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Frost und Schnee gut für Landwirtschaft

Ein extremer Winter hat auf Boden und Pflanzen positive Auswirkungen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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„Ist der Winter warm, wird der Bauer arm“, sagt eine alte Bauernregel. Von Bauernregeln kann man halten, was man möchte. Etwas überspitzt ausgedrückt ist an der Regel aber etwas dran. Denn Temperaturen unter Null machen den Boden lockerer und eine Schneedecke schützt Winterkulturen.

Die Auswirkungen auf den Boden bei frostigen Temperaturen ist einfach zu erklären: Wenn Frost in den Boden eindringt, gefriert die Feuchtigkeit. Da Eis ein größeres Volumen als Wasser hat, werden größere Erdklumpen auseinander gesprengt – der Boden wird feinkrumiger, vorher verdichtete Stellen werden durchlässiger. Auch eine oberflächliche Schlammkruste, die sich bei lehmigen Böden nach langen Regenfällen bildet, wird durch den Frost aufgebrochen, beschreibt der Bayerische Bauernverband (BBV) die positiven Auswirkungen von Frost. Felder lassen sich dadurch im Frühjahr gut bearbeiten.

„Bettdecke“ für Felder

Eine Schneedecke auf den Feldern wiederum hat eine isolierende Wirkung, vergleichbar mit einer Bettdecke. Denn Schnee ist ein schlechter Wärmeleiter. Die Schneeschicht verhindert, dass die Wärme aus tieferen Erdschichten nach oben gelangt und von der Oberfläche abstrahlt. Unter der Schneedecke können viele Pflanzen einen kalten Winter überstehen. „Für den erfolgreichen Anbau von Wintergetreide und Winterraps ist eine Schneedecke sehr wichtig, denn sie schützt das junge Getreide vor dem Erfrieren“, sagt BBV-Ackerbaureferent Anton Huber.

Darüber hinaus haben die Pflanzen selbst einen Schutzmechanismus, wie Huber erklärt: „Sie stellen ihren Stoffwechsel um. Wenn sie mehrere Abhärtungsstufen durchlaufen haben, überstehen Gerste und Raps dann in der Regel Frost bis zu minus 15 Grad, Weizen auch bis zu minus 20 Grad.“ Gleichzeitig helfe Schnee, das Wasserdefizit insbesondere in den Waldböden auszugleichen. Schaden durch den tiefen Winter nehmen dagegen Schädlinge.

Verluste beim Düngen durch präzise Wetterdaten verhindern

Der Deutsche Wetterdienst forscht mit der gruuna-Wetterstation.

Foto: gruuna.com

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Landwirte und die Agrarwirtschaft sehen sich der Kritik ausgesetzt, zu den „Umweltsündern Nummer 1“ zu gehören. Seit 1990 konnte die Emission an Treibhausgasen jedoch um 15 Prozent gesenkt werden. Kritiker übersehen auch, dass Agrarwissenschaftler ständig forschen, um die Landwirtschaft noch umweltverträglicher zu machen.

Im Rahmen des Projektes StaPlaRes (N-Stabilisierung und wurzelnahe Platzierung als innovative Technologien zur Optimierung der Ressourceneffizienz bei der Harnstoff-Düngung) forschen mehrere Projektpartner an Möglichkeiten, Harnstoffdünger noch effizienter einzusetzen.

Da für die Optimierung der Düngung genaue Wetterdaten eine große Rolle spielen, ist auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) beteiligt. „Es geht bei dem Projekt darum, die Düngung so zu optimieren, dass Verluste von Stickstoff in Form von Lachgas und Ammoniak in die Atmosphäre auf ein Minimum reduziert werden“, erklärt DWD-Agrarmeteorologe Falk Böttcher. Die aktuelle Wettersituation spielt auch eine Rolle, wenn es um die Auswaschung des durchwurzelten Bereiches der Pflanze ins Grundwasser geht. „Der Dünger wird der Pflanze ,mundgerecht’ zur Verfügung gestellt“, zieht der Wetterexperte einen Vergleich.

Wetterdaten direkt am Pflanzenbestand messen

Für die Erhebung der Daten nutzt der DWD an zwei Standorten die von gruuna angebotenen Wetterstationen. Die Tochter der Chemnitzer gvf VersicherungsMaklerAG ist nicht nur eine Handelsplattform für Agrarprodukte, sondern entwickelt für die gvf auch IT-basierte Lösungen für die Landwirtschaft. „Wir brauchen Wetterdaten, die direkt am Bestand erhoben werden, um die Entgasungsbedingungen der luftflüchtigen Gase einschätzen zu können.“, so Böttcher. Und das sei mit diesen Stationen möglich.

„Sie haben den Vorteil, dass sie autark sind, sowohl was die Datenströme angeht als auch die Stromversorgung.“, sagt Böttcher. „Da müssen nicht zuerst Strom- und Datenübermittlungskabel gelegt werden.“, so der Experte. „Man stellt die Stationen auf dem Bestand auf und bei guter Einrichtung – dafür sorgt gruuna – können sie relativ zügig die Daten zur Verfügung stellen.“, erklärt der Meteorologe. Den Landwirten wird so ein internetbasiertes Beratungswerkzeug an die Hand gegeben, das die Daten direkt am Pflanzenbestand erhebt.

Die StaPlaRes-Projektleitung liegt bei den SKW Stickstoffwerken Piesteritz. Verbundpartner ist neben dem Deutschen Wetterdienst auch die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft Sachsen (BfUL).

Weitere Informationen zur gruuna-Wetterstation erhalten Sie hier.

Deshalb bleiben diesen Winter die Vogelhäuschen leer

Die Futterplätze bleiben dieses Jahr weitgehend leer. Der NABU sucht nach Gründen.

20170111_131746Vogelfreunde werden sich beim Blick in den Garten bereits gewundert haben, dass das für die Singvögel bereitgestellte Futter fast unberührt ist, Meisenknödel sind proppenvoll. Aber wo sind die Vögel, die sich sonst an den Futterstellen tummeln, dieses Jahr?

Derzeit findet in 56.000 Gärten bundesweit eine vom NABU organisierte Vogelzählung statt. Diese läuft noch bis 16. Januar. Doch das am Dienstag bekanntgegebene Zwischenergebnis bereitet den Vogelfreunden Sorge. „Wie schon im Vorfeld befürchtet, fehlt ein Teil der sonst in den Gärten zu beobachtenden Wintervögel“, heißt es aus dem NABU.

Statt der knapp 42 Vogelindividuen pro Garten im langjährigen Mittel wurden in diesem Jahr nur 34 Vögel pro Garten gemeldet – ein Rückgang von knapp 20 Prozent. „Noch vor einem Jahr entsprachen die Zahlen den üblichen Werten“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Mille. Damit bestätige sich durch die systematische Bestandserfassung im Rahmen der Aktion die zahlreichen Meldungen von Bürgern, die in den vergangenen Monaten von gähnender Leere an den Futterhäuschen berichteten“, sagt Miller.

Besonders Meisen fehlen

Hauptsächlich werden die sechs heimischen Meisenarten in den Gärten vermisst. Diese gingen, je nach Art, zwischen 50 und 60 Prozent zurück. Die in den vergangenen Jahren hohen Winterbestände der Finkenarten Kernbeißer (minus 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und Erlenzeisig (minus 74 Prozent) sind dagegen lediglich auf Normalmaß geschrumpft.

Der NABU erklärt sich die auffallend niedrigen Vogelzahlen mit einer besonders geringen Wanderneigung aufgrund des milden Dezembers. „Dazu passt, dass die Rückgänge bei Meisen und Co. im Norden und Osten Deutschlands am geringsten ausfallen, Richtung Südwesten aber immer größer werden.“, sagt Miller. „Vermutlich aufgrund des bis zum Beginn des Zählwochenendes extrem milden Winters haben manche Wintervögel in diesem Jahr wohl auf halber Zugstrecke haltgemacht.“, mutmaßt der NABU-Geschäftsführer. Auch ein schlechter Bruterfolg bei Meisen und anderen Waldvögeln könne der Grund sein.

Das Jahr 2016 war deutlich zu warm

Das Jahr 2016 war kein Rekordjahr, allerdings war die Durchschnittstemperatur zu hoch. Weiterlesen

Forscher planen Schutzschirm für Ozonschicht

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Foto: ESA – AOES Medialab

Unsere Erde soll eine Schutzschicht aus Kalk bekommen.

Bereits in den 1990er Jahren machte der Mainzer Nobelpreisträger Paul Crutzen den Vorschlag, die Atmosphäre mit Schwefelteilchen anzureichern, um so einen Teil der Sonnenstrahlen abzuschirmen. Kritisiert wurde die Idee dieses „Sonnenschirms“, weil Schwefelpartikel zwar die Sonne abhalten könnten, aber auch die Ozonschicht zerstören würden.

Forscher der Harvard Universität haben nun Crutzens damaligen Vorschlag aufgenommen und eine Alternative entwickelt. Anstatt mit Schwefel wollen sie die obere Atmosphäre mit Kalziumkarbonat anreichern.

Die Kalkteilchen sollen allerdings nicht das Sonnenlicht reflektieren, wie es Crutzen vorhatte, sondern die Säuren neutralisieren. Vor allem menschengemachte Salpetersäure, Salzsäure und Bromwasserstoffsäure sind für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich. Die Idee könnte entscheidend zur Rettung der Ozonschicht beitragen. In einem Computermodell ist es bereits gelungen. Ob die Ansätze praktisch umgesetzt werden können, wird sich zeigen.

Hochwasser: Zwangsaufforstung vorerst vom Tisch

Foto: pixabay

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Bundesrat lehnt Ausweisung von „Hochwasser-Entstehungsgebieten“ ab

Der Bundesrat hat den Gesetzesentwurf, sogenannte Hochwasser-Entstehungsgebiete auszuweisen, abgelehnt. Die Bundesregierung hatte vorgesehen, in besonders gefährdeten Gebieten, Eigentümer zur Aufforstung zu verpflichten.

„Es ist richtig und konsequent, dass der Bundesrat die Einführung sogenannter Hochwasser-Entstehungsgebiete ablehnt“, so der Deutsche Bauernverband (DBV). Für solche Gebiete bestehe kein Bedarf, da sie für den Hochwasserschutz nicht von Nutzen wären, aber erheblichen Verwaltungsaufwand verursachten, heißt es aus dem DBV weiter. Starkregenereignisse, die zu Hochwasser führen könnten, sind flächendeckend in Deutschland möglich und rechtfertigen nicht die Ausweisung von speziellen Hochwasser-Entstehungsgebieten, bewertet der DBV die Entscheidung der Länderkammer.

Zudem bestätigt der Bundesrat, dass die von der Bundesregierung für die Hochwasser-Entstehungsgebiete vorgesehene Erhöhung der Versickerungsfähigkeit der Böden nicht hilft, um Starkregenereignissen zu begegnen.

Der Bauernverband erwartet nun von der Bundesregierung, dass auf die Gebietskategorie der „Hochwasser-Entstehungsgebiete“ komplett verzichtet wird. Aber nicht nur die Streichung solle der Bundestag aufgreifen. Der DBV fordert zudem, dass keine neuen Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten geschaffen werden.

Wintergefahr: Achtung Eisplatte von oben!

Foto: TÜV Rheinland

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Im Winter sind PKW-Lenker einer unterschätzten Gefahr ausgesetzt. Weiterlesen

So schützen Sie die Haut bei Kälte

Foto: Adobe Stock

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Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt Tipps, wie man die Haut im Winter schützt. Denn nicht nur die Kälte ist schädlich.
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Gewitter können Atemnot auslösen

Foto: Pixabay

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Gewitter sind nicht nur wegen Blitzeinschlägen gefährlich. Offenbar können sie auch Asthma-Anfälle auslösen. Wissenschaftlern ist das Phänomen schon seit einigen Jahren bekannt. Vergangene Woche hat sich im australischen Melbourne genau das zugetragen. Nach einem heftigen Gewitter haben sich über 8000 Menschen wegen Atemproblemen in Krankenhäusern gemeldet. Sechs sind gestorben, einige schweben noch in Lebensgefahr.

Bislang ist der Zusammenhang zwischen der Wetterlage und Asthma-Attacken noch nicht vollständig geklärt. Bei dem jüngsten Vorkommen vermuten Experten, dass sich Weidelgraspollen durch die extreme Luftfeuchtigkeit mit Wasser vollgesogen haben und danach zerbarsten.

Auch in Deutschland raten Lungenfachärzte Asthmatikern nach Gewittern zur Vorsicht, vor allem in der Pollenzeit. Sie raten Betroffenen bei einer solchen Wetterlage, zuhause zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen. Vorsichtig sollen aber nicht nur Asthmatiker sein, sondern auch Menschen, die an Heuschnupfen leiden. Ein Drittel der betroffenen Australier hat berichtet, niemals zuvor unter Asthma gelitten zu haben.

Luft: Umweltministerium will zum Filtereinbau verpflichten

Foto: BigDutchman

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Wie der Klimaschutzplan ist auch die Novelle der TA Luft mit erheblichen Belastungen für landwirtschaftliche Tierhalter verbunden. Zumindest wenn es nach Bundesumweltministerin Barbara Hendricks geht.

Im Entwurf ist unter anderem eine Filterpflicht für neue Anlagen zur Haltung von Schweinen und Geflügel vorgesehen, aber auch bei der Erweiterung von bestehenden Schweinehaltungsanlagen um neue Stallgebäude.

Des Weiteren soll die sogenannte Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) in die TA Luft integriert werden. Konkretisieren will das Ministerium die bisherige Vorschrift zu Bioaerosolen, nach der die Möglichkeiten zur Emissionsminderung im Genehmigungsverfahren zu prüfen sind. Verschärft werden sollen die Anforderungen zu Emissionsminderung bei Güllebehältern.

Das Bundesumweltministerium drängt auf eine Novellierung der TA Luft noch in dieser Legislaturperiode. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) kritisiert das Vorhaben und weist darauf hin, dass die geplanten Verschärfungen eine Weiterentwicklung der Tierhaltung hin zu mehr Tierwohl ausbremsen werden. Es würden Strukturen konserviert, da Neubau- und Umbaumaßnahmen verhindert und die ökonomischen Daumenschrauben weiter angezogen würden. Der Strukturwandel würde dadurch noch einmal angeheizt und insbesondere kleinere und mittlere Familienbetriebe aus der Produktion gedrängt, so die ISN.

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