Kategorie: Lasst uns übers Wetter reden!

Wetterphänomen: Sind Böenwalzen gefährlich?

Böenwalzen sind ein relativ seltenes Wetterphänomen. Ende April kam es in Franken zu einem solchen Naturschauspiel.

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Foto: sturmjaeagerTobi/pixabay.com

In Franken konnte Ende April eine sogenannte Böenwalze, ein eher seltenes Wetterphänomen, beobachtet werden. Wie der Name schon sagt, verläuft das Wolkengebilde horizontal – im Gegensatz zu Tornados. Experten sprechen auch von einer “Shelf Cloud” (dt. “Regalwolke”).

Wie entsteht das Wetterphänomen?

Böenwalzen gehen meist mit Gewitterwolken einher und sind das Ergebnis von komplexen Strömungsvorgängen. Luft strömt von verschiedenen Seiten in unterschiedlichen Höhen in die Wolke. Einsetzender Niederschlag kühlt den entgegenströmenden Aufwind ab und dreht ihn um. Worauf er in die Tiefe stürzt und sich auf der Erdoberfläche ausbreitet. Die auf die Gewitterwolke strömende feuchtwarme Luft wird dadurch angehoben und zu einer Walze geformt.

Wie gefährlich sind Böenwalzen?

Böenwalzen können Windstöße in Sturmgeschwindigkeit verursachen. Durch sogenannte Windscherungen kann es im Luftverkehr zu Problemen kommen. Schäden auf dem Boden oder eine Gefahr für Menschen sind eher selten. 2015 hat in Bamberg eine Böenwalze allerdings Sachschäden angerichtet.

 

Video-Quelle: Youtube/Nils Nordmeer

 

 

Klimawandel ist regionaler als bisher angenommen

Klimamodelle werden vor allem global konstruiert. Wissenschaftler der Uni Hohenheim erforschen nun den Klimawandel auf Basis regionaler Daten in Zusammenhang mit Kulturpflanzen.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Während der Klimawandel vor allem global beobachtet wird, beschäftigen sich seit sieben Jahren Forscher der Universität Hohenheim mit dem “regionalen Klimawandel”. Bislang verwendeten die Klimamodelle bei der Landnutzung den aus Satellitenbildern abgeleiteten aktuellen Stand aus Referenzjahren. Dabei wird die Entwicklung konstant bis ins Jahr 2100 simuliert. Die Stuttgarter Wissenschaftler halten das für unrealistisch. Der Klimawandel spielt sich regionaler ab und in verschiedenen Regionen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Um die Klimaentwicklung auf regionaler Basis analysieren zu können, greifen die Forscher auf  Temperaturen, Niederschläge, Bodenwasser, Energie, CO2, verschiedene Pflanzeneigenschaften und die organische Substanz im jeweiligen Boden zurück.

Kulturpflanzen beeinflussen Klimawandel

“Die Vegetationsentwicklung ändert sich in Reaktion auf den Klimawandel”, erklärt Prof. Dr. Thilo Streck. Und die Vegetation ist in verschiedenen Regionen unterschiedlich. „Bei frühdeckenden Kulturen wie Wintergetreide ist der Wasser- und Energieaustausch mit der Atmosphäre anders zeitlich verteilt als etwa bei Mais“, so der Wissenschaftler. Und das habe Einfluss auf Wetter und Klima.

Zwei unterschiedliche Modellregionen

Zwei unterschiedliche Landschaften Südwestdeutschlands dienen als Modell: der Kraichgau und die Mittlere Schwäbische Alb. Sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht: Der Kraichgau wird intensiv ackerbaulich genutzt und weist ein mildes Klima auf, die Mittlere Schwäbische Alb dagegen ist kühler, niederschlagsreicher und wird vor allem als Grünland genutzt. Die Forschungsgruppe “Regionaler Klimawandel” beobachtet exemplarisch, wie sich diese Agrarlandschaften unter dem Klimawandel künftig entwickeln.

Bewässerung: Landwirten droht wegen Trockenheit Beschränkung

Ein niedersächsischer Landkreis denkt über Beschränkungen bei der Bewässerung nach, um Trinkwasser zu sparen.

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Die Hitze im vergangenen Sommer schwächte die Landwirtschaft in ganz Deutschland, Milliardenschäden. Auch seit Jahresbeginn regnete es zu wenig. Was die Landwirtschaft braucht, ist stetiger Landregen über längere Zeiträume. Die Böden sind vielerorts noch immer ausgetrocknet. Viele Landwirte sind auf Bewässerung angewiesen. Für kommenden Sommer haben Meteorologen bereits eine vorsichtige Prognose für ähnlich hohe Temperaturen abgegeben. Das könnte die Landwirte noch härter treffen, denn im Vorjahr profitierten die Böden noch vom regenreichen Jahr 2017.

Landkreis Celle prüft Beschränkung der Bewässerung

Wie die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” (HAZ) berichtet, denkt der niedersächsische Landkreis Celle darüber nach, die Beregnungen mit Wasser aus Grundwasserbrunnen zu beschränken. Der Grund: So soll Trinkwasser gespart werden. Gerade in der Heideregion wäre das aufgrund der sandigen Böden mit wenig Wasser ein Problem. Ein Sprecher des Kreises erklärte der HAZ, dass im vergangenen Jahr in einigen Gebieten die erlaubte Wassermenge bereits überschritten worden sei. Ein stabiler Grundwasserspiegel ist aus Umweltgründen europarechtlich vorgeschrieben.

Wasserwiederverwendung statt Beschränkung

In Niedersachsen liegt etwa die Hälfte der beregneten Flächen Deutschlands. Klaus Röttcher, Wasserbauexperte an der Ostfalia Hochschule in Suderburg, sagte zur HAZ, dass der Grundwasserspiegel noch nicht dramatisch zurückgegangen sei. Auswirkungen auf die Versorgung mit Trinkwasser sieht er deshalb nicht. „Aber wir sind in einem Bereich, wo man genauer hinschauen muss“, so Röttcher. Anstatt zu beschränken, schlägt er vor zu überlegen, wie man Wasser sparen und wiederverwenden kann.

Regenwald hält nicht mit Tempo des Klimawandels mit

Regionen des AmazonasRegenwaldes, in denen Regenmengen stärker schwanken, sind widerstandsfähiger. Doch das kann sich langfristig ändern.

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Foto: Rosina Kaiser/pixabay.com

Der Amazonas-Regenwald hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und sogar Eiszeiten überlebt. Heute droht diesem riesigen Ökosystem durch menschliche Einflüsse und durch den weltweiten Klimawandel ein großflächiges Absterben. Das hat wiederum weitreichende Einflüsse auf den Klimawandel.

Regenwald wird empfindlicher

Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt jetzt, dass die Teile des Regenwaldes, in denen die Regenmengen stärker schwanken, widerstandsfähiger gegen heutige und zukünftige Klimastörungen sind. Doch der Klimawandel schreitet immer schneller voran. Trotz des “Trainingseffekts” werde der Regenwald wohl nicht mit dem Tempo des fortschreitenden Klimawandels Schritt halten können, erklären die Forscher in der Fachzeitschrift “Nature Geoscience”.

Region am Amazonas wichtig für CO2-Senkung

„Angesichts der enormen Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes für unser Klima und die Artenvielfalt ist es erstaunlich, wie wenig wir immer noch über seine Fähigkeit wissen“, sagt Leitautorin Catrin Ciemer. Mit der fortschreitenden Erderwärmung wird es im Amazonasbecken wahrscheinlich vermehrt Dürren geben, die die Baumsterblichkeit und das Brandrisiko erhöhen könnten. Die Forscher haben einen Mechanismus entdeckt, der die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems mit bestimmt.

Brasiliens Forstpolitik tut ihr übriges

Natürlich ist der Klimawandel nicht der einzige große Stressfaktor für den Amazonas-Regenwald. „Der Mensch mischt sich noch viel direkter ein“, sagt Niklas Boers, Koautor der Studie. Großflächige Rodungen, vor allem zur Umwandlung der Naturlandschaft in Weideland für Rinder zur Fleischerzeugung, stellt bereits heute eine ernsthafte Bedrohung für den Regenwald dar.” Auch wenn einige Regionen im Amazonasgebiet aufgrund des “Trainingseffekts” besser auf den Klimawandel vorbereitet sind als andere, könne die aktuelle Forstpolitik Brasiliens die Frage der Widerstandsfähigkeit des Regenwaldes bedeutungslos machen, so der Wissenschaftler.

Der Amazonas-Regenwald bedeckt etwa zwei Drittel Südamerikas und ist der größte zusammenhängende Regenwald der Erde – mit einer beispiellosen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Riesige Mengen an Kohlenstoff werden in der Biomasse des Waldes gespeichert. Das macht den den Regenwald am zweitgrößten Fluss der Erde zur wichtigsten CO2-Senke.

Ernteertrag absichern: Münchener & Magdeburger Agrar nutzt CYA-App zur Analyse

Die CYA-App ermöglicht Landwirten, ihren eigenen Ernteertrag zu analysieren und den Erfolg aber auch das Risiko genau zu bewerten.

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Foto:: CYA GmbH

Die Münchener & Magdeburger Agrar ist nicht nur auf die Absicherung von Nutztierbeständen spezialisiert. Das zur Allianz-Gruppe gehörende Unternehmen bietet eine indexbasierte Ertragsversicherung an. Diese berücksichtigt den individuellen Ernteertrag der versicherten landwirtschaftlichen Fläche.

Ernteertrag mit App genau analysieren

Um das Risiko durch Einflüsse des Wetters zu bewerten, nutzen die Münchener Versicherungsexperten die CYA-App. Sie wurde von der CYA GmbH entwickelt. Das Kürzel CYA steht für “Crop Yield Analysis”, das übersetzt nicht anderes heißt, als “Ertragsanalyse”. Mithilfe der App analysiert die Versicherung das tatsächliche Wetterrisiko anhand von Echtzeitdaten und der Wetterhistorie.

Die CYA-App hilft Landwirten, den Ernteerfolg aber auch das Risiko für ihren eigenen Bestand zu analysieren. Die mobile Anwendung übermittelt die Ertragsdaten an den CYA-Server. Dort werden die aktuellen Daten vom Bestand und die Daten aus der Wetterhistorie zusammengeführt und analysiert. Aus vielen möglichen Wettergefahren ermittelt das System die Gefahr mit dem größten Einfluss auf die Ernte. Mit der App hat der Landwirt die Berechnungen des CYA-Servers jederzeit und an jedem Ort im Blick.

Umfangreiche Funktionen

■  Betriebsindividuelle Analyse der Ertragsdaten hinsichtlich Wetterrisiken

■  Automatische Suche nach der bestgeeigneten Wetterstation

■  Ermittlung der Wettergefahren mit maximalem Einfluss auf Betriebserträge

■  Ansprechende Visualisierung der ermittelten Wettergefahren und des CYA-Index

■  Nutzerindividuelle Ertragsprognose entsprechend der Wetterrisiken

■  Möglichkeit der Terminanfrage für professionelle Beratung hinsichtlich der Wetterversicherung

Weitere Informationen zur App „Crop Yield Analysis“ erhalten Sie auf gruuna.com.

 

Klimawandel: Wiederholt sich dieses Jahr der Hitze-Sommer des Vorjahres?

2019 könnte wieder eine längere Hitzewelle auf uns zukommen. Experten geben vorsichtige Prognosen ab. Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit.

Klimawandel

Foto: pixabay (Symbolbild)

2018 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Deutschland war monatelang von einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen geplagt. Experten sehen darin eine Auswirkung des Klimawandels. Besonders litt die Landwirtschaft – Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Nach ersten Prognosen warnen Experten, dass der diesjährige Sommer ähnlich heiß und trocken werden könnte.

Klimawandel erhöht Hitze-Risiko

TV-Meteorologe Karsten Schwanke sieht den kommenden Sommer in einem Interview mit der “Zeit” zwar nicht zwingend so heiß wie den vergangenen, die Wahrscheinlichkeit sei aber gegeben. Der Experte weist auch auf Forschungsergebnisse aus Großbritannien hin. Wissenschaftler des südenglischen “Met Office Hadley Centre for Climate Prediction and Research” führen in einer aktuellen Studie die höhere Wahrscheinlichkeit auf den Klimawandel zurück und nennen konkrete Zahlen: Ohne Veränderung des Klimas würde die Wahrscheinlichkeit für lange Hitzeperioden 0,5 Prozent betragen, aufgrund des Klimawandels 12 Prozent. Bis 2050 prognostizieren die Forscher eine Wahrscheinlichkeit für lange hohe Temperaturen mit 50 Prozent. Das würde bedeuten, dass Europa alle zwei Jahre extreme Hitze erlebt

Konkrete Prognosen für Europa schwierig

Konkrete Prognosen gebe es allerdings für den Sommer 2019 noch nicht, lenkt Schwanke in der “Zeit” ein. Verlässliche Wettervorhersagen über Monate sind derzeit noch möglich, zumindest in Europa. „Die einzige brauchbare Langfristprognose, die mir bekannt ist, ist die Vorhersage des Eintreffens des indischen Sommermonsuns durch den indischen und den britischen Wetterdienst”, so der Experte. Hier in Europa stecke die Langzeitvorhersage noch in den Kinderschuhen.

Pacht: Preise bleiben wegen Dürre nur teilweise stabil

Laut Schätzungen des Agrarministeriums haben sich die Pachtpreise in Sachsen-Anhalt aufgrund des trockenen Sommers 2018 stabilisiert. Das betrifft allerdings nur einige Regionen, denn praktische Erfahrungen von Landwirten zeigen eine steigende Entwicklung.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Der trockene Sommer im vergangenen Jahr hat Auswirkungen auf die Pachtpreise für Acker- und Grünland. Das schätzt laut dem Informationsportal “Proplanta” das Agrarministerium Sachsen-Anhalt ein. Die Preise seien stabil. “Insgesamt hat die Dürre den Preisanstieg auf dem Pachtmarkt gedämpft”, so Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Grüne). Sie lenkt aber ein, dass in einigen Landkreisen die Preise für die Pacht trotzdem gestiegen seien. Auch in der Praxis zeigt sich, dass vielerorts die Pachtpreise in die Höhe gegangen sind, wie Landwirte die-wetterversicherung.de gegenüber berichteten.

Flächen und Preise online abrufen

Auf der Internetseite des Ministeriums können die Pachtpreisinformationen 2018 detailliert abgerufen werden. Für jeden Landkreis sind der Umfang der Pachtverträge in Hektar und die durchschnittlichen Pachtpreise ausgewiesen. Dabei wird nach Acker- und Grünland sowie nach verschiedenen Bodenkennzahlen unterschieden.

Agrarministerium: Pacht für landeseigene Flächen wird nicht erhöht

Dem Landwirtschaftsministerium zufolge können sich Betriebe, die ihre Flächen von der Landgesellschaft gepachtet haben, weiterhin auf stabile Preise einstellen. Man habe sich mit dem Finanzministerium darauf verständigt, die Preise zum Beginn des nächsten Pachtjahres am 1. Oktober 2019 nicht zu erhöhen.

Hochwasser: Situation entspannt sich vorerst

Vergangenes Wochenende wurde in Süd- und Norddeutschland vor Hochwasser gewarnt. Inzwischen hat sich die Situation entspannt. Aber gerade Norddeutschland muss mit künftigen Starkregenereignissen rechnen.

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Foto: michael81/pixabay.com (Symbolbild)

In Süddeutschland, vor allem im Bayerischen Wald, sind die Pegel der Flüsse und Bäche am vergangenen Wochenende bedrohlich angestiegen. Denn zum normalen Tauwasser aus den Alpen kam noch starker Dauerregen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor überfluteten Kellern und Straßen durch Hochwasser. Inzwischen hat der Regen nachgelassen. Die Pegelstände sind zwar noch über dem Durchschnitt, die Anwohner konnten aber zu Wochenbeginn aufatmen.

Sturm und Hochwasser im Norden

Nicht so glimpflich haben die norddeutschen Regionen die Auswirkungen von Tief “Heinz” überstanden. Bäume stürzten um, der Zugverkehr und Fährverbindungen mussten teilweise eingestellt werden. In Schleswig-Holstein wurde die A21 aufgrund umgestürzter Bäume voll gesperrt. Auch in Ostdeutschland stieg die Elbe an. Derzeit ist der Pegel teilweise noch 1,50 Meter über der Normalhöhe.

Starkregen wird häufiger

Gerade in Norddeutschland wird Starkregen zur ernstzunehmenden Naturgefahr werden. Zu diesem Ergebnis kamen Meteorologen diese Woche auf der Tagung DACH 2019 in Garmisch-Partenkirchen. „Die Auswertung von Radardaten zeigt, dass wir bei der Bewertung der Naturgefahr Starkregen in einigen Regionen von einer neuen Gefährdungslage ausgehen müssen,“ so Dr. Andreas Becker und Dr. Tanja Winterrath vom Deutschen Wetterdienst. Während die Bevölkerung in Norddeutschland länger andauernden und dafür nicht so heftigen Regen gewohnt ist, werden die Niederschläge in Zukunft kürzer und heftiger ausfallen. Das ist für Kommunen ein Problem, da die Entwässerungssysteme noch nicht auf diese Situation ausgerichtet sind.

Starkregen ist eine Folge des Klimawandels. Durch höhere Temperaturen kann die Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen. Dieser kommt als Regen auf die Erde zurück.

Waldbrände und Starkniederschläge hängen zusammen

Ein internationales Forscherteam hat anhand einer Langzeitstudie bewiesen, dass durch Starkregen Waldbrände nicht geringer sind.

Waldbrände

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Was schon länger vermutet wurde, konnten deutsche und US-amerikanische Forscher nun konkretisieren: Starkregen und Waldbrände hängen zusammen – eine Wechselwirkung. Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), der Universität Hamburg und Forschungseinrichtungen aus den USA haben dazu Daten aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis heute ausgewertet. Unter anderem wurden alte Waldbrandschäden, die in Baumringen noch sichtbar sind, einbezogen.

Niederschläge und Waldbrände basieren auf Jetstream

Die Wissenschaftler haben die Ereignisse in Kalifornien untersucht. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf starken Winden im Bereich der oberen Troposphäre bis zur Stratosphäre – sogenannten Jetstreams – und der Luftfeuchtigkeit. Sowohl Tiefdruck- als auch Hochdruckgebiete sind von den Winden abhängig.

Die Jetstreams ziehen zwischen Dezember und Februar aus dem Westen in den Staat Kalifornien ein. Die Stärke und Richtung der Winde beeinflusst die regionalen Bedingungen, die sich auf die wärmere Trockenzeit übertragen. Die Regenzeit wird so zu einem wichtigen Vorläufer der sommerlichen Brandbedingungen. Wenn der Jetstream also viel Regen bringt, ist das ein Zeichen, dass er heftig ist. Dementsprechend ist er dann auch für große Hitze verantwortlich.

Starkregenereignisse schließen Waldbrände nicht aus

Die Wissenschaftler haben bewiesen, dass Starkregen in der Region Waldbrände im folgenden Sommer nicht ausschließt. Im Jahr 2017 etwa kam es trotz Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit zu schweren Waldbränden. Eigentlich hätten die Forscher nach der kühlen und regenreichen Jahreszeit mit sehr hoher Feuchtigkeit eher weniger schwere Brände erwartet. Aufgrund der Erkenntnisse können Waldbrandprävention und -bekämpfung besser gesteuert werden.

Gletscherschmelze: Nicht nur der Klimawandel ist schuld

Die Gletscherschmelze liegt nicht nur am Klimawandel. Feinstaub beschleunigt die besorgniserregende Entwicklung.

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Die Gletscherschmelze schreitet weltweit im Rekordtempo voran. In den vergangenen Jahren schmolzen die dicken Eisschichten dreimal so schnell als im 20. Jahrhundert. Besonders betroffen sind dabei nicht nur die Pole und Grönland, sondern auch die Alpen. Dass die besorgniserregende Entwicklung an der Erwärmung der Atmosphäre liegt, gilt als sicher. Der Klimawandel wird unter anderem durch zu hohen CO2-Ausstoß verursacht. Doch noch ein anderes Phänomen, das nicht direkt mit dem Klimawandel zu tun hat, lässt das Eis schmelzen.

Gletscherschmelze wird durch Phänomen beschleunigt

Feinstaub ist derzeit in aller Munde. Doch die feinen von Verkehr und Industrie in die Luft gesetzten Partikel sind nicht nur gesundheitsschädlich. Sie beschleunigen auch die Gletscherschmelze. Wie der Tagesspiegel berichtet, werden die winzigen Rußpartikel durch den Wind aus den Metropolen über weite Strecken in unbewohnte Regionen getragen. Sie legen sich auf den Gletschern ab. Dadurch werden die ansonsten weißen Eisschichten quasi abgedunkelt. Gletscher schützen sich im Normalfall durch das sogenannte Albedo vor dem Schmelzen. Das bedeutet: Durch die Rückstrahlung des Sonnenlichtes bleiben sie gekühlt. Das Rückstrahlvermögen schwindet durch die vom Ruß verursachten dunklen Stellen.

Klimawandel Teil des Teufelskreises

Durch ein aktuelles Ereignis kann andererseits schon die Verbindung zum Klimawandel hergestellt werden. In Alaska wüteten im vergangenen Jahr großflächige Waldbrände aufgrund der globalen Trockenheit. Experten schreiben den heißen Sommer dem Klimawandel zu. Folglich wurden Rußpartikel aus Nordamerika in die Arktis getragen, das Rückstrahlvermögen des Polareises sank um fünf Prozent, wie der Tagesspiegel Konrad Steffen vom in der Schweiz ansässigen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zitiert.

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