Klimawandel: Gefährlicher Tropfen im Pazifik

Auswirkung des Klimawandels: Der gefürchtete “Blob” ist im Nordpazifik zurück, viel größer als vor ein paar Jahren.
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Foto: pexels/pixabay.com (Symbolbild)

Von 2013 bis 2016 war im Nordpazifik an den Küsten der USA und Kanadas eine Warmwasser-Blase zu beobachten. Wissenschaftler nennen das Wetterphänomen “Blob” (“der Tropfen”) und führen die Erwärmung auf den Klimawandel zurück. Wie Focus Online berichtet, ist der Tropfen wieder da, allerdings in einem immensen Ausmaß. Er ist so groß wie Kanada. An diesen Stellen ist das Wasser des Ozeans um bis zu 7 Grad wärmer als gewöhnlich in diesen Regionen.

Auswirkungen auf Tiere und Menschen

Wie Focus Online weiter schreibt, gehen Experten davon aus, dass diese partielle Erwärmung des Ozeans verheerende Auswirkungen auf die Meeresbewohner hat. Beim ersten “Blob” vor ein paar Jahren haben Forscher bereits Schäden festgestellt. Grünalgen und Planktonkrebse kollabierten, was zur Folge hatte, dass die Nahrungskette abriss. Fische fanden kein Futter, die Population halbierte sich. Auch auf die Wirtschaft hat die Warmwasser-Blase Auswirkungen. Thunfische wichen in kältere Gewässer aus, so dass Berufsfischer Verluste zu verzeichnen hatten. Aufgrund der Größe des aktuellen “Blobs” könnten die Auswirkungen noch viel heftiger werden.

Mehr Hurrikans durch Klimawandel erwartet

Das zur NASA gehörende Jet Propulsion Laboratory hat in einer Studie einen Bezug zwischen dem “Blob” und verstärkt auftretenden Hurrikans hergestellt. „Wir analysierten die Ereignisse, die 2018 zum Hurrikan Michael führten, und fanden heraus, dass ihm eine Hitzewelle vorausging, die ein Meeresgebiet vor Florida abnormal aufheizte“, zitiert Focus Online Severine Fournier, Mitautorin der Studie.

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