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Waldbrandgefahr im Frühling

Trockene Äste und Gräser am Waldboden können sich leicht entzünden.

Foto: Wald und Holz NRW

Foto: Wald und Holz NRW

Mit dem anhaltend frühlingshaften Wetter in weiten Teilen Deutschlands steigt wieder die Waldbrandgefahr. „Da die Bäume jetzt erst langsam mit dem Blattaustrieb beginnen, kann die Sonne ungehindert bis auf den Waldboden scheinen“, erklärt der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Im Frühling bilden sich am Waldboden trockene Pflanzen, wie Gräser oder abgestorbene Äste. Diese können sich schon nach kurzer Trockenzeit leicht entflammen.

Tipps für den sicheren Waldbesuch

Land- und Forstwirte sowie Förster wissen um die Gefahren. Für Freizeitbesucher hat der Landesbetrieb Richtlinien zusammengestellt:

  •  Das gesetzliche Rauchverbot muss eingehalten werden (1. März bis 31. Oktober).
  •  Im Wald darf kein Feuer entfacht und nicht gegrillt werden (100 Meter Mindestabstand).
  • Keine Glasabfälle im Wald zurücklassen. Sie könnten bei Sonneneinstrahlung als Brennglas wirken.
  • Waldzufahrten sollen für die Feuerwehr freigehalten werden.
  • Den PKW nicht im hohen Gras abstellen, da die Abwärme des Fahrzeugs ausreicht, um dieses in Brand zu setzen.
  • Zigarette dürfen weder aus dem Autofenster noch einfach auf den Boden geworfen werden.
  • Durch erhöhte Aufmerksamkeit können Glutnester entdeckt werden.
  • Kleine Glutnester sollen direkt gelöscht werden, wenn dies gefahrlos möglich ist.
  • Wer Brandherde entdeckt, sollte direkt die Feuerwehr rufen (112) und den Wald auf kürzestem Weg verlassen.

Weitere Informationen:
Wald und Holz NRW
Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
Informationen des Umweltbundesamtes

Hochwasserschutz nicht zu Lasten der Landwirte

Der Deutsche Bauernverband fordert, beim Hochwasserschutz nicht das „Augenmaß“ zu verlieren.

hochwasserDass Hochwasserschutz wichtig ist, sind sich Bundesregierung und Verbände einig. Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert, dass das neue Hochwasserschutzgesetz vor allem zu Lasten der Landwirte geht. DBV-Umweltbeauftragter Steffen Pingen: „Kommunen sollten stärker verpflichtet werden, geeignete technische Maßnahmen umzusetzen.“ Der schadlose Rückhalt von anfallendem Niederschlagswasser von versiegelten Flächen müsse verbessert werden, so der Fachbereichsleiter.

Naturschutzziele statt echter Hochwasserschutz

Pingen betonte bei der Bundestagsanhörung zu dem Thema, dass die Landwirtschaft Maßnahmen zum Hochwasserschutz unterstütze, wenn hiermit gezielt Hochwasserschutz betrieben werde. Den Naturschutz in den Vordergrund zu rücken, akzeptiere man nicht. Pingen forderte, dass die Landwirte in alle Planungen einbezogen und entschädigt werden. Flächen in Hochwasserschutzpoldern zum Beispiel sollten weiter uneingeschränkt nutzbar sein.

Kein echter Schutz durch „Hochwasserentstehungsgebiete“

Pingen betrachtet auch die neue Kategorie im Hochwasserschutzgesetz „Hochwasserentstehungsgebiete“ kritisch. Wenn eine Fläche als solches kategorisiert wird, müssen Landwirte mit verschiedenen Maßnahmen ins Land eingreifen – etwa durch das Anlegen von Abflüssen.

Die neue Kategorie für Hochwasserschutz sei kein geeignetes Instrument, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Starkregenereignisse lassen sich, wie Pingen klarstellte, nicht auf eine Gebietskategorie reduzieren. Man könne Starkregen auch nicht mit der Steigerung der Versickerungsfähigkeit begegnen. Die Vorbeugung sei besser durch Regenwasserrückhaltmaßnahmen in Kommunen zu erreichen.

„Risikogebiete“ behindern Entwicklung der Betriebe

Als besonders problematisch sieht der Fachbereichsleiter die geplante Gebietskategorie „Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten“. Diese sind von den Ländern auf Basis eines hundert- oder zweihundertjährigen Hochwassers festzulegen. Die Berücksichtigung von Hochwasserschutzmaßnahmen wie Deichen ist dabei nicht vorgesehen.

Für die Landwirtschaft sei es laut Pingen nicht hinnehmbar, auch in von Deichen geschützten Bereichen hochwassersicher zu bauen. Es sei weder möglich noch verhältnismäßig, hier Fahrsilos und Ställe hochwassersicher auszugestalten. Ferner sei das vorgesehene Vorkaufsrecht etwa für Gewässerränder und Maßnahmen des Hochwasser- und Küstenschutzes zu weitreichend.

Zielführender sei es, kooperativ mit den Landwirten an Gewässern freiwillig Randstreifen zu bewirtschaften, so Pingen. Für den DBV sei es nachvollziehbar, dass in Überschwemmungsgebieten keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden dürfen. Unbegreiflich ist für den Verband aber, vorhandene bauliche Anlagen nicht erweitern zu dürfen. Denn die Zukunftsfähigkeit der Betriebe hänge auch davon ab, sich weiterentwickeln und Anforderungen des Tierwohls oder des Emissionsschutzes umsetzen zu können, sagte Pingen.

Fernkälte statt Fernwärme

Wie Grundwasser zur Kühlung der Städte genutzt wird.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

In Städten sind immer ein paar Grad mehr als im Umland. Gerade in heißen Sommern kann das für Städter und die, die in den Büros arbeiten, unerträglich sein. Klimaanlagen brauchen viel Energie und sind im Normalfall nicht besonders umweltfreundlich. Eine Lösung, die ressourcenschonend immer mehr für Abkühlung sorgt, ist die sogenannte Fernkälte.

Während Fernwärme aus Heizkraftwerken und Blockheizkraftwerken in die Städte geleitet wird, nutzt man für die Kühlung von Gebäuden seit einigen Jahren die natürlichste Quelle, die es gibt – nämlich das Wasser aus Bächen, die naturgemäß eiskalt sind. Fernkälte ist eine natürliche Alternative zu Klimaanlagen.

In München zum Beispiel wird nicht nur das Wasser des Stadtbaches, der unterirdisch durch die Innenstadt fließt, genutzt. Auch das Grundwasser, das in Richtung U-Bahn-Tunnel fließt, wird ebenfalls gesammelt und unter den U-Bahn-Anlagen hindurch geleitet. Als Energieverbrauch fällt nur Strom für die Pumpen an. Das Wasser fließt durch isolierte Kältenetze in die angeschlossenen Gebäude. Ein großer Münchner Autohersteller nutzt bereits die Fernkälte.

Nach Angaben der Stadtwerke München wird durch das Verfahren die Hälfte des Energieaufwandes gespart.

Fahrzeuge frühlingsfit machen

Sowohl PKW als auch Nutzfahrzeuge sollten jetzt Fit für das Frühjahr gemacht werden.

Foto: osb/ADAC

Foto: osb/ADAC

Streusalz, Splitt, Schneematsch und Schmutz machen dem Auto im Winter mächtig zu schaffen. Das Fahrzeug deshalb innen und außen einem ordentlichen Frühjahrsputz zu unterziehen, sorge nicht nur für mehr Fahrgefühl, sondern auch für den Werterhalt, erklärt Steffen Mißbach vom TÜV Rheinland.

Politur gegen aggressiven Vogeldreck

Bevor das Auto in die Waschstraße gefahren wird, sollten Felgen, Radkästen, Seitenschweller und Unterboden mit dem Dampfstrahler gereinigt werden. Um den Lack nicht zu beschädigen ist ein ausreichender Abstand zu empfehlen. Den Schmutz an Türfalzen und Karosserie-Ritzen entfernt man am besten mit einem weichen Schwamm. Steinschlagschäden sollte man mit einem Lackstift ausbessern, damit sich keine Rostnester bilden. Auch auf eine Politur soll man nicht verzichten. Diese schützt die Autohaut gegen aggressiven Vogelkot und Baumharz.

Kaffee gegen unangenehmen Geruch

Gründliches Lüften sorgt dafür, dass im Innenraum keine Korrosion entsteht. Alte Zeitungen unter der Fußmatte ziehen Feuchtigkeit aus den Bodenteppichen. Muffigen Gerüchen wird man mit Kaffeepulver im Fußraum Herr. Dieses lässt sich anschließend einfach absaugen. Eine Zahnbürste oder Wattestäbchen eignen sich hervorragend dazu, schwer zugängliche Stellen und Lüftungsgitter zu reinigen.

Durch den Ständigen Betrieb von Heizung und Gebläse im Winter entstehen Schlieren an den Scheiben. Die eingeschränkte Sicht kann, vor allem bei tiefstehender Sonne, zur Gefahr werden. Deshalb reinigt man die Scheiben am besten mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger. „Wenn zudem die Scheibenwischer Schlieren auf der Windschutzscheibe hinterlassen, müssen sie unbedingt ersetzt werden“, rät Kraftfahrtexperte Mißbach.

Nutzfahrzeuge kontrollieren

Für LKW gilt das Gleiche wie für PKW. Nur mit dem Unterschied, dass ein Austausch von Teilen erheblich teurer ist, wenn man die Pflege verabsäumt. So ist unmittelbar nach dem Winterwetter zum Beispiel die Kontrolle der Frontscheibe auf unabdingbar. Frühzeitig erkannt, lassen sich kleinere Beschädigungen oft für wenig Geld reparieren. Wer dagegen den richtigen Zeitpunkt verpasst, muss bis zu 1000 Euro für eine neue Frontscheibe einkalkulieren, bei Bussen sogar deutlich mehr.

Teuer werden können auch kaputte Dichtungen an Türen, Stoßdämpfern oder Scheinwerfern. Beim Lkw-Frühjahrs-Check ist deshalb ein gutes Auge gefragt, wenn Gehäuse und Scheinwerferdichtungen geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden müssen. Denn wenn sie defekt sind, kann Feuchtigkeit eindringen. Die Folge: Streuscheiben beschlagen und Reflektoren erblinden. Die Lichtleistung kann sich so um bis zu zwei Drittel vermindern. Ein neuer Scheinwerfer ist mit rund 900 Euro nicht nur teuer, richtig gefährlich wird es, wenn die Feuchtigkeit einen Kurzschluss auslöst und zum Ausfall der Beleuchtung führt.

Acht-Punkte-Checkliste

Der ADAC TruckService hat eine Checkliste für LKW-Inhaber und -Fahrer zusammengestellt:

  1. Bremsen: Sichtprüfung oder Kontrolle auf dem Bremsenprüfstand durchführen.
  2. Reifen: Druck checken und auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.
  3. Reinigung: Fahrzeug von Salz reinigen und auf Roststellen überprüfen. Lackschäden mit einem Lackstift versiegeln.
  4. Konservierung und Dichtungen: Fahrzeugkonservierung, vor allem am Unterboden, Kanten, Türen und in Hohlräumen prüfen.
  5. Scheinwerfer: Leuchtmittel auf Wassereintritt prüfen. Dichtungen an Scheinwerfern prüfen, trocknen, gegebenenfalls  erneuern.
  6. Scheiben: Frontscheibe auf Risse und Steinschläge untersuchen. Wischerblätter gegebenenfalls erneuern und Wischwasser nachfüllen. Kleine Einschläge sofort ausbessern lassen.
  7. Fahrerhaus: Funktionsfähigkeit der Klimaanlage prüfen und Innenraumfilter tauschen.
  8. Pannenhotline notieren: Sollte es trotz vorbeugender Maßnahmen zu einer Panne kommen, ist der TruckService rund um die Uhr unter der Hotline 0800 5248000 zu erreichen.

Reifenschäden absichern

Die Reifen von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen sind ständiger Belastung im Gelände ausgesetzt. Gerade nach dem Winter treten oft Schäden auf. Die Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG hat speziell für Landwirte eine Reifenkasko entwickelt, mit dem sowohl Reifen als auch Laufbänder abgesichert sind. Schon ein kleiner Schaden kann schnell zu einem großen Problem werden. Das Finden eines neuen Reifens, dessen Montage und Entsorgung des Altreifens – all das kostet Zeit und Geld.

Abgesichert sind die Reifen des pauschal erfassten kompletten Fuhrparks des Unternehmens – auch die der PKW. Dem Versicherten steht sogar achsweiser Ersatz zu, falls es notwendig ist. Auch bei Diebstahl, Schäden durch einen Unfall oder eine Panne ist die Reparatur oder der Ersatz gesichert.

Alle Informationen zur Reifenkasko: http://www.gvf.de/reifenkasko/

Organismen beschleunigen Gletscherschmelze

Blutschnee wurde bis vor kurzem als Grund für die Eisschmelze unterschätzt.

Foto: Liane G. Benning/GFZ

Foto: Liane G. Benning/GFZ

Seit Jahren beschäftigen sich Forscher schon mit der Auswirkung des Klimawandels auf die globalen Gletscher. Tatsache ist, dass sowohl das Eis in alpinen Regionen als auch auf den Polen abnimmt. Als eine Hauptursache gilt das durch Umweltverschmutzung beschädigte Ozon. Durch das Loch gelangen die UV-Strahlen der Sonne fast ungefiltert auf die Erdoberfläche und bringen so die Eismassen zum schmelzen.

Ein lange unterschätztes Phänomen wurde erst im vergangenen Jahr von einem Forscherteam des GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam und der britischen Universität von Leeds der Eisschmelze in Zahlen gefasst: Die Auswirkungen von Schneealgen. Die großflächigen Algenblüten werden aufgrund ihrer roten Farbe auch Blutschnee genannt.

Während weiße Schnee- und Eisflächen das Sonnenlicht zurückstrahlen, sorgt die Verdunkelung durch die rote Pigmentierung für eine höhere Wärmeaufnahme. Die Flächen sind laut der Erstautorin Stefanie Lutz vom GFZ für 13 Prozent der Gletscherschmelze verantwortlich. Der Blutschnee tritt in der Arktis und im Hochgebirge vor allem im Frühling und im Sommer auf. Die Mikroorganismen bilden sich im Wasser, das auf den in den warmen Monaten ohnehin angetauten Eisflächen entsteht. „Mit dieser Studie zeigen wir, dass der Effekt wichtig ist und in künftige Klimamodelle integriert werden muss.“, so Lutz.

In diesen Bundesländern wird am umweltbewusstesten geheizt

Und in diesen nicht. Denn das Umweltbewusstsein der Mieter und Hauseigentümer in den einzelnen Bundesländern weist gravierende Unterschiede auf.

Helmut J. Salzer/pixelio.de

Helmut J. Salzer/pixelio.de

Mecklenburg-Vorpommern ist das klimafreundlichste Bundesland, wenn es ums Heizen geht. Jedes Jahr entstehen dort 5,5 Prozent weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) pro Quadratmeter Wohnfläche als im Bundesdurchschnitt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Thüringen und Niedersachsen. Das zeigt ein Vergleich der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mbH auf www.heizspiegel.de.

„Effizientes Heizen ist wichtig für den Klimaschutz, aber auch um die Heizkosten langfristig zu senken“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Rund 80 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte entfallen auf Heizung und Warmwasser. „Wer derzeit durch geringere Energiepreise und mildes Wetter Heizkosten spart, sollte das Geld in effiziente Heiztechnik oder kleine Energiesparhelfer investieren.“

In Mecklenburg-Vorpommern entstehen jedes Jahr durchschnittlich 47 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Wohnfläche. Fast gleichauf folgen Thüringen (47,1) und Niedersachsen (47,4). Schlusslicht ist das Saarland mit 53,2 Kilogramm CO2 je Quadratmeter. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung bedeutet dies eine Spanne von 3.290 bis 3.724 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr.

Optimierung durch Sanierung und klimaschonende Energieträger

Ein Grund für das gute Abschneiden der ostdeutschen Länder ist laut co2online der im Schnitt bessere Sanierungsstand der Wohngebäude. Auch der eingesetzte Energieträger spiele eine Rolle. Der Vergleich berücksichtigt die drei häufigsten Energieträger in Deutschland: Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Diese haben unterschiedliche Emissionsfaktoren – das heißt, beim gleichen Verbrauch von Heizenergie entsteht unterschiedlich viel CO2. Deshalb sind bei dem Vergleich die Bundesländer im Vorteil, in denen Erdgas und Fernwärme häufig genutzt wird. Umgekehrt ist etwa Bayern zwar das Bundesland mit dem geringsten Heizenergieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche, fällt aber beim CO2-Vergleich auf den 8. Platz zurück, weil dort häufiger Heizöl genutzt wird.

Mecklenburg-Vorpommern macht's vor: In dem Bundesland entsteht beim Heizen in Wohngebäuden durchschnittlich am wenigsten klimaschädliches Kohlendioxid pro Quadratmeter. / Klimaschonend heizen: Welches Bundesland liegt vorn? (mit Infografik) / In Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen entsteht beim Heizen am wenigsten CO2 / Tipps für Mieter und Eigentümer / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/58889 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/co2online gGmbH/www.heizspiegel.de"

 

 


Tipps zum Verbrauch und Heizkosten senken

Für Mieter

☻ Die Wohnung nicht überheizen. Wer seine Raumtemperatur um 1 Grad Celsius senkt, spart im Schnitt rund 6 Prozent Heizenergie.

☻ Einen Sparduschkopf verwenden. Damit lassen sich in einem 3-Personen-Haushalt mit Erdgasheizung bei einer täglichen Duschzeit von 6 Minuten jedes Jahr rund 790 Kilogramm CO2 und 560 Euro sparen.

☻Elektronische Thermostate nutzen. So können Verbraucher in  Häusern mit Zentralheizung ihre Heizzeiten programmieren – und 15 Prozent Heizenergie sparen.

 

Für Hauseigentümer

☻Heizungsrohre isolieren. In einem 150 m² großen Einfamilienhaus werden so pro Jahr durchschnittlich 625 Kilogramm CO2 vermieden und 200 Euro gespart.

☻Einen hydraulischen Abgleich machen lassen. Der jährliche Spareffekt in einem 150 m² Einfamilienhaus mit Erdgasheizung: etwa 335 Kilogramm CO2 und 120 Euro.

☻Alte Heizungspumpe tauschen. Der Umstieg auf eine hocheffiziente Pumpe vermeidet rund 200 Kilogramm CO2 pro Jahr und spart rund 100 Euro.

Was bedeutet das grüne Leuchten über der Sonne?

Sogenannte „Grüne Blitze“ sind zwar selten, kommen aber auch in unseren Breitengraden vor.

Foto: Brocken Inaglory/CC2.0

Foto: Brocken Inaglory/CC2.0

Schon einmal ein grünes Schimmern über der untergehenden Sonne gesehen? Aufgrund der Luftverschmutzung in Ballungsgebieten ist der sogenannte „Grüne Blitz“ heute seltener zu sehen. Aber auf dem offenen Meer, im Gebirge oder auch mitteleuropäischen Landschaften abseits von großen Städten kann man Glück haben. Bei dem Phänomen erscheint das letzte sichtbare Stück der Sonne für wenige Sekunden in strahlendem Grün.

Keine Magie, sondern reine Physik

Die „Erscheinung“ ist allerdings nicht paranormal und auch keine Magie. Der „Grüne Strahl“, wie das kurze Aufflackern auch genannt wird, hat eine rein physikalische Ursache, wie Josef Lukas, Meteorologe der Wetter-App Morecast, erklärt: „Das weiße Licht der Sonne wird in der Erdatmosphäre gebrochen. Es teilt sich – ähnlich wie beim Regenbogen, je nach Wellenlänge in verschiedene Farben, die sogenannten Spektralfarben. Beim Sonnenuntergang verschwindet zunächst das rote und gelbe Licht. Blaues und grünes Licht bleibt übrig, da es stärker gebrochen wird.“ Da das blaue Licht jedoch meist zu schwach ist, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, bleiben die kurzwelligen, grünen Lichtstrahlen übrig. „Sie leuchten dann etwa eine Sekunde lang hell auf, bevor das Sonnenlicht vollständig hinter dem Horizont verschwindet“, so Lukas.

Berichten zufolge ist das Phänomen am häufigsten über dem Meer zu sehen, dort übrigens auch beim Sonnenaufgang. Also beim nächsten Ausflug an die Küste darauf achten.

Das Foto wurde unter Creative Commons 2.0 Lizenz veröffentlicht.

Der Landwirtschaft fehlt typischer Landregen

Die Böden brauchen sanften und dauerhaften Regen, keine Extremwetterereignisse.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

„Landregen werden leider seltener werden“, warnte ARD-Wettermann Sven Plöger bei einer Veranstaltung vor Landwirten in Niedersachsen. „Wenn mich etwas aufregt, sind es die Wetterberichte im Radio.“, zitiert die „Hannoversche Allgemeine“ (HAZ) den Meteorologen. Ihn stört, dass dort der Eindruck erweckt werde, dass nur Sonne gutes Wetter bedeute. „Aber wir brauchen Regen“.

Mit „Landregen“ meint Plöger den sanften und dauerhaften Regen, den die Landwirtschaft braucht und der für Mitteleuropa immer typisch war. Verstärken werden sich laut Plöger abwechselnde lang andauernde Hitze- und Nässeperioden. Extreme, die der Boden nicht gebrauchen kann. Auch an Spätfrost und vermehrte Hagelereignisse wird man sich gewöhnen müssen. „Kalte Winter wird es aber weiterhin geben“, zitiert die HAZ den Wetterexperten weiter.

Plöger sprach in seinem Vortrag auch die Ursachen des Klimawandels an. Diese sieht er vor allem in der Energie aus fossilen Brennstoffen. „Das ist die Quelle, die uns Schwierigkeiten macht.“, so der TV-Meteorologe. Da der Energiebedarf und -verbrauch in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird, sei es unabdingbar, die Energieproduktion und die Emission zu entkoppeln. „In 20 Jahren müssen wir das Ziel erreicht haben.“, warnte Plöger.

Keine Abwehr, aber Sicherheit

Wetterereignisse werden immer unberechenbarer. Dementsprechend unvorhersehbar sind auch Schäden, die durch Starkregen, Frost oder Trockenheit die Existenz von Landwirten bedrohen können. Lösungen, die Entwicklung aufzuhalten, gibt es derzeit noch nicht, aber die Möglichkeit sich abzusichern. Die Chemnitzer VersicherungsMakler AG kümmert sich mit ihrer Wetterversicherung um die finanzielle Absicherung. Die Wetterversicherung ist genau auf die Bedürfnisse von landwirtschaftlichen Betrieben jeder Größe zugeschnitten. Alle Infos: www.die-wetterversicherung.de.

Wetter oft gar nicht Schuld an Schmerzen

Australische Wissenschaftler sind in einer Studie der Auffassung, dass „Wetterfühligkeit“ überbewertet wird.

Foto: ABDA 2001 (Symbobild)

Foto: ABDA 2001 (Symbobild)

Kopf-, Rücken- oder Gelenkschmerzen werden oft dem Wetter zugeschrieben – man „spürt das Wetter“. Doch laut einer neuen Studie des australischen „The George Institute for Global Health“ werden Schmerzen oft zu Unrecht dem Wetter zugeschrieben. Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf seiner Website aponet.de schreibt, spiele nach Auffassung der Wissenschaftler das Wetter weder für Rückenschmerzen noch für Gelenkschmerzen eine Rolle.

Im Rahmen des Forschungsprojektes haben die Autoren der Studie Wetterdaten mit Angaben von 1.000 Personen mit Rückenschmerzen und 350 Patienten mit Kniearthrose verglichen. Sie fanden keinen Zusammenhang zwischen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Windrichtung oder Niederschlag und dem Auftreten von Rücken- oder Kniegelenkschmerzen. Zwar habe eine höhere Temperatur die Wahrscheinlichkeit für Rückenschmerzen geringfügig erhöht, dies sei jedoch nicht klinisch relevant gewesen, zitiert aponet.de die Forscher.

 

Erweiterte Schneeräumpflicht für Betriebe

Der Inhaber ist für die Sicherheit auf dem Betriebsgelände verantwortlich.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Die Uhrzeiten, in denen Privatpersonen die Gehsteige vor ihren Häusern von Schnee und Eis befreien müssen, regeln die Kommunen. Das ist werktags meist von 7 bis 20 Uhr, am Wochenende ab 9 Uhr. Bei Unternehmen kommt noch eine Regelung hinzu: Betriebe müssen sich auch nach dem Besucher und Lieferverkehr sowie nach den Arbeitszeiten der Mitarbeiter richten.

„Das schließt den Parkplatz der Firma sowie den Weg von dort zum Arbeitsplatz ein“, erklärt Werner Lüth, Experte für Arbeitssicherheit bei TÜV Rheinland. Um Stürze und Verletzungen zu vermeiden, sollten auch alle Zugangswege gut beleuchtet sein. Lose Bodenplatten und andere Stolperfallen gilt es – nicht nur im Winter – schnellstmöglich zu reparieren.

Besonders große Rutschgefahr besteht auf Rampen und an Treppen. Wurden hier nicht ohnehin schon Bodenbeläge mit geeigneter Rutschhemmung verbaut, sind Anti-Rutsch-Streifen eine gute Sofortlösung. Sie besitzen eine schmirgelpapierartige Oberfläche und können dank selbstklebender Rückseite leicht angebracht werden. In Sachen Streugut untersagen einige Gemeinden den Gebrauch von Streusalz. Mögliche Alternativen sind Sand, Granulat oder Splitt. Diese müssen jedoch nach dem Abtauen von Eis und Schnee zusammengefegt und entsorgt werden.

Da ein Betrieb auf dem Gelände die allgemeinen Verkehrssicherungs-Pflichten erfüllen muss, kann der Unternehmer für Unfälle aufgrund mangelnder Sicherheit haftbar gemacht werden.

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