Kategorie: Lasst uns übers Wetter reden!

Hochwasser: Zwangsaufforstung vorerst vom Tisch

Foto: pixabay

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Bundesrat lehnt Ausweisung von „Hochwasser-Entstehungsgebieten“ ab

Der Bundesrat hat den Gesetzesentwurf, sogenannte Hochwasser-Entstehungsgebiete auszuweisen, abgelehnt. Die Bundesregierung hatte vorgesehen, in besonders gefährdeten Gebieten, Eigentümer zur Aufforstung zu verpflichten.

„Es ist richtig und konsequent, dass der Bundesrat die Einführung sogenannter Hochwasser-Entstehungsgebiete ablehnt“, so der Deutsche Bauernverband (DBV). Für solche Gebiete bestehe kein Bedarf, da sie für den Hochwasserschutz nicht von Nutzen wären, aber erheblichen Verwaltungsaufwand verursachten, heißt es aus dem DBV weiter. Starkregenereignisse, die zu Hochwasser führen könnten, sind flächendeckend in Deutschland möglich und rechtfertigen nicht die Ausweisung von speziellen Hochwasser-Entstehungsgebieten, bewertet der DBV die Entscheidung der Länderkammer.

Zudem bestätigt der Bundesrat, dass die von der Bundesregierung für die Hochwasser-Entstehungsgebiete vorgesehene Erhöhung der Versickerungsfähigkeit der Böden nicht hilft, um Starkregenereignissen zu begegnen.

Der Bauernverband erwartet nun von der Bundesregierung, dass auf die Gebietskategorie der „Hochwasser-Entstehungsgebiete“ komplett verzichtet wird. Aber nicht nur die Streichung solle der Bundestag aufgreifen. Der DBV fordert zudem, dass keine neuen Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten geschaffen werden.

Wintergefahr: Achtung Eisplatte von oben!

Foto: TÜV Rheinland

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Im Winter sind PKW-Lenker einer unterschätzten Gefahr ausgesetzt. Weiterlesen

Gewitter können Atemnot auslösen

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Gewitter sind nicht nur wegen Blitzeinschlägen gefährlich. Offenbar können sie auch Asthma-Anfälle auslösen. Wissenschaftlern ist das Phänomen schon seit einigen Jahren bekannt. Vergangene Woche hat sich im australischen Melbourne genau das zugetragen. Nach einem heftigen Gewitter haben sich über 8000 Menschen wegen Atemproblemen in Krankenhäusern gemeldet. Sechs sind gestorben, einige schweben noch in Lebensgefahr.

Bislang ist der Zusammenhang zwischen der Wetterlage und Asthma-Attacken noch nicht vollständig geklärt. Bei dem jüngsten Vorkommen vermuten Experten, dass sich Weidelgraspollen durch die extreme Luftfeuchtigkeit mit Wasser vollgesogen haben und danach zerbarsten.

Auch in Deutschland raten Lungenfachärzte Asthmatikern nach Gewittern zur Vorsicht, vor allem in der Pollenzeit. Sie raten Betroffenen bei einer solchen Wetterlage, zuhause zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen. Vorsichtig sollen aber nicht nur Asthmatiker sein, sondern auch Menschen, die an Heuschnupfen leiden. Ein Drittel der betroffenen Australier hat berichtet, niemals zuvor unter Asthma gelitten zu haben.

Arktisches Wetterphänomen soll langen Winter nach Europa bringen

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Polarwirbel schicken arktische Kälte nach Europa.

Der Winter in Europa soll kalt und lange werden. Das schließen Meteorologen aus einem Wetterphänomen über der Arktis, das nur alle paar Jahre auftritt: Die Abschwächung der sogenannten Polarwirbel.

Die über dem Nordpol wirbelnde Luft hält die Kälte quasi zusammen. Lässt der Wirbel nach, strömt die Kälte in Richtung Europa. Das Ergebnis sei ein strenger Winter, der Schneefälle bis Sizilien und die Türkei mit sich bringe.

Zuletzt ist das Phänomen im März 2013 aufgetreten. Damals ist der Polarwirbel komplett ausgefallen. Auf milde Weihnachten 2012 folgte ein extrem kaltes Frühjahr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte zwar vor kurzem einen milden Winter, die unterschiedlichen Aussagen liegen aber am Wesen des Wetters. Es ist unberechenbar und schwer vorherzusagen.

Polarwirbel haben Auswirkung auf Ozonloch

Auch über der Antarktis gibt es Polarwirbel. Diese haben aber keine Auswirkungen auf das Wetter in Europa. Allerdings ist die Abschwächung der Polarwirbel für das Ozon, das vor allem über dem Südpol besonders dünn ist, positiv. Denn wenn sich die Kälte nicht ausbreitet, sondern nach oben steigt, bilden sich sogenannte polare stratosphärische Wolken. Diese lösen einen chemischen Prozess aus, der das Ozon angreift.

Wetter kann jetzt für ganze Jahreszeit vorhergesagt werden

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Forscher stellen zuverlässige Wetterdaten für die kommenden Monate online.

Forscher beschäftigen sich meistens mit Veränderungen des Klimas auf längere Sicht. Der Deutsche Wetterdienst sagt das Wetter für die kommenden paar Wochen voraus.Wissenschaftler der Universität Hamburg und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie ist es in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) gelungen, eine Jahreszeitenprognose zu entwickeln.

Prognose beruht auf Abweichungen

Die Methodik unterscheidet sich grundlegend von der der Wettervorhersage. Statt detaillierter Aussagen gibt es eine Jahreszeitenvorhersage, die Trends an den für die jeweilige Jahreszeit üblichen Wettersituationen misst. Mithilfe des Systems soll vorhergesagt werden, ob die kommenden Monate wärmer, kälter, trockener oder feuchter werden als für die Jahreszeit üblich.

„Es geht um Aussagen zu Wahrscheinlichkeiten, mit denen Abweichungen gegenüber dem Langzeitklima erwartet werden.“, erklärten die Forscher bei einem Pressegespräch des Deutschen Klima Konsortium. Berücksichtigt werden der Zustand der Stratosphäre, des Bodens, des Ozeans und des Meereises. Die Daten stammen von Erdbeobachtungsdaten.

Ein eigener Bereich des Modells, das bereits auf der Internetseite des DWD abgerufen werden kann, ist auch dem Klimaphänomen El Niño gewidmet. Voraussetzung für das Verstehen der Karten ist, dass man sich etwas damit beschäftigt. Der kommende Winter wird übrigens überdurchschnittlich warm.

Zuverlässige Daten mit eigener Wetterstation

Gerade für Landwirte ist vor allem das aktuelle Wetter von Bedeutung. Mit der gruuna-Wetterstation hat der Chemnitzer Agrarprofi gruuna zusammen mit der gvf die Möglichkeit entwickelt, die Wetterdaten im direkten Umfeld des Betriebes abzulesen und dadurch die Wetterentwicklung noch regionaler einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Browseranwendung kann man von überall auf die Daten zugreifen. Die persönliche Wetterstation informiert in Echtzeit über Daten zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Mehr Informationen finden Sie dazu auf gruuna.com.

Agrarwetter: DWD zieht Sommerbilanz

Foto: pixabay

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Viele Ernteunterbrechungen und eine „gute Zeit“ für Pilzkrankheiten

Obwohl der Sommer ein fast typisch mitteleuropäisches Bild gab, brachte das wechselhafte Wetter teils katastrophale Ernten mit sich. Der nasse, unwetterreiche Juni erschwerte die Heuernte und führte zu Schäden an den Kulturen. Der darauffolgende ständige Wechsel zwischen nassen und trockenen Phasen im Juli und August bot nur wenige Möglichkeiten für die Raps- und Getreideernte. Erst in den letzten zwei Sommerwochen besserten sich die Erntebedingungen, wobei die Abtrocknung so weit ging, dass einige Kulturen unter Trockenstress gerieten. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) über die Auswirkungen des Wetters auf die Landwirtschaft in Deutschland im Sommer 2016.

Unwetter im Juni beschädigen Kulturen

In der ersten Junihälfte bestimmten feuchte und mäßig warme Luftmassen das Wetter. Es gab wenig Abwechslung, jedoch oft heftige Gewitter mit hohen Niederschlagsmengen. Über manche Regionen zogen sogar Hagel und Tornados. In der zweiten Monatshälfte sorgte die Schafskälte für kühle Temperaturen, am Monatsende wurde es hingegen hochsommerlich warm. Nur die sommerlichen ersten Tage boten Gelegenheit für einen ersten Heuschnitt. Am heißen Monatsende konnte die Wintergerste schnell abreifen und vereinzelt gedroschen werden. Bis zur Monatsmitte hatten Kartoffeln und Zuckerrüben verbreitet die Bestände geschlossen – die Wetterbedingungen waren sehr günstig.

Ernteunterbrechungen im Juli

Für die Heuernte war das weiterhin wechselhafte Wetter im Juli mit tageweisen tropischen Temperaturen und starken Regenschauern ein Glücksspiel. Durch Starkregen und Wind wurde auch Getreide umgebrochen. Die generelle Wärme sorgte aber für eine zügige Vegetationsentwicklung. Deshalb wurden in rascher Folge Wintergerste, -raps und -weizen reif. Auch die Getreideernte musste in manchen Regionen immer wieder aufgrund der Unbeständigkeit unterbrochen werden. Ab Monatsmitte setzte allmählich der Blühbeginn beim Mais ein.

Voraussetzung für Pilzkrankheiten

Abgesehen von kühlen Luftmassen im Norden war der August ungewöhnlich heiß mit schon herbstlichem Bodenfrost am Morgen in ungünstigen Lagen. Das viel zu warme Wetter wurde von Regenschauern unterbrochen. Deshalb war die Ernte auch im August ein Hürdenlauf. Die Ernte von Winterweizen und Winterraps musste immer wieder unterbrochen werden. Auch der Heuschnitt litt wieder unter den Regenunterbrechungen.

Der feuchtwarme Sommer bot ein „Paradies“ für Pilzkrankheiten, wie Phytophthora in den Kartoffeln, Peronospora im Wein sowie Fusarien und Mehltau im Getreide.

Mit eigener Station das Wetter im Blick

Für Landwirte ist das aktuelle Wetter von immenser Bedeutung. Mit der gruuna-Wetterstation hat der Chemnitzer Agrarprofi gruuna zusammen mit der gvf die Möglichkeit entwickelt, die Wetterdaten im direkten Umfeld des Betriebes abzulesen und dadurch die Wetterentwicklung noch regionaler einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Browseranwendung kann man von überall auf die Daten zugreifen. Die persönliche Wetterstation informiert in Echtzeit über Daten zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Mehr Informationen finden Sie dazu auf gruuna.com.

Heuschnupfen-Welle durch Klimawandel

Foto: Boneco (Symbolbild)

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Studie: Durch den Klimawandel könnte sich die Anzahl der Menschen, die an Pollenallergie leiden, verdoppeln.

Die Erwärmung des Klimas könnte eine regelrechte Heuschnupfen-Welle auslösen. Das haben internationale Wissenschaftler, unter anderem der Medizinischen Universität Wien, im Rahmen eines EU-Projekts herausgefunden.

Nach Angaben der Wiener Forscher zeigen die aktuellen Untersuchungen, dass sich die Anzahl der Menschen, die aufgrund der Pollen der Ragweed-Pflanze an Heuschnupfen leiden, in nur 35 Jahren verdoppeln könnte. Ragweed ist als landläufig als Taubenkraut oder Ambrosia bekannt, die Zahl könnte von 33 auf 77 Millionen Allergiker in Europa hochschnellen.

Für zwei Drittel des Anstiegs soll der Klimawandel verantwortlich sein. Höhere Pollen-Konzentrationen und eine längere Saison können auch den Schweregrad der Symptome verstärken. Ragweed ist eine Pflanze, die sich besonders rasch ausbreitet, ihre Pollen sind ein weitverbreitetes Allergen. Eine einzige Pflanze kann etwa eine Milliarde von Pollenkörnern pro Saison produzieren.

Das Forschungsteam hat Karten mit den geschätzten Ragweed-Pollenzählungen während der Pollensaison erstellt und diese mit soziographischen sowie statistischen Daten kombiniert, etwa wo Menschen wohnen und wie stark die Allergiebelastung in der Bevölkerung ist. Schon die aktuellen Prognosen zeigen die Veränderung. Die diesjährige Pollensaison wird bis in den Oktober hinein dauern. Im Frühling werden die Pollen künftig früher in der Luft sein. Die längere Saison wird für eine höhere Konzentration sorgen und somit den Schweregrad der Symptome verstärken.

Wirtschaftliche Belastung

Nicht nur Menschen selbst erleben durch die jährlichen Pollenflüge eine erhebliche Belastung, sondern auch die Wirtschaft, wie Michelle Epstein von der Uni Wien erklärt: „Die jährliche, wirtschaftliche Belastung durch Allergie-Erkrankungen in der EU wird derzeit bereits auf 55 bis 151 Milliarden Euro geschätzt, eine immer höhere Pollenbelastung wird noch höhere Kosten verursachen.“ Das richtige „Management“ dieser invasiven Pflanze könne die Anzahl der Menschen, die davon betroffen sind, auf etwa 52 Millionen senken, während ein Szenario mit einer sehr schnellen Pflanzeninvasion die Anzahl der betroffenen Menschen auf ungefähr 107 Millionen ansteigen ließe, fasst Epstein die praktische Bedeutsamkeit der Studie zusammen. Die Kontrolle von Ragweed sei daher enorm wichtig für das öffentliche Gesundheitswesen und auch wesentlich als Anpassungsstrategie gegen die Auswirkungen des Klimawandels.

Untersucht wurde zwar die Reaktion der Ragweed-Pflanze auf den Klimawandel, betroffen seien aber alle pollentragenden Pflanzen, heißt es aus dem Forscherteam.

Katastrophale Ernte durch nasskaltes Wetter

Foto: Claas (Symbolbild)

Foto: Claas (Symbolbild)

Durch die Frühjahrswitterung und die Unwetter liegt die diesjährige Getreide- und Rapsernte weit hinter dem Vorjahresertrag. Pfälzer Gemüsebauern müssen einen Totalverlust verzeichnen.

Die Getreideernte fällt in diesem Jahr quer durch die Bundesrepublik enttäuschend aus und bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Die Ernte ist zwar noch nicht abgeschlossen, der Bauernverband geht aber von 43,5 Millionen Tonnen aus. Damit liegt der diesjährige Ertrag um 5,3 Millionen Tonnen (- 11 %) unter dem Vorjahresergebnis. Nicht besser sieht es bei der Rapsernte aus. Sie fällt mit 4,5 Millionen Tonnen deutlich niedriger als im vergangenen Jahr aus.

Schuld an den schlechten Erträgen ist das kühle und nasse Frühjahr. Eine solche Witterung verheißt zwar in der Regel eine gute Ernte, gerade im Westen Deutschlands standen aber die Feldbestände in übersättigten und damit kalten Böden. Zudem fehlte durch die ständigen Niederschläge und die Unwetterereignisse die für die Ertragsbildung wichtige Sonneneinstrahlung. Im Nordosten haben dagegen die Folgen von Auswinterungsschäden und eine sich anschließende Trockenheit für massive Ertragsminderungen von bis zu 30 Prozent bei den wichtigen Winterkulturen Weizen, Gerste und Raps geführt.

Auch Kartoffeln, Obst und Gemüse betroffen
Die sonnenarme und unbeständige Witterung hat auch die Kartoffel-, Obst- und Gemüseernte in vielen Regionen Deutschlands deutlich beeinflusst. Zwar gab es in der Blühphase der Obstbäume kaum Schäden durch Spätfrost, doch begann das Wachstum infolge der kühlen Witterung im Frühjahr in der Regel zwei Wochen verspätet. Hagelschäden sind zwar stärker als 2015, aber im langjährigen Vergleich immer noch unterdurchschnittlich. Regionale Wetterextreme mit hohen und ungleichmäßig verteilten Niederschlägen, Starkregen bis hin zu Überschwemmungen beeinflussten Wachstum und Reifung etlicher Kulturen besonders im Mai und Juni. In der Vorderpfalz waren 800 Hektar Gemüsebau über einen längeren Zeitraum überschwemmt, was für die Betriebe einen Totalverlust der dort angebauten Kulturen bedeutet, von Salat bis Blumenkohl.

Müssen wir uns an diese Witterung gewöhnen?
Experten prognostizieren, das Unwetter wie die, die im Juni in Niederbayern und Teilen Baden-Württembergs große Schäden angerichtet haben, in den nächsten Jahren mehr werden. Auswertungen von Niederschlagsdaten über mehrere Jahre sowie aktuelle Klimaprognosen zeigten, dass es immer häufiger heftig regne, sagte Nicole Müller vom Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen zur „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. In den vergangenen 50 bis 60 Jahren seien Starkregen-Ereignisse mehr geworden, so Müller weiter. Es sei zu erwarten, dass sich der Trend fortsetze.

Absicherung gegen Ernteverluste
Die gvf VersicherungsMakler AG hat sich unter anderem auf die Schadensregulierung von Ernteausfällen spezialisiert. Mit „Die Wetterversicherung” hat das Chemnitzer Unternehmen eine Ertragsversicherung geschaffen, die betriebsindividuell die für die jeweiligen Feldfrüchte riskanten Ausprägungen von Temperatur und Niederschlag versichert. Sie „glättet“ durch finanzielle Entschädigung bei Ernteertragsverlusten die Einnahmesituation des Unternehmens. Das Jahresergebnis bleibt somit kalkulierbar.

Digitaler Sonnenschutz

Foto: pixabay

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Ein Blick aufs Smartphone verrät, inwieweit man sich vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen muss.

Während sich Urlauber aussuchen können, wie lange sie am Strand verweilen, haben Menschen, die im Freien arbeiten, keine Wahl. Die Arbeit muss getan werden. Gerade Landwirte sind vor allem im Sommer den gefährlichen UV-Strahlen der Sonne ausgesetzt. Auch bei bewölktem Himmel sind sie da. Im Hochsommer ist die Belastung trotz Wolkendecke stärker, als im Frühjahr bei Sonnenschein.

Obwohl man um Schutzmaßnahmen, wie das Tragen eines Hutes und einer Sonnenbrille sowie dem Auftragen von Sonnencreme, nicht herumkommt, ist es interessant zu wissen, wie hoch der UV-Index aktuell ist. Ein Blick aufs Smartphone verrät, inwieweit man sich schützen muss. Bei den meisten Modellen sind schon Wetter-Apps, die den UV-Index anzeigen, vorinstalliert. Ab 3 ist eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 notwendig, bei Werten ab 7 sollte man schon zu einem Produkt mit Faktor 50 greifen.

Wer sein Smartphone um spezielle UV-Apps erweitern will, wird in den Stores fündig. Die genauen UV-Werte zeigt zum Beispiel die kostenlose App „AOK Sun&Air” zur Verfügung, erhältlich sowohl für iOS als auch für Android. Auch die App „UV-Check“ des Bundesverbandes der Dermatologen tut ihre Dienste. Sie kann ebenfalls kostenlos auf das iPhone und auf das Android-Smartphone geladen werden.

UV-Index punktgenau mit eigener Wetterstation

Auch die vom Agrar-Profi gruuna entwickelte Wetterstation für den eigenen Betrieb zeigt den UV-Index an. Mit den Werten sieht man genau die Belastung, die im direkten Arbeitsumfeld herrscht. Die persönliche Wetterstation informiert desweiteren in Echtzeit über Daten zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Browseranwendung können Sie von überall auf die Daten zugreifen. Mehr Informationen finden Sie dazu auf gruuna.com.

Wintergerstenernte trotz unbeständigem Wetter vorangeschritten

Foto: Günter Kortmann/LWK NRW

Foto: Günter Kortmann/LWK NRW

Ein Großteil der Fläche ist zwar abgeerntet, im Ertrag machen sich aber Starkregen und Hagel bemerkbar.

Trotz der heftigen Regenunterbrechungen, ist die Ernte der Wintergerste in den meisten Regionen Deutschlands weit vorangeschritten. Das geht aus dem 1. Erntebericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor.

Mehr als drei Viertel der Fläche sind demnach bereits gedroschen. Regional konnte die Ernte sogar nahezu abgeschlossen werden. Der Ertrag litt allerdings unter den regionalen Extremwetterereignissen, wie Starkregen und Hagel.

So führten die hohen Niederschlagsmengen im gesamten Westen Deutschlands und eine zu geringe Sonneneinstrahlung zur Ausbildung von kleineren Körnern mit einem geringen Eigengewicht, oft weniger als 60 Kilogramm pro Hektoliter. Auch die Auswinterungsschäden in Mecklenburg-Vorpommern und die im Nordosten Deutschlands trockenen Wachstumsbedingungen im Frühjahr haben die Hektarerträge hinter die Erwartungen zurückfallen lassen. Ertragseinbußen von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr sind zu verzeichnen.

Für die nächsten Wochen kann man nur auf beständigeres Wetter hoffen. Im Bundesdurchschnitt erwartet der DBV einen Hektarertrag von 6,7 Tonnen Wintergerste. Gegenüber dem Vorjahresergebnis würde das einen Rückgang von 13 Prozent bedeuten. Mit 7,7 Tonnen war 2015 allerdings ein sehr gutes Jahr. Im Vergleich zum fünfjährigen Durchschnitt von 6,9 Tonnen würde das prognostizierte Ergebnis einen Rückgang von 3 Prozent bedeuten.

Die Anbaufläche von Wintergerste ist in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 32.500 Hektar auf 1,29 Millionen Hektar gestiegen.

 

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