Neue Analyse: So wirkt sich die Erderwärmung auf Deutschland aus

In der Analyse der Bundesregierung haben Experten erstmals untersucht, wie sich die Erderwärmung sektorübergreifend auswirkt.

erderwärmung
Foto: Felix Mittermeier/pixabay.com (Symbolbild)

Das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesumweltministerium (BMEL) haben eine neue Analyse zu den Auswirkungen der Erderwärmung auf Deutschland vorgelegt. Die „Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA)“ zeigt auf, dass sich der Klimawandel wie bei einem Dominoeffekt auf bereits heute stark belastete Ökosysteme wie Böden, Wälder und Gewässer bis hin zum Menschen und seiner Gesundheit auswirkt.

Temperaturanstieg in Deutschland überdurchschnittlich

Die KWRA zeigt die Risiken verschiedener Klimaszenarien in der Mitte und zum Ende des Jahrhunderts. Erstmalig wurde dabei analysiert, wie die Risiken in einzelnen Sektoren zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. „Zum Ende des Jahrhunderts könnten einige Risiken in Deutschland so stark ansteigen, dass sie nur durch tiefgreifende Vorsorgemaßnahmen reduziert werden können. Wir müssen jetzt handeln“, so UBA-Präsident Dirk Messner. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist die durchschnittliche Jahrestemperatur in Deutschland seit 1881 bereits um 1,6 Grad gestiegen – stärker als weltweit. Bis 2100 erwarten die Experten einen Anstieg um 3,9 bis 5,5 Grad.

Erderwärmung nimmt Einfluss auf viele Bereiche

In der Studie wurden über 100 Wirkungen des Klimawandels und deren Wechselwirkungen untersucht und bei rund 30 davon sehr dringender Handlungsbedarf festgestellt. Dazu gehören nicht nur tödliche Hitzebelastungen. Wassermangel im Boden und häufigere Niedrigwasser werden schwerwiegende Folgen für alle Ökosysteme, die Land- und Forstwirtschaft sowie den Warentransport haben. Die Experten warnen auch von einem Artenwandel, einschließlich der Ausbreitung von Krankheitsüberträgern und Schädlingen.

Die „Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA)“ kann auf der Internetseite des Umweltbundesamts abgerufen werden.  

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