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Waldklimafonds: Lehrer sind jetzt “Klimakönner”

Bundesweite Fortbildungsveranstaltungen sensibilisierten Pädagogen für das Thema “Wald und Klima”.

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Experten wissen: Der Wald ist gut fürs Klima. Er speichert CO2, mindert so den Treibhauseffekt und erhält die Biodiversität. Der Wald passt sich aber auch dem Klimawandel an. Im Projekt „Motivationswerkstatt Wald und Klima – Pädagogische Module für den Klimaschutz durch Wald und Holz“ wurden Lehrerinnen und Lehrer für das Thema sensibilisiert. Auch Erzieherinnen und Erzieher in Kitas haben teilgenommen. Die bundesweiten Fortbildungsveranstaltungen wurden vom Waldklimafonds getragen und von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) durchgeführt. Projektträger ist das Bundeslandwirtschaftsministerium. Die Abschlussveranstaltung findet als Fachtagung „Wald Klima Bildung“ am 26. und 27. März in Würzburg statt.

„Durch den Waldklimafonds ist ein Instrument geschaffen worden, um der Gesellschaft die große Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz deutlich zu machen”, sagte SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann. Die Nutzung von Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft sei wichtig für den Klimaschutz, so Rullmann. Wald und Klima über Angebote für die Bildungslandschaft zu stärken, sieht er als kontinuierliche Aufgabe des Waldklimafonds.

Pädagogen interessiert

Die Nachfrage nach den Fortbildungsveranstaltungen war groß. „Ich habe Akteure der Umweltbildung kennengelernt, Erfahrungen zum Thema Wald und Klima ausgetauscht und traue mir jetzt zu, das Thema in meiner Kita anzugehen“, freut sich eine teilnehmende Erzieherin. Im Projekt ist ein breites Spektrum an Bildungsmaterialien entstanden, das die Themen adressatengerecht aufbereitet. Neben klassischen Lerneinheiten und Arbeitsaufträgen für die Schule gibt es Anregungen für Projekttage im Wald und eine sogenannte Klimakönner-App.

Das Geheimnis der Loch-Wolken ist gelüftet

Die Loch-Wolken gehören nicht zu den Wolkenarten, sie sind menschengemacht.

Foto: H. Raab/Wikimedia/CC 3.0

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Über Ballungsräumen kommt es immer wieder zu sogenannten Hole-Punch-Clouds, Löcher in Wolken. Diese können zum Beispiel durch den Start von Flugzeugen entstehen. Die Abgase lassen die Regentropfen gefrieren, die daraufhin absinken und Löcher in die Wolken reißen. Doch im Gegensatz zu dem, was Wissenschaftler seit Jahren in Nordindien beobachten, sind die “Flugzeug-Löcher” relativ klein. Selbst die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA bezeichnete 2016 die Wetterphänomene als Rätsel.

Urbane Wärme ist die Ursache

Die NASA-Forscher gingen der Sache nach und kamen zu dem Entschluss, dass in dieser Region Flugzeuge nicht in Frage kommen. Nachdem sie die Wetterkarte auf einen Atlas projiziert hatten, bemerkten sie, dass die Löcher direkt über oder neben Großstädten liegen. Das größte Loch entdeckten Sie über der Riesenstadt Neu-Delhi. Die Vermutung der amerikanischen Wissenschaftler, die Löcher hätten etwas mit den Städten zu tun, bestätigt nun eine Studie.

Die indischen Wissenschaftler Ritesh Gautam vom Indian Institute of Technology Bombay und Manoj Singh von der University of Petroleum and Energy Studies haben nun die Lösung für das Rätsel gefunden. Die Löcher entstehen durch die Wärme, die Städte abgeben. Die Forscher haben dazu Satellitenbilder der betreffenden Region aus der Zeit von 2000 bis 2016 ausgewertet. Sie verglichen die Größe der Wolkenlöcher mit den darunter liegenden Städten – je größer die Stadt desto größer das Wolkenloch. Sie sprechen vom sogenannten Hitzeinseleffekt.

Dichte Bebauung speichert Wärme und gibt diese an ihre Umgebung ab. Fehlende kühlende Vegetation verstärkt die Wirkung. Je dichter besiedelt eine Region ist, desto größer fällt der Temperaturunterschied zur ländlichen Umgebung aus. Da warme Luft keine Feuchtigkeit abgibt, bildet sich über den Städten kein Nebel, nur eben rundherum. Dadurch entstehen die Löcher in den Wolken. Das Phänomen wurde nicht nur in Indien beobachtet, sondern auch in anderen Regionen Asiens, in Amerika und auch in Europa.

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Richtige Fruchtfolge schützt das Klima

Eine neue Ökobilanz-Methode verbessert den CO2-Fußabdruck landwirtschaftlicher Produkte.

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Die Fruchtfolge wirkt sich als Gründüngung nicht nur auf die Bodenbeschaffenheit aus, sondern auch auf die Klimabilanz von Produkten wie Brot, Milch und Biokraftstoffe aus. Eine neue Methode ermöglicht es der Landwirtschaft, die CO2-Bilanz verschiedener Fruchtfolgen zu vergleichen und damit ihre Bewirtschaftungsweise klimatauglich zu optimieren.

Untersucht und bewertet wurden sowohl die Fruchtfolgen als auch die Ernterückstände wie Stroh. „Erstmals können wir nun produktbezogene CO2-Fußabdrücke landwirtschaftlicher Erzeugnisse berechnen, die in Fruchtfolgesystemen angebaut wurden“, erklärt Dr. Gerhard Brankatschk von der TU Berlin. Der Forscher hat sich im Rahmen seine Dissertation mit den Ökobilanzen von Agrarprodukten auseinandergesetzt.

Ökobilanz sinkt, aber steigt auch

In einer mehrjährigen Studie hat Brankatschk die Klimabilanzen verschiedener Produkte unter Einbezug der Mischkultur beziehungsweise des Nebenprodukts Stroh neu berechnet. Die Ergebnisse wurden mit bisherigen Erkenntnissen verglichen. Betrachtet wurden Brot aus Weizen, Milch von Kühen und Biodiesel aus Raps sowie Bioethanol aus Stroh. Ein Anbau in Fruchtfolgen verbessert die CO2-Bilanzen von Brot, Milch und Biodiesel um elf Prozent, 22 Prozent beziehungsweise 16 Prozent. Stroh, relevant für Nutztierhaltung und Bodenfruchtbarkeit, verschlechtert allerdings die CO2-Bilanz von Biokraftstoffen aus Stroh um 80 Prozent.

Aussagekräftiges Instrument

„Wir empfehlen Anpassungen der bisherigen Bilanzierungspraxis und einzelner gesetzlicher Vorgaben“, erklärt Brankatschk , “darunter die der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der Europäischen Union, die derzeit überarbeitet wird.“ Mit dem international anerkannten Instrument ‘Ökobilanzen‘ steht nun nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch der Politik und der Wirtschaft ein aussagekräftiges und attraktives Instrument zur Nachhaltigkeitsbewertung zur Verfügung. “Unsere Berechnungen berücksichtigen auch die Nährwerte für Nutztiere und beziehen so die beiden anspruchsvollen UN-Nachhaltigkeitsziele Ernährungssicherung und Bekämpfung des Klimawandels mit ein.”, so Brankatschk.

Wie Mais das Klima beeinflusst

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft der USA sorgt in manchen Regionen für ungewöhnliches Klima.

mais

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Klimawandel, Treibhauseffekt: Die ganze Erde erwärmt sich fortschreitend mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Während in der Arktis und der Antarktis die Temperaturen schneller steigen, erwärmen sich die tropischen Regionen langsamer. Doch eine Gegend erwärmt sich gar nicht, die Temperaturen gehen sogar zurück: Im Mittleren Westen und im Nordwesten der USA ist die Durchschnittstemperatur in den vergangenen Jahrzehnten um ein Grad Celsius zurückgegangen, während die Niederschläge um 35 Prozent zugenommen haben.

Maisblätter machen das Wetter in Regionen der USA

Wie das Wissenschaftsportal spektrum.de berichtet, haben Wissenschaflter des Massachusetts Institute of Technology den Grund für dieses Phänomen herausgefunden: Der Strukturwandel in der Landwirtschaft der Region. Während die Gegend traditionell immer von Viehzucht geprägt war, erfuhr der Maisanbau einen erheblichen Aufschwung. Heute werden 400 Prozent mehr angebaut als noch vor 50 Jahren.

Die großen Blätter der Maispflanzen verdunsten sehr viel Wasser. Dieses kondensiert und wird zu Regen. Dieser Vorgang hat gleichzeitig eine kühlende Wirkung. Die Forscher haben festgestellt, dass sich die Region ohne diesen Einfluss ebenfalls erwärmen würde. Im Osten Chinas ist das Phänomen ebenfalls zu beobachten.

Extremwetter: Umfrage unter Landwirten zu Schäden

Mithilfe von betroffenen Betrieben entwickelt das Julius-Kühn-Institut ein Monitoring zu Extremwetterschäden.

ExtremwetterDas Julius Kühn-Institut (JKI) baut zusammen mit sechs Partnern ein Monitoring zum Erfassen von Extremwetterschäden, wie Hagel- oder Sturmschäden, auf. Landwirte werden gebeten, an einer Umfrage zu Schäden teilzunehmen. Ziel ist es, Betriebe künftig besser beraten zu können, womit in ihrer Region tatsächlich zu rechnen ist und was man vorbeugend tun kann. Angesprochen sind Produzenten sämtlicher land-, obst- und gartenbaulicher Freilandkulturen in ganz Deutschland. Neben einer für landwirtschaftliche Betriebe zugeschnittenen Versicherung, einer Sachversicherung oder Gebäudeversicherung spielt das Risikomanagment eine große Rolle.

Werkzeuge für Landwirte und Berater

Das EMRA genannte System soll letztlich eine Sammlung von Werkzeugen werden, welches Landwirte und Berater beim Management von Extremwetterereignissen unterstützt. Zentraler Baustein ist die Sammlung von Meldungen über bereits aufgetretene Schäden durch Wetterextreme in Deutschland.

Das Ausfüllen dauert ungefähr 5 bis 10 Minuten. Alle Daten werden in anonymisierter Form erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse der Umfrage werden nach Abschluss auf dem EMRA-Webportal http://emra.julius-kuehn.de veröffentlicht. Dort sind ab März 2018 auch weitere Hintergrundinformationen zum Projekt verfügbar.

An der Umfrage kann hier teilgenommen werden.

Deshalb bringt der Klimawandel mehr Starkregen

Extremwetterereignisse nehmen zu, die Menschen wünschen sich einen professionellen Umgang mit den Folgen. Weiterlesen

Klimawandel auch für Kälte verantwortlich

Ein Naturphänomen bringt arktische Kälte in andere Regionen.

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Der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ist es gelungen, eine globale Karte mit den Bodentemperaturen im Vergleich zu vergangenen Jahren zu erstellen. Die Daten vom 26. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 werden dabei mit Aufzeichnungen aus den Vergleichszeiträumen von 2001 bis 2010 verglichen. Die Studie bestätigt, was Experten aus Umweltschutz und Klimaforschung schon längst vermuteten: Die Temperaturen stiegen innerhalb dieser vergleichsweisen kurzen Zeit. Aber nicht nur! Die Karte zeigt auch, dass das Wetter verrückt spielt. Denn der Klimawandel sorgt nicht nur für Erwärmung.

Während Kalifornien um die Jahreswende von heftigen Wald- und Flächenbränden heimgesucht wurde, versank die Ostküste der USA in Schneemassen – zwei Extreme. Das Problem: Genau mit solchen Kälteperioden argumentieren Klimaskeptiker. Doch diese sind genauso das Ergebnis des durch den Treibhausgaseffekt angetriebenen Klimawandels wie die Erderwärmung.

Arktis verlagert die Kälte

Die Wissenschaftlerin Marlene Kretschmer vom Potsdamer Institut für Klimaforschung erklärte in einem Interview mit “The Weather Channel” den Vorgang. “Es gibt Hinweise”, sagte sie, “dass das Eisschmelzen im arktischen Ozean zu den Kältewellen an anderen Orten beiträgt.” Als Grund dafür sieht Kretschmer den Polarwirbel, der normalerweise die kalte Luft über der Arktis einschließt. Sei dieser geschwächt, so die Forscherin, könne die kalte Luft aus der Arktis entweichen und in niedrigeren Breiten zu extremer Kälte führen. Extreme Temperatureinbrüche beschränken sich aber derzeit nur auf die Ostküste Nordamerikas. Global gesehen sei es deutlich wärmer als üblich, so Kretschmer.

Landwirte bräuchten dringend Frost

Der Wettertrend ist derzeit deutlich zu mild. Pflanzenbaubetriebe bräuchten allerdings Frost.

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Landwirte bräuchten dringend Frost. Der Grund: Wenn jetzt der Boden gefriert, können im Frühjahr die Felder mit den Landmaschinen leichter bestellt werden. “Gibt es keinen Frost, muss der Boden stärker bearbeitet werden”, erklärte Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz der Deutschen Presseagentur dpa.

Während im Winter 2016/2017 die Temperaturen flächendeckend weit unter die Nullgradgrenze sanken, gab es Anfang Dezember des vergangenen Jahres nur zwei Frostnächte. Der Frost drang tiefer in den Boden ein. “Das ersparte uns Zeit und Arbeit”, zitierte die “Welt” aus dem dpa-Interview.

Dass Frost den Boden lockert ist physikalisch zu erklären. Da Eis ein größeres Volumen hat als Wasser, werden große Erdklumpen gesprengt. Der Boden wird lockerer, man erspart sich viel Arbeit mit dem Grubber. Auch die Schlammkruste, die sich bei lehmigen Böden bildet, wird durch Frost aufgebrochen.

Blüten brauchen Kältereize

Wenn die Temperaturen so mild bleiben, wird das vor allem Auswirkungen auf das Wintergetreide haben. Denn nur mit Kältereizen kann das Getreide Blüten bilden. “Kältetechnisch befinden wir uns auf der Kante», sagte Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau ebenfalls zur dpa. Er befürchtet, dass alles unterpflügt und neu gesät werden muss, wenn in nächster Zeit kein Frost kommt.

Der Deutsche Wetterdienst macht allerdings wenig Hoffnung. Zumindestens bis Mitte Februar wird es mild bleiben. Lediglich oberhalb von 600 Metern kommt es zu leichtem Dauerfrost. Im Flachland sinken die Temperaturen nachts zwar auf knapp unter Null, tagsüber steigen sie aber in weiten Teilen auf bis zu 7 Grad Celsius.

Diplom-Meteorologe: “Schwere Stürme werden in Europa künftig häufiger auftreten”

Müssen wir uns an schwere Stürme gewöhnen? die-wetterversicherung.de sprach mit einem Diplom-Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes.

Waldschäden nach “Friederike” in NRW. Foto: Jan Preller/Wald und Holz NRW

Waldschäden nach “Friederike” in NRW. Foto: Jan Preller/Wald und Holz NRW

Das Tief “Frederike” hat in Deutschland schwere Sturmschäden verursacht. Nicht nur abgedeckte Häuser, lahmgelegte Bahnstrecken und Schäden in der Land- und Forstwirtschaft: Auch neun Tote wurden gemeldet. Nur wenige Wochen nach dem Orkantief “Burglind” und auf den Tag genau zehn Jahre nach dem vernichtenden Sturmtief “Kyrill” brachte“Friederike” bereits das zweite schwere Unwetter in diesem Jahr nach Deutschland.

Der Landesbetrieb Wald und Forst NRW warnt in einer aktuellen Pressemitteilung davor, Wälder zu betreten. Genügt eine Elementarversicherung oder müssen wir uns tatsächlich grundsätzlich an Wetterereignisse, wie man sie aus vom amerikanischen Kontinent kennt, gewöhnen? die-wetterversicherung.de fragte den Diplom-Meteorologen Thomas Kesseler-Lauterkorn vom Deutschen Wetterdienst (DWD), ob wir uns künftig mit solchen schweren Stürmen auseinandersetzen müssen.

Werden die schweren Stürme und Orkane häufiger oder ist das ein subjektives Empfinden?
Kesseler-Lauterkorn:
Wenn man sich die Langzeitstatistiken ansieht, findet man keinen eindeutigen Trend, dass Winterstürme häufiger auftreten als früher. In den vergangenen 20 bis 30 Jahren gab es immer wieder Häufungen. Das war Anfang der 90er Jahre so und auch nach der Jahrtausendwende. Das Sturmtief “Kyrill” war dann 2007 der Höhepunkt. Danach war es wieder ruhiger.

Befinden wir uns derzeit in so einer Serie?
Kesseler-Lauterkorn:
Ja, das meine ich schon. In den vergangenen Monaten waren die Stürme aktiver als in vielen Jahren zuvor.

Wenn man 50 bis 60 Jahre zurückblickt?
Kesseler-Lauterkorn:
Da hat es bei uns noch nicht so viele schwere Sturmtiefs gegeben.

Wie kommt es zu Anhäufungen von derartigen Sturmereignissen?
Kesseler-Lauterkorn:
Das liegt an der Witterung, an der Großwetterlage, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten eingestellt hat. An den relativ milden Temperaturen merkt man, dass derzeit eine Westwetterlage dominiert. Durch diese ist die Chance größer, dass Sturmtiefs vom Atlantik auf Mitteleuropa übergreifen. Da ist dann schon einmal so ein markantes Sturmtief wie “Friederike” dabei. In anderen Winter hingegen kommen die Luftströmungen aus anderen Richtungen. In solchen Perioden spielt der Atlantik eine geringere Rolle.

Auswirkungen des Klimawandels?
Kesseler-Lauterkorn:
Jein. Während die Temperaturzunahme laut Statistik eindeutig ist, kann man es bei den Stürmen nicht genau sagen. Den neuesten Forschungsergebnissen zufolge gehen wir von einer künftigen Zunahme von schweren Stürmen in West- und Mitteleuropa aus.

Also doch eine Zunahme?
Kesseler-Lauterkorn:
In Zukunft werden die Stürme schon mehr werden. Wir sprechen dabei vom Zeitraum 2020 bis Ende des Jahrhunderts. Bei der Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte ist der Kontext zum Klimawandel noch nicht eindeutig. Die Entwicklung ist meiner Meinung nach etwas mit Vorsicht zu genießen. Aber die Erkenntnisse sagen, dass es möglich ist, dass wir uns in den nächsten Jahrzehnten auf häufigere Sturmereignisse einstellen müssen.

Mehr zum Klimawandel findet man auf der DWD-Internetseite im Nationalen Klimareport des Deutschen Wetterdienstes (PDF).

Landwirtschaft hat eigene Klimaziele

Während die Parteien die Klimaziele 2020 der Bundesregierung beiseite geschoben haben, definiert der Bauernverband konkrete Ziele für den Klimaschutz der Landwirtschaft.

Foto: pixabay

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CDU und SPD haben die Klimaziele 2020 aufgegeben. Geplant war, dass Deutschland den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 verringert. Während der Sondierungsgespräche kam die Erkenntnis: Bis dahin den Treibhausgaseffekt effektiv zu minimieren funktioniert nicht!

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat jetzt seine Klimastrategie 2.0 vorgestellt. Diese enthält sowohl eine Zusammenfassung der bisherigen Klimaleistungen der Landwirtschaft als auch eigene Klimaziele – nicht so eng gesteckt wie die der Bundesregierung, aber dafür wohl realistischer. Demnach sollen die Treibhausgase aus der Landwirtschaft bis 2030 gegenüber dem Referenzjahr 1990 um 30 Prozent gesenkt werden. Der Verband sieht auch eine Verdopplung der CO2-Vermeidungsleistung durch Bioenergie bis 2030 gegenüber 2010 als realistisch und zielführend für den Klimaschutz an.

Deutsche Milcherzeuger am umweltfreundlichsten

“Als zusätzliche Ziele haben wir uns in der Klimastrategie 2.0 vorgenommen, die Klimaeffizienz landwirtschaftlicher Erzeugung weiter zu steigern. Bereits heute erzeugen unsere Milchviehhalter in Deutschland ihre Milch mit weltweit den geringsten Emissionen an Treibhausgasen.”, sagte der DBV-Umweltbeauftragte Eberhard Hartelt in Berlin. Er hob hervor, dass es auch das Ziel sei, die CO2-Senkenleistung in landwirtschaftlichen Böden und der Forstwirtschaft zu erhalten und auszubauen.

Landwirte unmittelbar vom Klimawandel betroffen

DBV-Präsident Joachim Rukwied erklärte, dass für die Landwirte der Klimaschutz eine enorme Herausforderung sei, da sie wie kein anderer Wirtschaftszweig vom Klimawandel betroffen seien. “Die Extremwetterereignisse im zurückliegenden Jahr haben das unmittelbar gezeigt”, betonte Rukwied.

Bereits 2010 hatte der Bauernverband strategische Ziele für den Klimaschutz in Angriff genommen. Mit seiner Klimastrategie 2.0 zieht der Bauernverband eine Zwischenbilanz zum Klimaschutz in der Landwirtschaft, formuliert konkrete Ziele und beschreibt ein Paket von über 20 Maßnahmen für eine weitere Verbesserung der Klimaschutzleistungen der Land- und Forstwirtschaft. Dabei spielen etwa die noch zielgenauere Düngung und die passgenau zugeschnittene Fütterung eine Rolle.

Download: Der DBV hat die Klimastrategie 2.0 als PDF zur Verfügung gestellt.

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