Orkan “Sabine”: Geringere Schäden als befürchtet

Dass Orkan “Sabine” in den Wäldern weniger Schäden anrichtete als erwartet, hat einen Grund.

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Foto: Arcaion/pixabay.com(Symbolbild)

Das OrkantiefSabine” hat geringere Schäden angerichtet als befürchtet, zumindest was die Forstwirtschaft betrifft und im Vergleich zum Orkan “Kyrill” im Jahr 2007. Das meldet Wald und Holz NRW. Die Bilanz der anderen Bundesländer fällt ähnlich aus.

Vorherige Orkane kamen “Sabine” zuvor

Der Orkan hat mit Böen von über 130 km/h tausende Bäume entwurzelt und abgeknickt. Eine genaue Erhebung der Schäden kann erst in den nächsten Tagen erfolgen.  

Dennoch hat der schwere Sturm deutlich geringere Schäden angerichtet als die Orkane “Kyrill” und “Friederike”, die in den Jahren 2007 und 2018 mehrere Millionen Bäume entwurzelt haben. Die Schäden durch Winterorkan “Sabine” sind nicht so dramatisch, weil die vorangegangenen Orkane die labileren Standorte bereits abgeräumt haben.

Betreten von Wäldern lebensgefährlich

Wegen der nach wie vor großen Gefahr durch umstürzende Bäume sollten auch nach Abklingen des Sturms Wälder derzeit nicht betreten werden, außer von Fachkräften, die mit Fällarbeiten beschäftigt sind. Für die Räumarbeiten wird es in den nächsten Wochen zahlreiche kurzfristige Wegsperrungen geben. Diese Absperrungen sind unbedingt zu respektieren. Im Bereich der Fällarbeiten herrscht Lebensgefahr.

Orkan legte Deutschland fast still

Auf das tägliche Leben hatte der Sturm erheblichen Einfluss. Flüge wurden abgesagt, die Bahn stellte zeitweise Fernzüge deutschlandweit komplett ein und sogar zahlreiche Regionalzüge fielen aus. Kitas und Schulen stellten den Betrieb ein, es kam zu stundenlangen Stromausfällen. Im ganzen Bundesgebiet gab es Verletzte, im Ausland sogar Tote.

Muss man künftig öfters mit Orkanen rechnen?

Sabine” ist ein typischer Winterorkan, der aus einem Nordatlantiktief entstand, wie “Friederike” und “Kyrill” auch. Experten gehen davon aus, dass man in Europa aufgrund der Erwärmung des Meeres künftig öfters mit Orkanen rechnen muss, eine Folge des Klimawandels. Denn verdampfendes Meerwasser ist die Energiequelle für Stürme. Eine Zunahme in unseren Breitengraden ist allerdings noch nicht wissenschaftlich belegt.

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