Heimischer Biodiesel am Ende?

EU-Parlament stimmt gegen Klimaschutz durch europäische Biokraftstoffe.

Foto: kelifamiliy/123rf.com

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Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat gegen die Zukunft der Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse abgestimmt. Diese sollen bis 2030 zur Gänze auslaufen. Zugleich sollen ab 2021 sogenannte iLUC-Faktoren eingeführt werden.

iLUC steht für „Indirect Land Use Change“, also „indirekte Landnutzungsänderung“. Dabei fließen Treibhausgasemissionen aus dem Anbau der Pflanzen in die Klimabilanz der Biokraftstoffe ein. Die Emissionen entstehen aus den landwirtschaftlichen Bearbeitungsschritten, wie Aussaat oder Düngung. Die positive Klimabilanz der Produkte wird so getrübt. 2015 hatten sich das EU-Parlament und der EU-Rat noch gegen diese Berechnungen ausgesprochen. Der Fokus der EU-Parlamentarier liegt jetzt auf Elektromobiliät.

Ausschluss unberechtigt

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hält einen faktischen Ausschluss von Biodiesel und Pflanzenölen infolge eines Malus aus indirekten Landnutzungsänderungen für unberechtigt. Die Forderung des EU-Umweltausschusses, Strom für Elektromobilität fünffach auf das Klimaziel anzurechnen, sei nur virtueller Klimaschutz, so der Bauernverband. Das sei im Sinne eines tatsächlichen Klimaschutzes nicht vertretbar.

Mit Palmöl in einem Topf

Laut der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sind die iLUC-Faktoren an die Palmöl-Problematik und der damit zusammenhängenden Rodungen des Regenwaldes adressiert. Die Union befürchtet aber, dass sie vor allem den europäischen

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