Fybromyalgie: Wenn das Wetter weh tut

Wetterfühligkeit gibt es schon immer, zählte aber nie als Krankheit. Erst in den vergangenen Jahren konnten Forscher die Symptome zuordnen. Fibromyalgie ist eine Krankheit – und ist nicht heilbar.

Etwa zwei bis vier Prozent der Bevölkerung leiden an Fybromalgie. Die Ursache für die Wetterfühligkeit konnte aus medizinischer Sicht lange nicht zugeordnet werden. „Man spürt den Wetterumschwung“, so die landläufige Beschreibung der Symptome, die von Gliederschmerzen über Gelenkschmerzen bis zu Beschwerden am ganzen Körper reichen können.

Foto: V. Daum/UKRUB

Foto: V. Daum/UKRUB

Erst 2013 haben Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg die tatsächliche Ursache für die lange als mysteriös geltende Krankheit herausgefunden. Der Auslöser für die bis dahin undefinierbaren Schmerzen sind Schäden im Bereich der kleinen Nervenfasern. Diese sind für die Wahrnehmung von Schmerzen verantwortlich und für das Temperaturempfinden, sogenannte kleinkalibrige schmerzleitende Nervenfasern, deren Enden in der Haut lokalisiert sind. Auf diese Fasern hatten sich die Forscher konzentriert und sind tatsächlich fündig geworden.

 

Bestimmte Gruppen betroffen
Fibromyalgie kann jeden treffen. Allerdings sind Menschen, in deren Körper ein phsyiologischer Stress ausgelöst wurde, gefährdeter. Das können Depressionen sein, aber auch Operationen nach Unfällen oder chronische Erkrankungen.

Was kann man gegen Fibromyalgie tun?
Die Erkrankung setzt schleichend ein. Deshalb wird sie meist erst spät erkannt. Die Krankheit ist noch nicht heilbar. Man kann nur, etwa durch eine sogenannte multimodale Schmerztherapie, die Schmerzen zu lindern, um die Einsatzfähigkeit im Alltag zu erhalten. Die multimodale Schmerztherapie ist eine speziell auf den Patienten zugeschnittene Behandlung, welche die Beschwerden von allen Seiten bekämpft. Dazu gehören etwa Medikamente, die an verschiedenen Orten des Schmerzgeschehens eingreifen. Auch Akupunktur kann helfen. Medikamente speziell gegen Fibromyalgie gibt es nicht. Experten raten auch, Vitamin D zu sich zu nehmen und leichtes Ausdauertraining zu machen. Das kann ebenfalls zur Schmerzlinderung beitragen. Man kann immer nur den Grund für die verstärkte Fibromyalgie bekämpfen, etwa bei psychisch kranken Menschen die Depression.

Weitere Informationen:
Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung
Deutsche Schmerzgesellschaft

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