Durch Waldaktien finanzierte Klimawälder: ein Tourismusgag mit Nachhaltigkeitsfaktor.
Seit 2007 verkauft die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium und dem Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern ihre “Waldaktien” an Urlauber und Einheimische. Durch den Verkauf werden sogenannte Klimawälder finanziert. Neben den 13 Aufforstungen in Mecklenburg-Vorpommern, ein vierzehnter ist auf der Insel Rügen geplant, wurden auch bereits Bäume in Afrika gepflanzt.

Foto: TMV
Der Sinn erklärt sich durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass Wald freigesetztes Kohlendioxid bindet, von selbst. Je mehr Wald existiert, desto weniger Schadstoffe gibt es in der Luft. Was wie ein Tourismusgag aussieht, ist ein kreativer Ansatz gegen den Klimawandel. Bei einem Kauf einer Aktie von 10 Euro werden fünf Quadratmeter Wald aufgepflanzt. Bisher wurden 70.000 Waldaktien verkauft. „Damit wurde das Potential geschaffen, der Atmosphäre etwa 60.000 Tonnen Kohlendioxid zu entziehen“, so der mecklenburg-vorpommersche Landwirtschaftsminister Till Backhaus.
Die Touristiker sehen noch ein weiteres Argument. Durch die entstehenden Wälder wird auch die biologische Vielfalt erhöht und das Landschaftsbild bereichert. „Ich bin mir sicher, dass sich unsere Gäste daran auch weiterhin beteiligen werden.“, so Bernd Fischer, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Das Konzept wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, 2008 und 2010 als offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung und 2009 als Bundessieger im Rahmen der Initiative „Land der Ideen“.
Weitere Informationen:
www.waldaktie.de

