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Winter: Das brauchen Wildtiere – und das nicht

Foto: Pixabay

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Die Meteorologen sagen einen langen und schneereichen Winter voraus. Viele Menschen sorgen sich dabei um die Wildtiere, wie Eichhörnchen, Vögel oder auch Rehe und Hirsche. Doch die Tiere zu füttern ist nicht immer gut. Einige kommen alleine zurecht. Die Deutsche Wildtier Stiftung gibt Tipps, wie man mit in freier Wildbahn lebenden Tieren umgehen soll.

Eichhörnchen kommen allein zurecht

Die Nagetiere sind das ganze Jahr über auf Nahrungssuche und futtern sich bereits ab Sommer Winterspeck an. Im Herbst beginnen sie strategisch mit dem Anlegen ihrer Wintervorräte. Sie vergraben Nüsse, Kastanien oder Bucheckern an geheimen Orten, etwa unter Baumwurzeln und in Baumhöhlen. So haben die Tiere auch in der kalten Jahreszeit genug zu knabbern. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe.

Singvögel besuchen das Vogelhaus

Wenn Wiesen, Wälder und Gärten mit Schnee bedeckt sind, sind Singvögel dankbar für Futter. „Wer Amsel und Rotkehlchen den Tisch deckt, kann mit vielen Gästen rechnen. In einer einzigen Frostnacht verliert ein kleiner Vogel bis zu 20 Prozent seines Körpergewichtes“, erklärt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Damit die verlorene Energie am Tage sofort wieder aufgenommen werden kann, hilft das Füttern von Vögeln im Winter.“ Körnerfresser wie Buch- und Bergfink, Grünling, Kernbeißer, Haus- und Feldsperling oder Zeisig sind mit Sonnenblumenkernen und Hanf, kleingehackten Hasel- und Walnüssen, Bucheckern und den Fruchtständen von Hirse und Mohn bestens versorgt. Amseln, Singdrosseln und Rotkehlchen picken gern aufgeschnittene Früchte und Beeren.

Rehe und Hirsche haben eigene Ernährungsberater

Rehe und Hirsche reduzieren im Winter ihre Körpertemperatur, um Energie zu sparen. Sie verringern ihren Herzschlag und stehen häufig bewegungslos in der Landschaft. Gleichzeitig verkleinert sich im Winter der Verdauungstrakt. Die Tiere ernähren sich in der kalten Jahreszeit von faserreicher Nahrung wie dürre Gräser und Brombeerblätter. Wenn ihr Revier von einer dicken Schneedecke bedeckt ist, braucht das Wild extra Futter. „Das Füttern in Notzeiten übernimmt allerdings ausschließlich der Förster – der Laie kann da nicht helfen.“, so Goris.

Igel halten satt Winterschlaf

Gesunde Igel brauchen kein Extrafutter. Futterstellen im Garten könnten auch für Unannehmlichkeiten sorgen, weil sie Mäuse und Ratten anlocken würden. Es ist effektiver, den Garten so naturnah wie möglich zu gestalten. Denn dann können die Stacheltiere im Frühjahr selbst Schnecken, Würmer und Asseln suchen. So sind sie langfristig immer gut versorgt.

Enten, Gänse und Schwäne dürfen nicht gefüttert werden

Das oft gereichte Brot und andere Essensreste sind für die Wasservögel ungesund. Das Füttern von Enten, Gänsen und Schwänen ist deshalb oft verboten. Die Wildvögel bekommen davon Bauchweh und Magenbeschwerden. Auch die Natur leidet, denn wenn das Brot auf den Grund des Teiches sinkt, verfault es und das Gewässer kann „umkippen“.

Arktisches Wetterphänomen soll langen Winter nach Europa bringen

Foto: pixabay

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Polarwirbel schicken arktische Kälte nach Europa.

Der Winter in Europa soll kalt und lange werden. Das schließen Meteorologen aus einem Wetterphänomen über der Arktis, das nur alle paar Jahre auftritt: Die Abschwächung der sogenannten Polarwirbel.

Die über dem Nordpol wirbelnde Luft hält die Kälte quasi zusammen. Lässt der Wirbel nach, strömt die Kälte in Richtung Europa. Das Ergebnis sei ein strenger Winter, der Schneefälle bis Sizilien und die Türkei mit sich bringe.

Zuletzt ist das Phänomen im März 2013 aufgetreten. Damals ist der Polarwirbel komplett ausgefallen. Auf milde Weihnachten 2012 folgte ein extrem kaltes Frühjahr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte zwar vor kurzem einen milden Winter, die unterschiedlichen Aussagen liegen aber am Wesen des Wetters. Es ist unberechenbar und schwer vorherzusagen.

Polarwirbel haben Auswirkung auf Ozonloch

Auch über der Antarktis gibt es Polarwirbel. Diese haben aber keine Auswirkungen auf das Wetter in Europa. Allerdings ist die Abschwächung der Polarwirbel für das Ozon, das vor allem über dem Südpol besonders dünn ist, positiv. Denn wenn sich die Kälte nicht ausbreitet, sondern nach oben steigt, bilden sich sogenannte polare stratosphärische Wolken. Diese lösen einen chemischen Prozess aus, der das Ozon angreift.

Sinkende Nachfrage nach Brennholz wegen mildem Klima

Foto: pixabay

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Wegen verhältnismäßig hohen Temperaturen und dem niedrigen Ölpreis greifen Verbraucher weniger auf Brennholz zurück.

Aufgrund des milden Klimas und des niedrigen Ölpreises ist die Nachfrage nach Brennholz zur Selbstabholung im Wald rückläufig. Das hat eine Umfrage des HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik ergeben. Mit 35 bis 45 Euro hätten die deutschen Forstämter die Preise sogar leicht gesenkt.

Holz aus heimischen Wäldern überzeugt allerdings durch die nachhaltige Verfügbarkeit im eigenen Land sowie kurze Transportwege zum Verbraucher. Das spare Energie und bremse den Treibhauseffekt, so der HKI. Zudem helfe die Nutzung von Brennholz beim notwendigen Umbau der Wälder von den Monokulturen, die in der Mitte des letzten Jahrhunderts angelegt wurden, zu ökologisch stabilen Mischwäldern. Der Verband hebt auch die wichtige Einnahmequelle für alle Waldbesitzer, ganz gleich ob privat, kommunal oder staatlich, hervor.

Zum richtigen Umgang mit Holz hat der HKI zusammen mit der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe eine Broschüre für Verbraucher herausgegeben. Diese sowie ein Informationsfilm stehen auf der Internetseite www.richtigheizenmitholz.de bereit.

 

Wie Kühe die Zeitumstellung leichter wegstecken

Fotos: RLV, pixabay; Composing

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Kommenden Sonntag wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt – von 3:00 auf 2:00 Uhr.

Die Aufteilung des Jahres in Sommer- und Winterzeit wird immer häufiger kritisiert. Nicht nur der menschliche Körper braucht zweimal im Jahr Tage, vielleicht sogar Wochen, bis er sich an die eine Stunde vor oder zurück gewöhnt hat. Den Tieren geht es nicht anders. Vor allem Kühe leiden unter dem Jetlag.

Die innere Uhr sagt den Kühen, wann Melkzeit ist. Nach und nach werden die Zeiten an den neuen Rhythmus angepasst. Die Tiere können sich so besser an die Zeitumstellungen gewöhnen. Erleichtert werden diese durch moderne Melkroboter. „Die Tiere spüren dank der Technik gar nichts von der Umstellung“, so der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Denn der Roboter melkt zu jeder Tages- und Nachtzeit. Der Umstellungs-Jetlag bleibt somit aus.

Von den gut 70.000 deutschen Milchviehbetrieben sind erst etwa 3.500 (Stand: Ende 2014) mit einem automatischen Melksystem, also einem Melkroboter, ausgestattet.

Wetter kann jetzt für ganze Jahreszeit vorhergesagt werden

Foto: pixabay

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Forscher stellen zuverlässige Wetterdaten für die kommenden Monate online.

Forscher beschäftigen sich meistens mit Veränderungen des Klimas auf längere Sicht. Der Deutsche Wetterdienst sagt das Wetter für die kommenden paar Wochen voraus.Wissenschaftler der Universität Hamburg und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie ist es in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) gelungen, eine Jahreszeitenprognose zu entwickeln.

Prognose beruht auf Abweichungen

Die Methodik unterscheidet sich grundlegend von der der Wettervorhersage. Statt detaillierter Aussagen gibt es eine Jahreszeitenvorhersage, die Trends an den für die jeweilige Jahreszeit üblichen Wettersituationen misst. Mithilfe des Systems soll vorhergesagt werden, ob die kommenden Monate wärmer, kälter, trockener oder feuchter werden als für die Jahreszeit üblich.

„Es geht um Aussagen zu Wahrscheinlichkeiten, mit denen Abweichungen gegenüber dem Langzeitklima erwartet werden.“, erklärten die Forscher bei einem Pressegespräch des Deutschen Klima Konsortium. Berücksichtigt werden der Zustand der Stratosphäre, des Bodens, des Ozeans und des Meereises. Die Daten stammen von Erdbeobachtungsdaten.

Ein eigener Bereich des Modells, das bereits auf der Internetseite des DWD abgerufen werden kann, ist auch dem Klimaphänomen El Niño gewidmet. Voraussetzung für das Verstehen der Karten ist, dass man sich etwas damit beschäftigt. Der kommende Winter wird übrigens überdurchschnittlich warm.

Zuverlässige Daten mit eigener Wetterstation

Gerade für Landwirte ist vor allem das aktuelle Wetter von Bedeutung. Mit der gruuna-Wetterstation hat der Chemnitzer Agrarprofi gruuna zusammen mit der gvf die Möglichkeit entwickelt, die Wetterdaten im direkten Umfeld des Betriebes abzulesen und dadurch die Wetterentwicklung noch regionaler einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Browseranwendung kann man von überall auf die Daten zugreifen. Die persönliche Wetterstation informiert in Echtzeit über Daten zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Mehr Informationen finden Sie dazu auf gruuna.com.

Klimaschutz funktioniert nur mit Biomasse

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Wissenschaftler fordern von der Bundesregierung höheres Augenmerk auf Biomasse.

Im Rahmen des Klimaschutzplans der Bundesregierung soll bis zum Jahr 2050 völlig auf fossile Energie verzichtet werden. Forciert werden sollen erneuerbaren Energiequellen. Eine solche ist Strom und Wärme aus Biomasse. Doch der Klimaschutzplan sieht vor: Energiepflanzen ja, Biomasse aus Tierhaltungsbetrieben nein.

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum DBFZ signalisierte jetzt Unverständnis dafür, dass die Energiegewinnung aus Biomasse nicht in vollem Umfang Teil des Klimaplans ist. Die Ziele seien nur durch Ausnutzung aller Optionen zu erreichen, so das DBFZ und rechnete gleich die Wichtigkeit von Biomasse vor.

Der Einsatz von Biomasse anstatt fossiler Energieträger für Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereitstellung sparte im Jahr 2015 rund 60 Millionen Tonnen CO2 ein. Vor allem bei der Reduktion von Treibhausgasen habe Biomasse große Potenziale, welche bei gezielter Optimierung noch höher ausfallen können, gibt das DBFZ in dem aktuellen Papier zu bedenken.

Nach Ansicht der Forscher kann und sollte eine wirksame Klimagaseinsparung einerseits durch die energetische Nutzung bisher unerschlossener Biomassepotenziale und andererseits durch die effiziente, emissionsarme und integrierte Weiterentwicklung der gegenwärtigen Biomassenutzung erfolgen: „Mit den vorgestellten Maßnahmenoptionen und Berechnungen haben wir für Bioenergie ein kurz- bis mittelfristig zusätzlich erschließbares Treibhausgas-Einsparpotenzial von mindestens 30 Millionen Tonnen CO2 Jahr aufgezeigt, ohne dass zusätzliche Landwirtschaftsflächen für Bioenergie genutzt werden, Naturräume degradiert, Importe forciert oder Konkurrenzen mit der Nahrungsmittelproduktion verschärft werden.“, sagte Prof. Dr. Daniela Thrän vom DBFZ. „Entsprechend sehen wir es für dringend geboten, den Klimaschutzaktionsplan an den genannten Stellen zu vervollständigen“, unterstreicht Thrän die Forderung des Forschungszentrums.

Gebäudedächer winterfest machen

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Wenn ein Sturm ein bereits defektes Dach beschädigt, kann der Versicherungsschutz verloren gehen.

Gerade im Herbst und im Winter können schwere Stürme über Deutschland ziehen. Deshalb ist anzuraten, die Dächer sowohl des Wohnhauses als auch der Nebengebäude, wie Stall oder Bergehalle, zu kontrollieren. Wenn durch einen Sturm Dachschindeln abgedeckt werden oder ein ganzes Flachdach abgerissen wird, bezahlt das im Normalfall die Gebäudeversicherung. Ein einwandfreies Dach beugt nicht nur Folgeschäden vor, es sichert auch die Erstattung durch die Gebäudeversicherung.

Denn wenn das Dach in einem schlechten Zustand war, droht der teilweise oder ganze Verlust des Versicherungsschutzes. Auch wenn ein öffentlicher Weg oder eine Straße direkt am Gebäude entlang führt, ist der Besitzer für die Sicherheit der Menschen, die sich dort bewegen, verantwortlich. Je flacher ein Dach ist, desto höher ist übrigens die Gefahr von Sturmschäden.

Das sollte bei Dächern kontrolliert werden

Experten empfehlen, die Dächer nicht nur im Herbst zu kontrollieren, sondern auch im Frühjahr. Die verschiedenen Dachformen haben unterschiedliche Schwachstellen.

Steildach:

  • Ist die Dacheindeckung locker oder beschädigt?
  • Läuft das Wasser zuverlässig ab?
  • Ist der Schneefang stabil?
  • Ist die Dachrinne verstopft oder ausgebeult?
  • Sind Schornstein, Dachfenster und Lüfterrohre dicht?
  • Ist die Solaranlage, falls vorhanden, intakt?

 

Flachdach:

  • Ist die Dachhaut in Ordnung und sind Haarrisse zu sehen?
  • Wird Regenwasser zuverlässig abgeführt?
  • Sind die Anschlüsse zu Kamin, Lüfterrohren oder Gullys intakt?

 

Da selbst Hand anzulegen meist den Anforderungen der Obliegenheitspflicht Dritten gegenüber nicht genügt, empfehlen Experten auf einen qualifizierten Fachbetrieb zurückzugreifen.

Agrarwetter: DWD zieht Sommerbilanz

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Viele Ernteunterbrechungen und eine „gute Zeit“ für Pilzkrankheiten

Obwohl der Sommer ein fast typisch mitteleuropäisches Bild gab, brachte das wechselhafte Wetter teils katastrophale Ernten mit sich. Der nasse, unwetterreiche Juni erschwerte die Heuernte und führte zu Schäden an den Kulturen. Der darauffolgende ständige Wechsel zwischen nassen und trockenen Phasen im Juli und August bot nur wenige Möglichkeiten für die Raps- und Getreideernte. Erst in den letzten zwei Sommerwochen besserten sich die Erntebedingungen, wobei die Abtrocknung so weit ging, dass einige Kulturen unter Trockenstress gerieten. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) über die Auswirkungen des Wetters auf die Landwirtschaft in Deutschland im Sommer 2016.

Unwetter im Juni beschädigen Kulturen

In der ersten Junihälfte bestimmten feuchte und mäßig warme Luftmassen das Wetter. Es gab wenig Abwechslung, jedoch oft heftige Gewitter mit hohen Niederschlagsmengen. Über manche Regionen zogen sogar Hagel und Tornados. In der zweiten Monatshälfte sorgte die Schafskälte für kühle Temperaturen, am Monatsende wurde es hingegen hochsommerlich warm. Nur die sommerlichen ersten Tage boten Gelegenheit für einen ersten Heuschnitt. Am heißen Monatsende konnte die Wintergerste schnell abreifen und vereinzelt gedroschen werden. Bis zur Monatsmitte hatten Kartoffeln und Zuckerrüben verbreitet die Bestände geschlossen – die Wetterbedingungen waren sehr günstig.

Ernteunterbrechungen im Juli

Für die Heuernte war das weiterhin wechselhafte Wetter im Juli mit tageweisen tropischen Temperaturen und starken Regenschauern ein Glücksspiel. Durch Starkregen und Wind wurde auch Getreide umgebrochen. Die generelle Wärme sorgte aber für eine zügige Vegetationsentwicklung. Deshalb wurden in rascher Folge Wintergerste, -raps und -weizen reif. Auch die Getreideernte musste in manchen Regionen immer wieder aufgrund der Unbeständigkeit unterbrochen werden. Ab Monatsmitte setzte allmählich der Blühbeginn beim Mais ein.

Voraussetzung für Pilzkrankheiten

Abgesehen von kühlen Luftmassen im Norden war der August ungewöhnlich heiß mit schon herbstlichem Bodenfrost am Morgen in ungünstigen Lagen. Das viel zu warme Wetter wurde von Regenschauern unterbrochen. Deshalb war die Ernte auch im August ein Hürdenlauf. Die Ernte von Winterweizen und Winterraps musste immer wieder unterbrochen werden. Auch der Heuschnitt litt wieder unter den Regenunterbrechungen.

Der feuchtwarme Sommer bot ein „Paradies“ für Pilzkrankheiten, wie Phytophthora in den Kartoffeln, Peronospora im Wein sowie Fusarien und Mehltau im Getreide.

Mit eigener Station das Wetter im Blick

Für Landwirte ist das aktuelle Wetter von immenser Bedeutung. Mit der gruuna-Wetterstation hat der Chemnitzer Agrarprofi gruuna zusammen mit der gvf die Möglichkeit entwickelt, die Wetterdaten im direkten Umfeld des Betriebes abzulesen und dadurch die Wetterentwicklung noch regionaler einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Browseranwendung kann man von überall auf die Daten zugreifen. Die persönliche Wetterstation informiert in Echtzeit über Daten zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Mehr Informationen finden Sie dazu auf gruuna.com.

Wissenschaftler: „Biolandwirtschaft nicht pauschal klimafreundlicher“

Foto: pixabay

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Wissenschaftlicher BMEL-Beirat sieht Ökolandbau nicht als pauschalen Klimaschützer.

Ökologischer Landbau ist offenbar nicht besser fürs Klima als konventioneller. Das sagen zumindest die Wissenschaftlichen Beiräte für Agrar- und Waldpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium nach einem aktuellen Gutachten.

Die Wissenschaftler betrachten das viel diskutierte Thema „Landwirtschaft und Klima“ aus einer anderen Sicht. Sie gehen davon aus, dass für die Klimawirkung nur die produktbezogenen Emissionen relevant sind. Pro Produkt, also zum Beispiel je Kilogramm Getreide oder je Liter Milch, habe der ökologische Landbau ungefähr gleich hohe oder leicht verminderte Emissionen, so die Gutachter.

Einer Metastudie zufolge ernten Biolandwirte im Schnitt um 25 Prozent weniger pro Hektar als konventionelle Betriebe. Der Wegfall von Pestiziden im ökologischen Landbau wiegt deshalb die Emissionen der anderen Maßnahmen in der Produktionskette nicht auf, was die Belastung pro Produkt betrifft.

Ausnahmen Hülsenfrüchtler

Als Ausnahme nennen die Gutachter aber Ökobetriebe, die besonders viel Hlüsenfrüchte als Futter anbauen. Da konventionelle Landwirte zum Beispiel von Kleegras nicht mehr ernten als Biolandwirte, ist hier die Biobilanz „eindeutig günstiger zu beurteilen“, so die Wissenschaftler.

Bio trotzdem weiter fördern

Der Beirat befürwortet allerdings weitere Subventionen besonders da, wo Biolandwirte für die Umwelt etwas leisten können. Besonders Vorteilhaft sei die ökologische Landwirtschaft in Regionen eben mit einem hohen Anteil von Wiesen und Weiden mit Kleegras oder in Gebieten mit sandigen Böden, in denen Düngemittel leicht ins Grundwasser durchsickern können, so die Wissenschaftler. Die ökologische Landwirtschaft pauschal als Klimaschutzmaßnahme zu sehen, empfehlen die Wissenschaftler nicht.

Heuschnupfen-Welle durch Klimawandel

Foto: Boneco (Symbolbild)

Foto: Boneco (Symbolbild)

Studie: Durch den Klimawandel könnte sich die Anzahl der Menschen, die an Pollenallergie leiden, verdoppeln.

Die Erwärmung des Klimas könnte eine regelrechte Heuschnupfen-Welle auslösen. Das haben internationale Wissenschaftler, unter anderem der Medizinischen Universität Wien, im Rahmen eines EU-Projekts herausgefunden.

Nach Angaben der Wiener Forscher zeigen die aktuellen Untersuchungen, dass sich die Anzahl der Menschen, die aufgrund der Pollen der Ragweed-Pflanze an Heuschnupfen leiden, in nur 35 Jahren verdoppeln könnte. Ragweed ist als landläufig als Taubenkraut oder Ambrosia bekannt, die Zahl könnte von 33 auf 77 Millionen Allergiker in Europa hochschnellen.

Für zwei Drittel des Anstiegs soll der Klimawandel verantwortlich sein. Höhere Pollen-Konzentrationen und eine längere Saison können auch den Schweregrad der Symptome verstärken. Ragweed ist eine Pflanze, die sich besonders rasch ausbreitet, ihre Pollen sind ein weitverbreitetes Allergen. Eine einzige Pflanze kann etwa eine Milliarde von Pollenkörnern pro Saison produzieren.

Das Forschungsteam hat Karten mit den geschätzten Ragweed-Pollenzählungen während der Pollensaison erstellt und diese mit soziographischen sowie statistischen Daten kombiniert, etwa wo Menschen wohnen und wie stark die Allergiebelastung in der Bevölkerung ist. Schon die aktuellen Prognosen zeigen die Veränderung. Die diesjährige Pollensaison wird bis in den Oktober hinein dauern. Im Frühling werden die Pollen künftig früher in der Luft sein. Die längere Saison wird für eine höhere Konzentration sorgen und somit den Schweregrad der Symptome verstärken.

Wirtschaftliche Belastung

Nicht nur Menschen selbst erleben durch die jährlichen Pollenflüge eine erhebliche Belastung, sondern auch die Wirtschaft, wie Michelle Epstein von der Uni Wien erklärt: „Die jährliche, wirtschaftliche Belastung durch Allergie-Erkrankungen in der EU wird derzeit bereits auf 55 bis 151 Milliarden Euro geschätzt, eine immer höhere Pollenbelastung wird noch höhere Kosten verursachen.“ Das richtige „Management“ dieser invasiven Pflanze könne die Anzahl der Menschen, die davon betroffen sind, auf etwa 52 Millionen senken, während ein Szenario mit einer sehr schnellen Pflanzeninvasion die Anzahl der betroffenen Menschen auf ungefähr 107 Millionen ansteigen ließe, fasst Epstein die praktische Bedeutsamkeit der Studie zusammen. Die Kontrolle von Ragweed sei daher enorm wichtig für das öffentliche Gesundheitswesen und auch wesentlich als Anpassungsstrategie gegen die Auswirkungen des Klimawandels.

Untersucht wurde zwar die Reaktion der Ragweed-Pflanze auf den Klimawandel, betroffen seien aber alle pollentragenden Pflanzen, heißt es aus dem Forscherteam.

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