Wetterphänomen: Kommt doch noch Schnee?

Ein Wetterphänomen bringt kalte Luft nach Deutschland. Wird es zu Weihnachten auch schneien?
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Foto: Couleur/pixabay.com

Österreich, Italien und die Schweiz hatten in den vergangenen Wochen mit extremen Schneemassen zu kämpfen. Teilweise waren Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. In Deutschland hingegen war der Dezember bis jetzt vielerorts von Schmuddelwetter geprägt, teilweise mit zu hohen Temperaturen sogar im zweistelligen Bereich. Laut Meteorologen soll pünktlich zum Heiligen Abend kalte Polarluft Deutschland erreichen. Verantwortlich ist ein Wetterphänomen über der Arktis.

Haben wir weiße Weihnachten?

Mitte Dezember waren Experten noch zuversichtlicher, dass es zu Weihnachten schneien könnte. Es wird zwar in den nächsten Tagen kälter, auch Niederschlag wird es geben. Laut Wetterdiensten wird es aber eher regnen als schneien. Wie wetter.com in einem Video berichtet, könnte Schnee zumindest in höheren Lagen fallen.

Wetterphänomen sorgt für Temperatursturz


Um die Arktis kreist in etwa 30 Kilometer Höhe ein riesiges Tiefdrucksystem, der Polarwirbel. In dieser Höhe herrschen Temperaturen bis zu minus 70 Grad Celsius. Der Polarwirbel bildet sich immer im Herbst und hat erheblichen Einfluss auf das Wetter in Mitteleuropa. Experten rechnen dieses Jahr mit einer Aufteilung des arktischen Polarwirbels, einem sogenannten Polarwirbelsplit. Das Zentrum eines stabilen Polarwirbels liegt über der Arktis, die Kaltluft wird durch ein Windband dort gehalten. Es kann vorkommen, dass sich der Wirbel splittet. Durch eine solche Wetterlage können sehr kalte Ost- bis Nordostwinde nach Deutschland gelangen, die die Temperaturen sinken lassen. Wie häufig das Wetterphänomen auftritt, variiert. Polarwirbelsplits können alle paar Jahre auftreten, aber auch selten über einen längeren Zeitraum.

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