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Warten auf „Super“-El Niño

Das Wetterereignis El Niño trifft bald auf die südamerikanische Pazifikküste. Experten gehen diesmal von einer extrem starken Ausprägung aus.

Experten hatten das Wetterphänomen El Niño bereits für die Jahreswende 2014 erwartet.  Geschehen ist nichts. Dafür kündigt sich das Ereignis für das kommende Jahresende um so stärker an. Das Phänomen tritt alle sieben bis acht Jahre um die Weichnachtszeit auf. Deshalb der Name El Niño – das Kind, im Sinne von Christuskind.

El Niño oder meteorologisch Southern Oscillation (ENSO) beschreibt ein gekoppeltes Zirkulationssystem von Ozean und Atmosphäre im Bereich des tropischen Pazifiks. Dabei wird das warme Oberflächenwasser zusammen mit der atmosphärischen Zirkulation vom westlichen Pazifik in Richtung Südamerika verschoben.

Schuld sind die verschiedenen Stärken der Passatwinde. Normalerweise wehen sie von Südamerika nach Australien, und zwar entlang des Äquators. Die Luftströmungen schieben warmes Wasser an die Ostküste des Pazifiks. Gleichzeitig stauen sie dort den Wasserpegel einen halben Meter höher auf als vor Südamerika.

El Niños treten in Jahren auf, in denen die Passatwinde abschwächen oder gar aussetzen. Dann schwappt das aufgestaute warme Wasser zurück in Richtung Südamerika. Dieses Verschieben des Warmwasser-Pools von Australien in Richtung Südamerika bezeichnet man als El Niño. Den Namen hat das Phänomen peruanischen Fischern zu verdanken, denn sie leiden besonders darunter. Das viel zu warme Wasser zerstört die Nahrungskette. Plankton und Fische verschwinden. Die Fischerei ist in den südamerikanischen Ländern eine der wichtigsten Wirtschaftszweige. Außerdem sorgt El Niño an der lateinamerikanischen Küste für Überschwemmungen durch extreme Regenfälle und auf der anderen Seite des Pazifiks für Dürre. Die diesjährigen überdurchschnittlich hohen Temperaturen tun das Übrige und erwärmen das Wasser noch stärker. Das macht diesen  El Niño so gefährlich. Experten befürchten, dass die Auswirkungen so schlimm sein werden, wie seit 1997 nicht mehr. Damals verloren 23.000 Menschen ihr Leben. El Niño ließ einen Schaden von 33 Milliarden Euro zurück.

Das Phänomen breitet sich erfahrungsgemäß auch in Richtung Nordamerika aus. Von einer direkten Auswirkung auf Europa gehen Experten nicht aus. Lediglich der auch in Deutschland extrem heiße Sommer deutete auf die globalen Verhältnisse während des Jahres und somit auf die Bildung eines extrem starken El Niños hin.

Auf der Website der NASA kann die Entwicklung des El Niños beobachtet werden.

Darstellung: NASA/JPL-Caltech

Darstellung: NASA/JPL-Caltech

UN-Klimakonferenz: Biolandwirte übergeben Resolution an Umweltministerin Hendricks

Sechs Verbände fordern die Einbindung der Landwirtschaft in die Klimapolitik.

Im Vorfeld der 21. UN-Klimakonferenz haben am Montag Vertreter der Verbände Bioland, Naturland, Demeter, Ecovin, Biokreis und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eine Resolution mit dem Titel „Mehr Klimaschutz durch Landwirtschaft“ übergeben.

In dem Papier appellieren die Landwirte an Bundeskanzlerin Angela Merkel, ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Reduktion der Treibhausgase in der Landwirtschaft durchzusetzen und dabei die Potenziale des Biolandbaus verstärkt zu nutzen.

„Die Agrar- und Ernährungspolitik muss als Teil der Klimapolitik ausgerichtet werden – und zwar mit verbindlichen Reduktions- und Zwischenzielen“, heißt es in der Resolution. Dies sei ein wesentlicher Schritt, um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten.

Insgesamt 12 Punkte umfasst das Papier der Bioland-Bauern – angefangen von weniger Fleischkonsum bis hin zu einer Stickstoffabgabe und der Forderung, EU-Agrarzahlungen konsequent auf die vielfältigen Herausforderungen im Klima- und Umweltschutz neu auszurichten.

Auf der Bioland-Website kann die Resolution als PDF abgerufen werden.

Illustration: pixabay

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Wetterfühligkeit nur Einbildung?

Münchener Professor hält Wetterfühligkeit nur für einen Ausdruck unserer Lebensweise.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allenbach leiden 35 Prozent der Bevölkerung an den Folgen von Wetterfühligkeit. Dazu gehören zum Beispiel Kopfschmerzen, Blutdruckkapriolen, quälende alte Narben oder schmerzende Gelenke. Immerhin 19 Prozent der 500 Befragten über 16 Jahre haben angegeben, extrem unter bestimmten Wettersituationen zu leiden.

Sind die Schmerzen nur ausgedacht, alles Hypochonder? Denn Prof. Jürgen Kleinschmidt von der Ludwig-Maximilians-Universität München sagt in der November-Ausgabe der „Apotheken-Umschau“: „Das Wetter ist der ideale Sündenbock.“ Die Wetterfühligkeit spiele sich nur im Kopf ab. Erfasse man nämlich Tag für Tag das Befinden von Testpersonen, löse sich der Zusammenhang von Witterung und Wohlbefinden auf wie Nebel in der Morgensonne, so der Wissenschaftler, der schon jahrzehntelang die Wirkung des Wetters erforscht.

Die Beschwerden seien meist Ausdruck unserer Lebensweise, weiß Prof. Kleinschmidt. Der Körper verlerne durch Heizung und Klimaanlage, sich selbständig anzupassen. Diese Fähigkeit müsse er allerdings trainieren – immer wieder, zum Beispiel bei Spaziergängen in Schnee und Regen oder in der Sauna.

Foto: KKH/Kaufmännische Krankenkasse

Foto: KKH/Kaufmännische Krankenkasse

Wärmster November seit 254 Jahren

Wetterexperten sprechen schon vom wärmsten November seit 1761. Die Ursache ist nicht unbedingt beim Klimawandel zu suchen.

Mit einer derzeitigen Mitteltemperatur von 9,3 Grad Celsius ist der November 2015 der wärmste seit 254 Jahren. In Baden-Württemberg wurden vergangenes Wochenende sogar 23 Grad Celsius gemessen.

Nicht nur Straßencafés und Parks bieten derzeit ein Bild, das eher an Frühling erinnert, auch die Natur ist verwirrt. Einige Frühlingspflanzen wie Kamille und Löwenzahn stehen teilweise in voller Blüte. Sogar Erdbeeren können zurzeit geerntet werden. Auch Insekten, die in dieser Jahreszeit eigentlich nicht mehr präsent sein sollten, sind unterwegs. Dieses Jahr war aufgrund der milden Temperaturen im Frühjahr ohnehin ein Wespenjahr. Da es seit Herbstbeginn nicht richtig abgekühlt hat, haben sich die Tiere wacker gehalten.

Deshalb ist es derzeit so warm
Experten sehen den Grund für die ungewöhnlich warmen Temperaturen gut einen Monat vor Weihnachten nicht zwingend im Klimawandel. Ursache sind Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik, die über die Südostseite warme Luft nach Europa bringen. Da in Spanien und Portugal das Meerwasser ohnehin mit 17 bis 19 Grad Celsius noch sehr warm ist, kann sich die Luft nicht richtig abkühlen. Das Übrige erledigen die Sonnenstrahlen, die uns das derzeitige Hoch über dem Festland beschert.

Foto: pixabay

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Vitaminmangel durch Klimawandel

Vitamin D braucht Sonnenlicht, das laut Wissenschaftlern aufgrund von Klimaveränderungen immer weniger wird. Folgen sind laut Experten Schwächung des Knochenbaus und Gewichtszunahme.

Wenig Sonnenstunden und mehr Schlechtwettertage, laut Forschern die Folgen des Klimawandels, führen zu Vitamin-D-Mangel. Denn Vitamin D braucht Licht, um sich überhaupt bilden zu können. Es wird mithilfe von UV-Strahlung in der Haut freigesetzt. Gerade für Kinder und ältere Menschen ist es für den Knochen- und Zahnaufbau wichtig. Es ist das einzige Vitamin, das sich selbst herstellen kann.

Schon jetzt seien Mangelerscheinungen häufig, weiß Michael A. P. Divé vom Ernährungsportal nu3.de. Laut einer Studie der Nährstoffexperten seien 60 Prozent der Bevölkerung von einer Unterversorgung betroffen.

Foto: pixabay

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Macht Klimawandel dick?
Da der Körper ein sehr komplexes Konstrukt ist, kann man das nicht so pauschal sagen. Da Vitamin D zu den fettlöslichen Vitaminen gehört, hat es aber auch Einfluss auf das Körpergewicht, wie unter anderem die US-amerikanische Ernährungsgesellschaft in einer Studie festgestellt hat. Fehlt es, fällt die Gewichtsreduktion schwerer. Vitamin D-Mangel ruft auch Hungergefühle hervor. Das ist der Grund, warum wir in der dunklen Jahreszeit lieber zu etwas Deftigem greifen, als zu Salat und Obst.

Experten empfehlen als Vitamin D-reiche Nahrungsmittel Eier, Fisch, Steinpilze, Schmelzkäse oder auch reife Avocado. Auch Vitamin D-Kapseln seien sinnvoll, um die Tagesdosis von 20 Mikrogramm zu erreichen, so die Experten von nu3.

Kinder in der dunklen Jahreszeit im Straßenverkehr schützen

In Herbst und Winter sind Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet. Eltern sind gefordert, ihren Sprösslingen die Gefahren bewusst zu machen.

Im Herbst und Winter sind Kinder auf dem Schulweg besonders gefährdet. Eine Möglichkeit ist natürlich, die Kleinen mit dem Auto zur Schule zu bringen. Wenn man keinen fahrbaren Untersatz hat oder auch im Winter darauf achten möchte, dass die Kinder fit bleiben, sollte man einiges beachten, damit der Nachwuchs sicher in die Schule und wieder nach Hause kommt.

Reflektorstreifen leuchten bis zu 160 Meter weit
Kindern helle Kleidung anzuziehen scheint zwar logisch, wird aber von vielen Eltern nachwievor nicht beachtet. Der TÜV Nord empfiehlt deshalb, gerade in der dunklen Jahreszeit nicht nur auf dunkle Stoffe zu verzichten, sondern am besten auf fluoreszierende oder reflektierende Kleidung zu achten. Diese leuchtet im Lichtkegel der Autos bis zu 160 Meter weit. Für die heute erhältlichen Schulranzen sind ohnehin fluoreszierende Materialien in Orange oder Gelb sowie großflächige Reflektorstreifen vorgeschrieben. Eltern erkennen diese Ranzen an der DIN-Norm 58124 und geeignete Sicherheitskleidung an der Bezeichnung DIN EN 13356. Aber auch normale Jacken, Mützen und Taschen lassen sich leicht nachrüsten, indem man reflektierende Figuren oder Streifen aufbügelt oder annäht. Für noch mehr Sicherheit sorgen baumelnde „Katzenaugen“-Anhänger , deren zusätzliche Bewegung die Aufmerksamkeit besonders auf sich zieht.

Spielerisch auf die Gefahren aufmerksam machen
Kindern, die oft schon im frühen Alter modische Bedenken haben, sollte man spielerisch den Sinn des Ganzen erklären. Der TÜV empfiehlt dazu ein Experiment: Die Mutter oder der Vater stellt sich in unterschiedlicher Kleidung an den Bordstein, das Kind im Auto mit dem anderen Elternteil versucht, sie oder ihn zu erkennen. Die konkrete Erfahrung hilft dem Kind, einen ansonsten abstrakten Zusammenhang zu begreifen. Denn Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren schließen von sich auf andere: Wenn sie selbst ein beleuchtetes Auto gut sehen können, nehmen sie an, dass auch der Fahrer sie sieht. Jüngere Kinder deuten die Scheinwerfer häufig als Augen, die alles sehen können – wie ihre eigenen Kinderaugen.

Gerade der tägliche Weg birgt Gefahren, wie der Psychologe Dr. Ralf Buchstaller erklärt: „Oft lässt die Aufmerksamkeit der Kinder nach, wenn sie sich sicher fühlen. Und im Dunkeln, bei Nebel oder Schnee werden auch sehr vertraute Wege gefährlicher. Es ist daher sinnvoll, von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ob das einmal Gelernte auch dauerhaft umgesetzt wird.“

Foto: obs/TÜV NORD GROUP

Foto: obs/TÜV NORD GROUP

Dem Waldboden macht der Klimawandel kaum etwas aus

Der Klimawandel nimmt Einfluss auf viele Pflanzenarten. Doch die sogenannte Krautschicht auf dem Boden unserer Wälder trotzt offenbar der Veränderung.

Dr. Markus Bernhardt-Römermann, Ökologe an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, hat in einer Studie festgestellt, dass entgegen bisheriger wissenschaftlicher Meinungen nicht alle Pflanzen auf den Klimawandel empfindlich reagieren. Auf die Krautschichten der Wälder nimmt die Veränderung offenbar wenig bis keinen Einfluss.

Foto: Markus Bernhardt-Römermann/FSU

Foto: Markus Bernhardt-Römermann/FSU

Gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam aus ganz Europa hat Bernhardt-Römermann die Artenvielfalt in Wäldern der gemäßigten Zone Europas, von Ungarn bis Schweden, umfassend analysiert und dabei festgestellt, dass sich im Mittel die Pflanzenvielfalt in der Krautschicht in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht verändert hat.

Einen Grund für voreilige Freudensprünge sieht der Wissenschaftler aber nicht. Dieses zunächst überraschende Ergebnis bedeute nicht, dass in Sachen Biodiversität alles zum Besten stehe, macht der Ökologe deutlich. „Denn auf lokaler Ebene können die Veränderungen durchaus gravierend sein.“, so Bernhardt-Römermann. Es gebe Regionen, in denen die Artenvielfalt in den vergangenen Jahren deutlich gesunken ist, während sie in anderen Regionen aber zugenommen habe.

Als Ursache der unterschiedlichen Entwicklung der Biodiversität in verschiedenen Regionen sieht Bernhardt-Römermann neben lokalen Faktoren wie den Lichtverhältnissen, die wiederum in Folge menschlicher Nutzung variieren können, vor allem in der Stickstoffverfügbarkeit und in der Dichte des jeweiligen lokalen Wildbestandes.

Naturkatastrophen: Caritas kritisiert mangelnde Prävention

Foto: Jakob Dall/Rotes Kreuz Dänemark

Foto: Jakob Dall/Rotes Kreuz Dänemark

Anlässlich des „Tages der Katastrophenprävention“ am 14. Oktober sieht die Hilfsorganisation noch viel Handlungsbedarf bei der Katastrophenvorsorge.

Die Caritas kritisiert, dass angesichts steigender Naturkatastrophen und Wetterextreme international der politische Wille und Geld fehle, um Katastrophenschutz effektiv voranzutreiben. „Die Menschen sind Naturkatastrophen nicht hilflos ausgeliefert, wenn wir vorausschauend handeln. Schon mit einfachen, kostengünstigen Mitteln können Leben gerettet und Leid verhindert werden“ erklärt Oliver Müller, Leiter von Caritas international, anlässlich des heutigen Tages der Katastrophenprävention.

Im Vorfeld des Erdbebens in Nepal am 25. April etwa habe es zahlreiche ernsthafte Warnungen gegeben, die ungehört verhallt seien, so der Leiter der Hilfsorganisation. „Risikoanalysen, Evakuierungspläne und Informationskampagnen sind vergleichsweise kostengünstig. Aber selbst für die Umsetzung solch einfacher Maßnahmen fehlen der Wille der Regierenden und auch das notwendige Geld“, beklagt Müller. Es werde erst gehandelt, wenn das Unglück eingetreten sei.

Dabei ließen sich laut Schätzungen der Vereinten Nationen durch jeden Euro, der in die Katastrophenvorsorge investiert wird, bis zu sieben Euro in der Katastrophenhilfe und im Wiederaufbau einsparen, rechnet der Caritas-Leiter vor. Die Anzahl der Naturkatastrophen wiederum, das zeigen Statistiken, hätten sich in den vergangenen zwanzig Jahren verdoppelt, unter anderem aufgrund des Klimawandels. So werde mittlerweile jede Sekunde ein Mensch durch eine Naturkatastrophe gezwungen, sein Zuhause zu verlassen. „Wer verhindern will, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen, der sollte auch bereit sein, in Katastrophenvorsorge – wie etwa die Dürreprävention in Afrika – zu investieren.“, mahnt Müller.

Viele Autofahrer sind bei schlechtem Wetter unsicher

Die größte Angst bereitet Autofahrern das Wetter.

Eine von CosmosDirekt in Auftrag gegebene repräsentative forsa-Umfrage hat ergeben, dass 49 Prozent der Autofahrer bei schlechtem Wetter auf Autobahnen ein mulmiges Gefühl haben. Das betrifft Starkregen im Sommer genauso wie starken Schneefall im Winter.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

„Das Sicherheitsempfinden ist stark subjektiv und hängt von der Einschätzung des eigenen Fahrvermögens ab“, erklärt Versicherungsexperte Frank Bärnhof. „Autofahrer sollten ihr Fahrverhalten stets den äußeren Gegebenheiten anpassen. Denn sie sind nicht nur für die eigene Sicherheit verantwortlich, sondern auch für die anderer Verkehrsteilnehmer.“, so Bärnhof weiter.

Aber nicht nur die Wetterverhältnisse lassen viele Autofahrer schaudern. 42 Prozent haben angegeben, sich vor Baustellen auf Autobahnen zu fürchten, 37 Prozent haben ein Problem mit erhöhtem LKW-Aufkommen und 32 Prozent setzen sich nicht gerne bei Dunkelheit hinter das Steuer. Geschwindigkeit hingegen bereitet nur wenigen Fahrern Angst. Lediglich 19 Prozent sind unsicher, wenn sie über 130 Stundenkilometer fahren.

Befragt wurden im Juli dieses Jahres 2.002 Bundesbürger ab 18 Jahren, darunter 1.684 Personen, die ein Auto im Haushalt besitzen, das sie selbst nutzen. Darunter waren natürlich sowohl Frauen als auch Männer.

Bei Kälte steigt Herzinfarktrisiko

Je weiter die Temperatur sinkt, desto gefährdeter sind Menschen mit schwachem Herz.

Kanadische Mediziner haben herausgefunden, dass bei niedrigen Temperaturen das Herzinfarktrisiko steigt. Je zehn Grad Celsius Temperaturabfall steige das Risiko, einen Infarkt zu erleiden, um sieben Prozent, schreiben die Forscher der Universität von Manitoba, Winnipeg, in ihrer Studie. Betroffen sei der sogenannte ST-Hebungsinfarkt (STEMI). Von diesem Infarkt spricht man, wenn ein bestimmter Abschnitt der EKG-Kurzv, die sogenannte ST-Strecke angehoben ist. Es ist die schwerwiegendste Form des Herzinfarktes und wird meist durch einen akuten Riss in Ablagerungen in einer Koronararterie und dem daraus resultierenden Gefäßverschluss verursacht.

Foto: UniversitätsSpital Zürich
Foto: UniversitätsSpital Zürich

„Wir konnten zeigen, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen den Außentemperaturen und dem STEMI-Risiko gibt. Dieses Risiko kann bis zu zwei Tage vor dem Herzinfarkt vorhergesagt werden.“, sagte die Studienautorin Dr. Shuangbo Liu auf dem Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in London. Wenn es dafür ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit und ausreichende Ressourcen gebe, könnte man in Zukunft dieses vorhersehbare saisonale Herzinfarkt-Risiko besser managen, so Liu weiter.

Kanada ist aufgrund seiner sehr heißen Sommer und extrem kalten Winter prädestiniert für diese Studie. Das Forscherteam analysierte die Daten über alle ST-Hebungsinfarkte der vergangenen sechs Jahre. Diese wurden dann mit Wetterdaten verglichen. Die Wissenschaftler wollen nun untersuchen, ob sich die Außentemperaturen als Faktor in Behandlungsstrategien integrieren lassen.

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