Forscher warnen: Deutsche Gletscher könnten in zehn Jahren weg sein

Forscher gehen im aktuellen Gletscherbericht davon aus, dass die Gletscher in den bayerischen Alpen in zehn Jahren geschmolzen sind.

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Foto: Reinhard Thrainer/pixabay.com

In den bayerischen Alpen gibt es aktuell noch fünf Gletscher. Noch! Denn Forscher der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gehen im aktuellen Gletscherbericht davon aus, dass auch diese innerhalb der nächsten zehn Jahre komplett schmelzen. Zu den bestehenden Gletschern zählen der südliche und der nördliche Schneeferner, der Höllentalferner südlich von Garmisch-Partenkirchen sowie der Blaueis und der Watzmanngletscher.

Forscher nennen konkrete Zeiträume

Die Wissenschaftler prognostizieren, dass der letzte bayerische Gletscher bereits Anfang der 2030er verschwunden sein könnte. Bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass dies erst gegen Mitte des Jahrhunderts der Fall sein wird. Die Eisreste des südlichen Schneeferner auf der Zugspitze werden laut der Forscher bereits in wenigen Jahren abgeschmolzen sein.

Schneller Temperaturanstieg in Höhenlagen

Ursache für das Gletschersterben ist in erster Linie die weltweite Klimaveränderung, welche mit einem deutlichen Temperaturanstieg einhergeht. In den Alpen ist der Anstieg mit rund 2 Grad Celsius dabei nahezu doppelt so hoch wie der globale Durchschnittswert. Das Klima auf 3.500 Metern Höhe hat sich an die zuvor 500 Meter tiefer vorherrschenden Verhältnisse angenähert.

Gletscher wichtig für Ökosysteme

Gletscher sind wichtig für den Wasserhaushalt. Sie versorgen auch in Trockenperioden Gebirgsbäche und Flüsse mit Schmelzwasser. Dadurch bleiben Ökosysteme erhalten. Außerdem schützen die Eispanzer labile Bergflanken und verhindern so ein Abrutschen.

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