Sicherheit auf Baustellen ist lebenswichtig. Im Winter lauern zusätzliche Gefahren durch schlechte Wetterverhältnisse.
Viele Landwirte nutzen die Wintermonate, um Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten in den Außenbereichen ihres Betriebes vorzunehmen. Nasskaltes Wetter mit eiskaltem Wind und teilweise morgendlicher Glätte machen die Arbeitsverhältnisse allerdings suboptimal. „Um Sicherheit zu gewähren, braucht man ein sicheres Arbeitsumfeld und persönlichen Kälteschutz“, rät die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU).
Große Betriebe beschäftigen für die anstehenden Arbeiten Bauunternehmen. Für die Sicherheit der Beschäftigten sind die Auftragnehmer teils selbst verantwortlich, teils sollen Auftraggeber etwas dazu beitragen.

Foto: obs/BG BAU
Zu leichte oder falsche Bekleidung etwa kann im Winter nicht nur zu Schnupfen führen, sie kann sogar zu chronischen Erkrankungen der Atemwege sowie des Muskel- und Skelettsystems führen. Bei niedrigen Temperaturen mache es Sinn, mehrere Lagen Kleidung übereinander zu tragen, in einer Kombination von Jacke und Hose aus Mikrofasern sowie darunter Wäsche aus Fleece-Material, das Feuchtigkeit aufnimmt und für Wärme sorgt, so die BG BAU. Zum Kopfschutz seien außerdem Wintermützen zum Unterziehen sinnvoll.
Die Schutzkleidung muss winddicht sein, auftretende Feuchtigkeit durch Schwitzen nach außen leiten können und zugleich einen wirksamen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Umgebung und Körper ermöglichen, damit die Beschäftigten nicht auskühlen. Um glatten Böden und überfrorenen Materialien zu trotzen, sind zudem geeignete Arbeitshandschuhe sowie Sicherheitsschuhe der Kategorie S 3 mit rutschhemmenden Sohlen zu empfehlen. Auf kleinen Baustellen, wie in landwirtschaftlichen Betrieben, ist der Auftragnehmer gefragt, wenn es darum geht, einen geheizten Raum und heiße Getränke für die Beschäftigten bereitzustellen.
Nach einer Auswertung der BG BAU kam es im Winter 2014/2015 auf deutschen Baustellen zu rund 19.800 zum Teil schweren Arbeitsunfällen, vor allem durch rutschige Böden und schlechte Lichtverhältnisse.