Trockenheit: Schadholzeinschlag steigt rapide an

In den vergangenen Jahren wurden immer mehr geschädigte Bäume gefällt. Gründe sind neben Trockenheit unter anderem Schädlingsbefall und Stürme.
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Foto: Felix Mittermeier/pixabay.com (Symbolbild)

Die heimischen Wälder litten in den vergangenen Jahren unter Trockenheit und Hitzeperioden. Schädlinge wie der Borkenkäfer können sich in bereits geschwächten Bäumen besonders schnell vermehren. Ansteigende Populationen können gefährlich für ganze Waldbestände werden. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurde 2019 mit 32 Millionen Kubikmetern fast dreimal so viel Schadholz aufgrund von Insektenschäden eingeschlagen wie im Vorjahr mit 11 Millionen Kubikmetern. Im Jahr 2017 waren es noch 6 Millionen Kubikmeter.   

Schäden nicht nur wegen Trockenheit

In den vergangenen Jahren herrschte außergewöhnlich warmes und trockenes Wetter. Waldschäden entstanden aber nicht nur durch Dürre, sondern unter anderem auch durch Stürme, Brände, Schneebruch sowie Krankheits- und Pilzbefall. Mit knapp 68 Prozent war der Anteil des Schadholzeinschlags am gesamten Holzeinschlag im Jahr 2019 mehr als dreimal so hoch wie im Jahr 2010 mit 19,7 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden 46 Millionen Kubikmeter geschädigtes Holz geschlagen. Der Holzeinschlag insgesamt betrug 68 Millionen Kubikmeter, im Jahr 2010 waren es 54 Millionen Kubikmeter. Der größte Anteil des Holzeinschlag entfiel auf Nadelbäume. Dabei war die häufigste Ursache für die Schäden Insektenbefall.

Trockenstress weitet sich aus

Werden Bäume mit zu wenig Wasser versorgt, fällt der Druck ab, mit dem das Wasser von den Wurzeln in die Kronen transportiert wird. Hängende Blätter sind ein erstes Anzeichen dafür. Kritisch wird es, wenn die Bäume ihre Blätter, Früchte oder sogar Äste abwerfen und ihre Kronen dadurch lichter werden. Der Anteil von Bäumen mit deutlichen Kronenverlichtungen stieg laut der Waldzustandserhebung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Jahr 2019 auf 36 Prozent. 2018 waren es noch 29 Prozent.

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