Beiträge des Autors

Unser Wald könnte Deutschland verlassen

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Einige Pflanzen verändern ihr Blühverhalten, manche wandern sogar in nördlichere Regionen aus.

Wissenschaftler der Uni Mainz prognostizieren, dass der Wald mit der Klimaerwärmung einfach in nördlichere Gefilde „auswandern“ könnte. Und das geschieht schon bei einem minimalen Temperaturanstieg. Die Vegetation, wie wir sie kennen, ist in Jahrhunderten entstanden. Doch einem Bericht von „Welt online“ zufolge könnten die mitteleuropäischen Wälder bei einem dauerhaften Temperaturanstieg von nur 2 Grad Celsius binnen einigen Jahrzehnten das Weite suchen.

Nicht nur im Jahresverlauf haben einige Pflanzen bereits das Vegetationsverhalten verändert. Die geographische Verschiebung, vor der die Biologen warnen, hat schon real begonnen. Während sich das Jakobskreuzkraut etwa noch in Deutschland wohl fühlt, aber früher blüht, hat sich die Bocksriemenzunge bereits auf den Weg in Richtung Norden gemacht. Laut den Wissenschaftlern könnten sich die Wälder über kurz oder lang in Steppenlandschaften verwandeln.

Die Erforschung des Phänomens steht aber offenbar noch ganz am Anfang. „Es ist uns völlig unmöglich, eine Vorhersage zu machen, wie viele Arten und welche sich an den Klimawandel anpassen können“, sagte Joachim Kadereit, Leiter des Instituts für Spezielle Botanik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zu „Welt online“. Allerdings sei die statistische Chance für passende genetische Mutationen höher, wenn eine Pflanzenart in großen Beständen vorkommt.

Pflanzen haben verschiedene Möglichkeiten, sich an den Klimawandel anzupassen. Entweder sie sterben aus oder sie wandern eben in kältere Regionen. Eine dritte Möglichkeit wäre laut Kadereit, dass sich manche in sich verändern und zum Beispiel dickere Blätter als Isolierung entwickeln.

 

 

 

Nach den Unwettern kommen die Mücken

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Hohe Mückenpopulation durch tropische Verhältnisse in Deutschland: So schützen Sie sich.

Die durch die Unwetter der letzten Wochen überfluteten Wiesen und Äcker bieten perfekte Brutplätze für Mücken. Die schwülwarmen Temperaturen fördern zusätzlich die Entwicklung der Insekten – zu vergleichen mit tropischen Sumpfgebieten.

Was die Mücken lieben und wie stark sie aufgrund der diesjährigen Wetterlage populieren weiß Eva Goris von der Deutschen Wildtierstiftung: „In kurzen Abständen legt eine einzige Mücke jetzt zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer. Nach einem zweiwöchigen Larvenstadium schlüpft die nächste Generation“, sagt Goris. „Geht die Temperatur nach dem Regen hoch, wirkt die Wärme zusätzlich wie ein Brutbeschleuniger für den Mücken-Nachwuchs.“, so die Expertin weiter. Zum Stechangriff gehen übrigens nur weibliche Mücken über. „Diese brauchen das Blut für ihre Brut“, erklärt Eva Goris.

Ernährung spielt eine große Rolle
Entgegen der landläufigen Meinung spielen weder Blutgruppe noch Alter und Geschlecht eine Rolle, um zum Mückenopfer zu werden. „In erster Linie beeinflusst der Körpergeruch, ob uns eine Mücke attackiert oder nicht“, so Goris. Beim Zersetzungsprozess von Schweiß entstehen Ammonium und Buttersäure auf der Haut. Und dieser Duft wirkt auf Mücken wie ein Magnet. Besonders angezogen fühlen sie sich von Füßen. Wer einen ungestörten Grillabend genießen will, sollte vorher duschen und frische Socken tragen. „Doch auch beim Duschen ist Vorsicht geboten: Duftstoffe in Duschgels, Seifen oder Shampoo locken ebenfalls Mücken an.“, sagt Goris. Im Sommer seien daher parfümfreie Kosmetika empfehlenswert.

„Selbst das, was Sie essen, spielt eine Rolle“, so Eva Goris weiter. „Beispielsweise Reis: Durch Stoffwechselprozesse nach dem Verzehr von Reis, gibt der Körper mehr Kohlendioxid über die Poren und den Atem ab. Auf diesen leicht säuerlichen Geruch stehen hungrige Mücken total!“ Der Genuss von Kohl hingegen hält Mücken eher fern. Hausmittel wie Zitronen, Lavendel, Minze oder Basilikum schützen zwar nicht zuverlässig, halten aber durchaus die eine oder andere Mücke ab. Das liege an den ätherischen Ölen, so Goris.

Auf Kleidung achten
Weite Kleidung, die an Armen, Beinen und am Hals geschlossen ist, kann verhindern, dass der hauchdünne Stech-Saug-Rüssel der Mücken selbst durch Textilien an die Haut gelangt. Denn für Mücken ist es kein Problem eine enganliegende Jeans zu durchstechen, um an Blut zu gelangen! Eva Goris empfiehlt: „Im Fachhandel bekommen Sie geeignete Mückenabwehr-Produkte.“ Wer auch die Kleidung einsprüht, hat größere Chancen, nicht gestochen zu werden.

Verschmutzte Luft führt nicht zu mehr Wolken

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Forscher revidieren die jahrzehntelange Annahme, dass Industrieausstoß zu vermehrter Wolkenbildung führt.

Bisher war man der Annahme, dass geballt auftretende Wolkenbildungen das Ergebnis von Umweltverschmutzung, wie durch Schwefelsäure aus Fabriken, ist. Wissenschaftler der Universität Wien haben jetzt das Gegenteil bewiesen: Wolkenhaufen macht die Natur selbst!

Das Experiment, das die österreichischen Forscher entwickelt haben, heißt CLOUD – Cosmics Leaving OUtdoor Droplets – und Nomen est omen, „Cloud“ bedeutet im Englischen „Wolke“. Wie die Wissenschaftler in dieser aufwendigen Untersuchung herausgefunden haben, produzieren organische Dämpfe, die von Bäumen in die Umgebung abgegeben werden, zahlreiche Aerosolpartikel (Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen) in der Atmosphäre.

Und die Österreicher haben noch etwas festgestellt: In der Zeit vor der industriellen Revolution, also vor 1900, gab es mehr Wolken. Das hat laut den Forschern den Grund, dass auf die Aerosolbildung auch Ionen aus kosmischen Strahlungen Einfluss nehmen. Dieses Phänomen kommt mit der heute doch schmutzigeren Luft nicht mehr in dieser Stärke zum Tragen. Aber die eigentliche Bildung der Wolken geht nicht von der Verschmutzung aus, sondern ist naturgemacht.

Sommerhitze: Betriebe sind für Wohlbefinden der Mitarbeiter verantwortlich

Auch wenn es derzeit nicht danach aussieht, der Sommer kommt bestimmt. Gearbeitet werden muss trotzdem.

Nach dem Arbeitsschutzgesetz und der Arbeitsstättenverordnung müssen Firmen bei sommerlicher Schwüle für angenehme Temperaturen und das Wohlbefinden der Mitarbeiter sorgen. Das kommt letztendlich auch dem Unternehmen selbst zugute, denn bei großer Hitze sinkt die Leistungsfähigkeit.

Ab 26 Grad Celsius Raumtemperatur sollten, spätestens aber ab 30 Grad müssen Vorkehrungen getroffen werden. Denn wenn das Thermometer diese Marke erreicht habe, gelte ein Raum als zur Arbeit gänzlich ungeeignet, erklärt ein Experte der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Landwirtschaft ausgenommen
Unter diesem kritischen Wert jedoch können bereits lockere Kleidung und ausreichend Flüssigkeit Linderung verschaffen. Wenn es sich um einen sogenannten Hitzearbeitsplatz wie etwa eine Baustelle handelt, ist der Arbeitgeber sogar verpflichtet, ausreichend Getränke zur Verfügung zu stellen. In diesen Fällen müssen Chefs ihre Mitarbeiter auch informieren, wie sie sich vor Hitze und den gefährlichen UV-Strahlen der Sonne schützen können. Für das Arbeiten in Transportmitteln, wie LKW, gilt diese Regelung nicht. Ausgenommen von den in der Arbeitsstättenverordnung festgelegten Hitzeregelungen für Außenarbeiten sind übrigens auch landwirtschaftliche Betriebe.

Die BAuA hat ein Faltblatt mit dem Titel „Sommerhitze im Büro“ aufgelegt, in dem man viele Informationen findet.

Foto: Günter Kortmann/LWK NRW

Foto: Günter Kortmann/LWK NRW

Wetterexperte: „Unwetter werden künftig heftiger“

Foto: GDV (Symbolbild)

Foto: GDV (Symbolbild)

Ein Unwetter verwüstete ganze Orte im Südwesten. Klima- und Wetterforscher warnen vor der Zunahme solcher extremen Wetterereignisse.

Das Tiefdruckgebiet „Elvira“ hat vor allem in Südwestdeutschland für Verwüstung gesorgt und forderte sogar mehrere Todesopfer. Ein Feuerwehrmann wurde beim Versuch, einen Menschen zu retten, in einen Gulli gezogen und ertrank. Zahlreiche Häuser sind unbewohnbar. Mehr als 100 Liter pro Quadratmeter Regen und Hagel führten zu heftigen Überschwemmungen.

Nach Einschätzung von Klimaforschern und Wetterexperten müssen sich Städte und Gemeinden in Deutschland auf noch größere Wassermassen einstellen. „Die Extremereignisse werden in Zukunft noch stärker ausfallen“, sagte Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD) der „Rheinischen Post“. Umstritten sei, ob auch die Häufigkeit von Starkregen zunehme. Klar sei jedoch, dass infolge von Unwettern in Zukunft mit „viel größeren Schäden als bisher“ gerechnet werden müsse. Die Kommunen seien gut beraten, ihre Infrastruktur darauf einzustellen, so Kirsche.

Während in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das Schadensausmaß jetzt erst klar wird und die Aufräumarbeiten beginnen, gibt der DWD noch keine Entwarnung. Das Tiefdruckgebiet breitete sich gestern über den Osten der Bundesrepublik aus.

Die richtige Versicherung

Die Schäden, die „Elvira“ bis jetzt hinterlassen hat, können noch nicht beziffert werden. Laut Naturgefahrenreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft haben die deutschen Wohngebäudeversicherer 2014 insgesamt 1,2 Milliarden Euro an Unwetterschäden abgedeckt. Diese Zahl zeigt die Wichtigkeit einer entsprechenden Versicherung, um sein Hab und Gut abzusichern, wenigstens materiell. Denn persönliche Erinnerungen, die in Fluten verschwinden, sind nicht ersetzbar.

Was leistet welche Versicherung?

  • Starkregen: Kommt es zu Überschwemmungen und Erdrutschen durch starke Niederschläge, leistet die Elementarschadenversicherung.
  • Sturm: Vom Sturm abgedeckte Dachziegel, beschädigte Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben: Wenn das Haus oder seine Nebengebäude durch Sturm ab Windstärke 8 in Mitleidenschaft gezogen wurde, kommt die Wohngebäudeversicherung für die Schäden auf.
  • Überspannung durch Blitzschlag: Über die Hausratversicherung sind Schäden am Wohnungsinventar abgesichert. Hat beispielsweise ein Überspannungsschaden nach einem Blitzschlag die Elektrogeräte unbrauchbar gemacht, dann ist der Hausratversicherer der beste Ansprechpartner.
  • Schäden am Auto: Die Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden am Auto, die durch Sturm, Hagel oder Blitzeinschlag entstanden sind. Ist das Blech verbeult oder die Scheiben kaputt, werden die Reparaturkosten für gewöhnlich in voller Höhe erstattet.

Wie meldet man Schäden der Versicherung?

Im Falle eines Schadens sollte man so gut als möglich einen kühlen Kopf bewahren, damit die Schadensregulierung möglichst schnell und reibungslos vonstatten geht. Noch bevor man Reparaturaufträge vergibt, sollte man den Schaden der Versicherung melden. Der Schaden muss möglichst gering gehalten werden. Das heißt, dass zum Beispiel zerbrochene Fenster abgedichtet werden sollen, um ein weiteres Eindringen von Wasser zu verhindern.

„Der Schaden sollte möglichst anhand von Fotos und Kaufbelegen dokumentiert und so schnell wie möglich dem Versicherer gemeldet werden.“, empfiehlt ein GDV-Sprecher. Das eigene Leben oder das Anderer geht allerdings vor Reparaturversuchen und der Schadendokumentation. Auf riskante Aktionen soll man daher verzichten

Tornado-Alarm in Deutschland

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Unwetter zogen vom Westen in den Osten.

Nach dem ersten richtig schönen Frühlingswochenende hat der Grillspaß vorerst ein Ende. In Teilen Deutschland ist Sturm angesagt. Anfang der Woche fegte ein Tornado über Ostwestfalen.

Im Landkreis Minden-Lübecke waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Dächer wurden abgedeckt, Bäume sind umgeknickt. Eine Windkraftanlage wurde von den Böen regelrecht zerlegt. Das Unwetter brachte auch Hagel und Gewitter mit sich. Ein Rollerfahrer wurde verletzt, als er über einen herausgespülten Gullideckel stürzte.

Am Montagabend hat das Unwetter im Westen nachgelassen. Dafür hat die Unwetterzentrale am Dienstag Warnungen für Teile Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns herausgegeben. Aber auch hier hat sich das Wetter derzeit wieder beruhigt. Da die Wettersituationen in den nächsten zwei Wochen wechselhaft ausfallen, könnte es erneut zu Unwettern kommen. Aktuelle Warnungen bestehen noch für die Spitze Dänemarks, die skandinavischen Ostseeküsten und Ostösterreich.

Tornados und Wirbelstürme entstehen bei großen Temperaturunterschieden. Die warme Luft sorgt für eine rotierende Bewegung in einer Wolke. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt dann den gefährlich Sog.

Wer die Entwicklung von Unwettern beobachten will, kann dies auf der Internetseite der Unwetterzentrale tun.

Sommer ist Radlzeit: Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet

Foto: ADAC

Foto: ADAC

Jetzt sollen die Temperaturen endlich steigen, das treibt Große wie Kleine wieder nach draußen. Eltern sollten ihre Kinder rechtzeitig auf die Gefahren aufmerksam machen.

In den nächsten Tagen soll es wärmer werden und auch das Wetter an Frühling erinnern. In gut einem Monat ist bereits Sommerbeginn. Endlich raus, die Sonne genießen, gemütlich im Biergarten sitzen oder sich sportlich betätigen, zum Beispiel Radfahren. Kinder können ebenfalls das Fahrrad für den Schulweg nutzen. Doch sie sind im Straßenverkehr besonders gefährdet.

Laut Statistischem Bundesamt verunglücken Kinder zwischen 10 und 14 Jahren am häufigsten mit ihrem Fahrrad. Zu empfehlen ist daher eine Fahrradausbildung. Aber auch wenn diese praxisnah aufgebaut sei, reiche sie nach Ansicht des ADAC nicht aus, um den Nachwuchs auf den Straßenverkehr vorzubereiten. Eltern sollten demnach ihre Kinder weiterhin auf die Gefahren des Schulwegs aufmerksam machen und sie gezielt fördern, wenn Schwächen erkannt werden.

Der ADAC empfiehlt auch, körperliche und motorische Mängel, welche gerade bei Zehnjährigen immer häufiger auftreten, durch viel Bewegung zu kompensieren. Denn diese können gefährlich sein, zum Beispiel beim Blick zur Seite während eines Spurwechsels. Eine wichtige Voraussetzung für einen sicheren Schulweg sind auch abgestimmte, verbindliche Schulwegpläne. Den Eltern geben sie wichtige Empfehlungen zur Wahl des Schulwegs.

Mit seiner Verkehrsinitiative „Für einen sicheren Schulweg!“ will der ADAC in diesem Jahr einen Beitrag leisten, die Unfallzahlen bei Kindern zu senken. Ziel der Initiative ist es, Eltern und Kinder über die besonderen Risiken im Straßenverkehr zu informieren und aufzuzeigen, wie eine sichere Mobilität gewährleistet werden kann.

Winterverluste bei Bienenvölkern erfreulich gering

Foto: D.I.B.

Foto: D.I.B.

Der Deutsche Imkerbund hat es bereits im Herbst prognostiziert, jetzt hat es sich bestätigt: Den Bienen geht es nach dem Winter soweit gut.

„Bereits nach den Herbstprognosen der bienenwissenschaftlichen Institute konnten wir davon ausgehen, dass die Überwinterung der Bienenvölker in diesem Jahr gut ausfällt“, sagt die Geschäftsführerin des Deutschen Imkerbundes e.V. (D.I.B.), Barbara Löwer. Dies habe sich jetzt erfreulicherweise bestätigt.

Die Analyse beruht auf der jährlichen Frühjahrsumfrage des Fachzentrums für Bienen und Imkerei, bei der sich mehr als 9.000 Imker aus ganz Deutschland beteiligt haben. Gefragt wurde nach den eingewinterten Völkern und den im Winter gestorbenen. Danach lag die Verlustquote bei den antwortenden Imkern bei 9,6 beziehungsweise 8,6 Prozent.

Grundlage der Berechnungen waren mehr als 110.000 eingewinterte Völker. Nach den tiefen Temperaturen der letzten Tage komme es jetzt darauf an, die Futtervorräte der Völker genau zu kontrollieren, so Löwer. Denn das kalte Wetter hat dazu geführt, dass die Bienenvölker meist weniger sammeln konnten als verzehrt wurde. Der D.I.B. hat die Ergebnisse aus den einzelnen Regionen auf seiner Internetseite als PDF veröffentlicht.

Mit der Wärme kommen die Borkenkäfer

Foto: BFW

Foto: BFW

Mit dem kommenden Wetterumschwung raten Experten zu verstärkten Kontrollen.

Forstbetriebe und Ministerien in ganz Deutschland warnen vor einer anstehenden Borkenkäferplage. Der Grund: Aufgrund der Trockenheit der vergangenen Monate und dem milden Winter sind die Schädlinge bereits in Startposition, um auszuschwärmen. Nach einem wechselhaften April soll es in den nächsten Tagen und Wochen frühlingshaft warm werden. Sobald die Temperaturen tagsüber dauerhaft die 16-Grad-Marke erreichen, werden die Jungkäfer ausschwärmen und Brutbäume suchen.

Betroffen sind vor allem Fichten, die bereits vorgeschädigt oder krank sind. Experten rufen dazu auf, jetzt besonders wachsam zu sein und in Fichtenwäldern verstärkt zu kontrollieren.

„Ein Befall von Fichtenwäldern lässt sich bei intensiver Überwachung bereits früh erkennen – durch Bohrmehl am Boden.“, sagte Thomas Deines, Sprecher der staatlichen Forstverwaltung Baden-Württemberg zur „Stuttgarter Zeitung“. Dieses entstehe, wenn sich die Käfer durch die Rinde bohrten.

Befallene Bäume sollten rasch gefällt und aus dem Wald geholt werden. Die im Augenblick hohe Gefahr sei eine Folge der großen Trockenheit und der Hitze im vergangenen Sommer, so Deines weiter. Sie hätten zu einer rasanten Vermehrung des Borkenkäfers mit bis zu drei Generationen geführt.

Wintereinbruch erfordert Schutzmaßnahmen für Pflanzen

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Bodenfrost und Schnee im April: Der ungemütliche Frühling wird noch eine Weile anhalten.

Polare Luft sorgt dafür, dass einen Monat nach Frühlingsbeginn in einigen Regionen Deutschlands der Winter zurückgekehrt ist. Schnee- und Graupelschauer sowie Temperaturen um den Gefrierpunkt prägen das Wetter Ende April.

Was Sonnenhungrige lediglich ärgert, kann für Pflanzenzüchter und Landwirte katastrophal sein. Es gibt allerdings Möglichkeiten, Pflanzen vor Frostschäden zu schützen. Mithilfe der sogenannten Frostschutzberegnung etwa werden die Pflanzen mit feinen Wassertröpfchen

besprüht und durch die entstehende Kristallisationswärme vor Kälte geschützt. Die Methode findet zum Beispiel bei Obstbäumen, Weinreben und Erdbeeren aber auch bei Frühkartoffeln Anwendung.

Rauch gegen Morgensonne

Während Winzer bis vor einigen Jahren versuchten, die Weinreben mit brennenden Fässern zu wärmen, setzt man heute auf Hubschrauber, die mit den Rotorblättern die Wärme nach unten drücken sollen. Diese Fässer, auch als Frostkerzen bezeichnet, wurden nach und nach abgeschafft, weil sie viel Rauch entwickelten. In Österreich versucht man aber wieder bewusst, den Frost mit Rauch zu bekämpfen. Dieser soll die jungen Triebe, die nachts dem Frost ausgesetzt sind, vor der Wärme der Morgensonne schützen. Denn wenn die Pflanzen durch diese zu schnell aufgeheizt werden, platzen die Zellen. Triebe und junge Blätter können dann absterben.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner