Verschmutzte Luft führt nicht zu mehr Wolken

Foto: pixabay

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Forscher revidieren die jahrzehntelange Annahme, dass Industrieausstoß zu vermehrter Wolkenbildung führt.

Bisher war man der Annahme, dass geballt auftretende Wolkenbildungen das Ergebnis von Umweltverschmutzung, wie durch Schwefelsäure aus Fabriken, ist. Wissenschaftler der Universität Wien haben jetzt das Gegenteil bewiesen: Wolkenhaufen macht die Natur selbst!

Das Experiment, das die österreichischen Forscher entwickelt haben, heißt CLOUD – Cosmics Leaving OUtdoor Droplets – und Nomen est omen, „Cloud“ bedeutet im Englischen „Wolke“. Wie die Wissenschaftler in dieser aufwendigen Untersuchung herausgefunden haben, produzieren organische Dämpfe, die von Bäumen in die Umgebung abgegeben werden, zahlreiche Aerosolpartikel (Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen) in der Atmosphäre.

Und die Österreicher haben noch etwas festgestellt: In der Zeit vor der industriellen Revolution, also vor 1900, gab es mehr Wolken. Das hat laut den Forschern den Grund, dass auf die Aerosolbildung auch Ionen aus kosmischen Strahlungen Einfluss nehmen. Dieses Phänomen kommt mit der heute doch schmutzigeren Luft nicht mehr in dieser Stärke zum Tragen. Aber die eigentliche Bildung der Wolken geht nicht von der Verschmutzung aus, sondern ist naturgemacht.

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