Sommer: Warum extrem jetzt normal ist

Seit 1990 steigen die Temperaturen im Sommer stetig. Drei Wetterdienste haben die Entwicklung ausgewertet und sind zu einem drastischen Ergebnis gekommen.
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Foto: Gerd Altmann/pixabay.com

Neben zunehmenden Stürmen und Starkregenereignissen ist die stetige Erwärmung die offensichtlichste Auswirkung des Klimawandels. Im Sommer führt sie zu einer deutlichen Zunahme von Hitzewellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) und die Wetterdienste in Österreich (ZAMG) und der Schweiz (MeteoSchweiz) haben die Sommertemperaturen in Höhenlagen ausgewertet. Das Ergebnis: In allen Regionen und in allen Höhenlagen sind die Sommermonate deutlich heißer geworden. 

Zahlreiche Sommer mit Rekorden

In den letzten 40 Jahren zeichnet sich laut DWD ein Trend zunehmender Hitze-Extreme ab. Die jüngste Vergangenheit brachte in Deutschland, der Schweiz und Österreich fast durchweg Sommer im Rekordbereich. Die drei heißesten Sommer der Messgeschichte waren alle in den 2000er-Jahren. In der Schweiz und in Österreich sind das die Sommer 2003, 2015, 2019, in Deutschland die Sommer 2003, 2018 und 2019. Für die Gesundheit besonders relevant sind die immer häufigeren und längeren Hitzewellen sowie die immer geringere Abkühlung in den Nächten.

Neues Sommerklima: Aus extrem wird normal

Den Wetterdiensten ist ein drastisches Phänomen aufgefallen: Die Temperaturen der extremsten Sommer vor dem Jahr 1990 ist in den letzten 30 Jahren zum Durchschnitt eines Sommers geworden. Was früher ein extrem heißer Sommer war, ist heute ein durchschnittlicher, also normaler Sommer. Selbst die kühlsten Sommer der letzten 25 Jahre blieben meist deutlich über dem langjährigen Durchschnitt vor 1990.

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