Wintergerstenernte trotz unbeständigem Wetter vorangeschritten

Foto: Günter Kortmann/LWK NRW

Foto: Günter Kortmann/LWK NRW

Ein Großteil der Fläche ist zwar abgeerntet, im Ertrag machen sich aber Starkregen und Hagel bemerkbar.

Trotz der heftigen Regenunterbrechungen, ist die Ernte der Wintergerste in den meisten Regionen Deutschlands weit vorangeschritten. Das geht aus dem 1. Erntebericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor.

Mehr als drei Viertel der Fläche sind demnach bereits gedroschen. Regional konnte die Ernte sogar nahezu abgeschlossen werden. Der Ertrag litt allerdings unter den regionalen Extremwetterereignissen, wie Starkregen und Hagel.

So führten die hohen Niederschlagsmengen im gesamten Westen Deutschlands und eine zu geringe Sonneneinstrahlung zur Ausbildung von kleineren Körnern mit einem geringen Eigengewicht, oft weniger als 60 Kilogramm pro Hektoliter. Auch die Auswinterungsschäden in Mecklenburg-Vorpommern und die im Nordosten Deutschlands trockenen Wachstumsbedingungen im Frühjahr haben die Hektarerträge hinter die Erwartungen zurückfallen lassen. Ertragseinbußen von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr sind zu verzeichnen.

Für die nächsten Wochen kann man nur auf beständigeres Wetter hoffen. Im Bundesdurchschnitt erwartet der DBV einen Hektarertrag von 6,7 Tonnen Wintergerste. Gegenüber dem Vorjahresergebnis würde das einen Rückgang von 13 Prozent bedeuten. Mit 7,7 Tonnen war 2015 allerdings ein sehr gutes Jahr. Im Vergleich zum fünfjährigen Durchschnitt von 6,9 Tonnen würde das prognostizierte Ergebnis einen Rückgang von 3 Prozent bedeuten.

Die Anbaufläche von Wintergerste ist in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 32.500 Hektar auf 1,29 Millionen Hektar gestiegen.

 

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