COVID-19: Bremst der Sommer die Ausbreitung?

Die Auswirkungen unterschiedlicher Temperaturen auf das Coronavirus COVID-19 sind noch nicht endgültig erforscht. Wissenschaftler haben unterschiedliche Theorien.
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Foto: geralt/pixabay.com (Symbolbild)

Das Coronavirus COVID-19 ist im Dezember 2019 in der chinesischen Millionenstadt Wuhan ausgebrochen und hat sich danach über nahezu die ganze Welt ausgebreitet. Das Virus war bis dahin unbekannt. Auch für Wissenschaftler ist das Virus Neuland, deshalb ist noch vieles unklar. Ein Thema ist die Frage, wie COVID-19 auf Temperaturen reagiert.

Reagiert COVID-19 auf Umgebungstemperaturen?

COVID19 gehört zu den Coronaviren. Andere Viren der Familie hat es schon vorher gegeben, so etwa das SARS-Virus, an dem 2002 und 2003 weltweit etwa 800 Menschen gestorben sind. Von früheren Coronaviren als auch von Grippeviren weiß man, dass diese von Umgebungstemperaturen abhängig sind. Bei hohen Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit arbeiten bisher bekannte Viren langsamer. Doch ob sich das beim aktuellen Virus auch so verhält, darüber sind sich Wissenschaftler noch nicht sicher

US-Forscher: Hohe Temperaturen töten Virus ab

Wie zdf.de berichtet, wird laut Wissenschaftlern der Universität Yale COVID-19 bei einer Hitze von 56 Grad mit etwa 10.000 Einheiten pro 15 Minuten abgetötet. Diese Bedingungen können bei viel Sonnenschein und entsprechend hohen Temperaturen im direkten Sonnenlicht auf Oberflächen erreicht werden. Wie zdf.de weiter schreibt, sind andere Wissenschaftler zu dem Ergebnis gekommen, dass sich COVID-19 bei einer Temperatur zwischen acht und zehn Grad am stärksten verbreitet. Warum die Ausbreitung unter zehn Grad ebenfalls abnimmt, sei noch unklar. Forscher vermuten, dass sich bei niedrigen Temperaturen einfach weniger Menschen draußen aufhalten und sich begegnen.

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