Kategorie: Lasst uns übers Wetter reden!

Hitzewelle: Verband rechnet nicht mit Anstieg der Lebensmittelpreise

Trotz der ungewöhnlich lange anhaltenden Hitzewelle rechnet der Landesbauernverband Niedersachsen nicht damit, dass Lebensmittelpreise steigen werden.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Nicht nur Landwirte schauen besorgt auf das Agrarwetter. Die Hitzewelle hat Deutschland nachwievor im Griff. Experten führen die hohen Temperaturen auf den Klimawandel zurück. Verbraucher fragen sich, ob aufgrund der Ernteverluste die Lebensmittelpreise steigen könnten. Der niedersächsische Landesbauernverband beruhigt: “Allenfalls geringe!”.

Keine Preisanstiege bei tierischen Produkten durch Hitzewelle

Bei Erzeugnissen tierischer Herkunft, wie Fleisch und Milch, wirkten die Marktmechanismen durch Angebot und Nachfrage, begründet der Verband die Prognose. Sie würden allerdings durch länger laufende Kontrakte beispielsweise für Milch, Milchprodukte oder auch Reaktionen der Fleischvermarkter beeinflusst.

Auch die Preise für Backwaren bleiben stabil

Bei Brot, Brötchen und Backwaren schlagen laut Landvolk Pressedienst die Rohstoffkosten für Getreide oder Mehl kaum durch. Der Weizenpreis ist an den Kosten für ein Brötchen mit gerade mal sieben Prozent beteiligt. Die Getreidepreise müssten sich schon verdoppeln, um daraus eine Preiserhöhung für ein Weizenbrötchen um einen Cent abzuleiten, heißt es. Der Preis für ein normales Weizenbrötchen mit durchschnittlich 29 Cent ist bei geringen wie hohen Getreidepreisen auf einem ähnlichen Niveau. Das belegen Daten der Bonner Marktbeobachter AMI. Ein 500-Gramm-Päckchen Roggenmischbrot kostet rund 0,77 Euro, ebenfalls ein langfristig stabiler Preis. Selbst bei größeren Preisausschlägen für Weizen, wie zuletzt 2011 und 2012, bewegt sich der Verbraucherpreis für Brot und Brötchen kaum.

Preisanstieg lediglich bei Salat

„Wir Landwirte wünschen uns durchaus eine höhere Wertschätzung für Lebensmittel, aber geringere Ernten müssen kein Auslöser für höhere Brotpreise sein“, so Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke. Lediglich bei Salaten melden die Marktbeobachter aktuell eine leichte Preissteigerung. Salatpflanzen sind besonders hitzeempfindlich.

Darum gibt es diesen Sommer mehr Wespen

Diesen Sommer sind mehr Wespen unterwegs als gewöhnlich. Wespennester sollte man nicht zerstören, denn die Insekten sind durchaus nützlich.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Nicht nur die warmen bis heißen Temperaturen im Frühling waren der Population für die Wespen zuträglich. Die sogenannte Schafskälte im Juni ist dieses Jahr praktisch ausgefallen. Dieser meteorologische Zeitraum bedeutete in den vergangenen Jahren meist einen Rückschlag für die Wespen.

“Die Nester sind unter diesen Bedingungen groß und stark geworden, so dass viele Tiere erfolgreich durchgekommen sind”, sagte von Melanie von Orlow zu Spiegel Online. Die Biologin arbeitet in der Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera (Hautflügler) beim Naturschutzbund (Nabu).

Wespen sind natürliche Schädlingsbekämpfer

Dass die Menschen eine gewissen Angst vor Wespen haben, zeigen die vielen Anrufe beim Nabu. Orlow berichtet im Interview mit Spiegel Online von 400 Anrufern alleine aus dem Berliner Raum, die sich erkundigten, wie sie mit Wespen umgehen sollen. Wespennester sollen allerdings nicht zerstört werden. Denn die Tiere sind nützlich. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussionen über Pflanzenschutzmittel sind sie für die natürliche Schädlingsbekämpfung wichtig. Wespen fressen Schädlinge, wie Blattläuse.

Keine Panik

Etwa drei Prozent der deutschen Bevölkerung sind gegen Wespenstiche allergisch, ungefähr 20 Menschen sterben pro Jahr daran. Panik müsse man aber keine haben, so Melanie von Orlow. Wer Angst vor Wespen habe, könne sich mit einem einem feinen Gitter vor dem Fenster schützen. Experten seien in der Lage, Wespennester umzusiedeln, erklärt die Biologin.

Die zwei Gesichter des Monsun

Der südasiatische Monsun reinigt einerseits die Atmosphäre, andererseits transportiert er Schadstoffe rund um den Globus.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat die Auswirkungen des asiatischen Monsuns auf die Umweltverschmutzung untersucht. Er ist Waschmittel und Schmutzschleuder zugleich. Das fanden die Forscher unter Beteiligung des Forschungszentrums Jülich und des Max-Planck-Instituts heraus.

Kein Wetterphänomen prägt Südasien so stark wie der Monsun. Die Luftströmung führt im Winter zu Trockenheit und Dürre und sorgt im Sommer für starke Regenfälle, die monatelang andauern können. Der Monsun entsteht, weil sich Luftmassen über dem indischen Subkontinent in den Sommermonaten sehr stark aufheizen. Die warme Luft steigt nach oben, feuchte Ozeanluft wird angesaugt und strömt über das Land in Richtung Himalaya. Dabei bilden sich riesige Wolken.

Monsun treibt südasiatische Schadstoffe bis zum Mittelmeer

Bislang war es nur eine Vermutung, dass die aufsteigenden Luftmassen auch verschmutzte Luft hoch in die Atmosphäre transportieren, bis über die Regenwolken hinaus. Luftverschmutzung ist ein wachsendes Problem in Südasien. Emissionen sind in den vergangenen Jahren um fünfzig Prozent gestiegen. Der Grund ist vor allem die Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Energieträgern. Dabei entsteht zum Beispiel Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid. Treibhausgas hingegen entsteht über den Reisfeldern. Jedes Jahr bildet sich während der winterlichen Trockenzeit von Dezember bis März eine riesige Schmutzwolke über Südasien. Diese reicht vom Norden des indischen Subkontinents bis zum Indischen Ozean. Während der Regenzeit im Sommer verschwindet die Schmutzwolke wieder.

Messungen ergaben, dass der Monsun die Schadstoffe in 15 Kilometer Höhe bis in den Nahen Osten, über das Mittelmeer und nach Nordafrika trägt. Die Verschmutzung der Stratosphäre hat Auswirkungen auf das Klima und die Ozonschicht. Der Klimawandel wird so negativ beeinflusst. Das stellt ein massives Problem für den Klimaschutz und den Umweltschutz dar. Für die Untersuchung entwickelten die Wissenschaftler eigene Geräte für das deutsche Forschungsflugzeug HALO.

Atmosphäre wird “gewaschen”

Andererseits haben die Forscher eine hohe Konzentration an Hydroxil gefunden. Das Hydroxyl-Molekül (OH) gilt als “Waschmittel der Atmosphäre”. Es oxidiert Schadstoffe effizient. Die Moleküle lagern sich in Schwebepartikeln in der Luft ab, wodurch diese durch Niederschlag leichter aus der Luft ausgewaschen werden. Des Weiteren können sich die oxidierten Moleküle aneinander lagern und so neue Aerosolpartikel bilden. Aerosol gilt als “Gegenspieler” der Treibhausgase, weil sie in bodennahen Schichten kühlend wirken.
Gewitter, die in Monsun-Wolken oft auftreten, verstärken den positiven Effekt. Blitze setzen Stickoxide frei. Diese recyceln die Hydroxyl-Moleküle. Die Selbstreinigungskraft bleibt so erhalten. Den Wissenschaftlern zufolge wird sogar viel mehr OH recycelt als sich primär bildet, denn die OH-Konzentration steigt durch die Blitzaktivität auf das Zwei- bis Dreifache.

Klimawandel: Bald südfranzösische Verhältnisse in Berlin?

Die Erderwärmung könnte zu einer Verschiebung der Temperaturen sowie zu einer Veränderung von Fauna und Flora führen: Mediterranes Klima in Deutschland, wüstenartige Vegetation am Mittelmeer.

Foto: Monika Neumann/pixelio.de (Symbolbild)

Foto: Monika Neumann/pixelio.de (Symbolbild)

Seit Monaten ist es in vielen Regionen Deutschlands viel zu trocken. „Unter Umständen nähern sich Hitze und Trockenheit in der kommenden Woche einem neuen Höhepunkt”, prognostiziert Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net gegenüber dem “Tagesspiegel”. Experten führen die Entwicklung auf den Klimawandel durch den Treibhauseffekt zurück.

Mittelfristige Veränderung

Bereits bis Ende des 21. Jahrhunderts könnte es in Deutschland durchschnittlich 4 Grad wärmer sein als Ende der 1990er Jahre. Die Zeitung beruft sich dabei auf Modellrechnungen des Klimaforschungsverbundes “Reklies”. Der Anstieg der Durchschnittstemperatur würde auch mit mehr Hitzetagen über 30 Grad Celsius einhergehen. Die Anzahl würde im deutschen Durchschnitt bis Ende des Jahrhunderts von derzeit vier auf 25 ansteigen. In Berlin wäre es dann so warm wie zum Beispiel im südfranzösischen Montélimar. In den wärmeren Regionen der Bundesrepublik sind heute schon 15 solcher heißen Tage pro Jahr normal. In Karlsruhe und Freiburg würde die Anzahl der Tage über 30 Grad auf 50 ansteigen.

Während sich Sonnenhungrige über solche Prognosen freuen, sind damit aber auch Risiken verbunden. Extremwetterereignisse, wie Stürme und Hochwasser, würden zunehmen.

Wüstenartige Vegetation in Südeuropa

Die prognostizierte Klimaverschiebung würde auch den Mittelmeerraum betreffen. Studien zufolge soll es dort noch weniger Laubwälder und mehr Landschaften mit Zwergsträuchern geben. Der für Sizilien, Südspanien, Zypern oder Kreta typische Macchia-Bewuchs könnte innerhalb der nächsten 100 Jahre einer wüstenartigen Vegetation weichen, beruft sich der “Tagesspiegel” auf Studien. Unter anderem haben Wissenschaftler der Universität Aix-Marseille das mögliche Szenario untersucht.

Deshalb sterben Fische in deutschen Gewässern

Durch die Hitze als Folge der Klimaerwärmung haben Gewässer zu wenig Sauerstoff für die Fische.

Foto: pixabay '(Symbolbild)

Foto: pixabay ‚(Symbolbild)

In Fließgewässern, aber auch in Teichen kommt es seit einigen Tagen zum Fischsterben. Die Verendung der Tiere ist aber nicht auf die Wasserqualität zurückzuführen. Vielmehr macht die anhaltende Hitze den Fischen zu schaffen. Die Gewässer haben aufgrund der hohen Außentemperatur zu wenig Sauerstoff. Vor allem ist Norddeutschland betroffen. Wie die Welt berichtet, sieht die Hamburger Umweltbehörde ein nachhaltiges Problem.

„Die aktuelle Situation ist schon kritisch und wird sich in den kommenden Tagen weiter verschärfen“, sagte Behördensprecher Björn Marzahn der Zeitung bereits im Juni. Unter anderem im Aßmannkanal in Wilhelmsburg und im Lohmühlenteich in Harburg hätten bereits verendete Fische abgefischt werden müssen.

Auch Regen würde nicht helfen

Unter vier Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser gelten als kritisch für Fische. An der Messstation Bunthaus in der Tideelbe sei jetzt eine Konzentration von 2,8 Milligramm ermittelt worden, erklärte Marzahn der Welt. An einer anderen Stelle habe der Wert sogar unter 1,3 Milligramm gelegen. In Blankenese sei es mit 1,4 Milligramm Sauerstoff pro Liter kaum besser gewesen. Betroffen sind auch Fischarten in kleineren Gewässerläufen, Teichen und Rückhaltebecken. Selbst Starkregen würde nicht helfen, weil dadurch zusätzlich Sedimente in die Gewässer gespült würden.

Stress für Pflanzen durch Wetter-Achterbahn

Das Agrarwetter im Frühjahr bedeutete Stress für Landwirte und deren Pflanzen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Das Wetter hatte im Frühjahr extrem unterschiedliche Ausprägungen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) zusammenfasst, waren die Pflanzen zwischen Hitze und winterlichen Temperaturen allen Wettersituationen ausgesetzt. Nach dem unterkühlten März explodierte die Vegetation im April. Auch der Mai war trocken und sehr warm. In den vergangenen Wochen führte eine niedrige Bodenfeuchte zu Trockenstress bei Pflanzen und Waldbrandgefahr.

Winterruhe im März

Der März war von zwei Kältewellen geprägt. Schnee und Dauerfrost machten die Ausbringung von Gülle und Dünger unmöglich. Ein Frühlingsintermezzo konnte die Probleme aufgrund des verspäteten Winters kaum wettmachen. Die noch allgemein hohe Bodenfeuchte verhinderte in vielen Regionen den Start der Feldarbeiten. An eine Aussaat war nicht zu denken. Die Pflanzenentwicklung lag ein bis zwei Wochen hinter den Normalwerten. Erst in den letzten Märztagen konnte vereinzelt die 200-Grad-Temperatursumme, welche den Beginn des Grünlandwachstums charakterisiert, erreicht werden.

Im April explodierte die Pflanzenwelt

Im April standen Hochdruckgebiete im Mittelpunkt. So herrschten bereits zu Beginn des Monats frühlingshafte, ab Monatsmitte sogar sommerliche Temperaturen. In vielen Bundesländern war der April der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Durch die plötzliche Wärme und wenig Niederschläge trockneten aber auch Böden aus. Während der Sommerpflanzenbestand bei günstigen Bodenverhältnissen ausgesät werden konnte,  wurde später auf leichten Böden allmählich das Wasser knapp. In Süddeutschland war hingegen das Waldbrandrisiko vielfach hoch. Bei der trocken-warmen Witterung explodierte die Pflanzenentwicklung förmlich – inklusive des Pollenflugs. Der März-Rückstand wurde aufgeholt, am Monatsende lagen die Werte im Normalbereich. Wintergetreide und Winterraps entwickelten sich rasch.

Unwetterwarnungen und Trockenheit im Mai

Im Mai setzte sich die warme Witterung fort. Von Monatsanfang bis Monatsende wurde es immer wärmer. Hohe Temperaturen und eine starke Einstrahlung ließen die Verdunstungsraten auf 6 – 8 Millimeter pro Tag ansteigen. Vor allem im Norden und Osten herrschte große Trockenheit. Viele Landwirte konnten sich nur mit Beregnungsanlagen gegen die für das Landwirtschaftswetter zu warmen Temperaturen helfen. Auf nicht beregneten und sandigen Standorten kam es bei Wintergetreide, Sommergetreide und Kartoffeln zu Trockenschäden. In einigen Gegenden sorgten teils heftige Gewitter für Unwetterschäden. Das warme Wetter begünstigte auch die Ausbreitung tierischer Schädlinge wie Kriebelmücke, Läuse, Kirschfrucht- und Kirschessigfliege.

Neue Solarzellen funktionieren auch bei Regen

Chinesischen Forschern ist es gelungen, Solarzellen eine Zweitfunktion zu geben, die Regentropfen in Energie verwandelt.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Solarstrom ist im Sinne des Umweltschutz neben Windenergie und Biomasse eine wichtige regenerative Energie. Der Nachteil von Solarzellen ist, dass sie nur bei Sonnenschein funktionieren – bis jetzt. Denn Forscher der Soochow University in China haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, Solarmodule auch bei Regen zu nutzen. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, haben die Wissenschaftler eine Solarzelle mit einem tribiolektrischen Nanogenerator kombiniert.

Bekannter Effekt

Beim tribiolektrischen Effekt entsteht durch den Kontakt zweier Materialien und anschließender Trennung elektrische Aufladung. Eines der Materialien sind in diesem Fall die Regentropfen. Den Effekt kennt man vom Kämmen frisch getrockneter Haare, wenn sich der Kamm elektrisch auflädt. Die Methode funktioniert mit einer Art Sandwich aus Siliziumkristall, einer transparenten Zwischenlage aus leitfähigem Kunststoff und einer Silikonschicht. Darin teilen sich Solarzelle und Regenwandler die Kontstofflage als Elektrode. Die Kunststoff- und Silikonschicht sind mit Rillen versehen. Davon profitieren sowohl die Verwandlung von Regentropfen- als auch die der Sonnenstrahlen in Energie. Die Rillen vergrößern den Kontakt zu den Regentropfen und fangen mehr Sonnenlicht ein, weil weniger weggespiegelt wird.

Die Kombination von Silizium mit leitfähigem Kunststoff wird erst seit ein paar Jahren untersucht und ist keine rein chinesische Erfindung. Auch das Institut für Solarenergieforschung in Hameln und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie beschäftigen sich mit der kostengünstigen Variante klassischer Siliziumsolarzellen.

Veröffentlicht haben die chinesischen Wissenschaftler ihre Entwicklung im Fachblatt “ACS Nano”.

Hitze bereitet ostdeutschen Landwirten Probleme

Die Hitzewelle in Sachsen-Anhalt macht Menschen, Pflanzen und Tieren zu schaffen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Vor allem die Landwirte im Osten Deutschlands haben mit der anhaltenden Hitzeperiode zu kämpfen. Beim Getreide hat bereits die Notreife eingesetzt. So bezeichnet man das vorzeitige Erhärten der Getreidekörner wegen der Unterbrechung der Stoffzufuhr. Dass Regen noch etwas bringen stellt Wolfgang Minning vom Bauernverband Mansfeld-Südharz der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) gegenüber in Frage: “Vielleicht kann er noch zu einer ordentlichen Kornfüllung führen, so dass die Bauern bei der Ernte nicht nur leeres Stroh dreschen müssen.” Als Hauptproblem sieht Minning nicht einmal die Trockenheit selbst, wie er der Zeitung erklärte. Dass es in den ersten fünf Monaten des Jahres nur 120 bis 130 Millimeter Niederschlag gebe, sei normal. Aber in Verbindung mit den hohen Temperaturen steige die Verdunstung.

Kühe geben weniger Milch

Nicht nur auf die Pflanzen hat hat das trocken heiße Wetter Einfluss, auch auf die Kühe. Wie ein Landwirt aus Sachsen-Anhalt der MZ berichtete, verkaufe er derzeit um 800 Kilogramm weniger Milch pro Tag als bei normaler Witterung. Zusätzlich zu den niedrigen Milchpreisen ist das ein weiterer Verlust. Die Hitze macht laut dem Landwirt auch mehr Arbeit. Da die Nutztiere mehr saufen, müssten die Tränken öfter gereinigt werden. Das Futtergemisch müsse häufiger gedreht werden, damit es die Frische nicht verliert, erzählte er der Zeitung.

Das Agrarwetter immer im Blick

gruuna, ein Tochterunternehmen der auf landwirtschaftliches Risikomanagement spezialisierten gvf VersicherungsMakler AG, bietet eine digitale Wetterstation für Landwirte an. Diese erhebt alle relevanten Daten des Landwirtschaftswetters direkt am Bestand. Über die App gruuna Wetter und die Erweiterung Premetor erhalten der Betriebsleiter und die Mitarbeiter rechtzeitig Warnmeldungen direkt auf das Smartphone. Diese beinhalten empfohlene Handlungsweisen, um Schäden durch Wettergefahren zu minimieren oder sogar zu verhindern. “Die Wetterversicherung” nutzt ebenfalls diese Daten. Durch diese Risikoversicherung wird es möglich, Ertragsverluste durch Wetterereignisse, wie Überschwemmungen, Frost oder eben Frühsommertrockenheit auszugleichen und den Ertrag somit planbar zu machen.

Deshalb ist das Unwettertief “Wilma” noch nicht vorüber

Trotz des großteils sonnigen Wetters kann es in den nächsten Tagen erneut zu heftigen Unwettern kommen.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Vergangene Woche kam es in weiten Teilen Deutschlands zu Überschwemmungen durch das Tief “Wilma”. Trotz des derzeit sonnigen Wetters kann aber noch nicht Entwarnung gegeben werden. Laut der interaktiven Karte der Unwetterzentrale sind vor allem für den Süden und den Südwesten Vorwarnungen  ausgegeben. In den kommenden Tagen kann es in Teilen Deutschlands erneut zu Unwettern kommen.

Wetterlage ist blockiert

Die anhaltende Unwetterlage ist auf eine “Blockade” des Tiefs “Wilma” zurückzuführen, das schon vergangene Woche für Blitz, Donner und Regen gesorgt hat. Normalerweise ist das mitteleuropäische Wetter von schell durchziehendem und wechselhaftem Westwetter geprägt. Doch “Wilma” ist durch ein Hoch über dem Nordmeer blockiert und kann nicht weiterziehen. Ein weiterer Grund für das “Verweilen” des Tiefs sind schwache Luftdruckgegensätze und kaum Höhenwinde. Das hindert die Wetterlage ebenfalls am Weiterziehen. Das letzte Mal war so eine Situation vor zwei Jahren, ebenfalls im Mai und Juni, zu beobachten. Glück im Unglück: Dieses Jahr ist das Tief nicht so stark wie 2016. Das Zentrum ist auch nicht über Deutschland, sondern über Frankreich.

Unwetterschäden digital vorbeugen

gruuna, ein Tochterunternehmen der auf landwirtschaftliches Risikomanagement spezialisierten gvf VersicherungsMakler AG, hat eine digitale Wetterstation für Landwirte entwickelt. Diese erhebt alle relevanten Wetterdaten direkt am Bestand. Über die App gruuna Wetter und die Erweiterung Premetor erhalten der Betriebsleiter und die Mitarbeiter rechtzeitig Warnmeldungen direkt auf das Smartphone. Diese beinhalten empfohlene Handlungsweisen, um Schäden durch Wettergefahren zu minimieren oder sogar zu verhindern.

 

In Sachsen-Anhalt drohen Ernteausfälle

In Sachsen-Anhalt befürchten Landwirte und Kleingärtner Ernteausfälle durch Trockenheit.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Nicht nur die Frostgefahr macht Landwirten zu schaffen, auch Trockenheit. Tendenziell wird es in unserer Region wärmer. Ein Grund ist die Erderwärmung durch CO2-Emissionen.
Wie der MDR auf seiner Internetseite berichtet, machen sich derzeit die Landwirte in Sachsen-Anhalt Sorgen um ihre Erträge. Seit Wochen ist es schon zu trocken. In den nächsten Tagen kann es zwar zu Regenschauern kommen, doch laut MDR-Wetterstudio werden diese nicht ausreichen. Vor allem die Waldbrandgefahr ist durch die Trockenheit hoch.

Höchste Waldbrandstufe

In weiten Teilen des Landes gilt Waldbrandstufe 5. Das ist die höchste Warnstufe. Diese bedeutet: Die Forstbehörden und Waldeigentümer können betroffene Waldgebiete sperren. Jegliches Betreten und Befahren ist somit untersagt. Ausnahmen gelten nur für die durch die Forstbehörde genehmigten Arbeiten sowie natürlich Einsatzkräfte.

Absicherung gegen Trockenschäden und mehr

Durch die Veränderung des Klimas wird es immer wichtiger, dass sich gerade Pflanzenbaubetriebe gegen Schäden durch Naturgewalten versichern. Auch Verbände raten zu professionellem Risikomanagement. Die Chemnitzer gvf Die spezielle Wetterversicherung für landwirtschaftliche Betriebe löst das Problem. Sinken Erträge durch Wettereinflüsse, entstehen Einnahmeverluste und Zusatzausgaben. Diese werden durch diese Risikoabsicherung geglättet, sodass das Jahresergebnis kalkulierbar bleibt. “Die Wetterversicherung” wird betriebsindividuell gegen die für die jeweiligen Feldfrüchte riskanten Ausprägungen versichert. Um das Agrarwetter am eigenen Standort immer im Blick zu haben, hat gruuna, ein Tochterunternehmen der gvf VersicherungsMakler AG, eine digitale Wetterstation entwickelt. Diese zeigt alle relevanten Daten direkt am Bestand.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner