Schwüle ist nicht messbar

Der Sommer ist dieses Jahr durchwachsen, gerade im Juli kletterten die Temperaturen auf für die meisten Menschen unangenehme Höhen. „Das ist aber wieder schwül heute“, sind bei Wetterlagen solcher Art gängige Kommentare. „Ich empfinde es gar nicht so“ kann aber durchaus als Antwort kommen.

„Empfinden“ ist das Stichwort. Denn ob man das Wetter als schwül oder angenehm wertet, ist ein rein subjektives Empfinden, das nicht messbar ist. Eine eindeutige meteorologische Definition gibt es nicht. Schwüle ist neben der hohen Lufttemperatur und der Höhe der Luftfeuchtigkeit einerseits auch von der körperlichen Verfassung des Einzelnen abhängig.

Viel zu trinken, kühlt den Körper auch bei Schwüle von Innen. Foto: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)

Viel zu trinken, kühlt den Körper auch bei Schwüle von Innen. Foto: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)

Der Körper tut sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schwer, selbst Feuchtigkeit abzugeben, da die Luft in solchen Fällen keine Flüssigkeit mehr aufnehmen kann. Deshalb schwitzt man bei Schwüle nicht oder weniger. Und die Aufgabe des Schweißes ist ja, den Körper durch Verdunstung zu kühlen.

Welche Probleme der einzelne Mensch nun mit der inneren Körperhitze hat, ist zum Beispiel von der Stabilität des Blutkreislaufes abhängig. Die Wärme, die bei trockener Außenhitze die Möglichkeit hat, dem Körper über den Schweiß zu entweichen, erweitert die Blutgefäße, woraufhin der Blutdruck sinkt. Bei Menschen mit von Haus aus niedrigem Blutdruck können also bei schwülem Wetter schnell Schwindel und Übelkeit auftreten. Der Körper warnt dann mit Unwohlsein, um Schlimmeres, wie sogar einen unter Umständen tödlichen Hitzeschlag, zu vermeiden. Menschen mit derlei Problemen klagen dann über das „schwüle Wetter“.

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