Studie: Baumringe verraten dramatische Klimaentwicklung

Eine neue Studie belegt, dass die Wärmekurve in Europa seit ein paar Jahren außergewöhnlich ansteigt.

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Foto: Mclau19/pixabay.com (Symbolbild)

Die Trockenheit der vergangenen Sommer war in Europa schlimmer als je zuvor in den letzten 2.100 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die ein internationales Forschungsteam erstellt hat. Unter anderem waren Wissenschaftler der Universität Mainz beteiligt.

Baumringe geben Hinweise auf klimatische Entwicklung

Das Ergebnis basiert auf dem chemischen Fingerabdruck europäischer Eichen. Die Wissenschaftler nutzten ein spezifisches Verfahren zur Analyse von Baumringen. Der erstellte Datensatz bildet die hydroklimatischen Bedingungen in Mitteleuropa von der Römerzeit bis zur Gegenwart ab.

Studie zeigt dramatische Veränderung innerhalb kurzer Zeit

Demnach bestand ein langfristiger Trend zur Trockenheit, aber seit 2015 hat sich die Dürresituation plötzlich verschärft – weit heftiger als in den 2.000 Jahren zuvor. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Abweichung das Ergebnis des vom Menschen verursachten Klimawandels ist. Dieser habe letztendlich den Jetstream in der Atmosphäre verändert, so die Wissenschaftler. 

Die Daten der Forscher reichen bis 2018. Dass sich die besorgniserregende Entwicklung fortsetzt, kann auch an der jüngsten Meldung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) abgeleitet werden: 2020 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881.

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