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So gefährlich ist die Sonne

Foto: istockphoto

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Die ersten Sonnenstrahlen nach dem langen Winter lassen Frühlingsgefühle und Vorfreude auf den Sommer aufkommen. Viele Menschen zieht es nach draußen, genießen die Wärme.

So gut es auch tut, die Haut von den wärmenden Sonnenstrahlen streicheln zu lassen, so gefährlich sind sie. Nach Angaben des Hauttumorzentrums an der Charité Berlin steigt die Zahl der Hautkrebserkrankungen in Europa jährlich um fünf bis sieben Prozent. Grund sei, dass die Menschen die Strahlung unterschätzen und sich nicht ausreichend vor den unsichtbaren UV-Strahlen schützen.

Bereits am Morgen solle man Sonnencreme auftragen, sagen Dermatologen. Am „aggressivsten“ seien die Strahlen in der Zeit von 11 bis 15 Uhr. Die Experten empfehlen daher, sich in dieser Zeit gar nicht in der Sonne aufzuhalten. Ein Irrglaube sei auch, dass man geschützt ist, wenn man sich im Schatten aufhält. Auch in vermeintliche von der Sonne verschonte Stellen dringen die UV-Strahlen vor.

Sonnenanbeter sollten auch auf naturbedingte Reflexionen achten. Wasseroberflächen und Sand können die Belastung um bis zu 70 Prozent verstärken.

Die Fachleute raten dazu, Sonnenschutzcremes mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50 aufzutragen. Für Rothaarige und Blonde reiche dies allerdings kaum aus. Diese würden nicht drum herum kommen, grundsätzlich Lichtschutzfaktor 50 zu verwenden.

Hautärzte räumen auch mit einigen Irrtümern auf. So sei eine weitverbreitete Meinung, dass man nicht so vorsichtig sein muss, wenn man bereits braun ist. Jede Bräunung reize die Haut, auch wenn es nicht nach Sonnenbrand aussehe. Genauso sei zu beachten, dass Kleidung nicht immer vor der Strahlung schütze. Demnach sollte man sich überlegen, ob man mit dem T-Shirt ins Wasser geht, nasser Stoff verliere nämlich die Schutzfunktion. Dass Sonne pur gut für die Psyche ist, sei auch nicht richtig. Licht helfe nur bei echten Depressionen, sind sich die Hautexperten ebenfalls sicher.

Vor der Nutzung künstlicher Sonne, also dem Besuch von Sonnenstudios, raten Dermatologen übrigens grundsätzlich ab.

Schönes und schlechtes Klima?

Illustration: Nexus

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Das Wetter ist eines der beliebtesten Gesprächsthemen der Deutschen. Dem einen ist es manchmal zu kalt, dem

anderen zu warm, dem dritten zu nass. Doch den meisten ist Sonne satt am liebsten. „So ein schönes Wetter heute“ hört man an solchen Tagen von frohgelaunten Leuten, mit „so a Wetterl heit“ verleiht der Bayer seiner Sonnenhungrigkeit Nachdruck.Doch könnte der Sonnenanbeter unterhalb des Weißwurstäquators auch „so a Klimerl“ genießen? Wohl kaum. Oft werden die Begriffe „Wetter“ und „Klima“ verwechselt. Als Drittes reiht sich in die meteorologische Reihe das Wort „Witterung“ ein. Doch was ist was?

Mit dem „Wetterl“ hat der Bayer schon Recht. Denn unter Wetter versteht man den augenblicklichen Zustand der unteren Atmosphäre, der sogenannten Troposphäre zu einer bestimmten Zeit und vorallem an einem bestimmten Ort. Wenn sich der Süddeutsche übers „Wetterl“ freut, kann sein, dass sich der Berliner über „Pladdern“ empört. Was er damit meint, ist starker Regen. Die geographischen Unterschiede können allerdings noch viel kleiner sein.

Das Wetter wird unter anderem durch Temperatur, Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit und eben Niederschlag definiert. Diese Wetterelemente ergeben das, was man als Wettersituation an dem Ort, an dem man sich gerade aufhält, erlebt.

Die Witterung hingegen beschreibt den für eine Region typischen Wetterablauf in einem kürzen oder längeren Zeitraum. Dieser kann ein paar Tage umfassen oder bis zur Dauer einer Jahreszeit reichen. Herbststürme und kalte Winter beispielsweise gehören momentan zur für Deutschland typischen Witterung.

Die Witterung wird wiederum vom Klima beinflusst. Dessen Veränderung wird sehr langfristig beobachtet und wird innerhalb der Umweltschutzdiskussionen seit den 1990er Jahren genau unter die Lupe genommen. Für die Beschreibung werden statistische Mittelwerte und Extremwerte herangezogen.

Ob das Klima, das sich aus den aufgezeichneten Witterungsverhältnissen zusammensetzt auf der nördlichen Erdhalbkugel wärmer geworden ist, da gibt es verschiedene Meinungen. Selbst die Beobachtungsphase von einigen Jahrzehnten ist noch zu kurz, um das Klima hundertprozentig  zu definieren.

 

Kampf ums Klima: Passat gegen El Niño

Foto: pixabay

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Die Sache mit der Klimaerwärmung scheint nicht ganz so einfach zu sein, wie angenommen. Seit der Jahrtausendwende scheint es so, dass sich die Erde nach einer Warmphase wieder etwas abkühlt. Klimatologen haben jetzt den Grund gefunden, warum sich die Temperaturanstiege scheinbar beruhigt haben.

Eine internationale Forschergruppe glaubt nun herausgefunden zu haben, warum sich die Erwärmung zurückgenommen hat. Verantwortlich für das Phänomen wären der Studie zufolge, die im Fachjournal „Nature Climate Change“  veröffentlicht wurde, die sogenannten Passatwinde, die seit den 1990er Jahren über dem Pazifik wehen. Messungen ergaben, dass jene kalten Winde die Luft an der Erdoberfläche bis zum Jahr 2012 um 0,1 bis 0,2 Grad Celsius runtergekühlt haben. Dieser geringe Temperaturunterschied trägt laut der Experten zum Wechselspiel zwischen kalt und warm bei.

Aber: Jetzt kommt El Niño
Wer aufatmet und meint: „Ja, dann ist das mit der Klimaerwärmung gar nicht so schlimm.“, der hat nicht mit dem südamerikanischen Gegenpart „El Niño“ (sprich „El Ninjo“) gerechnet.

Der unregelmäßig auftretende warme El Niño (dt. „Das Kind“, gemeint ist das Christkind) findet seinen Ursprung in Peru. Einheimische Fischer tauften ihn so, weil er bei Erscheinen um die Weihnachtszeit auftritt und durch die Erwärmung des Meeres der Fischfang stagniert.

Und genau dieser warme Wind soll laut deutschen Klimaexperten dieses Jahr noch kommen und die Temperaturen wieder in die Höhe treiben. Von Südamerika aus würde er den Pazifik erwärmen und so das globale Klima beeinflussen. Solche Phasen können sich über 20 bis 30 Jahre hinziehen. Die Folgen für die Erde wären laut den Wissenschaftlern katastrophal, auch wenn die Temperaturschaukel unter einem Grad Celsius liegt.

Im Übrigen kommen aufgrund der neuesten Forschungen immer mehr Wissenschaftler von der Theorie ab, die Erwärmung des globalen Klimas liege allein in der Hand des Menschen.

Städter bekommen Klimaveränderung mehr ab

In den Anfängen des Tourismus, Anfang des 20. Jahrhunderts, sprach man nicht von Urlaub, sondern von Sommerfrische. Man meinte damit, raus aus der Stadt, Landluft schnuppern. Es hatte bereits damals Bewandtnis, dass man außerhalb der Städte freier durchatmen kann.

Auf wissenschaftliche Ebene gehoben wurde das Thema allerdings erst mit Beginn der Forschungen und Diskussionen rund um eine Veränderung des globalen Klimas aufgrund der Industrialisierung.

Acht Millionen Menschen leben in Deutschland in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Gerade in Ballungsgebieten werden verstärkt durchgehende Hitzeperiode und sogenannte Starkregenereignisse, die zu Flusshochwässern und einen Anstieg der mittleren Grundwasserstände führe, beobachtet.

Der Grund dieses Phänomens ist der sogenannte Wärmeinseleffekt, bei dem die Wechselwirkung mehrerer unterschiedlicher Effekte zum Tragen kommt. Der naheliegendste Grund für die Unterschiede zwischen Stadt und Land ist wohl die Anhäufung von geheizten Gebäuden und auch beispielsweise Klimaanlagen, die ebenfalls nach außen Wärme abgeben.

Ein weiterer Effekt ist die Aufheizung der Betonfassaden, welche die Wärme durch die Sonneneinstrahlung speichern.

Auch der Mangel an Grün- und Waldflächen spielt eine Rolle. Stadtparks können die großen Flächen von bebauten Gebieten nicht genug bedienen, um einen Ersatz für ländliche Flächen darzustellen. Genügend „Durchzug“ ist ebenfalls Mangelware in Städten. Die Häuserschluchten halten den Wind schlichtweg ab.

Doch welche Gründe hat es, dass Starkregen und Gewitter häufig doppelt so lange anhalten, als in urbanen Regionen und dadurch zu verstärktem Hochwasser in Städten führen? Die Luftfeuchtigkeit ist in Städten zwar

Foto: pixabay

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geringer, doch die Ursache für dieses Phänomen liegt in der höheren Konzentration an Kondensationskernen, verursacht durch Industrie und Autoverkehr. Diese Kerne sind kleine Partikel in der Luft, die Feuchtigkeit anziehen und dabei tröpfchen- und wolkenbildend wirken. In reiner Luft sind etwa 1000, in verschmutzter Großstadtluft ungefähr 100.000 Kondensationskerne pro cm3 Luft.

 

Klimamigration – die neue Völkerwanderung

Wenn man „Völkerwanderung“ hört, denkt man zu allererst an historische Karten aus den Geschichtsbüchern, die darstellen, wie sich die Menschen im Laufe der Jahrtausende über die Kontinente ausgebreitet haben. Aus verschiedensten Gründen verließen ganze Völker ihr angestammtes Gebiet, ihre Heimat.

Man glaubt zu wissen, dass der Homo Sapiens zur Ruhe gekommen ist, dass der Mensch am Ziel angekommen ist, doch wie Wissenschaftler schon seit einigen Jahren beobachten, ist das keineswegs so. Der Mensch ist erneut unterwegs, auf der Flucht vor dem Klima, beziehungsweise auf der Suche nach neuen Heimaten, wo er das findet, was ihm der vermeintliche Klimawandel weggenommen hat: fruchtbares Land, das genug an Nahrung bietet, um überleben zu können.

Zum ersten Mal wurde von Völkerwanderung aufgrund der Klima- und Umweltsituation im Bericht des Weltklimarats 1990 gesprochen. Als Gründe für die Flucht aus der eigenen Region in Zusammenhang mit dem Klima gelten vor allem Ernteausfälle und der Anstieg des Meeresspiegels.

Foto: ADH/Trappe

Foto: ADH/Trappe

Das Augenmerk liegt dabei auf Afrika. Da sich Forscher anfangs nur schleppend mit dem Thema befassten, liegen noch keine konkreten Zahlen vor. Man geht allerdings davon aus, dass in den nächsten Jahren bis zu 330

Millionen Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.Mit dem Anstieg des Meeresspiegels haben auch die Einwohner Ozeaniens zu kämpfen. Die Inseln und Atolle in der Südsee liegen nur knapp über dem Meeresspiegel. Das Bündnis „Aktion Deutschland hilft“ spricht unter Berufung auf Informationen der Vereinten Nationen von bis zu einer Milliarde Menschen, die bis 2050 ihr Land verlassen müssen.

Politisch gesehen befinden sich die Umweltflüchtlinge in Niemandsland, denn Menschen, die aufgrund von langfristigen Klima- und Umweltereignissen ihr Land verlassen müssen, um Überlebenschancen zu haben, sind im Gegensatz zu Kriegsflüchtlingen nicht von der Genfer Flüchtlingskonvention geschützt.

In der Schweiz hat sich inzwischen eine Initiative gegründet, die sich für die Flüchtlinge stark macht. „Als Flüchtling gilt nur, wer politisch verfolgt wird. Wir müssen für Umweltflüchtlinge zusätzliche Schutzmaßnahmen entwickeln.“, so der Schweizer Manuel Bessler, der nach 20 Jahren Auslandseinsätzen 2011 wieder in die Alpenrepublik zurück gekehrt ist und zum Delegierten für Humanitäre Hilfe des eidgenössischen Bundesrates bestellt wurde. Bessler ist auch davon überzeugt, dass die Genfer Flüchtlingskonvention, die aus dem Jahr 1951 stammt, völlig veraltet sei und einer dringenden Überarbeitung bedürfe, um auch die Menschen, die der Natur hilflos ausgesetzt sind, zu schützen.

 

Schneekatastrophe in Österreich: „Mit jeder Schneeflocke kam ein schlechteres Gefühl“

Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel haben sich Österreichs Skiliftbetreiber und Hoteliers nichts sehnlicher gewünscht als Schnee. Jetzt ist er da, und wie.

Unaufhörliche Schneefälle haben weite Teile der Alpenrepublik lahmgelegt. Tausende Haushalte sind ohne Strom, offizielle Stellen sprechen von 17.000, Züge fallen aus. Nach inoffiziellen Angaben forderte das massive Winterwetter bereits vier Todesopfer, direkt und indirekt. Ein älterer Mann beispielsweise verstarb nach einem Herzinfarkt, den er durch die Anstrengung während des Schneeschippens erlitt.

Betroffen sind vor allem die Bundesländer Steiermark, Kärnten und das zu Tirol gehörende, aber geographisch exponiert liegende, Osttirol. Österreichische Medien berichten von 1,5 Metern Neuschnee in 48 Stunden, der sich inzwischen in bis zu fünf Metern hohen weißen Wänden aufgetürmt hat. Dächer drohen aufgrund der Last einzustürzen. Dazu kommen Lawinenabgänge. In einigen Regionen konnte die Lawinenwarnstufe inzwischen gesenkt werden, wie das Österreichische Fernsehen ORF berichtet. Doch vielerorts gilt noch immer die höchste Warnstufe auf der fünfteiligen Skala.

Fotos (2): Sebastian Mahler

Fotos (2): Sebastian Mahler

Sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte, Feuerwehren, Rettung, Polizei und sogar Soldaten des Österreichischen Bundesheeres sind im Dauereinsatz, um die Situation in Griff zu bekommen. Doch das Wetter kennt keine Gnade. Am Mittwoch fiel erneut Schnee. Erneut fiel in ganzen Orten der Strom aus. „Wir arbeiten unter Hochdruck, die Infrastrukturen wieder herzustellen, doch können wir nicht abschätzen, wie lange es dauert“, so ein Einsatzleiter am Mittwoch in einem Gespräch mit Radio Steiermark.

Angst statt Aprés-Ski und Pulverschnee
Tausende Touristen sind immer noch in der Schneehölle eingeschlossen und können nur nach und nach rausgebracht werden.

Der Produktmanager der Wetterversicherung, Sebastian Mahler, ist gerade aus dem osttirolerischen Defereggental, wo er eigentlich einen entspannten Skiurlaub verbringen wollte, zurück nach Deutschland gekommen. Er hatte Glück und konnte am Montag mit anderen Touristen das Gebiet verlassen.

„Es war schon beängstigend, welche irrwitzige Schneemenge dort innerhalb von drei Tagen gefallen ist. Am Anfang wirkte alles noch recht spannend und einfach schön, weil wir hier ja so viel Schnee nicht kennen und fasziniert davon sind“, beschreibt Mahler seine Erlebnisse in Österreich.

„Dann kommen die ersten Lawinenwarnungen und -abgänge und schlagartig überkommt einen mit jeder Schneeflocke mehr, die vom Himmel fällt, ein schlechteres Gefühl.“ Der Thüringer wird die Erlebnisse lange nicht vergessen. Er musste die Abreise immer und immer wieder verschieben, da das komplette Tal von der Außenwelt abgschnitten war. Der 28-Jährige berichtete weiter: „In unmittelbarer Nähe kam der Fahrer eines Räumfahrzeuges ums Leben, als er von einer Lawine begraben wurde.“

Großräumige Schneehölle
Auch jenseits der österreichischen Grenze in den südlichen Nachbarländern tobt das Schneechaos. In Slowenien ist die Hälfte aller Haushalte ohne Strom. Auch hier sind die Einsatzkräfte rund um die Uhr im Einsatz. In Serbien mussten Panzer der Armee anrücken, um der Bevölkerung des Balkanlandes, die Schnee nicht gewöhnt ist, zu helfen. Die Lawinenwarnungen im italienischen Südtirol schwanken noch immer zischen den Stufen 3 und vier.

Wie lange die Situation noch anhält, trauen sich nicht einmal Meteorologen voraussagen. Aber eins ist sicher: Es wird noch eine Weile so bleiben, die nächste Schneefront ist im Anmarsch.

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Borkenkäfer genießt milde Temperaturen

Dass der Winter dieses Jahr zu mild ist, ist klar. Wintersportler sind frustriert, andere können ganz gut ohne Schnee leben. Doch einer genießt die milden Temperaturen ganz besonders: Der Borkenkäfer.

Die Anwohner einer saarländischen Gemeinde wandten sich vor kurzem mit großer Sorge an die Lokalpresse. „Der ganze Wald wird gerodet!“, hieß es. Der Experte des zuständigen Umweltamtes, Peter Paulus, winkt ab: „Die Sorge der Bürger verstehe ich, allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Baumrodung, sondern um Baumfällungen. Der Wald bleibt natürlich bestehen. Es geht darum, kranke Bäume raus zu nehmen.“

Diese Maßnahmen sind momentan in ganz Deutschland notwendig, da aufgrund der milden Temperaturen der Borkenkäfer dieses Jahr nicht in den Winterschlaf gefallen ist. Angefangen hat alles allerdings bereits vorigen Sommer.

„Durch den heiß-trockenen Sommer 2013 haben sich im Herbst noch zahlreiche Nester gebildet, die sich über den milden Winter gehalten haben. Um noch mehr Schaden zu vermeiden, dünnen wir den Wald aus. Egal wo man in Deutschland hinguckt, Land auf, Land ab sind momentan solche Schritte notwendig. Der Borkenkäfer zählt ja bekanntlich zu den größten Feinden der Bäume.“, so der Fachmann gegenüber die-wetterversicherung.de.

Foto: Harald Kloth/CC

Foto: Harald Kloth/CC

Der Borkenkäfer gehört zu den Rüsselkäfern. Die gefährlichsten ihrer Art sind die „Buchdrucker“ und die „Kupferstecher“, die sich beide an Fichten „vergehen“.  Die Symptome bei befallenen Bäumen sind eindeutig. Bohrmehl, Harzfluss und verfärbte Nadeln zeigen, dass der Baum nicht mehr heilbar ist. Wenn Bäume Anzeichen von Befall aufweisen, müssen sie sofort gefällt werden, da sich die Tiere sonst im ganzen Wald ausbreiten und das hätte für forstwirtschaftliche Betriebe verheerende Folgen.

Alleine im waldreichen Thüringen wird das befallene Holz mit 100.000 Festmetern beziffert. Das sei dreimal so viel wie 2012, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) unter Berufung auf Expertenrechnungen meldet.

Waldbesitzern zu raten, rechtzeitig zu reagieren, um so den Schaden in Grenzen zu halten. Die Fichten können wenigstens noch mit einem Abschlag, anstatt der sonst üblichen 100 Euro pro Festmeter, verkauft werden. Um noch möglichst gute Preise für das desolate Holz zu erzielen, sollten sich Betroffene möglichst weiträumig umsehen. Eine gute Möglichkeit, es an den Mann zu bringen, bietet zum Beispiel das landwirtschaftliche Handelsportal gruuna.com.

 

Kältewellen stehen bevor: Winter bis Mai?

Kalendarisch ist Winter, auch wenn es meteorologisch seit Monaten nicht danach aussieht. Igel unterbrechen ihren Winterschlaf, Vögel bauen ihre ersten Nester, in manchen Gegenden Deutschlands sprießen sogar schon Sprossen. Trotz Schmuddelwetter sind die Temperaturen viel zu warm für die Jahreszeit.

Wetterstatistiker haben sich jetzt mit Nachrichten zu Wort gemeldet, die dem einen oder anderen Sonnenfreund ein Schaudern ins Gesicht zaubern werden. Der Winter soll erst kommen, und zwar in mehreren Teilen. Bis April sollen die Temperaturen dreimal in sogenannte Kältetäler fallen.

Laut Meteorologen kommt die erste Kältewelle Ende Januar nach Deutschland. Dabei wird sich der Kaltluftstrom

Foto: GdeFon

Foto: GdeFon

aus Osteuropa in Richtung Mitteleuropa noch deutlich verstärken. Das Winterwetter wird demnach bis in den Februar hinein anhalten, bevor die Temperaturen zwar wieder steigen, die Schneelandschaften, die man sich zu Weihnachten gewünscht hätte, wandeln sich jedoch in Matschlandschaften um, wieder Regen und Stürme. “Im Februar schlägt die russische Kältepeitsche am heftigsten zu“, weiß Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber dem Onlinedienst gmx.net.

Wenn man in den Hundertjährigen Kalender schaut, entdeckt man, dass sich der Wetterverlauf mit dem deckt, was Meteorologen für die nächsten Monate vorsichtig prognostizieren. Das Wechselbad zwischen Regen, Schneeschauern und Andeutungen vom einzelnen Sonnentagen wird sich wohl bis in den April hineinziehen, darunter immerwieder Temperaturstürze in Richtung Gefrierpunkt. Der Frühling wird sich erst im Mai langsam entwickeln.

Für Romantiker haben die klaren Frostnächte, die uns erwarten, auch etwas Gutes. Experten sagen sternenklare Nächte voraus, die Fernsichten erlauben, wie man sie sonst nur vom Nordpol kennt.

Mildes Wetter: Pollen starten, Vögel landen

Während es in anderen Teilen der Erde der Winter zu gut meint, wie zum Beispiel in weiten Teilen der USA, ist es in Deutschland viel zu warm für die Jahreszeit. Dass im Januar das Thermometer bis auf 15 Grad Celsius klettert, bereitet nicht nur Wintersportlern Kopfzerbrechen.

Auch Allergiker haben mit dem milden Wetter zu kämpfen. Denn sie sind bereits da: die Pollen. In großen Teilen Deutschlands sind schon Haselpollen unterwegs. Die höchste Belastung spüren Empfindliche in Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sei die Belastung in Nordrhein-Westfalen, Hessen und dem Saarland eher geringer.

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Dieses Jahr haben Allergiker bereits im Januar mit ihrem Leiden zu kämpfen. Foto: Bausch & Lomb

Wie eine DWD-Sprecherin gegenüber Focus Online zu bedenken gab, sei der frühe Beginn der Pollenbelastung nicht ungewöhnlich. Im Winter 2011/2012 wären die ersten Prognosen bereits vor Weihnachten herausgegeben worden.

Vögel bereits in Balzlaune
Auch auf die Tierwelt wirkt sich der viel zu milde Jahresbeginn aus. Viele Vogelarten sind bereits in den Kampfring ums Revier getreten. Arten wie die Kohl- und Blaumeisen hatten bereits vor Weihnachten ihren Gesang angestimmt und sind schon seit Ende Dezember auf der Suche nach geeigneten Nistplätzen. Wenn man „normale“ Jahre betrachtet, geschieht dies etwa einen Monat zu früh.

Nicht sehr beliebte Tiere, die Zecken, sind ebenfalls schon aktiv. Schon bei Temperaturen von sechs bis acht Grad Celsius erwachen die Blutsauger zum Leben. Christine Klaus vom „Nationalen Referenzlabor für durch Zecken übertragbare Krankheiten“ warnt allerdings vor Panik. „Ein milder Winter führt nicht zwangsläufig zu einer Zeckenplage“, so Klaus. „Wenn es knackig kalt wird, ziehen sich die Zecken wieder zurück“, beruhigt die Expertin gegenüber Focus Online. Mit ständiger Wärme sind die gefürchteten Käfer keinesfalls glücklich. „Fällt das Frühjahr zudem warm und trocken aus, stört dies massiv die Entwicklung der Tiere.“, weiß Christine Klaus.

Warum das Wetter verrückt spielt

Das Wetter ist Geschmacksache. Dem einen ist es zu warm, dem anderen zu kalt. Doch was sich momentan in der globalen Atmosphäre abspielt, passt irgendwie nicht zusammen.

Amerika erstickt im Schnee, europäische Wintertourismusgebiete warten vergeblich auf das für sie „Weiße Gold”. Doch warum ist die Wetterlage momentan so verrückt und so ungleichmäßig über den Erdball verteilt?

Für die katastrophale Schneelage in den USA mit Temperaturen bis zu minus 50 Grad Celsius ist der sogenannte „Polar Vortex“, ein Polarwirbel, der sonst über dem Nordpol strömt, verantwortlich. Diese eisige Luftzirkulation wurde in Richtung Süden verschoben und wirbelt seit Jahresbeginn über Nordamerika. Betroffen sind vor allem der Mittlere Westen und der Nordosten der USA. Selbst in South Dakota, das von der typischen Prärielandschaft geprägt ist, wandern die Temperaturen weit unter den Nullpunkt. Das Klima in diesem Bundesstaat bringt normalerweise gemäßigte Winter mit Plusgraden und sehr heiße Sommer mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius.

16 Menschenleben fielen der Kältewelle bereits zum Opfer. Die US-Landwirte fürchten um die Ernteerträge für dieses Jahr. Meteorologen sprechen von der schlimmsten Kältewelle seit 20 Jahren.

Deutschland blüht auf

Während Wintersportfans mit der Wetterlage nicht glücklich sind, öffnen in vielen deutschen Städten die ersten

Während Nordamerika von Kälte gebeutelt ist, ziehen die milden Temperaturen die Deutschen nach draußen. Foto: Motto, Composing: gruuna.com (Symbolbild)

Während Nordamerika von Kälte gebeutelt ist, ziehen die milden Temperaturen die Deutschen nach draußen. Foto: Motto, Composing: gruuna.com (Symbolbild)

Straßencafes, in den Parks und Gärten treiben die ersten Blumenknospen. Nur zur Erinnerung: Es ist Anfang Januar.

Schuld an diesen für die Jahreszeit viel zu warmen Temperaturen ist die sogenannte Westwetterlage. Vom Atlantik her treffen Tiefs auf Europa, die zwar Sturm und Regen mit sich bringen können, sich allerdings meist vor der Küste auflösen oder dort verharren. Was auf dem Kontinent bleibt, sind die milden Temperaturen der Westwinde, gegen die die kalte Luft aus Russland keine Chance hat. Damit die Front aus Russland nach Mitteleuropa vordringen könnte, müsste das momentane Atlantiktief unterbrochen werden. Das wird aber laut Wetterdienst erst in den nächsten fünf bis sechs Wochen der Fall sein. Ob da allerdings Schnee dabei ist, trauen sich selbst Fachleute nicht vorauszusagen. „Zarte Trends kündigen eine leichte Abkühlung für Mitte Januar an.“, so die Experten von wetter.net.

Mit Voraussagen, wie sich das Wetter langfristiger entwickelt, sind Meteorologen inzwischen vorsichtig geworden. „Wetter-Langfrist-Prognosen versprechen auch einen milden Februar. Doch das ist ,Glaskugel-Lesen’. Wir machen keine Vorhersagen mehr als eine Woche im Voraus“, so Peter Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) gegenüber Focus Online. „Am Ende bleibt das Wetter eben doch unberechenbar“, so der Meteorologe weiter.

 

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