Temperaturen: Warum es jetzt richtig warm wird

Eine blockierende Wetterlage ist für die steigenden und stabilen Temperaturen in den nächsten Wochen verantwortlich.
Temperaturen
Foto: Felix Mittermeier/pixabay.com

Meteorologen haben für diese Woche steigende Temperaturen vorhergesagt. Zwar gibt es nachts noch Bodenfrost, für tagsüber werden aber bis zu 25 Grad prognostiziert. Mancherorts wird zwar am Ende der Woche mit Regenschauern gerechnet, die Temperaturen bleiben aber stabil. Nach dem Wochenende bleibt es größtenteils sonnig. Welche Wetterlage ist für den Wetterumschwung pünktlich nach den „Eisheiligen“ verantwortlich?

Omega-Wetterlage sorgt für höhere Temperaturen

Über Europa etabliert sich eine sogenannte Omega-Wetterlage. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) handelt es sich dabei um eine stabile blockierende Hochdrucklage in einer Höhe von etwa 10 Kilometern. Die Form des Strömungsfeldes erinnert an den griechischen Buchstaben Omega. Die Wetterlage spielt eine große Rolle für den Temperaturausgleich zwischen den polaren Regionen der Erde, insbesondere in den Übergangszeiten, so der DWD. Sie kann aber auch im Sommer oder im Winter auftreten. An einen Sommer, der von einer Omega-Wetterlage geprägt war, erinnern sich viele: Das Fußball-WM-Sommermärchen 2006.

Wie geht es weiter?

Die Entwicklung, die „Sonnenanbeter“ freut, bedeutet für Land- und Forstwirte nichts Gutes. Die Vegetationsperiode hat in diesem Jahr zwei Wochen früher begonnen. Kommt 2020 der dritte Dürre-Sommer in Folge? Tatsache ist, dass trotz vereinzelter Regenereignisse der Boden immer noch viel zu trocken ist. Die Corona-Maßnahmen machen kurz- und mittelfristige Wettervorhersagen schwieriger. Der Flugverkehr ist eingeschränkt und Meteorologen sind auf Daten, die Flugzeuge zur Erde senden, angewiesen. Deshalb sind sich Experten über den Temperaturverlauf in den nächsten Monaten noch uneins. Wie wetter.de den RTL-Meteorologen Christian Häckl zitiert, gehe dieser zwar von einem heißen Sommer aus, doch Spitzenwerte wie vergangenes Jahr erwarte er nicht. Das Problem ist, dass sich der Boden von der langen Hitzewelle 2019 im milden Winter und warmen Frühling nicht erholen konnte. Was fehlt, ist lang anhaltender Landregen.

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