Wie vorhersehbar ist das Wetter?

Gewohntes Bild: Wettermoderator Sven Plöger präsentiert im Ersten das Wetter des nächsten Tages. Foto: ARD/Ralf Wischewski (Montage: E. Frey)

Gewohntes Bild: Wettermoderator Sven Plöger präsentiert im Ersten das Wetter des nächsten Tages. Foto: ARD/Ralf Wischewski (Montage: E. Frey)

„Das Wetter morgen“: Ein gewohnter Satz am Ende der ARD-Tagesschau, auf den die Deutschen schon seit Jahrzehnten täglich warten. Doch wie wird das Wetter übermorgen, in drei Tagen oder nächste Woche? Der Wettermoderator ist das letzte Glied in der Wettervorhersage, die Informationen kommen von Meteorologen wie denen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Doch wie weit vorher können die Experten das Wetter prognostizieren?

Das Hauptproblem ist, dass das Wetter nicht nur im Sprichwort „macht, was es will“, sondern sich in der Atmosphäre, in der sich Wolkenbildungen, Regen, Schnee und Co abspielen, wirklich chaotische Zustände abspielen. Eine hundertprozentige Vorhersage werde es nie geben, so Brigitte Klante, stellvertretende Leiterin der agrarmeteorologischen Beratungsstelle in Geisenheim (Hessen).

Es gibt zwar 7- und 14-Tagetrends, das sind aber, wie die Formulierung schon sagt, nur Trends. Ab 7 Tagen werde eine Vorhersage schon sehr schwammig, so Klante weiter. Eine genaue Analyse ließe sich nur machen, wenn man den Ausgangspunkt exakt kennt. Das sei aber niemals der Fall, weil man nie wisse, wie das Wetter auf der gesamten Erde ist. Das sei aber die Grundlage der Prognose.

Das atmosphärische Chaos besteht aus sehr vielen physikalischen Prozessen. Diese könne man modellmäßig gar nicht erfassen. Die Störungen der Atmosphäre, die ständig stattfinden, seien nicht vorhersehbar. Deswegen werde die Fehlerhaftigkeit mit zunehmender Vorhersage immer größer, weiß Klante.

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