Unsere Erde soll eine Schutzschicht aus Kalk bekommen.
Bereits in den 1990er Jahren machte der Mainzer Nobelpreisträger Paul Crutzen den Vorschlag, die Atmosphäre mit Schwefelteilchen anzureichern, um so einen Teil der Sonnenstrahlen abzuschirmen. Kritisiert wurde die Idee dieses „Sonnenschirms“, weil Schwefelpartikel zwar die Sonne abhalten könnten, aber auch die Ozonschicht zerstören würden.
Forscher der Harvard Universität haben nun Crutzens damaligen Vorschlag aufgenommen und eine Alternative entwickelt. Anstatt mit Schwefel wollen sie die obere Atmosphäre mit Kalziumkarbonat anreichern.
Die Kalkteilchen sollen allerdings nicht das Sonnenlicht reflektieren, wie es Crutzen vorhatte, sondern die Säuren neutralisieren. Vor allem menschengemachte Salpetersäure, Salzsäure und Bromwasserstoffsäure sind für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich. Die Idee könnte entscheidend zur Rettung der Ozonschicht beitragen. In einem Computermodell ist es bereits gelungen. Ob die Ansätze praktisch umgesetzt werden können, wird sich zeigen.
