Kategorie: Lasst uns übers Wetter reden!

Immer mehr Hitzetote in Europa?

Wissenschaftler warnen in einer Studie vor einem extremen Anstieg von Todesfällen aufgrund der zunehmenden Hitze.

Fotos: pixabay; Composing

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Regelmäßige Waldbrände durch Hitzewellen im Mittelmeerraum – Mallorca-Urlauber leiden derzeit unter Temperaturen über 40 Grad. Für mehrere italienische Städte wurde die höchste Hitze-Warnstufe ausgerufen. Auch in Deutschland werden wiederholt Temperaturrekorde gemessen. In Österreich starb vergangene Woche ein Rekrut während eines Marsches an Überhitzung. Forscher warnen jetzt: Die Zahl an Hitzetoten wird drastisch steigen!

Laut der Studie, die im Magazin „The Lancet Planetary Health“ veröffentlicht wurde, werden Ende des Jahrhunderts in Europa jährlich 152.000 Menschen wegen Hitze ums Leben gekommen sein. Wenn die Wissenschaftler recht haben, wäre das ein Anstieg um das Fünfzigfache.

„Zwei von drei Menschen in Europa wären davon betroffen, sollten die Emission von Treibhausgas nicht verringert und die Politik nicht klimafreundlicher werden.“, rechnen die Autoren der Studie vor. Klimawandel sei eine der größten weltweiten Bedrohungen für die Gesundheit der Menschen im 21. Jahrhundert, so Giovanni Forzieri vom Forschungszentrum der EU-Kommission in Italien, das die Untersuchung mit geleitet hat.

Unwetter hinterlassen seit Juni Millionenschäden

Seit Juni kommt es immer wieder zu Starkregen. Laut einer Studie müssen wir uns daran gewöhnen. Ernteabsicherung ist also wichtiger als je zuvor.

Foto: pixabay

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Im Juni und Juli waren weite Teile Deutschlands von Starkregen und sogar Hagel betroffen. Vor allem die Nordhälfte der Bundesrepublik bekam die Unwetter „Paul“ und „Rasmund“ sowie zuletzt das Tief „Alfred“ zu spüren. Mit bundesweit rund 130 l/m² erreichte der Juli mehr als das Doppelte seines Solls von 78 l/m². Damit gehört er zu den zehn niederschlagsreichsten Juli-Monaten seit Messbeginn 1881. Laut erster Einschätzung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer (gdv) entstand insgesamt ein Schaden von 60 Millionen Euro.

Ernteunterbrechungen und Schäden

Während Unwetter „Paul“ insgesamt etwa 50.000 Hektar Ernte vernichtete, verschonte „Alfred“ die Landwirtschaft weitgehend. Der Gesamtschaden liegt dennoch im zweistelligen Millionenbereich. Die seit Juni anhaltenden Starkregenereignisse sorgen auch für Ernteunterbrechungen. Betroffen sind nahezu alle Ackerbaukulturen – Wintergetreide, Mais, Zuckerrüben, Erbsen, Raps und Kartoffeln. Eine abschließende Erntebilanz wird der Deutsche Bauernverband (DBV) am 22. August veröffentlichen.

Extremwetter nimmt zu

Laut einer gemeinsamen Studie des Thünen-Instituts, des Julius-Kühn-Instituts (JKI) und des Deutschen Wetterdienstes werden in den nächsten Jahrzehnten nicht nur Stürme, Hitze und Trockenheit zunehmen, sonder auch Starkregenereignisse. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in diesem Zusammenhang eine Broschüre aufgelegt, in der aufgeklärt wird, in welcher Form sich Unternehmen des Agrarbereichs und der Forstwirtschaft gegen Wetterschäden absichern. Außerdem wird informiert, wo Land- und Forstwirte gegebenenfalls Hilfe erhalten können.

Die Broschüre kann auf der Internetseite des Bundeslandwirtschaftsministerium kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

Diese Raupen sind auch für Menschen gefährlich

Wegen des trockenen Sommers im Vorjahr gibt es dieses Jahr besonders viele Eichenprozessionsspinner.

Foto: Christian Fischer/CC 2.0

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In diesem Jahr ist ein besonders häufiges Auftreten festzustellen. Das teilt der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen mit. Grund dafür seien die idealen Wetterbedingungen im Vorjahr: Trockenheit und wenig Niederschlag. Betroffen sind vor allem besonnte Stiel-, Rot- und Traubeneichen, wobei in Wäldern vor allem die Randgebiete und Einzelbäume befallen werden. Schäden richten allerdings weniger die Falter, sondern vielmehr die Raupen an. Mit Hilfe von unzähligen, feinen Brennhaaren schützen sie sich gegen Feinde.

Auswirkungen auf den Wald

Gesunde Eichenbestände können einen einmaligen Raupenfraß ohne langfristige negative Folgen verkraften. Wird ein Bestand jedoch wiederholt befallen und kahl gefressen, können die Eichen anfälliger für andere Schädlinge, wie den Eichenprachtkäfer, Eichenmehltau oder den Schwammspinner werden. Der gleichzeitige Befall mit mehreren Schädlingen kann schwere Auswirkungen auf die Vitalität der betroffenen Bäume haben und schlimmstenfalls zum Absterben einzelner Bäume oder sogar ganzer Bestände führen. Die Ausbreitung des Schädlings kann durch Absaugen der Nester und durch Biozide eingedämmt werden.

Auch für Menschen gefährlich

Die Raupen sind nicht nur für Baumbestände gefährlich, sondern können auch für Menschen zur Gefahr werden. Eine ausgewachsene Raupe verfügt über mehr als 600.000 winzige Brennhaare, die sie bei drohender Gefahr abschießen kann. Die Brennhaare sind nur 0,1 Millimeter lang und einen Tausendstel Millimeter breit Allerdings hält die allergene Wirkung des Nesselgiftes bis zu zwei Jahre an. Zwischen Juni und September ist die Gefahr, in Kontakt mit den Brennhaaren zu kommen, besonders groß – entweder direkt durch die Raupen oder durch verbleibende Brennhaare in verlassenen Gespinsten. Die feinen Härchen können zudem mehrere hundert Meter durch die Luft fliegen. Wenn man sie einatmet, kann es zu Atembeschwerden kommen. Bei Berührung reagiert die Haut zunächst mit roten, juckenden Pusteln. Die Spitzen der Brennhaare bohren sich in die Haut und brechen danach ab, zum Beispiel beim Kratzen oder Waschen.

Hier schlugen 2016 die meisten Blitze ein

Der aktuelle Blitz-Atlas zeigt, wo im Vorjahr in Deutschland die meisten Blitze einschlugen.

Foto: pixabay

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Im Landkreis Wesel erreichten 2016 die meisten Blitze die Erde. Das ergab die jüngste Auswertung des Blitz-Informationsdienstes von Siemens (BLIDS). In der nordrhein-westfälischen Region wurden 4,1 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer registriert und erreicht damit fast den Langzeitrekord von Garmisch-Partenkirchen. Auf Platz zwei und drei befinden sich die bayerische Stadt Aschaffenburg und der nordrhein-westfälische Landkreis Borken mit jeweils rund 3,8 Einschlägen.

Insgesamt weniger Blitzeinschläge

Die geringste Blitzdichte verzeichneten Flensburg und Frankfurt (Oder) mit jeweils 0,2. Insgesamt ging die Zahl der Blitzeinschläge auf 431.644 zurück. 2015 waren es rund 550.000. Hauptgrund für den Rückgang ist laut so BLIDS-Leiter Stephan Thern, dass vergangenes Jahr im normalerweise blitzreichen August sehr wenige Gewitter verzeichnet worden seien. Dass ausgerechnet die bisher blitzarme Region Wesel an oberster Stelle zu finden ist, liegt an wenigen aber dafür heftigen Gewittern in Mai und Juni.

Im Süden mehr Blitzeinschläge

Im Langzeitvergleich von 1999 bis 2016 führt nachwievor Bayern. Tendenziell gebe es in den südlichen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg besonders viele Blitzeinschläge, während in Schleswig-Holstein eher wenige zu verzeichnen seien, weiß Thern.

Weitere Informationen: www.siemens.com/blids

Dieser Baum wird den Klimawandel nicht überleben

Wissenschaftler befürchten, dass die Fichte aus unseren Wälder verschwindet.

Foto: pixabay

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Mit über 26.000 Kubikmeter Holzeinschlag 2016 ist die Fichte der bedeutendste Baum für die Forstwirtschaft. Doch langfristig werden sich Forstwirte umstellen müssen. Irgendwann wird es die Fichte in Deutschland nicht mehr geben, zumindest wenn es nach einer Studie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg geht. Am Beispiel Schwarzwald haben Prof. Jürgen Bauhaus und Valentia Vitali erforscht, dass die Fichte nicht mit dem Klimawandel zurecht kommt.

Viele Pflanzen seien der voranschreitenden Trockenheit durch den Klimawandel nicht gewachsen, so auch die Fichte, wissen die Forscher. Kern der Studie war zu erforschen, welche Baumarten sich in Zukunft in Deutschland wohlfühlen könnten. Das Ergebnis: Weißtannen und Douglasien könnten langfristig die Fichte ersetzen, weil sie besser an Trockenzeiten angepasst sind. Die Weißtanne ist ohnehin ein heimischer Baum, die Douglasie stammt aus Nordamerika.

Das Team um Prof. Bauhaus hat über 800 Bäume in unterschiedlichen Höhenlagen des Schwarzwalds untersucht. Anhand des Jahrringwachstums der Bäume vor, während und nach extremen Sommertrockenheiten der Jahre 1976 und 2003 haben sie festgestellt, welche Nadelbaumarten Dürren am besten standhalten und sich danach am schnellsten und vollständigsten erholen. Veröffentlicht haben die Wissenschaftler ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“.

Ertragspotenziale durch Wetterextreme verringert

Die deutschen Landwirte erwarten Getreideernte auf Vorjahresniveau, regionale Unterschiede

Foto: pixabay

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„Zum Erntebeginn sehen wir beim Zustand der Getreide- und Rapsbestände in Deutschland deutliche regionale Unterschiede“, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied zum Auftakt der Getreide und Rapsernte. Der Deutsche Bauernverband erwartet eine Getreideernte von gut 45 Millionen Tonnen, die mengenmäßig knapp dem Vorjahr mit 45,4 Millionen Tonnen entsprechen wird. Der Durchschnitt der Ernten 2012 bis 2016 in Höhe von 47,9 Millionen Tonnen wird damit aber nicht erreicht. Die zuletzt heißen und trockenen Witterungsverhältnisse und der Starkregen in einigen Regionen bringen vor allem beim Weizen einige Unsicherheit bei der Schätzung der Getreideernte.

Die Wintergerstenbestände sind durch die Trockenheit im Juni mit regional extrem hohen Temperaturen schnell abgereift. Letztendlich würden jedoch die ersten Druschergebnisse zeigen, inwieweit die teils extreme Juni-Witterung die Erträge und Qualitäten von Winterweizen, Winterraps und das Sommergetreide beeinflusst hat, sagte Rukwied. Deshalb seien derzeit die Erwartungen der Landwirte an die diesjährige Ernte eher zurückhaltend. In weiten Teilen Deutschlands lassen sich Trockenschäden in den Beständen erkennen. Gerade der Winterweizen könnte zuletzt Ertragspotenzial und Qualität eingebüßt haben. Da dieser mit knapp 3,2 Millionen Hektar die wichtigste in Deutschland angebaute Getreideart sei, sei sein Ertrag ein maßgeblicher Faktor für das Gesamtergebnis der Getreideernte, erläuterte der Bauernpräsident. Der DBV erstellt seine Ernteprognose auf der Basis von Umfragen unter den 18 Landesbauernverbänden zu ihren aktuellen Ertragsschätzungen.

Schädlinge und Kälte belasten Winterraps

Beim Winterraps geht der Bauernverband derzeit von einer Erntemenge von knapp 4,7 Millionen Tonnen aus. Die Ertragserwartungen liegen mit rund 3,6 Tonnen pro Hektar niedriger als der Fünfjahresdurchschnitt von 3,9 Tonnen pro Hektar. Ursachen hierfür sind ein regional erhöhter Krankheits- und Schädlingsdruck, der Kälteeinbruch mit Nachtfrösten im April, welcher die Rapsbestände in der Blüte traf, sowie die Trockenheit der letzten Wochen.

Trockenschäden in Norddeutschland

Naturgemäß sind die Ertragserwartungen in den einzelnen Regionen Deutschlands sehr unterschiedlich. Die Wasserversorgung war zum Ende des Frühjahrs in Norddeutschland weit weniger angespannt als in den übrigen Regionen Deutschlands. Insbesondere auf leichten sandigen Böden traten Trockenschäden auf. Das liegt am geringeren Wasserhaltevermögen. Die Getreide- und Rapsbestände auf schwereren Böden profitierten dagegen von den höheren Wasservorräten. Die Niederschläge der vergangenen Woche haben die Wasserversorgung verbessert, andererseits die begonnene Wintergerstenernte jedoch unterbrochen. Auch die Wasserversorgung in den kommenden Monaten ist von hoher Bedeutung. So hängt das Ertragspotenzial von Kartoffeln, Zuckerrüben aber auch von Mais maßgeblich von den Witterungsbedingungen in den Sommermonaten ab.

Wetterextreme erfordern gutes Risikomanagement

Rukwied wies noch einmal auf die Wichtigkeit von gutem Risikomanagement hin. Vor allem Obst- und Weinbetriebe sehen sich mit extremen Ernteausfällen konfrontiert. „Die Wetterextreme bestimmen das Erntejahr unserer Obst- und Weinbauern in diesem Jahr ungewöhnlich stark“, so der Bauernpräsident. Einige Betriebe seien massiv geschädigt. Der starke Frost Mitte April nach dem warmen März führte zu großen Schäden zum Beispiel bei Kirschen, Pflaumen, Äpfeln und Wein. Ende Mai bis in den Juni hinein mussten die Obstbauern regional mit Starkregen und Hagel fertig werden.

Holzhäuser sollen Klimawandel eindämmen

Holz speichert CO2, der Deutsche Holzfertigbau-Verband (DHV) kann sich eine gesetzliche „Mindestholzbauquote“ für öffentliche Bauvorhaben vorstellen.

Foto: MM HolzHaus/DHV

Foto: MM HolzHaus/DHV

Dass Holz klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) speichert, ist erwiesen. Der Deutsche Holzfertigbau-Verband (DHV) nimmt das zum Anlass, für Holz als Bau- und Dämmmaterial zu werben. Sintflutartige Regengüsse, orkanartige Stürme, vollgelaufene Keller und überschwemmte Wohnungen hinterließen nicht nur im Gedächtnis der unmittelbar Betroffenen Spuren, so der Verband. Deshalb regt der DHV für öffentliche Bauvorhaben die verbindliche Einführung einer sogenannten „Bio-Quote“ nach Münchener Vorbild an.

Die demokratischen politischen Parteien in Deutschland fordert der DHV auf, sich zum Umgang mit dem Klimawandel noch vor der Bundestagswahl klar und unmissverständlich zu positionieren. „Einer der wichtigsten Vorzüge des Naturwerkstoffs ist die Eigenschaft, Kohlendioxid dauerhaft in sich zu binden. Ein Kubikmeter Holz speichert etwa eine TonneCO2“, erklärt DHV-Präsident Erwin Taglieber. Er rechnet vor: Für ein Fertighaus aus Holz mit 150 m² Wohnnutzfläche würden ungefähr 25 bis 30 Kubikmeter Nadelholz verbaut und damit das Klima um etwa 25 bis 30 TonnenCO2 entlastet. Kein anderer Werkstoff könne da mithalten, so Taglieber.

Wenn Bund und Länder mit „gutem Beispiel“ vorangingen, sei das auch eine Vorbildwirkung auf private Bauherren, so der DHV. Die Verwendung von natürlichen Materialien wie Holz, Hanf oder auch Stroh könne dann durch die KfW-Bank gefördert werden, kann sich der Verband vorstellen.

EU erkennt Klimaschutzleistungen der Landwirte an

Die Land- und Forstwirtschaft spielt eine wichtige Rolle bei der Bindung von Treibhausgasen.

Foto: pixabay

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Das EU-Parlament hat vergangene Woche mit Blick auf den Klimaschutz 2020 für die Sonderrolle der Landwirtschaft bei der Ernährungssicherung abgestimmt. „Gleichzeitig wird die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft bei der Bindung von Treibhausgasen anerkannt“, freut sich der Deutsche Bauernverband (DBV). Parallel lenkt der Verband ein, dass die tatsächliche Leistung deutlich höher sei, als vom EU-Parlament zugestanden. Es sei aber wichtig, dass diese erstmals angerechnet würde. Dabei geht es um die Bindung von Kohlendioxid in Böden und Wäldern.

Die EU will künftig die Bindung von Treibhausgasen durch Agrarflächen bis zu einer Höhe von 280 Millionen TonnenCO2 entsprechend auf die Klimaziele anrechnen. Diese Einbeziehung in die Klimapolitik sei ein wichtiger Schritt hin zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, so der DBV. Das EU-Parlament hält daran fest, dass der Klimaschutz die Ernährungssicherung nicht gefährden darf. Auch die Anpassungen an die negativen Folgen des Klimawandels seien zu verstärken.

So sollen Städter vor UV-Strahlen geschützt werden

Experten fordern Stadtentwickler zu aktiver Maßnahmenentwicklung zu UV- und Wärmeschutz auf.

Foto: pixabay

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Die durch den Klimawandel steigende Sonnen- und Hitzebelastung und das daraus resultierende verstärkte Hautkrebsrisiko wird vor allem Stadtbewohner treffen. Ein Grund ist das veränderte Freizeitverhalten. Zu diesem Ergebnis kamen Experten der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP), der Deutschen Krebshilfe und des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Um Bürgerinnen und Bürger im Alltag die Möglichkeit zu geben, sich vor übermäßiger UV- und Wärmestrahlung zu schützen, fordern Präventionsexperten die Stadtentwicklungspolitik auf, sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Nicht nur beim „Sonnenbaden“

Das BfS weist darauf hin, dass intensive Sonnenstrahlung an vielen Orten des Alltags auftritt. Menschen seien beispielsweise am Arbeitsplatz, auf dem Schulhof, dem Kita-Außengelände, im Park oder auch auf dem Fußballplatz der UV-Strahlung ausgesetzt. „Das Lebens- und Arbeitsumfeld der Menschen sollte so gestaltet sein, dass alle, die sich im Freien aufhalten, starker UV-Strahlung ausweichen können. Das ist die Aufgabe der Verhältnisprävention von Hautkrebs.“, so Dr. Cornelia Baldermann, Koordinatorin des UV-Schutz-Bündnisses des BfS.

UV-Strahlung bisher nicht berücksichtigt

Aufgrund oft fehlender Grünflächen, wie Baumgruppen, sind Stadtbewohner verstärkt der UV-Strahlung ausgesetzt. Das Bündnis will erreichen, dass Stadtplaner nicht nur die Hitzeentwicklungen in Städten berücksichtigen, sondern auch die gefährlichen UV-Strahlen. „Erklärtes Ziel der Architektur und Stadtplanung ist es, qualitätsvolle Gebäude und Außenräume zu schaffen. Vor dem Hintergrund extremer werdender Umweltbedingungen wird zukünftig bei der baulichen Gestaltung unserer Städte die Verhältnisprävention eine stärkere Rolle spielen müssen.“, so Anke Jurleit, Projektmanagerin bei der Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH. Erreicht werden kann das durch Verschattungselemente und Begrünungen. Gleichzeitig sollen die Stadtbewohner aber auch für den eigenen Schutz und die Sinnhaftigkeit solcher Elemente sensibilisiert werden. „Wenn die Stadtplaner ohnehin schon aufgrund der höheren Temperaturen neu planen, dann können sie auch die UV-Strahlung berücksichtigen.“, so Jan Lauer vom Bundesamt für Strahlenschutz.

Hagelscanner checkt Schäden in wenigen Minuten

Versicherungen arbeiten mit dem Hagelscanner „Colibri“ und versprechen durch die Automatisierung eine schnellere Schadensregulierung.

Foto: GDV

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Hagelschäden am Auto sind immer ärgerlich. Der Schaden ist oft hoch. Um das Auto wieder schnell nutzen zu können, ist eine schnelle Schadensregulierung notwendig. Versicherungen des Generali-Konzerns, wie die AachenMünchener und die CosmosDirekt, setzen jetzt auf sogenannte Hagelscanner. Das System „Colibri“ wurde vom Unternehmen selbst entwickelt.

Wie funktioniert der Scanner?

Der Hagelscanner besteht aus einem Messbogen durch den beschädigte Fahrzeuge langsam hindurch fahren. Dabei erkennt das Gerät Hageldellen auf der gesamten Karosserie und dokumentiert die Beschädigungen kurz nach der Durchfahrt auf einem Tablet-PC.

Hohe Flexibilität

„Der Scanner arbeitet schnell und zuverlässig. Er liefert detaillierte, reproduzierbare Ergebnisse. Ein entscheidender Vorteil des neuen Systems ist auch, dass es sehr flexibel einsetzbar ist.“, sagt Frank Decker, Chef-Sachverständiger der Generali in Deutschland. Er sei leicht zu transportieren und in wenigen Minuten aufzubauen. Die Entwicklung lohne  sich nicht nur bei Großschadensereignissen, sondern nach nahezu jedem Hagelschlag überall in Deutschland, so Decker. In weniger als fünf Minuten könnten die Schäden registriert werden, so der Experte. Unternehmensangaben zufolge sei durch die Automatisierung auch eine sehr schnelle Schadensregulierung möglich.

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