Mildes Wetter: Pollen starten, Vögel landen

Während es in anderen Teilen der Erde der Winter zu gut meint, wie zum Beispiel in weiten Teilen der USA, ist es in Deutschland viel zu warm für die Jahreszeit. Dass im Januar das Thermometer bis auf 15 Grad Celsius klettert, bereitet nicht nur Wintersportlern Kopfzerbrechen.

Auch Allergiker haben mit dem milden Wetter zu kämpfen. Denn sie sind bereits da: die Pollen. In großen Teilen Deutschlands sind schon Haselpollen unterwegs. Die höchste Belastung spüren Empfindliche in Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sei die Belastung in Nordrhein-Westfalen, Hessen und dem Saarland eher geringer.

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Dieses Jahr haben Allergiker bereits im Januar mit ihrem Leiden zu kämpfen. Foto: Bausch & Lomb

Wie eine DWD-Sprecherin gegenüber Focus Online zu bedenken gab, sei der frühe Beginn der Pollenbelastung nicht ungewöhnlich. Im Winter 2011/2012 wären die ersten Prognosen bereits vor Weihnachten herausgegeben worden.

Vögel bereits in Balzlaune
Auch auf die Tierwelt wirkt sich der viel zu milde Jahresbeginn aus. Viele Vogelarten sind bereits in den Kampfring ums Revier getreten. Arten wie die Kohl- und Blaumeisen hatten bereits vor Weihnachten ihren Gesang angestimmt und sind schon seit Ende Dezember auf der Suche nach geeigneten Nistplätzen. Wenn man „normale“ Jahre betrachtet, geschieht dies etwa einen Monat zu früh.

Nicht sehr beliebte Tiere, die Zecken, sind ebenfalls schon aktiv. Schon bei Temperaturen von sechs bis acht Grad Celsius erwachen die Blutsauger zum Leben. Christine Klaus vom „Nationalen Referenzlabor für durch Zecken übertragbare Krankheiten“ warnt allerdings vor Panik. „Ein milder Winter führt nicht zwangsläufig zu einer Zeckenplage“, so Klaus. „Wenn es knackig kalt wird, ziehen sich die Zecken wieder zurück“, beruhigt die Expertin gegenüber Focus Online. Mit ständiger Wärme sind die gefürchteten Käfer keinesfalls glücklich. „Fällt das Frühjahr zudem warm und trocken aus, stört dies massiv die Entwicklung der Tiere.“, weiß Christine Klaus.

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