Mit dem kommenden Wetterumschwung raten Experten zu verstärkten Kontrollen.
Forstbetriebe und Ministerien in ganz Deutschland warnen vor einer anstehenden Borkenkäferplage. Der Grund: Aufgrund der Trockenheit der vergangenen Monate und dem milden Winter sind die Schädlinge bereits in Startposition, um auszuschwärmen. Nach einem wechselhaften April soll es in den nächsten Tagen und Wochen frühlingshaft warm werden. Sobald die Temperaturen tagsüber dauerhaft die 16-Grad-Marke erreichen, werden die Jungkäfer ausschwärmen und Brutbäume suchen.
Betroffen sind vor allem Fichten, die bereits vorgeschädigt oder krank sind. Experten rufen dazu auf, jetzt besonders wachsam zu sein und in Fichtenwäldern verstärkt zu kontrollieren.
„Ein Befall von Fichtenwäldern lässt sich bei intensiver Überwachung bereits früh erkennen – durch Bohrmehl am Boden.“, sagte Thomas Deines, Sprecher der staatlichen Forstverwaltung Baden-Württemberg zur „Stuttgarter Zeitung“. Dieses entstehe, wenn sich die Käfer durch die Rinde bohrten.
Befallene Bäume sollten rasch gefällt und aus dem Wald geholt werden. Die im Augenblick hohe Gefahr sei eine Folge der großen Trockenheit und der Hitze im vergangenen Sommer, so Deines weiter. Sie hätten zu einer rasanten Vermehrung des Borkenkäfers mit bis zu drei Generationen geführt.
