Kategorie: Lasst uns übers Wetter reden!

Das Geheimnis der Loch-Wolken ist gelüftet

Die Loch-Wolken gehören nicht zu den Wolkenarten, sie sind menschengemacht.

Foto: H. Raab/Wikimedia/CC 3.0

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Über Ballungsräumen kommt es immer wieder zu sogenannten Hole-Punch-Clouds, Löcher in Wolken. Diese können zum Beispiel durch den Start von Flugzeugen entstehen. Die Abgase lassen die Regentropfen gefrieren, die daraufhin absinken und Löcher in die Wolken reißen. Doch im Gegensatz zu dem, was Wissenschaftler seit Jahren in Nordindien beobachten, sind die “Flugzeug-Löcher” relativ klein. Selbst die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA bezeichnete 2016 die Wetterphänomene als Rätsel.

Urbane Wärme ist die Ursache

Die NASA-Forscher gingen der Sache nach und kamen zu dem Entschluss, dass in dieser Region Flugzeuge nicht in Frage kommen. Nachdem sie die Wetterkarte auf einen Atlas projiziert hatten, bemerkten sie, dass die Löcher direkt über oder neben Großstädten liegen. Das größte Loch entdeckten Sie über der Riesenstadt Neu-Delhi. Die Vermutung der amerikanischen Wissenschaftler, die Löcher hätten etwas mit den Städten zu tun, bestätigt nun eine Studie.

Die indischen Wissenschaftler Ritesh Gautam vom Indian Institute of Technology Bombay und Manoj Singh von der University of Petroleum and Energy Studies haben nun die Lösung für das Rätsel gefunden. Die Löcher entstehen durch die Wärme, die Städte abgeben. Die Forscher haben dazu Satellitenbilder der betreffenden Region aus der Zeit von 2000 bis 2016 ausgewertet. Sie verglichen die Größe der Wolkenlöcher mit den darunter liegenden Städten – je größer die Stadt desto größer das Wolkenloch. Sie sprechen vom sogenannten Hitzeinseleffekt.

Dichte Bebauung speichert Wärme und gibt diese an ihre Umgebung ab. Fehlende kühlende Vegetation verstärkt die Wirkung. Je dichter besiedelt eine Region ist, desto größer fällt der Temperaturunterschied zur ländlichen Umgebung aus. Da warme Luft keine Feuchtigkeit abgibt, bildet sich über den Städten kein Nebel, nur eben rundherum. Dadurch entstehen die Löcher in den Wolken. Das Phänomen wurde nicht nur in Indien beobachtet, sondern auch in anderen Regionen Asiens, in Amerika und auch in Europa.

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Richtige Fruchtfolge schützt das Klima

Eine neue Ökobilanz-Methode verbessert den CO2-Fußabdruck landwirtschaftlicher Produkte.

fruchtfolge

Foto: pixabay

Die Fruchtfolge wirkt sich als Gründüngung nicht nur auf die Bodenbeschaffenheit aus, sondern auch auf die Klimabilanz von Produkten wie Brot, Milch und Biokraftstoffe aus. Eine neue Methode ermöglicht es der Landwirtschaft, die CO2-Bilanz verschiedener Fruchtfolgen zu vergleichen und damit ihre Bewirtschaftungsweise klimatauglich zu optimieren.

Untersucht und bewertet wurden sowohl die Fruchtfolgen als auch die Ernterückstände wie Stroh. „Erstmals können wir nun produktbezogene CO2-Fußabdrücke landwirtschaftlicher Erzeugnisse berechnen, die in Fruchtfolgesystemen angebaut wurden“, erklärt Dr. Gerhard Brankatschk von der TU Berlin. Der Forscher hat sich im Rahmen seine Dissertation mit den Ökobilanzen von Agrarprodukten auseinandergesetzt.

Ökobilanz sinkt, aber steigt auch

In einer mehrjährigen Studie hat Brankatschk die Klimabilanzen verschiedener Produkte unter Einbezug der Mischkultur beziehungsweise des Nebenprodukts Stroh neu berechnet. Die Ergebnisse wurden mit bisherigen Erkenntnissen verglichen. Betrachtet wurden Brot aus Weizen, Milch von Kühen und Biodiesel aus Raps sowie Bioethanol aus Stroh. Ein Anbau in Fruchtfolgen verbessert die CO2-Bilanzen von Brot, Milch und Biodiesel um elf Prozent, 22 Prozent beziehungsweise 16 Prozent. Stroh, relevant für Nutztierhaltung und Bodenfruchtbarkeit, verschlechtert allerdings die CO2-Bilanz von Biokraftstoffen aus Stroh um 80 Prozent.

Aussagekräftiges Instrument

„Wir empfehlen Anpassungen der bisherigen Bilanzierungspraxis und einzelner gesetzlicher Vorgaben“, erklärt Brankatschk , “darunter die der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der Europäischen Union, die derzeit überarbeitet wird.“ Mit dem international anerkannten Instrument ‘Ökobilanzen‘ steht nun nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch der Politik und der Wirtschaft ein aussagekräftiges und attraktives Instrument zur Nachhaltigkeitsbewertung zur Verfügung. “Unsere Berechnungen berücksichtigen auch die Nährwerte für Nutztiere und beziehen so die beiden anspruchsvollen UN-Nachhaltigkeitsziele Ernährungssicherung und Bekämpfung des Klimawandels mit ein.”, so Brankatschk.

Wie Mais das Klima beeinflusst

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft der USA sorgt in manchen Regionen für ungewöhnliches Klima.

mais

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Klimawandel, Treibhauseffekt: Die ganze Erde erwärmt sich fortschreitend mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Während in der Arktis und der Antarktis die Temperaturen schneller steigen, erwärmen sich die tropischen Regionen langsamer. Doch eine Gegend erwärmt sich gar nicht, die Temperaturen gehen sogar zurück: Im Mittleren Westen und im Nordwesten der USA ist die Durchschnittstemperatur in den vergangenen Jahrzehnten um ein Grad Celsius zurückgegangen, während die Niederschläge um 35 Prozent zugenommen haben.

Maisblätter machen das Wetter in Regionen der USA

Wie das Wissenschaftsportal spektrum.de berichtet, haben Wissenschaflter des Massachusetts Institute of Technology den Grund für dieses Phänomen herausgefunden: Der Strukturwandel in der Landwirtschaft der Region. Während die Gegend traditionell immer von Viehzucht geprägt war, erfuhr der Maisanbau einen erheblichen Aufschwung. Heute werden 400 Prozent mehr angebaut als noch vor 50 Jahren.

Die großen Blätter der Maispflanzen verdunsten sehr viel Wasser. Dieses kondensiert und wird zu Regen. Dieser Vorgang hat gleichzeitig eine kühlende Wirkung. Die Forscher haben festgestellt, dass sich die Region ohne diesen Einfluss ebenfalls erwärmen würde. Im Osten Chinas ist das Phänomen ebenfalls zu beobachten.

Extremwetter: Umfrage unter Landwirten zu Schäden

Mithilfe von betroffenen Betrieben entwickelt das Julius-Kühn-Institut ein Monitoring zu Extremwetterschäden.

ExtremwetterDas Julius Kühn-Institut (JKI) baut zusammen mit sechs Partnern ein Monitoring zum Erfassen von Extremwetterschäden, wie Hagel- oder Sturmschäden, auf. Landwirte werden gebeten, an einer Umfrage zu Schäden teilzunehmen. Ziel ist es, Betriebe künftig besser beraten zu können, womit in ihrer Region tatsächlich zu rechnen ist und was man vorbeugend tun kann. Angesprochen sind Produzenten sämtlicher land-, obst- und gartenbaulicher Freilandkulturen in ganz Deutschland. Neben einer für landwirtschaftliche Betriebe zugeschnittenen Versicherung, einer Sachversicherung oder Gebäudeversicherung spielt das Risikomanagment eine große Rolle.

Werkzeuge für Landwirte und Berater

Das EMRA genannte System soll letztlich eine Sammlung von Werkzeugen werden, welches Landwirte und Berater beim Management von Extremwetterereignissen unterstützt. Zentraler Baustein ist die Sammlung von Meldungen über bereits aufgetretene Schäden durch Wetterextreme in Deutschland.

Das Ausfüllen dauert ungefähr 5 bis 10 Minuten. Alle Daten werden in anonymisierter Form erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse der Umfrage werden nach Abschluss auf dem EMRA-Webportal http://emra.julius-kuehn.de veröffentlicht. Dort sind ab März 2018 auch weitere Hintergrundinformationen zum Projekt verfügbar.

An der Umfrage kann hier teilgenommen werden.

Deshalb bringt der Klimawandel mehr Starkregen

Extremwetterereignisse nehmen zu, die Menschen wünschen sich einen professionellen Umgang mit den Folgen. Weiterlesen

Klimawandel auch für Kälte verantwortlich

Ein Naturphänomen bringt arktische Kälte in andere Regionen.

Klimawandel

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Der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ist es gelungen, eine globale Karte mit den Bodentemperaturen im Vergleich zu vergangenen Jahren zu erstellen. Die Daten vom 26. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 werden dabei mit Aufzeichnungen aus den Vergleichszeiträumen von 2001 bis 2010 verglichen. Die Studie bestätigt, was Experten aus Umweltschutz und Klimaforschung schon längst vermuteten: Die Temperaturen stiegen innerhalb dieser vergleichsweisen kurzen Zeit. Aber nicht nur! Die Karte zeigt auch, dass das Wetter verrückt spielt. Denn der Klimawandel sorgt nicht nur für Erwärmung.

Während Kalifornien um die Jahreswende von heftigen Wald- und Flächenbränden heimgesucht wurde, versank die Ostküste der USA in Schneemassen – zwei Extreme. Das Problem: Genau mit solchen Kälteperioden argumentieren Klimaskeptiker. Doch diese sind genauso das Ergebnis des durch den Treibhausgaseffekt angetriebenen Klimawandels wie die Erderwärmung.

Arktis verlagert die Kälte

Die Wissenschaftlerin Marlene Kretschmer vom Potsdamer Institut für Klimaforschung erklärte in einem Interview mit “The Weather Channel” den Vorgang. “Es gibt Hinweise”, sagte sie, “dass das Eisschmelzen im arktischen Ozean zu den Kältewellen an anderen Orten beiträgt.” Als Grund dafür sieht Kretschmer den Polarwirbel, der normalerweise die kalte Luft über der Arktis einschließt. Sei dieser geschwächt, so die Forscherin, könne die kalte Luft aus der Arktis entweichen und in niedrigeren Breiten zu extremer Kälte führen. Extreme Temperatureinbrüche beschränken sich aber derzeit nur auf die Ostküste Nordamerikas. Global gesehen sei es deutlich wärmer als üblich, so Kretschmer.

Landwirte bräuchten dringend Frost

Der Wettertrend ist derzeit deutlich zu mild. Pflanzenbaubetriebe bräuchten allerdings Frost.

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Landwirte bräuchten dringend Frost. Der Grund: Wenn jetzt der Boden gefriert, können im Frühjahr die Felder mit den Landmaschinen leichter bestellt werden. “Gibt es keinen Frost, muss der Boden stärker bearbeitet werden”, erklärte Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz der Deutschen Presseagentur dpa.

Während im Winter 2016/2017 die Temperaturen flächendeckend weit unter die Nullgradgrenze sanken, gab es Anfang Dezember des vergangenen Jahres nur zwei Frostnächte. Der Frost drang tiefer in den Boden ein. “Das ersparte uns Zeit und Arbeit”, zitierte die “Welt” aus dem dpa-Interview.

Dass Frost den Boden lockert ist physikalisch zu erklären. Da Eis ein größeres Volumen hat als Wasser, werden große Erdklumpen gesprengt. Der Boden wird lockerer, man erspart sich viel Arbeit mit dem Grubber. Auch die Schlammkruste, die sich bei lehmigen Böden bildet, wird durch Frost aufgebrochen.

Blüten brauchen Kältereize

Wenn die Temperaturen so mild bleiben, wird das vor allem Auswirkungen auf das Wintergetreide haben. Denn nur mit Kältereizen kann das Getreide Blüten bilden. “Kältetechnisch befinden wir uns auf der Kante», sagte Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau ebenfalls zur dpa. Er befürchtet, dass alles unterpflügt und neu gesät werden muss, wenn in nächster Zeit kein Frost kommt.

Der Deutsche Wetterdienst macht allerdings wenig Hoffnung. Zumindestens bis Mitte Februar wird es mild bleiben. Lediglich oberhalb von 600 Metern kommt es zu leichtem Dauerfrost. Im Flachland sinken die Temperaturen nachts zwar auf knapp unter Null, tagsüber steigen sie aber in weiten Teilen auf bis zu 7 Grad Celsius.

Diplom-Meteorologe: “Schwere Stürme werden in Europa künftig häufiger auftreten”

Müssen wir uns an schwere Stürme gewöhnen? die-wetterversicherung.de sprach mit einem Diplom-Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes.

Waldschäden nach “Friederike” in NRW. Foto: Jan Preller/Wald und Holz NRW

Waldschäden nach “Friederike” in NRW. Foto: Jan Preller/Wald und Holz NRW

Das Tief “Frederike” hat in Deutschland schwere Sturmschäden verursacht. Nicht nur abgedeckte Häuser, lahmgelegte Bahnstrecken und Schäden in der Land- und Forstwirtschaft: Auch neun Tote wurden gemeldet. Nur wenige Wochen nach dem Orkantief “Burglind” und auf den Tag genau zehn Jahre nach dem vernichtenden Sturmtief “Kyrill” brachte“Friederike” bereits das zweite schwere Unwetter in diesem Jahr nach Deutschland.

Der Landesbetrieb Wald und Forst NRW warnt in einer aktuellen Pressemitteilung davor, Wälder zu betreten. Genügt eine Elementarversicherung oder müssen wir uns tatsächlich grundsätzlich an Wetterereignisse, wie man sie aus vom amerikanischen Kontinent kennt, gewöhnen? die-wetterversicherung.de fragte den Diplom-Meteorologen Thomas Kesseler-Lauterkorn vom Deutschen Wetterdienst (DWD), ob wir uns künftig mit solchen schweren Stürmen auseinandersetzen müssen.

Werden die schweren Stürme und Orkane häufiger oder ist das ein subjektives Empfinden?
Kesseler-Lauterkorn:
Wenn man sich die Langzeitstatistiken ansieht, findet man keinen eindeutigen Trend, dass Winterstürme häufiger auftreten als früher. In den vergangenen 20 bis 30 Jahren gab es immer wieder Häufungen. Das war Anfang der 90er Jahre so und auch nach der Jahrtausendwende. Das Sturmtief “Kyrill” war dann 2007 der Höhepunkt. Danach war es wieder ruhiger.

Befinden wir uns derzeit in so einer Serie?
Kesseler-Lauterkorn:
Ja, das meine ich schon. In den vergangenen Monaten waren die Stürme aktiver als in vielen Jahren zuvor.

Wenn man 50 bis 60 Jahre zurückblickt?
Kesseler-Lauterkorn:
Da hat es bei uns noch nicht so viele schwere Sturmtiefs gegeben.

Wie kommt es zu Anhäufungen von derartigen Sturmereignissen?
Kesseler-Lauterkorn:
Das liegt an der Witterung, an der Großwetterlage, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten eingestellt hat. An den relativ milden Temperaturen merkt man, dass derzeit eine Westwetterlage dominiert. Durch diese ist die Chance größer, dass Sturmtiefs vom Atlantik auf Mitteleuropa übergreifen. Da ist dann schon einmal so ein markantes Sturmtief wie “Friederike” dabei. In anderen Winter hingegen kommen die Luftströmungen aus anderen Richtungen. In solchen Perioden spielt der Atlantik eine geringere Rolle.

Auswirkungen des Klimawandels?
Kesseler-Lauterkorn:
Jein. Während die Temperaturzunahme laut Statistik eindeutig ist, kann man es bei den Stürmen nicht genau sagen. Den neuesten Forschungsergebnissen zufolge gehen wir von einer künftigen Zunahme von schweren Stürmen in West- und Mitteleuropa aus.

Also doch eine Zunahme?
Kesseler-Lauterkorn:
In Zukunft werden die Stürme schon mehr werden. Wir sprechen dabei vom Zeitraum 2020 bis Ende des Jahrhunderts. Bei der Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte ist der Kontext zum Klimawandel noch nicht eindeutig. Die Entwicklung ist meiner Meinung nach etwas mit Vorsicht zu genießen. Aber die Erkenntnisse sagen, dass es möglich ist, dass wir uns in den nächsten Jahrzehnten auf häufigere Sturmereignisse einstellen müssen.

Mehr zum Klimawandel findet man auf der DWD-Internetseite im Nationalen Klimareport des Deutschen Wetterdienstes (PDF).

Diese Schäden verursachte Sturmtief “Burglind”

Im Vergleich zu anderen Extremwetterereignissen aus der jüngeren Vergangenheit war “Burglind” kein Rekordsturm, hinterließ aber trotzdem schwere Schäden.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Gesperrte Bahnstrecken, überflutete Straßen, umgestürzte Bäume, Starkregen, regionsübergreifende Unwetterwarnungen: Zu Jahresbeginn zog das Sturmtief “Burglind” über Europa. In Deutschland waren vor allem der Süden und der Westen betroffen. Im Nordschwarzwald wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h gemessen. Die großen Flüsse, wie Rhein und Donau, traten über die Ufer. In Saarbrücken musste sogar einige Tage lang die Stadtautobahn, die unmittelbar an der Saar verläuft, komplett gesperrt werden. Die Mosel war für Schiffe nicht passierbar. Inzwischen gehen die Pegelstände wieder zurück.

Der Gesamtverband der Deutschen Versichicherungswirtschaft (GDV) schätzt den Gesamtschaden auf “deutlich weniger als eine halbe Milliarde Euro” ein – ein schwerer, aber kein Rekordsturm.

“Kyrill” bislang schwerster Wintersturm

Der verheerendste Wintersturm der vergangenen 20 Jahre ist immer noch “Kyrill”, der im Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über Europa fegte. Das Tiefdruckgebiet entstand – wie “Burglind” auch – über dem Atlantik und hinterließ in Deutschland Schäden von rund 2 Milliarden Euro. Im Ranking der Winterstürme folgen die Tiefs Lothar 1999 mit 800 Millionen Euro und “Jeanett” 2002 mit rund 760 Millionen Euro.

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Ist Biomasse nicht klimaneutral?

Wissenschaftler sind sich in einer Studie sicher, dass Biomasse zur Gewinnung von Bioenergie Auswirkungen auf den Treibhauseffekt hat.

Foto: pixabay

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Wälder und Pflanzen sind wichtig für die Speicherung von Kohlenstoff. Wissenschaftler beschäftigen sich schon länger mit der Auswirkung von Abholzung auf den Klimawandel. Einer neuen Studie im Fachjournal „Nature“ zufolge speichern Pflanzen in Landökosystemen weltweit rund 450 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Die Forscher sind sich aber sicher: Das ist weniger als die Hälfte dessen, was theoretisch möglich wäre. Sie sehen dafür den vermehrten Einsatz von Biomasse, auf den die Klimapolitik setzt, als Ursache.

Wie sich die Abholzung von Wäldern für die Umwandlung in Ackerland auf die Kohlenstoffbilanz der Erde und den Klimaschutz auswirkt, sei relativ gut quantifiziert, so die Forscher. In der Studie haben sie aber erstmals für alle Arten der Landnutzung berechnet, wie sie sich auf die durch Pflanzen gespeicherte Kohlenstoffmenge auswirken.

Biomasse klimapolitisch überschätzt?

„In einer hypothetischen Welt ohne Landnutzung würde die Vegetation rund doppelt so viel Kohlenstoff speichern“, erklärt Dr. Thomas Kastner vom Senckenberg Forschungszentrum, das neben der Universität Klagenfurt, dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie und dem Max-Planck-Instituts für Meteorologie an der Studie beteiligt war.

Der Unterschied zwischen möglicher und tatsächlich gespeicherter Kohlenstoffmenge resultiert laut den Forschern ungefähr zur Hälfte aus der Abholzung der Wälder und anderen Veränderungen der Landbedeckung. Die andere Hälfte ist auf die Effekte der Forstwirtschaft sowie der Beweidung natürlicher Grasländer zurückzuführen, wobei zwei Drittel auf die Forstwirtschaft entfallen.

Die Wissenschaftler: „Zwar ersetzt Biomasse als Rohmaterial und in der Energieversorgung fossile Ressourcen, ihre Nutzung kann aber dazu führen, dass die bewirtschafteten Flächen beträchtliche Mengen an Treibhausgasen emittieren.“ Dafür spreche, dass letzteres vor 1800 – also vor der Industrialisierung mit ihren Emissionen aus Fossilenergie – stattgefunden hat.

Noch nicht ausreichend erforscht

Darüber hinaus sehen die Autoren beim Schutz der Kohlenstoffbestände in der Vegetation noch gravierende Unsicherheiten und Datenlücken. „Wir können derzeit nur in gemäßigten Klimazonen mit ausreichender Sicherheit nachweisen, ob Aufforstung und andere Maßnahmen den Bestand von Biomasse steigern.“, sagt Kastner. In dieser Region seien die erzielbaren Effekte allerdings gering. Die größten Potenziale ortet er in den tropischen Wäldern. Dort sei es bislang schwierig, sicher zu belegen, ob sich der Biomassebestand erhöht. Ein verbessertes Monitoring sei daher nötig, um ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis der Maßnahmen zu erreichen“, so der Wissenschaftler.

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