Sogenannte „Grüne Blitze“ sind zwar selten, kommen aber auch in unseren Breitengraden vor.

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Schon einmal ein grünes Schimmern über der untergehenden Sonne gesehen? Aufgrund der Luftverschmutzung in Ballungsgebieten ist der sogenannte „Grüne Blitz“ heute seltener zu sehen. Aber auf dem offenen Meer, im Gebirge oder auch mitteleuropäischen Landschaften abseits von großen Städten kann man Glück haben. Bei dem Phänomen erscheint das letzte sichtbare Stück der Sonne für wenige Sekunden in strahlendem Grün.
Keine Magie, sondern reine Physik
Die „Erscheinung“ ist allerdings nicht paranormal und auch keine Magie. Der „Grüne Strahl“, wie das kurze Aufflackern auch genannt wird, hat eine rein physikalische Ursache, wie Josef Lukas, Meteorologe der Wetter-App Morecast, erklärt: „Das weiße Licht der Sonne wird in der Erdatmosphäre gebrochen. Es teilt sich – ähnlich wie beim Regenbogen, je nach Wellenlänge in verschiedene Farben, die sogenannten Spektralfarben. Beim Sonnenuntergang verschwindet zunächst das rote und gelbe Licht. Blaues und grünes Licht bleibt übrig, da es stärker gebrochen wird.“ Da das blaue Licht jedoch meist zu schwach ist, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, bleiben die kurzwelligen, grünen Lichtstrahlen übrig. „Sie leuchten dann etwa eine Sekunde lang hell auf, bevor das Sonnenlicht vollständig hinter dem Horizont verschwindet“, so Lukas.
Berichten zufolge ist das Phänomen am häufigsten über dem Meer zu sehen, dort übrigens auch beim Sonnenaufgang. Also beim nächsten Ausflug an die Küste darauf achten.
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