Antarktis: Woher kommen die großen Löcher im Eis?

Bereits vor fast 50 Jahren kam es zu dem Wetterphänomen in der Antarktis, 2017 wieder.
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Symbolbild: Clara Tchoube/pixabay.com

Im Weddellmeer liegt eine der größten Eisflächen der Antarktis. Bereits 1973 bildete sich darin ein riesiges Loch, größer als Deutschland. Nach drei Jahren verschwand es wieder. 2017 kam das bis dato mysteriöse Loch wieder. Wie das Wissenschaftsportal spektrum.de berichtet, haben nun Wissenschaftler der University of Science and Technology in Abu Dhabi das Phänomen in einer Studie geklärt.

„Himmelsflüsse“ gelangen in Antarktis

Die Forscher vertreten die These, dass der Grund für die eisfreie Zone sogenannte „Atmospheric River“ – Himmelsflüsse – sind. Sie leiten feuchtwarme Luft von Südamerika bis in die Antarktis. Die Wissenschaftler verglichen Wetterdaten von 1973 und 2017. Vor beiden Ereignissen kam es zu warmen Luftmassenbewegungen, die zur sofortigen Eisschmelze führten. 

Andere Faktoren spielen auch eine Rolle

Kondensierender Wasserdampf sorgt laut spektrum.de zusätzlich noch für eine Art lokalen Treibhauseffekt. Die entstehenden Wolken verhindern demnach die Abstrahlung des Sonnenlichtes. Die Folge: Die Temperaturen steigen weiter. Zusätzlich entstehen durch Verwirbelung von warmen und kalten Luftmassen starke Stürme, die letztendlich das Eis auseinander reißen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich das Phänomen in den nächsten Jahrzehnten häufen wird, weil das Eis durch den Klimawandel verdünnt wird.

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