Dann bleiben deutsche Urlauber lieber im eigenen Land

Fernreisen sind nach wie vor hoch im Kurs. Doch aus einem Grund machen die Menschen lieber Urlaub im eigenen Land.

Bei schlechtem Wetter suchen Urlaubsreife im Internet nach Reisen in südliche Länder und buchen diese auch. Das hat eine Analyse von meteolyx im Auftrag des Reiseveranstalters Thomas Cook am Beispiel Mallorca ergeben. Bei schlechtem Wetter steigt demnach das Fernweh. Die Studie, die von 2012 bis 2014 in Zusammenarbeit mit Google durchgeführt worden war, zeigt, dass das Fernweh schwindet, wenn es in Deutschland warm ist. Dann werden mehr Urlaube im eigenen Land gebucht.

Das Ergebnis können die Strategen der deutschen Tourismusregionen nutzen, indem sie bei der Planung der Werbung im Internet die Wettervorschau miteinbeziehen. Ist für die folgenden Wochen in bestimmten Gebieten Sonnenschein angesagt, ist es ratsam, das Werbebudget etwa für Facebook- oder Google AdWords-Kampagnen im entsprechenden Zeitraum auf die jeweiligen Regionen zu lokalisieren.

Der warme Herbst 2014, der zweitmildeste seit Beginn der Aufzeichnungen, und der milde Jahresbeginn können deshalb durchaus als Grund für den diesjährigen Erfolg der landwirtschaftlichen Urlaubsbetriebe gesehen werden. „Fast ausgebucht“ meldete der Deutsche Bauernverband (DBV).

 

Foto: Deutsches Weininstitut, Mainz

Foto: Deutsches Weininstitut, Mainz

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