Jeder Autofahrer ärgert sich über nicht geräumte Schneefahrbahnen, so glaubt man. Doch die Realität sieht anders aus.
Hat man zu Weihnachten den passenden Schnee vermisst, ist der Winter nach der Jahreswende in den meisten Regionen Deutschlands eingekehrt, und wie! So schön die weiße Pracht auch aussieht, so störend und sogar gefährlich ist sie auf unseren Straßen. Die Winterdienste der Kommunen sind rund um die Uhr gefordert. Doch oft kommen die Bediensteten nicht nach oder es steht einfach zu wenig Personal zur Verfügung.
Ganz Autodeutschland ärgert sich über nicht geräumte Straßen – könnte man meinen, aber weit gefehlt. Denn nur 33 Prozent, also jeden dritten Autofahrer, stört es, wenn auf der Fahrbahn, die er gerade befährt, noch kein Räumfahrzeug unterwegs war. Das hat eine repräsentative forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt ergeben. Dazu wurden vergangenen September 2.006 Autofahrer ab 18 Jahren befragt.
Nicht nur auf Brücken und vor Ampeln sind schneebedeckte Fahrbahnen besonders gefährlich. „Insbesondere auf rutschigen Straßen verlängert sich der Bremsweg. Deshalb sollten Autofahrer vorausschauend fahren und bremsen – und immer den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einhalten, um Unfälle zu vermeiden“, rät Kfz-Versicherungsexperte Frank Bärnhof.
Die meisten Autofahrer stören sich laut der Umfrage übrigens an rücksichtslosen Autofahrern (84 Prozent) und sogenannten Gaffer-Staus (64 Prozent). Noch weniger als Schneefahrbahnen berühren die Verkehrsteilnehmer fehlende Straßenmarkierungen (22 Prozent) und fehlende Straßenbeleuchtung (14 Prozent).

Auf dieser Straße in Nordrhein-Westfalen klappt es mit dem Winterdienst. Foto: Straßen.NRW