Kategorie: Lasst uns übers Wetter reden!

Diese Temperatur ist für die Menschen am angenehmsten

Zu warm oder zu kalt? Eine Umfrage hat ergeben, welche Temperatur offenbar die richtige ist.

Die heißen Tage sind mit Anfang September nun vorbei, vielerorts hat bereits der Herbstnebel Einzug gehalten – nach dem diesjährigen Sommer der Rekorde für viele eine Wohltat. Am 5. Juli wurde im bayerischen Kitzingen mit 40,3 Grad Celsius die höchste Temperatur in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen.

Viele Menschen lieben eine tropische Umgebung in den heimischen Gefilden, doch den meisten ist das eindeutig zu heiß, denn eine repräsentative Umfrage über den Dienst YouGov hat ergeben, dass sich die Deutschen bei genau 22,7 Grad Celsius am wohlsten fühlen. Die Befragung zeigt auch, dass es den Menschen ab 30 Grad eindeutig zu warm ist. Bei diesem Empfinden gibt es keine Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Anders sieht es bei der Kälteempfindlichkeit aus. Während die 18- bis 24 Jährigen es bei unter 5 Grad Celsius zu kalt finden und die 25- bis 34-Jährigen schon bei 6 Grad, liegt der Wert bei den Über-55-Jährigen bei lediglich 1 Grad Celsius.

Unterschiede gibt es auch zu anderen Ländern in unseren Breitengraden. In Großbritannien wurde die selbe Umfrage durchgeführt. Die Briten empfinden 21 Grad als angenehm. Zu warm ist es ihnen bereits ab 28 Grad Celsius.

77 Prozent der Deutschen freuen sich übrigens über regelmäßige Regengüsse im Sommer, 84 Prozent der Befragten empfinden plötzliche Wetterumschwünge als unangenehm.

Illustration: pixabay

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Dann bleiben deutsche Urlauber lieber im eigenen Land

Fernreisen sind nach wie vor hoch im Kurs. Doch aus einem Grund machen die Menschen lieber Urlaub im eigenen Land.

Bei schlechtem Wetter suchen Urlaubsreife im Internet nach Reisen in südliche Länder und buchen diese auch. Das hat eine Analyse von meteolyx im Auftrag des Reiseveranstalters Thomas Cook am Beispiel Mallorca ergeben. Bei schlechtem Wetter steigt demnach das Fernweh. Die Studie, die von 2012 bis 2014 in Zusammenarbeit mit Google durchgeführt worden war, zeigt, dass das Fernweh schwindet, wenn es in Deutschland warm ist. Dann werden mehr Urlaube im eigenen Land gebucht.

Das Ergebnis können die Strategen der deutschen Tourismusregionen nutzen, indem sie bei der Planung der Werbung im Internet die Wettervorschau miteinbeziehen. Ist für die folgenden Wochen in bestimmten Gebieten Sonnenschein angesagt, ist es ratsam, das Werbebudget etwa für Facebook- oder Google AdWords-Kampagnen im entsprechenden Zeitraum auf die jeweiligen Regionen zu lokalisieren.

Der warme Herbst 2014, der zweitmildeste seit Beginn der Aufzeichnungen, und der milde Jahresbeginn können deshalb durchaus als Grund für den diesjährigen Erfolg der landwirtschaftlichen Urlaubsbetriebe gesehen werden. „Fast ausgebucht“ meldete der Deutsche Bauernverband (DBV).

 

Foto: Deutsches Weininstitut, Mainz

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BMEL warnt vor jahrelanger Hitzewelle

Foto: Pixabay

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Laut einer Studie, die das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) in Auftrag gegeben hatte, wird es die nächsten Jahre heiß, sehr heiß.

Die Hitzeperioden, die wir diesen Sommer erleben, sind offenbar kein einmaliges Erlebnis. Im Gegenteil, man wird sich daran gewöhnen müssen. Denn eine Studie unter Federführung des bundeseigenen Thünen-Instituts, zeigt dass die nächsten Jahrzehnte mit häufigen Extremwetterlagen gerechnet werden muss. Die Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut und dem Deutschen Wetterdienst durchgeführt wurde, beruht auf der Auswertung von Wetterstationsdaten der letzten fünf Jahrzehnte sowie Klimamodellen, die Wetterveränderungen bis zum Jahr 2098 abbilden.

„Der Umgang mit den extremen Wetterlagen wird eine Herausforderung sein. Dank der Studie können wir besser einschätzen, was auf uns zukommt und so die richtigen Anpassungen vornehmen“, so Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Hitze und Trockenheit wirken sich insbesondere auf den Ertrag in der Pflanzenproduktion wie zum Beispiel Weizen und Futterpflanzen aus. Auch im Wald drohen Dürreschäden.

So können Landwirte vorbeugen
Landwirte haben vielfältige Möglichkeiten, sich an die veränderten Wetterlagen anzupassen und gegen Hitze und Trockenheit zu schützen. Auf vielen Betrieben ist ein entsprechendes Risikomanagement bereits heute Standard. Die Auswahl geeigneter Sorten und Anbaumaßnahmen können Ertragseinbußen reduzieren. Ein vielseitiger Feldbau, der das Risiko auf mehrere Kulturpflanzen verteilt, ist weniger anfällig gegenüber Extremwetterlagen. Darüber hinaus beteiligen sich Versicherungen und in besonders schweren Fällen der Staat am Risikomanagement. „Trotz aller Anpassungsmöglichkeiten bleibt es das wichtigste Ziel der Bundesregierung, den Klimawandel und dessen Folgen insgesamt zu begrenzen“, betont Landwirtschaftsminister Schmidt.

Landwirte mit eigener Wetterstation
Das landwirtschaftliche Handelsportal gruuna.com hat die Wichtigkeit einer exakten Wetterprognose erkannt und eine „Wetterstation für den Landwirt“ entwickelt – inklusive Rundumservice. „Warum sollte ein landwirtschaftlicher Betrieb auf die Daten einer Wetterstation zurückgreifen, die 50 km weiter weg steht, wenn dieser sich eine eigene Messstation auf das Grundstück stellen und per Browser oder Handy-App abfragen kann?“, erklärt Benjamin Schwabe von gruuna.com die Motivation des Chemnitzer Unternehmens.

Mithilfe der Station können alle wichtigen Daten, wie natürlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit, abgerufen werden. Aber etwa auch Taupunkt und UV-Intensität gehören zu den Features. Wer vorhat, die Station abseits des Betriebes auf dem Feld zu installieren, muss nichteinmal Angst vor Langfingern haben, denn sie ist mit einer künstlichen DNA versehen. Sowohl Soft- als auch Hardware sind Entwicklungen aus dem Hause gruuna. Die Stationen werden auch individuell in Chemnitz zusammengebaut.

Der Endbericht der BMEL-Studie sowie weitere Informationen zum Forschungsprojekt können auf der Projekt-Website abgerufen werden.

In diesen Bundesländern regnete es 2014 am meisten

Foto: pixabay.com

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Baden-Württemberg ist Spitzenreiter, wenn es um die Niederschlagsmenge geht. Berlin sitzt (fast) im Trockenen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Regenmengen 2014 in den einzelnen Bundesländern veröffentlicht. Demnach wird das nasse Ranking von Baden-Württemberg mit 898 Liter/m², die im Vorjahr auf das Bundesland gefallen sind, angeführt, gefolgt vom Saarland mit 878 Liter/m² (siehe Infografik).

Unruhiges Jahr
Dem GDV zufolge zahlten die Sachversicherer 2014 etwa zwei Milliarden Euro für Schäden durch Stürme, Starkregen und Hagel. Schuld an der hohen Summe sind unter anderem der Orkan Ela im Juni des Vorjahres, der mit rund 400 Millionen Euro Schaden der zweitteuerste Sommersturm der vergangenen 15 Jahre war, und der Starkregen in der Region um Münster Ende Juli. 2014 zähle zu den fünf folgenschwersten Sturm- und Hageljahren seit 1998, so der GDV.

Absicherung gegen Ernte-Verluste durch Regen
Laut Klimaexperten werden wir uns an häufig wechselnde Wettersituationen gewöhnen müssen. Das Chemnitzer Versicherungsunternehmen gvf VersicherungsMakler AG ist auf die unbeständige Wetterentwicklung eingegangen und hat ein spezielles Produkt auch gegen Regenüberschuss ins Leben gerufen. Die Versicherungsexperten analysieren dazu betriebsspezifisch die Ernteergebnisse der jeweiligen Feldfrüchte aus mehreren Jahren und die langjährige Wetterentwicklung mit Daten der nächstgelegenen Wetterstation. Dadurch können sie sehr genau die individuellen Risiken im Zusammenhang mit Wetterereignissen ermitteln und einen maßgeschneiderten Schutz anbieten.

Informationen: www.die-wetterversicherung.de

Die Wetterversicherung auf Facebook

Niederschlag in Deutschland: In diesen Bundesländern regnet es am häufigsten. Baden-Württemberg ist das niederschlagreichste Bundesland.

Niederschlag in Deutschland: In diesen Bundesländern regnet es am häufigsten. Baden-Württemberg ist das niederschlagreichste Bundesland.

Forscher entdecken wahren Grund für Starkregen

Unser Regen entsteht fast immer aus Eis – auch im Sommer.

Meteorologen der Uni Leipzig haben herausgefunden, dass sich in den Wolken über Land in große Mengen Eis befindet und dieses für die heftigen Regenereignisse verantwortlich ist. Diesem Phänomen schreiben die Wissenschaftler die Tatsache zu, dass es über kontinentalem Gebiet zwar weniger, aber dafür stärker regnet als über dem Meer. 99 Prozent der Regenschauer soll aus diesen kalten Wolken kommen.

Verursacher des Ganzen ist offenbar der Mensch selbst. Möglicher Grund dafür seien wiederum die Emissionen aus Verkehr und Industrie, durch die die Luft über dem Land zum Teil hundert- bis zweihundertmal mehr Schwebepartikel enthalte, so die Meterologen. „Dadurch können sich hier deutlich mehr Eiswolken bilden als auf offener See – möglicherweise mit steigender Tendenz“, erklärt Dr. Johannes Mülmenstädt, Leitautor der Studie.

Wenn, wie über dem Meer, die Partikel aus den Emissionen fehlen, kondensiert das Wasser an nur wenigen Sammelstellen, sodass die Tropfen schwer werden und ausregnen, häufig als Nieselregen. Stehen jedoch viele Schwebeteilchen zur Kondensation zur Verfügung, bilden sich mehr und dafür kleinere Tropfen, die weiter in größere Höhen aufsteigen können und zu Eiskristallen gefrieren. Weil sich eine Eiswolke langsamer bildet, regnet es aus ihr zwar seltener, dafür aber dann umso stärker.

Die Forscher hoffen, anhand der Studie, die sie im renommierten Fachjournal „Geophysical Research Letters“ veröffentlichten, die bisherigen Wetter- und Klimaprognosen verbessern zu können.
Im Saarland, an der Grenze zu Frankreich, haben es solche Eiskristalle diesen Juli sogar bis auf den Boden geschafft. Autofahrer berichteten von tennisballgroßen „Schneebällen“, die plötzlich auf die Windschutzscheibe donnerten. „Zuerst glaubte ich, es hagelt, dann sind die Bälle aber auf dem Glas zerborsten – es war Schnee.“, berichtete ein LKW-Fahrer.

Foto: pixabay.com

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Regen verhindert derzeit Getreideernte

Foto: KWS

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Der Trockenheit folgt Regen, vielerorts steht die Ernte still.

Nach dem regional frühen Start mit der Wintergerste muss die Getreideernte seit dem vergangenen Sonntag in vielen Regionen wegen Niederschlägen unterbrochen werden. Die zum Wochenende vorhergesagten besseren Erntebedingungen lassen hoffen, die Gerstenernte bald fortsetzen zu können. Das hat eine Umfrage des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unter den 18 Landesbauernverbänden ergeben. Die Zwangspause führte teilweise dazu, dass die Ähren erntereifer Gersten abknickten.

Die im 1. Erntebericht des Verbandes veröffentlichten Zahlen prognostizieren ein durchwachsenes Ergebnis. Wintergerste, die in diesem Jahr mit einem Zuwachs von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,27 Millionen Hektar angebaut wird, konnte zwar in vielen Regionen trotz der wetterbedingten Pausen bereits zur Hälfte, in manchen Gegenden sogar bereits vollständig, gedroschen werden, den diesjährigen Hektarertrag schätzt der DBV aber nur auf 6,8 Tonnen. Das würde ein Minus von einer Tonne pro Hektar bedeuten. Die Gesamterntemenge an Wintergerste prognostiziert der Verband auf 8,6 Millionen Tonnen, womit das Vorjahresergebnis in Höhe von 9,5 Millionen Tonnen um neun Prozent verfehlt werden würde.

Der Grund für den trotz der Niederschläge frühen Zeitplans ist die Trockenheit der vergangenen Wochen. Gerade in der Mitte Deutschlands wurden Bestände aufgrund von Wassermangel notreif. In Norddeutschland hingegen begann die Ernte erst vergangenes Wochenende.

Absicherung gegen Verluste durch Regen
Laut Klimaexperten werden wir uns an häufig wechselnde Wettersituationen gewöhnen müssen. Das Chemnitzer Versicherungsunternehmen gvf VersicherungsMakler AG ist auf die unbeständige Wetterentwicklung eingegangen und hat ein spezielles Produkt gegen Regenüberschuss ins Leben gerufen. Die Versicherungsexperten analysieren dazu betriebsspezifisch die Ernteergebnisse der jeweiligen Feldfrüchte aus mehreren Jahren und die langjährige Wetterentwicklung mit Daten der nächstgelegenen Wetterstation. Dadurch können sie sehr genau die individuellen Risiken im Zusammenhang mit Wetterereignissen ermitteln und einen maßgeschneiderten Schutz anbieten. Informationen: www.die-wetterversicherung.de.
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Mit der Hitze kommt der Regen

Wissenschaftler warnen vor einer extremen Zunahme von Starkregen.

Forscher des Potsdam-Instituts für Klimaforschung sehen einen klaren Aufwärtstrend in der Häufigkeit von Starkregenereignissen. Als Grund für dieses Phänomen sehen sie die Klimaerwärmung.

Das Team um Leit-Autor Jascha Lehmann stützt sich bei Studie auf die Analyse von weltweiten Regendaten aus den Jahren 1901 bis 2010. Die Forscher haben dazu eine Kurve erstellt, die zeigt, dass im Zeitraum seit 1980 die Regenhäufigkeit um durchschnittlich 12 Prozent im Vergleich mit der Zeit ohne Klimawandel gestiegen ist, in den vergangenen Jahren sogar um durchschnittlich 26 Prozent.

Warme Luft nimmt mehr Wasser auf
Eine statistische Analyse könne keine direkte physikalische Ursache-Wirkung-Beziehung liefern, so die Forscher. Deshalb haben die sie ihre Ergebnisse mit dem bereits vorhandenen Wissen verglichen, wieviel mehr an Wasser eine wärmere Atmosphäre speichern kann. Das Mehr an Feuchtigkeit in der Luft wird dann als Regen freigesetzt. Die Forscher zeigen, dass die beobachtete Zunahme von nie dagewesenem Starkregen tatsächlich zu dem passt, was man durch den Einfluss der globalen Erwärmung rein thermodynamisch erwarten würde.

„Das bedeutet: Einer von zehn Rekord-Regen in den vergangenen dreißig Jahren ist nur durch den Einfluss der langfristigen Klima-Erwärmung zu erklären“, sagt Koautor Dim Coumou. „Und im letzten untersuchten Jahr, 2010, ist es sogar einer von vier Rekord-Regenfällen.“

Absicherung gegen Regenüberschuss
Häufiger Starkregen kann gerade für die Landwirtschaft fatal sein. Das Chemnitzer Versicherungsunternehmen gvf VersicherungsMakler AG ist deshalb auf die unbeständige Wetterentwicklung eingegangen. Die Versicherungsexperten analysieren dazu betriebsspezifisch die Ernteergebnisse der jeweiligen Feldfrüchte aus mehreren Jahren und die langjährige Wetterentwicklung mit Daten der nächstgelegenen Wetterstation. Dadurch können sie sehr genau die individuellen Risiken im Zusammenhang mit Wetterereignissen ermitteln und einen maßgeschneiderten Schutz anbieten.

Foto: pixabay.com

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Kein optimaler Frühling für Pflanzen

Während der Sommer mit tropischen Temperaturen Einzug hält, zieht der Deutsche Wetterdienst (DWD) Bilanz über den vergangenen Frühling. Für viele Pflanzen war es zu trocken und nachts zu frostig.

Nachdem der frühlingshafte März die landwirtschaftlichen Arbeiten in Schwung gebracht hatte, erforderte vielerorts der zu trockene April die ersten Beregnungsmaßnahmen. Die Trockenheit setzte sich im Mai fort. Zusammen mit auftretendem Bodenfrost war die Entwicklung der Pflanzen etwas verspätet.

Während im Norden und Süden der Bundesrepublik die trockenen Perioden immer wieder durch Regenschauer unterbrochen wurden, litt vor allem Mitteldeutschland unter fehlender Nässe. Auch die Waldbrandgefahr stieg in den betroffenen Bundesländern.

In den Regionen mit Regen hatten zwar die Pflanzen weniger Probleme mit dem Wachstum, allerdings wurden durch die Feuchte Pilzinfektionen begünstigt. Pflanzenschutz war dort ein großes Thema.

Bis Ende Mai liefen dann Mais und Kartoffeln auf. Die Kartoffelbestände waren zum Monatsende einigerorts geschlossen. Die Wintergerste ging Anfang des Monats und der Winterweizen zum Ende des Monats in die Phase des Ährenschiebens über.

Foto: blickpixel/pixabay.com

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Kälte gefährlicher als Wärme

Foto: pixabay.com

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Dass man eher stirbt, wenn es kalt ist, wollen jetzt Wissenschaftler des Hygiene- und Tropeninstitutes London bestätigt haben.

Grundlage für die Studie seien 74 Millionen untersuchte Todesfälle aus den Jahren 1985 bis 2012 aus 13 Staaten rund um den Globus gewesen, wie n.tv auf seiner Website unter Berufung auf die dpa schreibt.

Zwar konnten die Wissenschaftler nur 7,41 Prozent der untersuchten Fälle einer wetterbedingten Todesursache zuordnen, doch 7,29 Prozent der Menschen sind bei kälteren Temperaturen gestorben und nur 0,42 bei wärmeren. Ist es zu warm, seien zwar Herz und Kreislauf belastet, wenn es zu kalt ist, komme es aber zu Problemen mit den Atemwegen und die Immunabwehr werde schwächer, so die Autoren der Studie, die in der Medizin-Zeitschrift „The Lancet“ erschien.

Es war schon vorher bekannt, dass extreme Kälte und sehr hohe Hitze für den Körper belastend sind. Aufhorchen lässt die groß angelegte Untersuchung aber durch die Tatsache, dass bei den in der Studie erfassten Menschen der Tod offenbar bei gemäßigten Verhältnissen eingetreten ist, entweder an mäßig heißen Tagen oder an etwas zu kalten Tagen. In Madrid beispielsweise sind die meisten Menschen bei 8 Grad gestorben. Den zweithöchsten Ausschlag hat die Kurve bei 25 Grad. Bei extremeren Temperaturen um die Null und über 30 Grad flacht die Kurve stark ab.

Die Forscher warnen vor der schleichenden Zunahme von raschen Temperaturschwankungen durch den Klimawandel und rufen die Gesundheitssysteme dazu auf, als Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung nicht nur extreme Wetterereignisse im Visier zu haben.

Nach der Veröffentlichung ernteten die britischen Wissenschaftler Kritik von zwei chinesischen Kollegen. Wichtige Faktoren für die Analyse der Todesarten wie Gesundheitszustand, Armut oder Reichtum, aber auch Luftverschmutzung in der jeweiligen Region seien nicht berücksichtigt worden, so die beiden Wissenschaftler.

Wetter beruhigt sich nach heftigen Unwettern

Der schwüle Spätfrühling brachte nicht nur Sonnenstunden für Sommerfans, die Natur zeigte in einigen Teilen der Bundesrepublik auch wieder ihre geballten Kräfte. Der Sommerbeginn soll aber Entspannung bringen.

Der bayerische Wintersportort Oberstdorf ist Anfang der Woche von einer bis zu zehn Meter hohen Schlammlawine regelrecht überrollt worden. 500 Einwohner mussten evakuiert werden, viele Häuser waren einsturzgefährdet. Inzwischen gaben die Einsatzkräfte aber Entwarnung, auch was die weitere Entwicklung des Wetters betrifft. Die meisten Menschen konnten noch am selben Abend wieder in ihre Häuser zurück. Für 20 Bewohner war zunächst unklar, ob sie ihre Gebäude jemals wieder benutzen können, sie mussten die Nacht in Notunterkünften verbringen, sind aber inzwischen auch wieder zurückgekehrt.

Grund für die Katastrophe waren anhaltende Regenfälle. „Man hat zuerst gerechnet, es regnet ein wenig. Aber dann fing das plötzlich an und es war nicht mehr aufzuhalten.“, sagte ein betroffener Anwohner zu RTL. Auch das berühmte Skisprungstadion wurde durch die Schlamm- und Wassermassen verwüstet. Der Gesamtschaden kann noch nicht beziffert werden. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Einen dramatischen Verlauf nahm ein Unwetter in Brandenburg. In Rathenow wurde am Wochende auf dem Gelände der Bundesgartenschau (BUGA) ein Mann während eines Gewitters von einem herabstürzenden Ast erschlagen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft mögliche Vorschäden des Baumes und ob der Veranstalter eine rechtzeitige Räumung des Geländes verabsäumt hatte. Auch im Westen kam es zu heftigen Unwettern. In Nordrhein-Westfalen wurden sechs Menschen bei einem Blitzeinschlag verletzt.

In den meisten Regionen Deutschlands hat sich der Himmel wieder beruhigt. Lediglich im Süden können noch stärkere Regenschauer auftreten.
Aktuelle Warnungen gibt es auf der Webseite der Unwetterwetterzentrale.

Foto: pixabay.com

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