Winter 2021: Normal aber doch kalt

Die US-Wetterbehörde NOAA prognostiziert für Deutschland einen normalen Winter. Normal bedeutet allerdings kalt.

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Foto: Kinkate/pixabay.com (Symbolbild)

Während die Temperaturen im September noch einmal nach oben gehen, liegen schon die ersten Prognosen für den diesjährigen Winter vor. Die US-amerikanische Wetterbehörde NOAA geht für Mitteleuropa von einem „völlig normal temperierten Winter“ aus. Der Meteorologe Dominik Jung erklärt auf wetter.net die Prognose. Er spricht von einer „großen Überraschung“.

Winter könnte kalt werden

Die NOAA-Meteorologen prognostizierten in vergangener Zeit in der Regel mildere Winter. Zum ersten Mal seit Jahren rechnen die US-Experten nicht mit größeren Abweichungen vom langjährigen Mittel. „Schon der Dezember 2021 soll völlig normal temperiert ausfallen“, wird Jung von merkur.de zitiert. Laut NOAA soll es weder zu kalt noch zu warm werden. „Sollte es so kommen, so könnte es einer der kühlsten oder kältesten Winter seit Jahren werden“, so Jung. Allerdings weist er darauf hin, dass es sich bei den langfristigen Wettermodellen um Jahreszeiten-Trends handelt, und nicht um eine klassische Wetterprognose.

Polarwirbel beeinflusst Wetter in Deutschland

Bereits jetzt schon nimmt der sogenannte Polarwirbel Fahrt auf. Wie wetter.de schreibt, sind durch das Wetterphänomen die Weichen für den kommenden Winter bereits gestellt. Es gibt zwei Polarwirbel, einen über dem Südpol und einen über dem Nordpol. Für Nord- und Mitteleuropa ist letzterer maßgebend. Der Polarwirbel entsteht im Herbst wenn die Sonne den Nordpol kaum noch erreicht. Je instabiler die atmosphärische Zirkulation ist, desto kälter wird es in Deutschland. Im Herbst 2020 zerbrach der Polarwirbel, was uns ein kühles Frühjahr bescherte. Wie instabil er in diesem Jahr ist, können Experten noch nicht abschließend sagen.

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