptops und steht am anderen Ende der Welt. Der neue Wettersupercomputer, den australische Forscher entwickelt haben, um die Entwicklung des Wetters und vor allem die des Klimas besser einschätzen zu können.

Das Megagerät, das Wissenschaftler der Universität Canberra seit diesem Jahr zur Verfügung steht, hat eine extrem hohe Leistungsfähigkeit und kann so in kürzester Zeit unglaublich große Datenmengen verarbeiten.

„Wir haben in der Klimaforschung einen großen Geschwindigkeitsbedarf“, sagte Australiens Chefmeteorologe Rob Vertessy anlässlich der Inbetriebnahme des Computers. Es sei nicht leicht, an entsprechend schnelle Geräte, die wir für unsere Arbeit brauchen, zu kommen, Vertessy weiter. Der Computer hat sogar ein

Wetterwolken

en Namen. Er ist nach Raijin, dem japanischen Gott für Blitze und Donner, benannt. Auf dem weltweiten Rang der leistungsfähigsten Rechner steht er auf Platz 27.

Das Bedürfnis, das Wetter vorherzusagen, ist so alt wie die Menschheit. Erste regelmäßige Aufzeichnungen gehen schon auf die alten Ägypter zurück. Im Laufe der Geschichte hat man aus den Beobachtungen Schlüsse gezogen und sich wiederkehrende Regeln, wie zum Beispiel Bauernregeln oder Lostage, zurecht gelegt. Um 1900 entstanden die ersten nationalen Wetterdienste. Die computergestützte Wetterforschung begann in den 1950er Jahren, als es technisch möglich wurde, mathematische Rechenmodelle und Daten, die von Satelliten gespeist werden, zu speichern.

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