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Einige Pflanzen verändern ihr Blühverhalten, manche wandern sogar in nördlichere Regionen aus.
Wissenschaftler der Uni Mainz prognostizieren, dass der Wald mit der Klimaerwärmung einfach in nördlichere Gefilde „auswandern“ könnte. Und das geschieht schon bei einem minimalen Temperaturanstieg. Die Vegetation, wie wir sie kennen, ist in Jahrhunderten entstanden. Doch einem Bericht von „Welt online“ zufolge könnten die mitteleuropäischen Wälder bei einem dauerhaften Temperaturanstieg von nur 2 Grad Celsius binnen einigen Jahrzehnten das Weite suchen.
Nicht nur im Jahresverlauf haben einige Pflanzen bereits das Vegetationsverhalten verändert. Die geographische Verschiebung, vor der die Biologen warnen, hat schon real begonnen. Während sich das Jakobskreuzkraut etwa noch in Deutschland wohl fühlt, aber früher blüht, hat sich die Bocksriemenzunge bereits auf den Weg in Richtung Norden gemacht. Laut den Wissenschaftlern könnten sich die Wälder über kurz oder lang in Steppenlandschaften verwandeln.
Die Erforschung des Phänomens steht aber offenbar noch ganz am Anfang. „Es ist uns völlig unmöglich, eine Vorhersage zu machen, wie viele Arten und welche sich an den Klimawandel anpassen können“, sagte Joachim Kadereit, Leiter des Instituts für Spezielle Botanik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zu „Welt online“. Allerdings sei die statistische Chance für passende genetische Mutationen höher, wenn eine Pflanzenart in großen Beständen vorkommt.
Pflanzen haben verschiedene Möglichkeiten, sich an den Klimawandel anzupassen. Entweder sie sterben aus oder sie wandern eben in kältere Regionen. Eine dritte Möglichkeit wäre laut Kadereit, dass sich manche in sich verändern und zum Beispiel dickere Blätter als Isolierung entwickeln.