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Wetter in Indien beeinflusst deutsche Landwirtschaft

Welchen Einfluss hat das Wetter in Indien auf die deutsche Landwirtschaft? Diese Frage beantwortete Agrarökonom Prof. Dr. Johannes Holzner bei einem Vortrag in Bayern.

In dem Referat im Rahmen einer vom Bayerischen Bauernverband mitorganisierten Veranstaltung stellte Holzner die Zusammenhänge zwischen den oft katastrophalen Hochwasserereignissen in Indien und der globalen Marktentwicklung her. „So ließen Hochwasserprobleme im Reis-Land Indien vor wenigen Jahren etwa den dortigen Getreidebedarf nach oben schnellen – mit entsprechenden Auswirkungen auf die internationalen Handelsströme.“, zitiert die „Augsburger Allgemeine“ den Wissenschaftler. Denn Reis bestimme neben Winterweizen und Mais die weltweite Preisentwicklung. Holzner appellierte an die Betriebsinhaber, sich deshalb intensiv mit dem globalen Klima und der daraus folgenden internationalen Marktentwicklung auseinander zu setzen.

Hochwasser im indischen Varanasi: Vernichtete Reisernten lassen global die Getreidepreise in die Höhe schnellen. Foto: anando.a/fotolia.com

Hochwasser im indischen Varanasi: Vernichtete Reisernten lassen global die Getreidepreise in die Höhe schnellen. Foto: anando.a/fotolia.com

Als technischen Anstoß, um den globalen Entwicklungen durch die Optimierung der eigenen Ernte entgegenzuwirken, empfahl der Ökonom, auf GPS-basierte Lenksysteme umzustellen. Als Auflockerung seine Vortrages führte Holzner eine Umfrage unter den anwesenden Landwirten durch. Diese ergab, dass nur acht Prozent der Anwesenden über eine entsprechende Ausstattung verfügen. Bei der Konkurrenz, beispielsweise in der „Kornkammer“ Kasachstan, sei dies bereits Standard, zitiert die Zeitung Holzner.

Milchviehhaltern gab der Professor als Tipp mit auf den Weg, sich an Warenterminbörsen gegen Preisverfall zu versichern, um sich von der globalen Marktentwicklung unabhängiger zu machen. Auch über kleine Windräder für die Stromversorgung der Melkanlagen nachzudenken sei ratsam.

Hochdruckwetter sorgt für Waldbrandgefahr

Waldbrände in Europa: Auch Deutschland ist nicht gefeit.

In einigen Regionen Europas wüten derzeit Waldbrände. Nach einem großflächigen Feuer im Süden Österreichs schlagen jetzt Flammen aus den Wäldern rund um die Ruine des vor 30 Jahren havarierten Atomkraftwerkes Tschernobyl in der Ukraine. Doch auch für Deutschland gibt es Warnungen.

Der Waldbrand, der vergangene Woche im österreichischen Bundesland Kärnten ausgebrochen ist, ist noch immer nicht eingedämmt. Immer wieder tauchen Glutnester in dem alpinen Gebiet auf. Immer noch sind einige hundert Feuerwehr Leute im Einsatz. Ein Ende der Löscharbeiten sei noch nicht abzusehen, sagte der Einsatzleiter am Dienstag zum ORF. Insgesamt 75 Hektar Wald hat der Brand zerstört.

Foto: Ylvers/pixabay.com

Foto: Ylvers/pixabay.com

In Deutschland ist es derzeit noch nicht ganz so schlimm, die Unwetterzentrale hat aber bereits Warnungen herausgegeben. Laut Waldbrandgefahrenindex (WBI) besteht für Mittwoch die Gefahrenstufe 3 von möglichen 5, was „mittlere Gefahr“ bedeutet und auf der WBI-Deutschlandkarte orange erscheint. Betroffen sind Teile von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern. In weiteren Regionen, über die gesamte Bundesrepublik verteilt, besteht Warnstufe 2, was geringe Gefahr bedeutet und gelb ist.

Am Donnerstag wird sich die Lage aber blitzartig ändern. Orange überdeckt großflächig gelb. Die Waldbrandgefahr steigt. In Brandenburg, westlich von Berlin, taucht in der Vorschaukarte für Donnerstag sogar ein roter Fleck auf – Stufe 4, hohe Waldbrandgefahr!

Schuld an der Situation ist die derzeitige Trockenheit in vielen Regionen. Was Deutschlands Feiertagsausflügler und Grillmeister die Nase rümpfen lässt, wird Waldbesitzer freuen: Am Freitag, 1. Mai, wird es nämlich großflächig regnen und die Waldbrandgefahr geht wieder zurück.

Auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes kann man die Entwicklung des Waldbrandindexes beobachten.

Radar kann Niederschlagsart erkennen

Dual-Doppler-Radaranlagen können Hagel von Regen unterscheiden. Foto NOAA

Dual-Doppler-Radaranlagen können Hagel von Regen unterscheiden. Foto NOAA

Hatten Meteorologen noch bis vor etwa einem Jahr das Problem, dass die Radaranlagen Niederschlagsarten nicht unterscheiden konnten, „sehen“ neue Anlagen, ob es regnet, schneit oder hagelt.

Voraussetzung für die Unterscheidung der verschiedenen Arten von Niederschlägen ist die Verwendung von sogenannten Dual-Doppler-Radaranlagen. Begonnen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Umrüstung bereits 2011. Nach und nach wurden 17 Anlagen, über das ganze Bundesgebiet verstreut, neu gebaut oder aufgerüstet.

Die flächendeckenden Radardaten ergänzen das Bodenniederschlagsmessnetz des DWD und ermöglichen Kürzestfristvorhersagen für den Niederschlag. Diese Informationen sind vor allem für die Hochwasservorhersagezentralen und den Katastrophenschutz unverzichtbar. Sie helfen aber auch bei der Planung wasserwirtschaftlicher Bauwerke wie Regenrückhaltebecken, Dämme, Deiche, Stadtentwässerungssysteme oder Stauseen. Die Radardaten aus Deutschland ergänzen sich mit denen der Nachbarländer. So bekommt man ein Gesamtbild der großräumigen Wetterlage.

Das Radar, das auf dem Doppler-Effekt beruht, tastet die Atmosphäre ab, indem es sich kontinuierlich horizontal um die eigene Achse dreht. Durch Veränderung des Höhenwinkels wird ein räumliches Bild der Niederschlagsdaten erzeugt, da der ausgesendete elektromagnetische Puls an den in der Atmosphäre enthaltenen Niederschlagsteilchen (Regentropfen, Hagelkörner, Eiskristallen) reflektiert und von der Antenne wieder empfangen wird. Aus der Stärke des Echos und der Laufzeit des Signals, die von der Antenne empfangen werden, kann die Entfernung der Niederschlagsteilchen zum Radar sowie Hinweise über Menge und Eigenschaften der Niederschlagsteilchen abgeleitet werden.

Da Radarstrahlen nicht ganz ungefährlich sind, dürfen sich in einem gewissen Radius, der sich aus der Höhe und dem Winkel des Radars ergibt, in einer bestimmten Höhe keine Personen aufhalten, ohne dass die Anlage abgeschaltet wird. Das betrifft zum Beispiel Kranführer.

Liefern Solaranlagen im Sommer wirklich weniger Strom?

Immer wieder geistern Meldungen durch die Medien, dass Solarzellen bei hohen Außentemperaturen weniger Strom liefern, sogar von wissenschaftlicher Seite. Das stimmt einerseits, andererseits muss differenziert werden.

Dass Photovoltaikanlagen im Frühjahr und Herbst, also bei diffusem Licht, besser arbeiten als im Hochsommer bei extremer Erhitzung durch direkte Sonneneinstrahlung ist richtig. Jedoch gleicht sich dies durch die höhere Anzahl der Sonnenstunden aus. Wenn man diese außer Acht lässt, beträgt der Verlust etwa 0,5 Prozent pro Grad Celsius. Das sind bei 40 Grad, wie sie in heißen Sommern schonmal vorkommen können, 20 Prozent weniger Stromertrag. Um ganz sicher zu gehen, sollte man auch bei der Montage einiges beachten.

Hinterlüftung: Natürliche Klimaanlage
Um eine Überhitzung zu vermeiden, empfiehlt es sich, für ausreichenden Abstand zwischen Hausdach und Modulen zu sorgen. Auch der Abstand zwischen den Solarmodulen spielt eine Rolle. Denn so kann eine sogenannte Hinterlüftung entstehen, die für Abkühlung sorgt. Dadurch entsteht ein Kamineffekt, wobei die Stärke des Luftstromes natürlich vom Durchmesser des Zwischenraumes abhängt.

Um bei jedem Modul den gleichen Abstand zum Dach einhalten zu können, gibt es höhenverstellbare Dachhaken. Eine zweite Möglichkeit bieten sogenannte Kreuzschienensysteme. Dabei werden die Montageschienen, an denen die Module befestigt werden, nicht nur in einer Richtung auf dem Dach befestigt, sondern horizontal und vertikal. Bei dieser Art der Befestigung sind sich die Experten allerdings nicht einig, da die horizontalen Schienen den vertikalen Luftstrom behindern können.

Weitere Infos:
www.photovoltaik.org
Für umfassende Informationen zum Thema kann auf der Internetseite des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, Freiburg, eine PDF-Datei mit aktuellen Fakten zur Photovoltaik in Deutschland abgerufen werden.

Foto: Lichtkunst73/pixelio.de

Foto: Lichtkunst73/pixelio.de

Hoffen auf Stürme

Ausgetrocknetes Flussbett: Kalifornien hat seit etwa vier Jahren ein Dürreproblem. Foto: NOAA

Ausgetrocknetes Flussbett: Kalifornien hat seit etwa vier Jahren ein Dürreproblem. Foto: NOAA

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat zurzeit ein extremes Dürreproblem. Als eine Ursache für zunehmende Hitzewellen auf der Nordhalbkugel haben jetzt Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK) abnehmende Sturmaktivitäten im Sommer lokalisiert.

Stürmisches Wetter hat offenbar in großen Teilen Europas, der USA und Russlands in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen. So viel Schaden Stürme anrichten können, so nützlich sind sie aber scheinbar auch, denn die Potsdamer Forscher sagen: Die Abschwächung von starken Winden, die mit dem Jetstream und mit bestimmten Wetterlagen in Verbindung stehen, verlängert die Dauer von Hitzewellen und verstärkt sie damit auch. Diese Erkenntnisse haben die Forscher um den Leit-Autor der Studie, Dr. Dim Coumou, im renommierten Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlicht.

„Wenn die großen Luftströmungen im Himmel über uns vom Klimawandel gestört werden, kann das erhebliche Auswirkungen unten auf der Erde haben“, erklärt Coumou. „Eine Abnahme der Sturmaktivität könne man zunächst für etwas Gutes halten. Nun zeige sich aber, dass diese Abnahme dazu führt, dass Wetterlagen in den mittleren Breiten der nördlichen Halbkugel oft länger anhielten”, so der Wissenschaftler weiter. Im Sommer transportierten Stürme feuchte und kühle Luft vom Ozean auf die Kontinente, was nach einer Zeit drückender Wärme wieder Linderung bringe. Flauten hingegen verlängerten Wärmeperioden. Hitze-Extreme und Dürren seien die Folge.

Auslöser Arktis-Erwärmung
Die Forscher sehen in der Abnahme von Stürmen einen ganz neuen Aspekt eines globalen Temperaturanstiegs abseits einer Beschädigung der Ozonschicht. Durch die Erwärmung der Arktis, die dadurch entsteht, dass die immer größer werdende dunkle Wasserfläche mehr Sonnenlicht ins All zurückstrahlt als die Eisfläche, wird der Jetstream abgeschwächt. Dieser ist aber an der Wettersituation auf der Nordhalbkugel maßgeblich beteiligt. Der schwache oder fehlende Strahlstrom, wie der Wind wissenschaftlich heißt, sorgt dann für Hitzewellen oberhalb des Äquators.

Die Studie bringt deshalb auch neue Erkenntnisse ans Licht, weil sich Wissenschaftler bisher hauptsächlich auf Winterstürme konzentriert haben, da diese meist höhere Schäden verursachen.

April zeigt Charakter

Gefallenes Wahrzeichen: So wie der berühmten saarländischen Kaiserlinde erging es in den vergangenen Tage vielen Bäumen. Foto: Polizeiinspektion Neunkirchen/Saar

Gefallenes Wahrzeichen: So wie der berühmten saarländischen Kaiserlinde erging es in den vergangenen Tage vielen Bäumen. Foto: Polizeiinspektion Neunkirchen/Saar

Sturmböen, Sonne, Regen, Graupelschauer, wieder Sonne. Der April entspricht dieses Jahr seinem Klischee wie schon lange nicht mehr – und das schon seit März.

Geprägt ist die derzeitige Wettersituation immer noch vom Orkantief „Niklas“, das von Schottland ausgehend für das Sturmfeld über Deutschland verantwortlich ist. Mit bis zu 140 km/h, gemessen im Schwarzwald, braust der Sturm über die Bundesrepublik und scheint sich auch nicht zu beruhigen. Im Gebirge über 1.500 Meter sind die Böen noch schneller unterwegs.

Optisch präsentiert sich das Tief mit aufquellenden Haufenwolken, die sich aber mit strahlendblauem Himmel, Regen und sogar hagelähnlichen Schauern abwechseln. Der Wechsel geht nahezu im Minutentakt vonstatten. Auch die nächsten Tage bleiben durch die kräftige nordwestliche Strömung stürmisch, die Sturmböen nehmen sich aber etwas zurück. „Erst zum Karfreitag und Ostersamstag schwächt sich der Wind merklich ab.“, weiß Diplom-Metereologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Schäden vorwiegend durch Bäume
„Niklas“ behindert nicht nur Bahn-, Straßen- und Flugverkehr, sondern hat auch zahlreiche Schäden hinterlassen. Vor allem umstürzende Bäume und herumfliegende Dachziegel sorgten und sorgen immer noch für Chaos. Der Münchner Hauptbahnhof musste wegen Beschädigung der Dachkonstruktion evakuiert werden, die Berliner Feuerwehr hat den Ausnahmezustand ausgerufen. Sogar Tote sind zu beklagen: In Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen insgesamt mindestens neun Menschen bei Unfällen ums Leben. Wie die FAZ schreibt, wurden in Bayern und Rheinland-Pfalz eine Frau und zwei Männer von umstürzenden Bäumen erschlagen, in Sachsen-Anhalt wurde ein Mann durch eine umstürzende Mauer getötet. Auf der A95 in Bayern kam ein Mann durch Hagel (!) ums Leben.

Hamburg kam im Vergleich zu anderen Sturmfluten in der Vergangenheit fast ungeschoren davon. Die für Mittwochmorgen angekündigte Sturmflut war weniger dramatisch als im Vorfeld erwartet. Die befürchtete Überflutung des Fischmarktes in St. Pauli blieb aus. Das Saarland im äußersten Westen der Bundesrepublik trauert um ein Wahrzeichen: In der Gemeinde Spiesen-Elversberg wurde die „Kaiserlinde“ durch eine Sturmböe entwurzelt und ist somit unwiederbringlich verloren. Der alte, etwa 2 Meter dicke Baum stand unter Denkmalschutz und hat unter anderem dem „Waldstadion Kaiserlinde“ des Südwest-Ligisten SV 07 Elversberg ihren Namen gegeben. Der Baum hat zwar zwei Autos touchiert, verletzt wurde in diesem Fall aber zum Glück niemand.

Faszination Alpenpanorama

Zahlt es sich aus, heute in der Region wandern zu gehen oder die Ski anzuschnallen? Oder einen Ausflug in die Münchner Innenstadt zu planen? Die Panoramabilder des Bayerischen Rundfunks zeigen seit Jahren live im Fernsehen dichten Nebel, sonnendurchflutete Bergtäler, erwachende Städte und Makroaufnahmen von Regentropfen auf den Kameraobjektiven.

Schon lange bevor es Internet, geschweige denn Webcamsgegeben hat, hat das Alpenpanorama des Bayerischen Rundfunks (BR) Tourismusregionen in die Wohnzimmer gebracht. Man kann die ruhigen Bilder mit passender Volksmusik im Hintergrund auch der Kategorie „Slow TV“ zuordnen, ähnlich wie einem über Stunden über den Bildschirm flackernden Kaminfeuer oder den „Schönsten Bahnstrecken“. Denn auch wenn man nicht vor hat, eine der ausgestrahlten Gegenden zu besuchen, die Bilder entspannen und faszinieren zugleich.

Quelle: Youtube/WetterkanalBenny/BR

Quelle: Youtube/WetterkanalBenny/BR

Wie kommt die Region ins Fernsehen?
„Bei den Panoramabildern im Bayerischen Fernsehen handelt es sich um eine Servicesendung für die Zuschauer – Wetterinformationen, Temperatur, Schneehöhe, und so weiter.“, erklärt die zuständige BR-Redakteurin Marianne Riermeier. In die Wege geleitet werden die Liveübertragungen meist von den jeweiligen Tourismusmanagern, die Interesse haben, die Zuschauer für ihre Region zu begeistern. Sie müssen sich dann beim BR bewerben, um ins Programm aufgenommen zu werden. Um die technische Realisierung müssen sich die Tourismusverbände selbst kümmern. Der Sender verlangt dabei natürlich TV-Qualität, Webcams gehen also nicht.

Wer hat’s erfunden?
Erfunden haben die 360-Grad-Panoramakameras in TV-Qualität allerdings nicht die Schweizer, sondern das österreichische Unternehmen Feratel mit Hauptsitz in Innsbruck, die auch für die Montage der Kameras zuständig ist. Sie wird von den Tourismusregionen dafür beauftragt. Nicht nur über den Bayerischen Rundfunk erreichen Bilder der Feratel-Kameras die Zuschauer. International werden aus 440 Standorten verschiedene Fernsehstationen mit bewegten Wetterbildern beliefert.

Stimmungsmache
Musik trägt einen wesentlichen Teil zur Wirkung von Fernsehbildern bei. Deshalb wird die zur jeweiligen Region passende Musik von der Abteilung Volksmusik des BR in Zusammenarbeit mit dem Volksmusikarchiv in Bruckmühl ausgewählt.

Weitere Infos:
www.feratel.com
www.br.de

Ist der Sommer dieses Jahr im Frühling?

Über das laufende Frühjahr gibt es bisher nichts zu meckern: weitgehend Sonne, Temperaturen bis 18 Grad Celsius. Doch der Sommer könnte 2015 ausfallen.

Wer dieses Jahr die Sonne genießen, sich mit Freunden im Biergarten treffen oder geplante Außenarbeiten erledigen will, sollte das jetzt tun. Die Durchschnittstemperatur liegt bereits 1,3 Grad über dem langjährigen Jahresmittel, das durchschnittliche Sonnenschein-Soll liegt bereits jetzt bei 45 Prozent, das Niederschlags-Soll erst bei 22 Prozent. Lediglich vereinzelt soll es im Osten zu vereinzelten Regenschauern kommen. Aber was der Frühling verspricht, wird der Sommer laut Wetterportal wetter.net nicht halten.

Denn der Sommer soll nass und düster werden. Das Portal beruft sich dabei auf den Langfrist-Trend des US-Wetterdienstes NOAA. wetter.net-Diplommeteorologe Dominik Jung versucht aber zu beruhigen. „Das ist keine echte Wettervorhersage, wirklich nur ein grober Trend.“, so der Experte. Dass diese langfristigen Europa-Vorhersagen aus den USA aber eine Trefferquote von 50 Prozent haben, weiß er aus den Statistiken.

Wie sind eure Erfahrungen mit Wettervorhersagen? Sind sie zuverlässig?

Foto: pixabay

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Sonnenfinsternis: Energieversorger bangen um Stromnetz

Am 20. März verdunkelt sich die Sonne für zwei Stunden. Die Stromversorger befürchten Einbrüche im Solarenergienetz.

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

An dem Freitag der kommenden Woche wird in Deutschland ein seltenes Naturereignis zu sehen sein. Über dem Nordatlantik kommt es zu einer totalen Sonnenfinsternis (SoFi). In Norddeutschland wird sich die Sonne zu 83 Prozent verdunkeln, im Süden der Bundesrepublik immerhin noch um 67 Prozent.

Doch was für SoFi-Fans ein Erlebnis ist, macht den Stromversorgern Kopfzerbrechen. Denn seit der letzten totalen Sonnenfinsternis 1999 hat sich am Energiemarkt viel getan. Die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen hat stetig zugenommen. Sogar so viel, dass an sonnigen Tagen im Sommer die Solaranlagen bald den gesamten Strombedarf Deutschlands abdecken könnten. Doch was aber, wenn die Sonneneinstrahlung ausbleibt? Selbst eine Teilfinsternis, wie die am 20. März, kann durch die verminderte Einspeisung zu einer Instabilität im Stromnetz führen und im schlimmsten Fall zu einem gefürchteten Blackout. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IWES Szenarien berechnet, um das zu verhindern.

Auf Basis der Berechnungen können nunmehr verbesserte Leistungsprognosen für die deutschen Übertragungsnetzbetreiber erstellt werden. Diese Prognosen bilden die Grundlage, um notwendige Maßnahmen zur Sicherung des Stromnetzes in dieser kritischen Situation vorzubereiten, beispielsweise durch den kurzfristigen Einsatz mehrerer Gaskraftwerke, die den fehlenden PV-Strom ersetzen können. Wenige Tage vor der Sonnenfinsternis werden dann spezielle Wettervorhersagen des DWD mit besonderer Berücksichtigung der veränderten Globalstrahlung zur Verfügung gestellt und unterstützen so die jeweiligen Maßnahmen zur Stabilisierung des deutschen Stromnetzes.

Was passiert bei einer Sonnenfinsternis?
Bei einer Sonnenfinsternis stehen Sonne, Mond und Erde genau in einer Linie. Sobald sich vom jeweiligen Punkt auf der Erde aus gesehen der Mond vor die Sonne schiebt, verdunkelt sich diese. Wissenschaftler sprechen vom Kernschatten des Mondes, der sich auf unseren Planeten wirft. Im Video ist der Verlauf der kommenden Sonnenfinsternis zu sehen. In Deutschland wird sich die Sonne ab 9:38 Uhr für etwa zwei Stunden partiell verdunkeln. Der DWD sagt für diesen Vormittag wolkenlosen Himmel voraus, was die Voraussetzung ist, das Naturschauspiel beobachten zu können.

Wer in Deutschland übrigens die nächste totale Sonnenfinsternis beobachten will, muss sich bis zum 3. September 2081 gedulden.

Interaktive Karte zeigt Wetter der ganzen Welt

Sie wollen wissen, wie das Wetter in Castrop-Rauxel ist? Nein? Aber in München, Madrid oder gar über dem Atlantik? Mit einer interaktiven Weltkarte, die regelmäßig vom „US National Weather Service“ aktualisiert wird, können Wetterphänomene aus allen Punkten der Erde abgerufen werden.

Nicht nur Meteorologen können auf dem animierten Globus detaillierte Daten einsehen, auch für Laien ist es möglich, sich rasch einzuarbeiten. Die erfassten Wetterphänomene gehen von der Temperatur, über Luftfeuchtigkeit, bis hin zu Wasser- und Luftströmungen. Die Werte können sogar aus verschiedenen Ebenen der Atmosphäre abgerufen werden. Wenn man also wissen will, wie warm es beispielsweise 200 Meter über Kapstadt ist, dann ist man hier richtig.

Die animierte Weltkarte ist sogar ein Begriffslexikon rund ums Wetter. Wenn man mit dem Mauszeiger länger auf einem der verschiedenen Auswahloptionen verweilt, wird die Erklärung des jeweiligen Begriffes angezeigt.

Den interaktiven Wetterglobus gibt es allerdings nur auf Englisch.

Screen: US National Weather Service

Screen: US National Weather Service

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