Klimawandel: Erde speichert mehr Wärme als gedacht

Laut einer aktuellen Studie zum Klimawandel hat die Erde in den vergangenen 15 Jahren mehr Wärme gespeichert als zuvor.

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Foto: PIRO4D/pixabay.com (Symbolbild)

Die Erde hat in den vergangenen 15 Jahren deutlich mehr Wärme absorbiert. Das schreiben laut Deutschlandfunk (DLF) Wissenschaftler der US-amerikanischen Klimabehörde NOAA und der Raumfahrtbehörde NASA in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters. Laut der Forscher ist das nur teilweise auf den Klimawandel zurückzuführen.

Weniger Meereis und Wolken

Der Studie zufolge hat sich zwischen 2005 und 2019 das sogenannte Energieungleichgewicht der Erde fast verdoppelt. Laut DLF gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Entwicklung auf eine Zunahme der absorbierten Sonnenstrahlung zurückzuführen ist. Der Grund: Verringerte Reflexion durch Wolken und Meereis. Gleichzeitig habe die langwellige Strahlung von der Erde ins All unter anderem durch mehr Treibhausgase in der Atmosphäre abgenommen, schreibt dlf.de.

Menschengemachter Klimawandel und natürliche Entwicklung

Das verstärkte Energieungleichgewicht sei vermutlich auf eine Mischung aus menschlichen Faktoren und internen Veränderungen der Erde zurückzuführen, so Studienleiter Norman Loeb. Zusammen verursachten sie eine beispiellose Zunahme des Energieungleichgewichts. In Bezug auf den langfristigen Klimawandel sieht der NASA-Wissenschaftler allerdings nur eine Momentaufnahme. Es sei nicht möglich, mit Sicherheit vorherzusagen, wie der Energiehaushalt der Erde in den kommenden Jahrzehnten aussehen werde, zitiert der DLF den Forscher.

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