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Wo herrscht das schlechteste Wetter der Welt?

Die dampfbetriebene Zahnradbahn auf den unwirtlichen Mount Washington ist die zweitsteilste Bahn der Welt. Foto: pixabay

Die dampfbetriebene Zahnradbahn auf den unwirtlichen Mount Washington ist die zweitsteilste Bahn der Welt. Foto: pixabay

Alle reden übers Wetter und die meisten jammern darüber. Dabei leben wir in Deutschland in einer gemäßigten und sehr abwechslungsreichen Klimazone. Die Menschen, die sich auf dem Mount Washington im US-Bundesstaat New Hampshire aufhalten, sind nicht so gut dran. Denn auf dem nur knapp 1917 Meter hohen Berg herrscht das schlechteste Wetter der Welt.

Die Erhebung im Nordosten der USA, die etwas höher ist als der Feldberg im Schwarzwald, gehört zum Mittelgebirge der Appalachen, das sich von den USA bis nach Kanada zieht. Trotz der vergleichsweise geringen Höhe hat es der Berg allerdings in sich. Auch der Breitengrad, auf dem die Gegend liegt, deutet nicht auf Wetterextreme hin. Die italienische Hafenstadt Genua beispielsweise liegt auf der selben geographischen Breite.

Eisige Kälte, Nässe, Nebel und Unmengen an Schnee sind an der Tagesordnung. Das Wetter kann in dem bei Winter- und Sommertouristen beliebten Ziel von einer Minute auf die andere umschlagen. Hartgesottene bringt seit 1869 die „Mount Washington Cog Railway“ auf den Gipfel. Die Zahnradbahn ist nach der Schweizer Pilatusbahn die zweitsteilste Bahn der Welt.

Auf dem Mount Washington, der von den Indianern Agiocochook („Das Zuhause des großen Geistes“) genannt wurde, entstand 1870 die erste Wetterstation der Welt. Das hat seinen Grund. Denn es gibt auf dem Planeten wohl kaum eine Gegend mit mehr Wetterrekorden. Am 12. April 1934 wurde auf dem Gipfel mit 372 km/h die bis 1996 weltweit höchste Windgeschwindigkeit gemessen. Der Rekord wurde am 10. April 1996 vom Wirbelsturm „Olivia“ in Australien eingestellt.

An 110 Tagen im Jahr übersteigen die Windgeschwindigkeiten über 120 km/h und somit Hurrikanstärke. Die Wintertemperaturen sind ebenfalls nicht einladend. Schon im Herbst, wenn es im Tal noch weit über 0 Grad hat, werden nicht selten auf dem Gipfel bis zu minus 40 Grad Celsius gemessen, die in Kombination mit den harschen Winden gefühlte minus 70 Grad ergeben können. Die Windgeschwindigkeit im Jahresdurchschnitt beträgt 56 km/h, die Durchschnittstemperatur minus 2,7 Grad Celsius.

Auch bei den Niederschlägen lässt sich das Wetter auf dem Berg nicht lumpen. Durchschnittlich regnet es im Jahr 2500 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich, in Deutschland liegen die jährlichen Durchschnittswerte, abhängig von der Region, bei etwa 600 bis 950 Liter pro Quadratmeter. Im Winter 1968/1969 fielen 14 Meter Schnee auf die Region herab.

Der Grund für die ständigen Wetterextreme ist die geografische Lage des Gebietes. Die Region liegt im Einflussbereich der sogenannten Polaren Frontalzone, in der sich tropische und polare Luftmassen treffen. Alle speziellen Lagebedingungen zusammen sind die Ursache für die extremen Witterungsverhältnisse.

Hier geht’s zum aktuellen Wetter auf dem Mount Washington.

 

Weiße Weihnachten? 100 Jahre Schmuddelwetter (Teil 2: Zweiter Weltkrieg bis in die 2000er)

Das diesjährige Weihnachtsfest fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Regen und Sturmböen dominierten den Heiligen Abend. Dabei sehnt man sich jedes Jahr aufs Neue nach langen Winterspaziergängen in trockenen Winterlandschaften und schneebedeckten Fensterbänken, die den Lichterglanz in der Stube doppelt so gemütlich erscheinen lassen.

Wir betrachteten das Winterwetter der letzten 100 Jahre. Nach dem ersten Teil, in dem wir die weihnachtlichen Wetterlagen von 1913 bis in die 30er Jahre unter die Lupe nahmen, haben wir uns die Launen der Natur vom Zweiten Weltkrieg bis heute angeschaut.

Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden die Winter kälter. Der Winter 1937/1938 war von einer extremen Kältewelle geprägt. In Deutschland wurden bis minus 30 Grad Celsius gemessen. Am 25. Januar waren Nordlichter, wie sie normalerweise nur in der Nähe des Polarkreises zu sehen sind, bis zu den Alpen deutlich zu erkennen. Der darauffolgende Sommer hingegen brachte Hitzerekorde. Die milden Temperaturen gingen bis hinein in den November, bevor die Wintertemperaturen die getrübte Stimmung der kriegsgebeutelten deutschen Bevölkerung erneut widerspiegelten. Weihnachten 1939 brachte weiße Weihnachten, von bis minus 12 Grad wird berichtet.

Das Wechselwetter zwischen heißen Sommern und kalten Wintern setzte sich während der Kriegsjahre fort. Januar und Februar 1940 kletterten die Temperaturen bis auf minus 40 Grad Celsius. Die Ostsee zwischen Deutschland und Skandinavien war zeitweise zugefroren. Das heißt, man hätte theoretisch zu Fuß über das Meer nach Schweden gehen können.

Jährliche Frage: Wird Weihnachten romantisch weiß? Foto: pixabay

Jährliche Frage: Wird Weihnachten romantisch weiß?
Foto: pixabay

Der Winter 1945/1946 brachte wieder mildere Temperaturen, Unwetter waren die Folge. Ab diesem Zeitpunkt scheint sich das Wetter eingependelt zu haben, im Sommer warm, im Winter kalt. In den warmen Jahreszeiten kam es aber im Laufe der Jahre immer wieder zu Unwettern mit Überschwemmungen. Die weihnachtlichen Durchschnittstemperaturen dieser Zeit kletterten meist unter die Null-Grad-Grenze. Ein weißes Christfest war keine Seltenheit.

Die 50er Jahre brachten wieder mildere Winter. Der Schnee, den man sich heute zu Weihnachten wünscht, blieb meist aus, was auch gut so war, da die Menschen zur Fortbewegung auf „Schusters Rappen“ angewiesen waren und eingeschneite Dörfer die Existenz der Bewohner bedrohen konnten.

Die Plusgrade der folgenden Jahreswechsel brachten meist nasskaltes Wetter um die Weihnachtszeit. Im Dezember 1955 wurden in Deutschland bis zu plus 25 Grad Celsius gemessen. Die Kältewellen verschoben sich in den Jahresabläufen regelmäßig nach hinten. 1957 fielen aufgrund eines extrem kalten Aprils Obsternten aus. In den Alpen hielten im Mai noch extreme Schneefälle die Menschen in Atem, viele Pässe waren nicht passierbar.

Nach dem sogenannten „Jahrhundertsommer“ 1959 blieb es auch im Herbst und im Winter sehr warm. Zu Weihnachten wurden bis zu 10 Grad Celsius gemessen, aus Frankfurt am Main gibt es Berichte über blühende Blumen im Dezember. Das Wetter in Norddeutschland war in diesem Winter von viel Regen und Stürmen geprägt.

Ein kalter Winter eröffnete die „wilden“ 60er Jahre. Im Januar 1960 herrschten Temperaturen bis zu minus 29 Grad Celsius. Ganz Deutschland war von einer dichten Schneedecke überzogen. Das Wetter in diesem Winter kann als bezeichnend für das folgende Jahrzehnt betrachtet werden, fast jedes Jahr weiße Weihnachten. Der Winter 1962/1963 ging als „3. Jahrhundertwinter in Folge“ in die Geschichte ein. Im März wurden noch bis zu minus 20 Grad Celsius gemessen. In den Medien wurde bereits über das Kommen einer neuen Eiszeit diskutiert.

Die 1970er Jahre waren ebenfalls geprägt von frostigen und langen Wintern. Schnee blieb allerdings oft aus. Bis auf den Dezember 1976, dieser bescherte weiße Weihnachten in ganz Deutschland.

Bis Mitte der 80er Jahre war das Wetter nicht gerade entscheidungsfreudig. Erst 1984 schlug „Väterchen Frost“ so richtig zu. Ganz Mitteleuropa war von einer extremen Kältewelle betroffen. Diese langen und kalten Winter setzten sich in den Folgejahren bis 1986 fort. Im Januar 1987 wurde in manchen Teilen Deutschlands aufgrund von extremer Kälte mit sogar Toten Katastrophenalarm ausgelöst.

Ende der 80er Jahre waren die Dezember wieder sehr mild. Schnee- und Eiseinbrüche verlagerten sich in Richtung Frühjahre. In den 1990er Jahren war das Weihnachtswetter wiederum ein Wechselbad der Wünsche und Gefühle. Schnee gab es nachwievor meist erst nach dem Jahreswechsel. Im Februar 1996 behinderte Eis den Schiffsverkehr im Hamburger Hafen, die Ostsee war weitgehend zugefroren.

Der Milleniums-Winter 1990/2000 brachte nur in höheren Lagen Schnee. Die Durchschnittstemperaturen in den meisten Teilen Deutschlands waren zu mild. Vielen ist noch der Winter 2004/2005 in Erinnerung, der vor allem in Süddeutschland und in den Mittelgebirgen zu Schneechaos führte. München beispielsweise glich einer einzigen Schneedecke. Was vor allem Kindern Freude bereitete, ließ viele Reisende verzweifeln. Tagelang fiel im Münchener Hauptbahnhof der Zugverkehr aus.

Das Weihnachtswetter war also in den letzten Jahrzehnten nicht so schlecht wie sein Ruf. So stürmisch und verregnet die diesjährigen Weihnachtsfeiertage in den meisten Teilen Deutschlands sind, desto mehr kann man auf weiße Weihnachten im nächsten Jahren hoffen.

 

Weiße Weihnachten? 100 Jahre Schmuddelwetter (Teil 1: 1913 – 1934)

Meteorologen haben sich jetzt getraut, eine Prognose für das diesjährige Weihnachtsfest abzugeben. Eine schlechte Nachricht für Romantiker, Postkartenmotive mit schneebedeckter Landschaft werden wohl ausbleiben. Dafür soll es richtig ungemütlich werden, Schmuddelwetter und Sturmböen erwarten uns in den Weihnachtsfeiertagen kommende Woche.

Doch wo sind die Bilder hingekommen, die ältere mit ihrer Kindheit verbinden und jüngere Leute von alten Gemälden und Historienfilmen kennen – trockene, dicke Schneedecken, Kinder auf Hängen mit ihren Schlitten, Schlittschuhläufer auf zugefrorenen Bächen und Teichen, mollig warm in dicke Schals gepackt – ist das wirklich Schnee von gestern oder existieren die Bilder wirklich nur in den Gedanken der Maler romantischer Bilder? Wir haben uns die Entwicklung der Wetterlagen zu Weihnachten der letzten hundert Jahre angeschaut und haben Erstaunliches entdeckt.

Bilder wie von heute: 1913 wurden Nord- und Ostseeküste von einer heftigen Sturmflut heimgesucht. Foto: usedom-fotos.com

Bilder wie von heute: 1913 wurden Nord- und Ostseeküste von einer heftigen Sturmflut heimgesucht. Foto: usedom-fotos.com

Im Dezember 1913 bot das Wetter keinen schöneren Anblick als genau hundert Jahre später. Etwa ein halbes Jahr vor Ausbruch des ersten Weltkrieges tobten in Deutschland heftige Unwetter. Der Norden Deutschlands wurde am 4. Dezember von schweren Stürmen heimgesucht, die im Ostseeraum zu Überschwemmungen führten. In Berlin hingegen schneite es, für den Geschmack der Bewohner des damaligen Deutschen Kaiserreiches, zu viel, denn die Hauptstadt versank geradezu in den Schneemassen. Das globale Wetter war nicht besser. In Texas forderten am 3. Dezember schwere Überflutungen 20 Menschenleben.

Mit der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo begann der Erste Weltkrieg. Europa war zu diesem Zeitpunkt nicht nur von politischen und wirtschaftlichen Krisen gebeutelt, sondern auch vom Wetter und von Naturkatastrophen. Der Winter 1914/1915 war gekennzeichnet von sehr heftigen Wechseln, wie man sie nur in der heutigen Zeit der Klimadiskussion vermuten würde.  Am 13. Januar 1915 wurde die italienische Toskana von einem schweren Erdbeben heimgesucht, 30.000 Menschen sterben. In Deutschland tobten Schneestürme, die allerdings schon im Februar in Tauwetter und heftigen Regenfällen endeten. Der folgende Sommer war von einer Hitzewelle gekennzeichnet. Am 10. Juni wurden in Berlin 35 Grad Celsius gemessen, damals die höchste Temperatur in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen.

Bis in die 20er Jahre waren die Winter geprägt von Regen und Unwettern. Am 24. Dezember 1921 war weit und breit keine romantische Winterlandschaft zu sehen – Regen, Regen, Regen. Am 1. Januar führte der Dauerregen zu einer Springflut an der Nordsee, der Strand der Insel Sylt wurde einfach weggespült. Das nasskalte Wetter hielt bis Ende Januar 1922 an. Da schlug das Wetter in eine extreme Kältewelle um, bis minus 20 Grad Celsius wurden gemessen, zu kalt für romantische Winterspaziergänge. Im April war dann Schluss mit Frieren, die Temperaturen stiegen nahezu in Rekordtempo an. Zu Ostern desselben Jahren wurden plus 25 Grad gemessen, innerhalb von etwa zwei Monaten ein Temperaturanstieg von 45 Grad Celsius.

Die deutschen Winter der folgenden Jahre waren geprägt von Schmuddelwetter, Stürmen, Überschwemmungen und sogar Orkanen. Eine Ausnahme machte der Dezember 1926. Zu Weihnachten dieses Jahres wurden Frost und weiße Landschaften aufgezeichnet. Der Januar 1927 war wiederum sehr mild und schneearm.

Nur zwei Monate später kam zum erstenmal das Wort „Klimawandel“ ins Gespräch. Der damalige Leiter des Deutschen Wetterdienstes setzte sich in einem Presseartikel mit der Frage auseinander, ob die milden Winter der vorangegangenen Jahre auf eine langfristige Klimaveränderung hindeuten würde. Er kam allerdings zum Schluss, dass es keine Klimaveränderung gäbe.

Die Winter in den 30er Jahren waren gekennzeichnet von Wechselbädern aus kurzen Schneeperioden, vor allem in Süddeutschland, und Naturkatastrophen aufgrund von starken Regenfällen in ganz Europa mit zahlreichen Toten. Nachdem im Sommer 1934 aus der ganzen Welt von Naturkatastrophen und Wetterextremen berichtet wurde, in New York wurden im Juli 55 Grad Celsius (!) gemessen, kam in Deutschland der Winter, allerdings zu früh. Anfang November war das Land des damaligen Nazi-Regimes von Schnee bedeckt, der nicht lange blieb. Der Dezember ging als „Frühjahrsweihnacht“ in die Wettergeschichte ein, knospentreibende Bäume und Sträucher prägten das Landschaftsbild.

Lesen sie am 25. Dezember, wie die Menschen die Winter vom Zweiten Weltkrieg bis heute erlebten.

 

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Für „Die Wetterversicherung“ war 2013 ein wirklich aufregendes Jahr. Wir haben unseren Blog aufgebaut, uns viel mit Wetterrisiken und wie man sich individuell am eigenen Betriebsstandort dagegen absichern kann, beschäftigt. Wie können wir Erträge für Landwirte sicherer machen?

Mittlerweile sind Außendienstmitarbeiter der gvf VersicherungsMakler AG in den neuen Bundesländern unterwegs, um interessierten Kunden die Wetterversicherung näher zu bringen. Seien Sie gespannt auf 2014 – wir sind es.

Wir bedanken uns bei allen Kunden, Partnern und Mitarbeitern. Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Orkan „Xaver“: Etwas mehr als ein blaues Auge

„Xaver“, von den Dänen übrigens „Bodil“ und von den Schweden „Sven“ getauft, geht wohl als Wettername des Jahrzehntes negativ in die Meteorologiebücher ein. Im Vorfeld ließ das Sturmtief vorallem das Blut der Bewohner der deutschen Küstenregionen in den Adern gefrieren. Gerade Hamburg wurde von extrem schweren Unwettern in den letzten Jahrzehnten gezeichnet. Als „Xaver“ im Anmarsch Richtung Europa war, kamen schnell Erinnerung an die verheerende Sturmflut 1962, die große Teile der Hansestadt zerstörte und 315 Menschen das Leben kostete, hoch. Die Bilanz des Orkans vorige Woche ist im Vergleich zur Flut 1962 erfreulich. Zu behaupten, Deutschland wäre mit einem blauen Auge davon gekommen, wäre allerdings etwas untertrieben.

Warnungen gab die Deutsche Unwetterzentrale für ganz Deutschland heraus, auch in den südlichen Nachbarländern, wie Österreich und die Schweiz, bereitete man sich auf die schlimmsten Szenarien vor. Doch der Orkan traf vor allem Norddeutschland und zog dann in Richtung Baltikum und in weiterer Folge nach Russland weiter.

Entstanden war das Sturmtief südlich von Grönland auf dem offenen Nordatlantik und traf am 5. Dezember auf Großbritannien. Bereits am Nachmittag des selben Tages erreichte „Xaver“ das europäische Festland. Die höchsten Sturmgeschwindigkeiten wurden mit bis zu 174 km/h auf Sylt gemessen. Am 6. Dezember wurde der höchste Pegelstand über Hochwasser gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt gaben mehrere vorgelagerte Inseln “Land unter“ bekannt. Der Orkan brachte den zweithöchsten Pegelstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1825 nach Hamburg-St. Pauli. Gemessen wurden dort 5,10 Meter.

Sturmflut im niedersächsischen Fedderwardersiel am 6. Dezember. Foto: Deutscher Feuerwehrverband/Joachim Probst

Sturmflut im niedersächsischen Fedderwardersiel am 6. Dezember. Foto: Deutscher Feuerwehrverband/Joachim Probst

Im Rest der Bundesrepublik waren die Ausläufer des Tiefs zwar teilweise heftig zu spüren, hinterließen aber keine größeren Schäden. Merkbar waren die Windböen vorallem auf exponierten Stellen. So wurde zum Beispiel auf der Moseltalbrücke in Rheinland-Pfalz ein Kleintransporter mit Hänger umgeweht, verletzt wurde dabei niemand. Für die Mittelgebirge, wie dem Brocken im Harz, wurde großteils Warnstufe Rot ausgegeben, was als lebensgefährlich gewertet werden kann. Durch Ausfällen bei Bahn und Flug im Norden wurde der Fernverkehr in ganz Deutschland beeinträchtigt. Weihnachtsmärkte mussten, teilweise vorsorglich, ihre Stände abbauen, Kinder in Norddeutschland freuten sich vermutlich über den Ausfall des Schulunterrichtes.

In Deutschland gab es keine offiziellen Todesopfer. Ob der Krankenwagen, bei dessen Unfall in Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern die 82-jährige Patientin starb, aufgrund einer Windböe umkippte, ist noch unklar. In den anderen betroffenen Staaten starben insgesamt elf Menschen an den Folgen des Unwetters.

„Xaver“ zog auch eine Schneise durch Wald und Flur. Über land- und forstwirtschaftliche Schäden liegen dem Bundeslandwirtschaftsministerium noch keine konkreten Zahlen vor, wie eine Sprecherin gegenüber der Wetterversicherung bestätigte.

Können Tiere Naturkatastrophen vorhersagen?

Dass Tiere sensibler sind als Menschen, ist hinlänglich bekannt. Dass Schwalben, die hoch fliegen, schönes

Foto: pixabay

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Wetter ankündigen, weiß man auch seit Jahrhunderten. Doch Tiere können, wenn auch ungewollt, dem Menschen dabei helfen, Naturkatastrophen langfristig vorauszusagen.

Die Tsunamis, also Flutwellen aufgrund von Erdbeben auf dem Grund der Ozeane, sind mitunter die unvorhersehbarste Ursache für Naturkatastrophen. Da diese Beben in einigen tausend Metern unter der Wasseroberfläche stattfinden, ist es meistens schon zu spät, wenn Seismographen anschlagen und die Flutwellen, die sie auslösen, zerstören unerbittlich ganze Landstriche, ja ganze Staaten.

Momentan studieren chinesische Forscher das Verhalten von Wellensittichen im Vorfeld von Erdbeben. Man nimmt an, dass die Vögel Unruhen in den Erdplatten weit vor den technischen Möglichkeiten der Wissenschaft spüren. Die Tiere können scheinbar mit Sinneszellen in ihren Beinen Schallwellen im Infraschallbereich wahrnehmen. Bei Unruhen in der Erde hüpfen die Vögel auf und ab. Nun wird mit Bewegungssensoren gezählt, wie oft sie das machen. Endgültige Beweise haben die Wissenschaftler natürlich erst, wenn man die Aktiviät der tierischen Probanden mit Auswertungen aus Seismographen vergleicht.

Altes Wissen, neue Forschung

Schon aus der Antike sind ähnliche Berichte bekannt. Der griechische Naturforscher Plinius, der beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 ums Leben kam, berichtete Tage vor der Katastrophe von einer Unruhe, die unter Tieren herrschte. Auch in der Neuzeit konnten bereits entsprechende Verhaltensmuster beobachtet werden. Vor dem Erdbeben 1976 im norditalienischen Friaul sollen Mäuse aus dem Boden gekrochen sein und Stalltiere sich unruhig verhalten haben.

Der Glauben an Tiere

Gerade in der chinesischen Kultur spielen Tiere eine große Rolle, wie man beispielsweise am chinesischen Horoskop sieht. So glaubt man im „Reich der Mitte“ fest daran, dass bei einem Erdbeben 1975 in Haicheng 150.000 Menschen Tieren das Leben zu verdanken hatten. Es wird überliefert, dass bei eisigen Temperaturen massenhaft Schlangen aus ihren Löchern krochen und auf dem verschneiten Boden erfroren sind. Die Stadt reagierte und ließ die Gegend evakuieren. Einen Tag später zerstörte ein verheerendes Erdbeben unzählige Häuser.

Tsunami 2004: Elefanten flüchteten, der Mensch blieb

Auch aus dem Vorfeld des todbringenden Tsunami Weihnachten 2004 sind tierische Verhaltensmuster bekannt. Doch in diesem Fall nahmen die Menschen die Tiere nicht ernst und kamen in den Fluten ums Leben. Im Nachhinein sind sich Wissenschaftler sicher, dass die Elefanten, die einen Tag vor der Flutwelle, die durch ein Beben in 40 Kilometer Tiefe vor der Küste Indonesiens ausgelöst wurde, vom Küstenbereich Sri Lankas in das Landesinnere aufbrachen. Die Dickhäuter spürten das Beben, flüchteten und entkamen so der Flutwelle.

Man vermutet, dass Tiere sensorisch viel mehr mit dem Erdboden verbunden sind, als der Mensch und die Übertragung der Wellen im Infraschallbereich, die sich im Gestein schneller ausbreiten als im Wasser, zu einem Zeitpunkt spüren, zu dem weder die menschlichen Sinne, noch technische Geräte auf die Erdunruhen reagieren.

 

Gelungener Start: „Swarm“ erforscht Veränderung des Erdmagnetfeldes

Von Michi Jo Standl
Darmstadt/Plessezk. Die Europäische Weltraumorganisation ESA schickte vergangenen Freitag im Rahmen der Mission „Swarm“ (Schwarm) drei Satelliten ins All, die das Magnetfeld der Erde erforschen sollen. Von den gelieferten Daten erhofft man sich Zusammenhänge zwischen Veränderungen des Magnetfeldes und der Klimaerwärmung herauszufinden. Wir waren beim Start im Kontrollzentrum in Darmstadt dabei.

Pünktlich um 13.02 Uhr mitteleuropäischer Zeit startete die Rockot-Trägerrakete mit der Satelliten-Konstellation„Swarm“ vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland aus ins All. Nach nur 91 Minuten Flugzeit setzte die Rakete die Satelliten in einer polnahen Umlaufbahn in 490.000 Metern Höhe aus. Nachdem die Bodenstationen in Schweden und Norwegen den Kontakt herstellen konnten, werden die Satelliten nun vom ESA-Raumflugkontrollzentrum Darmstadt aus kontrolliert. In der dreimonatigen Einsatzerprobung werden die wissenschaftlichen Nutzlasten überprüft und die Satelliten auf ihre jeweilige Einsatzbahn an den Äquator befördert.

Die Satelliten der „Swarm“-Mission werden die nächsten Jahre aus einer Höhe von etwa 500.000 Metern Daten über die Erde sammeln. Illustration: ESA–P. Carril, 2013

Die Satelliten der „Swarm“-Mission werden die nächsten Jahre aus einer Höhe von etwa 500.000 Metern Daten über die Erde sammeln. Illustration: ESA–P. Carril, 2013

Magnetfeld „Mitschuld“ an Klimaerwärmung

Wissenschaftler vermuten, dass momentan auf unserem Planeten etwas stattfindet, was vor 1.076.000 Jahren schon einmal geschah. Die Pole würden sich demnach verschieben und gleichzeitig das Magnetfeld schwächer werden. Der Nordpol würde den aktuellen Forschungsergebnissen zufolge zum Südpol werden und umgekehrt. Wenn das wieder eintritt, würde eine Kompassnadel nicht mehr nach Norden zeigen, sondern nach Süden. Zugvögel, die sich nach dem Magnetfeld orientieren, hätten Probleme, sich zurecht zu finden. Auf die Schifffahrt oder den Flugverkehr würde die Verschiebung wenig Einfluss haben, da heutzutage nicht mehr mit analogen Kompassen navigiert wird.

Bereits 2008 fanden Wissenschaftler der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU) heraus, dass das Magnetfeld der Erde auch Einfluss auf unser Klima nimmt. Man hatte immer angenommen, dass die Erderwärmung ausschließlich menschengemachte Ursachen wie Fabriken und den motorisierten Verkehr hat. Wenn das Erdmagnetfeld um ein Prozent schwächer wird, stiege das Kohlendioxid in der Atmosphäre innerhalb von zehn Jahren um ein Teil pro einer Million an. Auf die nächsten Jahrhunderte gesehen, eine im Vergleich zum Erdzeitalter kurze Zeit, könne das deutlich erkennbare Temperaturanstiege mit sich bringen – und das zusätzlich zu den Ursachen, die in der Verwendung fossiler Brennstoffe zu suchen sind.

„Mit Swarm soll in Kürze eine Lücke unseres Wissens über das System Erde und unserer Beobachtung von Phänomenen des globalen Wandels geschlossen werden“, so Volker Liebig, Direktor der ESA für Erdbeobachtungsprogramme.

ESA-Direktor Volker Liebig betonte beim Swarm-Launch Event den Nutzen der Mission für die Klimaforschung. Foto: Michi Jo Standl/emotionpic.de

ESA-Direktor Volker Liebig betonte beim Swarm-Launch Event den Nutzen der Mission für die Klimaforschung. Foto: Michi Jo Standl/emotionpic.de

 

Kugelblitze: Mythos oder Wahrheit?

Wenn Kugelblitze angesprochen werden, gefriert so manchem das Blut in den Adern. Legenden und Geheimnisse ranken sich um die Horrorvision von Blitzen, die durch das Fenster und Steckdosen, ja sogar durch die Mauer  in die heimische Stube kommen sollen. Berichte über die Feuerballen, die etwa 20 Zentimeter groß sein sollen, sind nahezu so alt, wie das menschliche Bewußtsein. Doch gibt es die Phänomene in Wirklichkeit oder nur in den Hirngespinsten von Mythosanhängern?

Tatsache ist, dass es Berichte um Erscheinungen dieser Art gibt. Wissenschaftler mutmaßen allerdings, dass es sich um optische Täuschungen am Rande von Gewittern handelt, bei denen man durch die Blitze geblendet werden würde und das Gehirn beim Bewegen der Augen, also wenn man danach wegschaut, eine Kugel erzeugen würde.

Obwohl von Kugelblitzen keine Fotos existieren, halten die, die daran glauben, an der Existenz fest. Geschürt wird der Mythos, nicht nur von Beschreibungen in diversen Internetforen, sondern auch von Medienberichten, die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder auftauchten. Das „Südeländer Tageblatt“ zum Beispiel berichtete am 9. Juli 1952, dass ein Kugelblitz in einem Freibad im nordrhein-westfälischen Plettenberg in eine Gruppe Jugendlicher eingeschlagen und einer der Badenden sogar dabei getötet worden sei. Der Blitz wäre kugelförmig gewesen und wäre mit einem ohrenbetäubenden Knall zerplatzt, hieß es weiter in dem Artikel.

Den Mythos von sich spontan selbst entzündenen Menschen, die völlig verbrannt in unverbrannter Umgebung aufgefunden werden würden, von denen immer wieder berichtet wird, führen die Mythiker ebenfalls auf Kugelblitze zurück.

Obwohl Wissenschaftler dem Kugelblitz die Existenz eindeutig absprechen, werden trotzdem Experimente in diese Richtung gemacht, um herauszufinden, ob ein derartiges Phänomen vielleicht doch durch chemische Reaktionen entstehen kann.

Diese Theorie unterstützt auch eine von den Neuseeländern John Abrahamson und James Dinniss im Jahr 2000 veröffentliche Hypothese. Dabei werde beim Einschlag Sand oder Kiesel in Silicium und Sauerstoff zerlegt. Während der Sauerstoff im Erdreich mit Kohlenstoff reagiere, trete das Silicium als Dampf aus dem Blitzkanal aus und werde durch Luftsauerstoff langsam oxidiert und so zum leuchten gebracht. Die Siliciumpartikelwolke dabei eine kugelähnliche Form annehmen.

Laut Forschern sind Kugelblitze mehr optische Täuschung, als gefährliche Naturphänomene.

Laut Forschern sind Kugelblitze mehr optische Täuschung, als gefährliche Naturphänomene.

An den Universitäten werden immer wieder Experimente durchgeführt, bei denen künstlich Kugelblitze oder zumindest kugelblitzähnliche Erscheinungen hergestellt werden. Doch, ob die Natur das Phänomen, dessen Existenz sich die Mythiker so sehr wünschen, erzeugen und jene lebensgefährlichen Kugeln auf Felder und in Häuser schicken kann, ist mehr als zweifelhaft. Es darf also weiter spekuliert, geforscht und geschrieben werden.

 

Forscher warnen: Wirbelstürme werden heftiger

Täglich, schon fast stündlich erreichen uns neue Horrorbilder und erschütternde Szenarien von den Philippinen über die Medien. Der Supertaifun, dem die Meteorologen den unschuldigen Namen „Haiyan“ gaben, fegte mit bis zu 380 km/h über den Inselstaat. Es ist die höchste Windgeschwindigkeit, die je gemessen wurde.

Es ist von 10.000 und mehr Toten die Rede. Wieviele es genau sind, weiß niemand. Tausende Häuser und ganze Landstriche sind zerstört und somit die Existenzen der Überlebenden, die zum großen Teil schwer verletzt und ohne Nahrung und Wasser auf Hilfe warten. Das Wasser ist durch die vielen Toten verunreinigt. Helfer vor Ort berichten von Leichengeruch, der sich über das ganze Land legen würde.

Inzwischen sind auch Plünderungen an der Tagesordnung. Beim Ansturm auf ein Lebensmittellager starben mehrere Menschen. Trotz laufender Hilfsmaßnahmen aus aller Welt, auch aus Deutschland, scheint ein Ende der Not, welche die Natur auf die Insel gebracht hat, nicht in Sicht zu sein.

Stürme werden heftiger
Gegenüber dem ZDF stellt der renommierte Klimaforscher Stefan Rahmstorf einen direkten Zusammenhang zwischen dem jüngsten Taifun und dem Klimawandel her. Die Erwärmung der Meere würde Wirbelstürme begünstigen, ist sich der Wissenschaftler, der im Potsdam-Institut tätig ist, sicher. Rahmstorf erinnert auch an „eine Häufung von Wetterextremen allgemein“ in den vergangenen Jahren. „Diese Extreme werden leider weiter zunehmen“, prophezeit der Forscher.

Morris A. Bender von der US-Wetterbehörde NOAA hingegen stellte vor einigen Jahren schon in einem Artikel für das US-Wissenschaftsmagazin „Science“ eine abgewandelte Theorie auf. Laut dem Wetterexperten würden die Wirbelstürme zwar weniger, aber dafür heftiger werden.

Die Wissenschaft ist offensichtlich noch nicht so weit, um genaue Prognosen, was die langfristige Entwicklung von Wetterextremen betrifft, abgeben zu können. Aber man ist sich einig, dass wir gerade eine Veränderung des globalen Wetters erleben.

Nationale und internationale Hilfsorganisationen rufen in Zusammenhang mit der Katastrophe auf den Philippinen zur Mithilfe auf. Infos dazu erhält man unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz und bei der UNICEF.

Taifun „Haiyan“ radierte nahezu die ganzen philippinischen Inseln aus. Forscher sind sich sicher, dass das nicht der letzte Sturm dieser Größenordnung war. Foto: IFRC

Taifun „Haiyan“ radierte nahezu die ganzen philippinischen Inseln aus. Forscher sind sich sicher, dass das nicht der letzte Sturm dieser Größenordnung war. Foto: IFRC

 

Grönland-Gletscher: Keine klare Linie in der Entwicklung

Dass Grönlands Gletscher in Richtung Meer wandert, ist man sich einig. Über die Geschwindigkeit diskutieren Wissenschaftler noch. Foto: esa

Dass Grönlands Gletscher in Richtung Meer wandert, ist man sich einig. Über die Geschwindigkeit diskutieren Wissenschaftler noch. Foto: esa

Der Name „Grönland“ für die größte Insel der Welt täuscht. Er bedeutet nämlich auf Deutsch „grünes Land“. Das zum nordamerikanischen Kontinent gehörende Eiland ist großteils noch von Gletschern bedeckt. Die Betonung liegt auf „noch“. Der Klimawandel hat die politisch zu Dänemark gehörende Insel in Bewegung versetzt.

Die European Space Agency (ESA) mit dem Kontrollzentrum im hessischen Darmstadt fungiert als Beobachter unter anderem dessen, was sich in Grönland abspielt. Die Satelliten ERS-1 und ERS-2, beide nicht mehr aktiv, lieferten seit den 80er Jahren ständig Daten über die Entwicklung des Meereises am Nordpol und der Gletscher am Südpol und in Grönland. Der Zeitraum von einigen Jahrzehnten ist allerdings im Vergleich zum Erdalter viel zu kurz, um hundertprozentig sagen zu können, was sich da abspielt. Klar ist nur, da tut sich was.

 

Die landläufige Meinung ist, die Gletscher schmelzen aufgrund der Klimaerwärmung, die ohne Zweifel schon seit Längerem stattfindet. Doch die Entwicklung der Eismassen ist komplexer. Bis 2003 wurde sogar eine Zunahme beobachtet. Vermehrte Verdunstungen über dem Meer durch eine wärmere Atmosphäre sorgen für einen stärkeren Schneefall im nördlichen Polarkreis, was für die Verstärkung des Eispanzers, der über Grönland liegt, sorgt. Von 1992 bis 2003 hat dieser um 45 Milliarden Tonnen zugenommen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 1,8 Zentimeter. Unklar ist jedoch, wie sich diese gegensätzlichen Bewegungen auf den Meeresspiegel auswirken werden. 2012 brach ein etwa 120 Quadratkilometer großer Eisbrocken vom Grönland-Gletscher ab und wurde zum schwimmenden Eisberg, was wiederum Auswirkungen auf den Meeresspiegel hat; die Folge: mehr Wasser, mehr Schnee. Ein Kreislauf, der in den letzten zwanzig Jahren von der Wissenschaft nicht berücksichtigt wurde, kommt laut ESA zum Greifen.

„Auf den aktuellen Satellitenbildern sieht man zwar, dass sich Grönlands Gletscher in Richtung Meer bewegt, aber langsamer, als bisher angenommen.“, so Prof. Frank-Jürgen Diekmann, Flugleiter im ESA-Kontrollzentrum Darmstadt.

Große Hoffnung setzen die Wissenschaftler auf den Satelliten „CryoSat-2“, der 2010 gestartet ist und bis 2017 Daten in einer bisher unerreichten Genauigkeit liefern soll. Aus den laufenden Auswertungen erhofft man sich, der Entwicklung von Gletschergrößen und dem Anstieg des globalen Meeresspiegels einen roten Faden zu verleihen.

 

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