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Zusammenhang zwischen Wettersituationen und Bienenkrankheit: eine Online-Karte hilft, rechtzeitig imkerliche Maßnahmen zu treffen.
Forscher vermuten schon länger einen Zusammenhang zwischen Wetterfaktoren und der hochansteckenden Bienen-Darmkeim Nosemose, die zum breiten Sterben der Insekten führt. In einem vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Projekt wurde dies nun bestätigt. Beteiligt waren Wissenschaftler der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und Experten des Länderinstituts für Bienenkunde Hohen Neuendorf. Die MeteoGroup lieferte dem Forscherteam Wetterdaten und half bei der Erstellung eines Prognosemodells.
„Wir konnten zeigen, dass bestimmte Wetterparameter im Winter die Infektiosität der Bienenpathogene verändern und auch das Verhalten der Bienen beeinflussen. Unser Prognosemodell hilft den Imkern, ihre Bienenvölker vorbereitend zu schützen.“, so Prof. Andreas Linde von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung.
Risikogebiete auf Online-Karte
Aufgrund der erhobenen Wetterdaten konnte eine Karte erstellt werden, die das Gefährdungsrisiko der Honigbiene für Nosema-Infektionen in den neuen Bundesländern visualisiert. Auf der Website der Hochschule kann die Wahrscheinlichkeit von Nosema-Infektionen auf Landkreisebene eingesehen werden. Die Risikokarte für das Frühjahr basiert auf den Wetterverhältnissen des vorangegangenen Winters, die einen unmittelbaren Einfluss auf das Auftreten von Nosemose haben. Der Karte für den Herbst liegen entsprechend die Frühlings- und Sommerwetterdaten zugrunde.
Prävention einzige Möglichkeit
Die geschätzte Häufigkeit von der Infektionen wird in fünf Risikoklassen dargestellt. Imker können mithilfe der Informationen die Gefährdungssituation für den Standort ihrer Völker einschätzen und entsprechende Maßnahmen einleiten. „So kann der Imker der Nosemose zuvorkommen, denn eine Eindämmung nach dem Ausbruch der Krankheit ist schwierig“, erklärt Linde.
Eigene Wetterstation
Die Wetterdaten für seinen genauen Standort zu erheben, ist auch für andere landwirtschaftliche Bereiche wichtig. Deshalb haben wir zusammen mit gruuna eine „Wetterstation für Zuhause“ entwickelt. Mithilfe der Station können alle wichtigen Daten, wie natürlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit, abgerufen werden. Aber etwa auch Taupunkt und UV-Intensität gehören zu den Features. Wer vorhat, die Station abseits des Betriebes auf dem Feld zu installieren, muss nicht einmal Angst vor Langfingern haben, denn sie ist mit einer künstlichen DNA versehen. Die Stationen werden individuell in Chemnitz zusammengebaut. Dank selbstentwickelter Software können die Wetterdaten mobil überall abgerufen werden. Alle Infos dazu und einen kostenfreien Demozugang gibt es auf www.gruuna.com/wetter.
