Wie viel kostet der Klimawandel?

Potsdamer Wissenschaftler können jetzt die künftigen ökonomischen Schäden, die durch den Meeresspiegelanstieg entstehen, berechnen.

Dass der Klimawandel für ein Ansteigen des Meeresspiegels sorgt, beobachten Wissenschaftler schon seit einigen Jahren. Doch erst jetzt ist es Forschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) gelungen, Schäden in den kommenden Jahrzehnten abzuschätzen.

„Wo der Meeresspiegel steigt, steigen die Kosten für Schäden noch schneller“, erklärt Leitautor Markus Böttle. „Die Auswirkungen einer Flut werden allerdings nicht nur durch Umweltfaktoren bestimmt, sondern auch durch menschliche Entscheidungen: Hochwasserschutz kann dem steigenden Flutrisiko entgegenwirken“, so Böttle weiter. Die Studie zeigt demnach auf, wie das komplexe Zusammenspiel von Klimawandel, Anpassung und Überschwemmung auf einfache mathematische Funktionen herunterbrochen werden kann, um die durchschnittlichen jährlichen Kosten des Meeresspiegelanstiegs über einen längeren Zeitraum abzuschätzen.

Da in allen Küstenregionen der Erde unterschiedlich viele Menschen leben, haben die Wissenschaftler eine Gleichung entwickelt, die weltweit funktioniert. Als Beispiel haben Sie die voraussichtlichen Schäden in Kopenhagen berechnet. Demnach würde ein moderater Meeresspiegelanstieg von 11 Zentimetern bis Mitte des Jahrhunderts für Kopenhagen eine Verdopplung der ökonomischen Verluste im gleichen Zeitraum bedeuten, sofern nicht weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Bei der neuen Methode werden Flutwahrscheinlichkeit, die steigende Zahl von Extremereignissen und die steigende Intensität der Ereignisse, aber auch laufende Sicherheitsmaßnahmen in den einzelnen Regionen einbezogen.

Foto: pixabay

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