Im aktuellen Monitoringbericht zur Klimakrise in Deutschland wertet das Umweltbundesamt erstmals mehr Daten aus. Das ermöglicht die künftige Anpassung an den Klimawandel.

- Durchschnittstemperatur in Deutschland erhöht sich schneller
- Neben dem Ackerbau sind auch Wälder extrem von der Klimakrise betroffen
- Umfangreiche Daten ermöglichen Anpassung an den Klimawandel
Die Bundesregierung legt alle vier Jahre einen Monitoringbericht zu den Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland vor. Aus dem aktuellen Bericht geht hervor, dass sich die Erderwärmung noch deutlicher zeigt, als im Monitoringbericht 2019. Statistische Daten zeigen verlässlich, dass das Jahresmittel der Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2022 um 1,7 Grad Celsius angestiegen ist. Im vergangenen Bericht, der die Entwicklung bis 2018 beleuchtete, waren es noch 1,5 Grad. Der Sprung nach oben ist nicht verwunderlich: 2018, 2020 und 2022 waren in Deutschland die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Klimakrise: Wälder schwer betroffen
Deutschland zählt zu den Ländern mit dem höchsten Wasserverlust weltweit. Das macht sich nicht nur bei den Ernteerträgen im Ackerbau bemerkbar. Wie das Umweltbundesamt (UBA) berichtet, leiden vor allem auch die Wälder in Deutschland stärker. Demnach sind die Absterbraten von Bäumen seit 2019 sprunghaft gestiegen. Betroffen sind alle Baumarten. Die Daten zeigen, dass 2020 rund zwanzig Mal so viele Fichten gestorben sind, wie im Mittel von 2010 bis 2019.
Umfangreiche Daten ermöglichen Anpassung an den Klimawandel
Das Umweltbundesamt hat das Monitoring weiterentwickelt. Während bislang nur Fachartikel „hintereinandergereiht“ wurden, ist jetzt eine Einordnung zu künftigen Entwicklungen möglich. Dafür sorgen auch 117 anstatt 105 Indikatoren. 45 beziehen sich auf Anpassungsmaßnahmen oder Aktivitäten und Bedingungen, weitere fünf Indikatoren sind handlungsübergreifend. Vor dem Hintergrund der immer komplexeren Auswirkungen der Erderwärmung sind Strategien zur Anpassung an den Klimawandel notwendig. Die erweiterten Analysen sollen nun ermöglichen, diese umzusetzen.
Das Umweltbundesamt wertet Daten von über 50 Bundes- und Landesbehörden sowie Universitäten und Fachverbänden aus. Der Bundestag hat im Herbst das Klimaanpassungsgesetz beschlossen. Dessen Inhalte werden nun basierend auf den umfangreichen Daten erarbeitet.
1 Kommentar
WETTER – KLIMA – UMWELT
Gedicht und Zustandsbericht
Die Stadt ist uns lieb und teuer,
doch zu heiß wird’s im Gemäuer,
wenn Sonne scheint ohn‘ Unterlass
und weit und breit kein kühles Nass.
Für die Städter ein Härtetest,
Tropennächte geben den Rest.
Das Klima hat sich gewandelt,
höchste Zeit, dass die Stadt handelt.
Die Betonwüste braucht Oasen,
Wasserstellen und grünen Rasen,
Bäume, die uns Schatten spenden.
Die Bodenversiegelung beenden!
Tornados, Hitze, Wassernot;
Feuer wüten in Wald und Flur.
Das Wetter gerät aus dem Lot,
Klimawandel zieht seine Spur.
Borkenkäfer in der Kiefer,
auch zur Fichte zieht Geziefer.
Statt sattes Grün und Waldeslust,
kranke Bäume und Förster’s Frust.
Profitgier lässt Wälder schwinden,
fördert weltweit Umweltsünden.
Die grüne Lunge des Planeten
in Gefahr, da hilft kein Beten.
Jeder Baum, der zum Opfer fällt,
macht etwas ärmer uns’re Welt.
Wenn’s mit dem Wald zu Ende geht,
stirbt letztlich der ganze Planet.
Den Niedergang abzuwenden,
liegt in unser aller Händen.
DER MENSCH IM ANTHROPOZÄN
Der Mensch macht sich die Erde Untertan,
getrieben vom ewigen Wachstumswahn.
Autos werden größer, Straßen breiter,
die Wälder dagegen schrumpfen weiter.
Es ist höchste Zeit für uns, zu handeln,
endlich uns’ren Lebensstil zu wandeln.
Was nützt uns Wohlstand und alles Geld,
wenn am Ende kollabiert die Welt?
Man produziert und produziert,
plündert Ressourcen ungeniert.
Gewinnmaximierung ist Pflicht,
die intakte Natur zählt nicht.
Börsenkurse steh’n im Fokus,
Umweltschutz in den Lokus.
Plastikflut und Wegwerftrend,
man konsumiert permanent.
Nur unser ständiges Kaufen
hält das System am Laufen.
Unser westlicher Lebensstil
taugt nicht als Menschheitsziel.
Die Jagd nach ewigem Wachstum
bringt letztlich den Planeten um.
Das oberste Gebot der Zeit
muss heißen Nachhaltigkeit.
Statt nur nach Profit zu streben,
im Einklang mit der Natur leben.
Zu viele Buchen und Eichen
mussten schon der Kohle weichen.
Retten wir den herrlichen Wald,
bewahren die Artenvielfalt.
Kämpfen wir für Mutter Erde,
dass sie nicht zur Wüste werde.
Der Mensch, dieses kluge Wesen
kann im Gesicht der Erde lesen.
Er sieht die drohende Gefahr,
spürt die Erwärmung Jahr für Jahr.
Homo sapiens muss aufwachen,
seine Hausaufgaben machen.
Wir alle stehen in der Pflicht,
maßvoll leben ist kein Verzicht.
Teilen und Second Hand der Trend,
Repair vor Neukauf konsequent.
Bei allem etwas Enthaltsamkeit,
nehmen wir uns die Freiheit.😉
Für die Zukunft des Planeten,
weg mit Panzern und Raketen.
Lasst die weißen Tauben fliegen,
Aggression und Hass besiegen.
Die Leute legen ab den Neid,
die Religionen ihren Streit.
Fromme und Heiden sind vereint,
uns’re Sonne für alle scheint.
Keiner ist des Anderen Knecht,
für alle gilt das Menschenrecht.
Jeder kann glauben, was er will,
Frieden und Freiheit unser Ziel.
Die Umwelt schützen, Raubbau beenden,
das Anthropozän zum Guten wenden.
Ökonomie und Ökologie im Verein,
der blaue Planet wird uns dankbar sein.
HEIẞER SOMMER
Ist das Klima oder Wetter?
So fragen schwitzende Städter.
Der Beton wirkt hier als Therme,
heizt sich auf und speichert Wärme.
Für Gesundheit und Wohlergeh’n,
lasset steh’n Bäume und Alleen.
An allen Straßen soll es blüh’n,
unsere Städte brauchen Grün.
Wetter ist himmlische Wahrheit,
der Wetterbericht bringt Klarheit
mit der Isobarenkarte,
Heiligtum der Wettersparte.
Ob im Osten oder Westen,
das Wetter ist nicht vom Besten.
Die Sommer trocken und zu heiß,
im Winter fehlen Schnee und Eis.
Azorenhoch und Islandtief,
der Wettergott treibt’s intensiv.
Die Omega-Wetterlage
macht Sommertage zur Plage.
Von Meck-Pomm bis nach Baden
wird die Sonne uns kräftig braten.
Ob nun Wetter oder Klima,
öfters mal Regen wär‘ prima.
Rainer Kirmse , Altenburg
Herzliche Grüße aus Thüringen