Category: Wetter extrem

Beunruhigendes Wetterphänomen in Grönland

Ein dänisches Forscherteam hat ein Wetterphänomen beobachtet, das schlimme Folgen für Lebewesen hat.

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Foto: Thomas Ritter/pixabay.com (Symbolbild)

Wie merkur.de berichtet, hat ein dänisches Forscherteam in Grönland bereits 2018 beobachtet, dass es im Winter so stark geschneit hatte, dass der Schnee über den Sommer liegen blieb. Das Wetterphänomen bereitet den Wissenschaftlern der Universität Aarhus Sorgen. Obwohl die Durchschnittstemperatur auf der Insel im Sommer gerade mal 6 Grad beträgt, ist das dennoch ungewöhnlich. Trotz der verhältnismäßig niedrigen Temperaturen gibt es in Grönland eine große Artenvielfalt. Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich den Bedingungen angepasst.

Wetterphänomen hat katastrophale Folgen

Die Tiere hatten sich im Laufe der Evolution so an die Umgebung angepasst, dass sie sich auch bei den Sommertemperaturen, die in Europa im Dezember normal sind, vermehren können. Doch die sommerliche Schneedecke verhinderte das. Sowohl Tiere als auch Pflanzen in der Region konnten sich 2018 nicht vermehren. „Ergebnis war das größte reproduktive Scheitern eines Ökosystems, das in den 20 Jahren seit Beginn der Messungen aufgetreten ist“, zitiert merkur.de die Forscher. Infolge brach die komplette Nahrungskette zusammen. Erst im Spätsommer taute der Schnee. Vögel schlüpften deswegen später. Im Herbst setzt allerdings schon wieder der Frost ein. Das bedeutet, dass sie nicht genug Zeit haben, heranzuwachsen.

Folge des Klimawandels

Auf den ersten Blick widerspricht Schnee im Sommer den Erkenntnissen zur Erderwärmung. Doch die Forscher sehen in dem Beobachteten einen Ausblick, auf das was uns erwartet, wenn die Erderwärmung nicht gestoppt wird. Denn der Klimawandel bringt nicht nur steigende Temperaturen mit sich. Durch die komplizierten atmosphärischen Vorgänge, wie eine Veränderung des Wetterphänomens El Niño, muss man auch mit anderen Auswirkungen, wie extremen und unvorhersehbaren Niederschlägen und Stürmen, rechnen.

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Klimawandel: Meerestemperaturen sorgen für Schneechaos in Österreich

Die heftigen Schneefälle in Österreich und die Überschwemmungen in Venedig haben die gleiche Ursache: Das Mittelmeer ist zu warm, eine Folge des Klimawandels.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

In Österreich und Südtirol kam es vor gut einer Woche zu einem plötzlichen und heftigen Wintereinbruch. Hangrutsche zerstörten Häuser, ganze Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Es gab einen Toten und mehrere Verletzte. Inzwischen hat sich die Lage entspannt, Experten warnen aber vor weiteren Steinschlägen. Das alles sind Auswirkungen des Klimawandels.

Schnee in den Alpen, Regen in Norditalien

Das Schneechaos in Österreich hat die gleiche Ursache, wie der Starkregen in Venedig, der zu dem katastrophalen Hochwasser führte: Wie orf.at berichtet, sorgt das zu warme Mittelmeer für die heftigen Wetterkapriolen. Laut der ORF-Wetterredaktion lägen die Wassertemperaturen derzeit ein bis drei Grad über den für die Jahreszeit durchschnittlichen Werten. Durch die höheren Temperaturen des Wassers nahm die Luft mehr Wasser auf. Dieses kam als Regen und Schnee auf die Erde zurück.

Mittelmeer reagiert besonders auf Klimawandel

Laut internationalen Forschern, die sich in der “Union für den Mittelmeerraum” (UFM) zusammengefunden haben, ist das Mittelmeer besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die mediterrane Erwärmung schreitet um 20 Prozent schneller voran als der globale Durchschnitt. Laut der Wissenschaftler steigen die durchschnittlichen Temperaturen bis zur Jahrhundertwende um 4 bis 5 Grad Celsius an. Das hat einen Anstieg des Meeresspiegels um mehr als einen Meter zur Folge.

 

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Faktencheck: Wie der Klimawandel die Welt verändert

Über die Folgen des Klimawandels wird viel gesprochen und geschrieben. Ein Meteorologe hat in einem Video die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Foto: pixabay

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Gletscherschmelze, Waldsterben, Versauerung der Meere: Der Klimawandel verändert die Natur massiv. Wie die Veränderungen aussehen und warum es sie gibt, fasste der Meteorologe Paul Heger für das Portal wetter.com in einem Video zusammen.

Verschiebung der Vegetationszonen

Die Vegetationszonen orientieren sich neben den Niederschlagsmengen hauptsächlich an den durchschnittlichen Temperaturen und an den Extremwerten. Diese verändern sich immer mehr. Das hat zur Folge, dass in Deutschland teils schon mediterrane Verhältnisse herrschen und das Klima bis zum Polarkreis rutscht. Durch die Wärme tauen die Permafrostböden auf, was die Landschaft stark verändert. Es entstehen Seen, die Bäume verlieren ihren Halt, Orte drohen abzusacken. Zudem dringt das Treibhausgas Methan an die Oberfläche, das um ein Vielfaches stärker wirkt als Kohlendioxid.

Klimawandel in der Arktis beschleunigt sich selbst

In den Polarregionen brechen im Sommerhalbjahr immer wieder starke Brände aus, wodurch zusätzliche Treibhausgase freigesetzt werden. Dazu kommt, dass weiter nördlich das Polareis immer schneller schmilzt. In schon wenigen Jahren könnte der Nordpol im Sommer eisfrei sein. Auch das gigantische Eisschild von Grönland taut so schnell wie noch nie. Das Schmelzwasser gelangt als zusätzliches Süßwasser ins Meer und erhöht somit den Meeresspiegel.

Klimawandel in den Alpen macht Berge instabil

In den Alpen tauen die Gletscher so stark, dass sie in 80 Jahren größtenteils verschwunden sein werden. Das hat weitreichende Folgen. Zum einen fehlt den Bergen der Halt durch die Last der Gletscher. Zudem taut der Permafrost innerhalb der Berge, wie beispielsweise im Gestein der Zugspitze. Das kann schwere Fels- und Bergstürze verursachen. Zum anderen halten Gletscher bei Starkregen Wasser zurück und wirken wie ein Schwamm. Fehlt dieser, führt dies zu Sturzfluten und Schlammlawinen. Außerdem begünstigen kleinere oder fehlende Gletscher Dürren, weil das normale Schmelzwasser im Sommer ausbleibt, um in Trockenphasen Flüsse kontinuierlich zu versorgen.

Klimawandel begünstigt Waldsterben

Dürren und Hitze belasten Wälder immens. Die Schäden bei uns in Deutschland haben dramatische Ausmaße erreicht. Gleichzeitig werden die Wälder durch eine steigende Zahl an Schädlingen und Pilzen belastet, die sich in den warmen Monaten wohlfühlen und die milden Winter besser überdauern. Hinzu kommen neue Arten aus südlicheren Regionen.

Meere werden sauer

Lebewesen im Wasser stehen vor anderen Herausforderungen. Der höhere CO2-Gehalt in der Luft verändert die Chemie des Wassers, denn das nimmt Kohlendioxid auf und verwandelt es in Kohlensäure. Darunter leiden besonders Korallen. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden 99 Prozent der Korallenriffe wahrscheinlich so stark beschädigt sein, dass sie sterben. Dagegen vermehren sich die Cyanobakterien explosionsartig. Hier spielt neben der Überdüngung der Meere auch die höhere Wassertemperatur eine Rolle. Bei der Zersetzung der Algen wird der Sauerstoffgehalt gesenkt und das wird zum Problem für Fische. Darüber hinaus beginnen Fischschwärme auch aufgrund des Temperaturanstiegs polwärts in kältere Gewässer zu wandern. Die Wanderung könnte aber bald ein Ende haben, wenn es auch im Nordpolarmeer zu warm wird.

Die Folgen des Klimawandels in heimischen Gewässern

Auch vor unserer Haustüre erleben wir die Veränderung der Wasserwelt besonders im Sommer. Während Blaualgen Teile der Badeseen zur Verbotszone machen, sorgen wärmer werdendes Wasser und sinkender Sauerstoffgehalt für ein massenhaftes Fischsterben. Auch Industrie und Wirtschaft spüren die Veränderung. Kraftwerke und Fabriken haben nicht genug Kühlwasser, die Binnenschifffahrt wird durch niedrige Pegel stark eingeschränkt, der Grundwasserspiegel sinkt.

Welthunger: Dürreperioden sind ernst zu nehmen

Wissenschaftler befürchten, dass der Welthunger nicht eingedämmt werden kann, auch wenn der Klimawandel sofort gestoppt werden würde.

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RemazteredStudio/pixabay.com (Symbolbild)

Falls die weltweiten Treibhausgasemissionen weiterhin unvermindert ansteigen, könnte das Risiko für extreme Dürreperioden, die zentrale Weizenanbaugebiete gleichzeitig treffen, auf das drei- bis vierfache ansteigen. Dieses Szenario haben Wissenschaftler in einer internationalen Studie bis zum Ende des Jahrhunderts prognostiziert. Das kann weitere Auswirkungen auf den Welthunger haben. Beteiligt waren auch Forscher der Uni Göttingen. Selbst bei einer deutlichen Reduktion der CO2- und anderen Treibhausgasemissionen werde sich das Risiko verdoppeln, schreiben die Autoren in der Fachzeitschrift “Science Advances”.

Welthunger wird nicht eliminiert werden

In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es bereits extreme Dürreperioden, die die Getreideproduktion in den zentralen Anbaugebieten beeinträchtigt haben. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass deren gleichzeitiges Auftreten ein wesentlicher Grund für die Verknappung und Verteuerung von Weizen und darauf basierender Lebensmittel war. „Wenn die Wahrscheinlichkeit, dass solche Ereignisse gleichzeitig passieren, aufgrund des Klimawandels weiter zunimmt, hat das deutliche Auswirkungen auf das zweite Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen, den Hunger in der Welt bis 2030 zu eliminieren“, erläutert der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Reimund P. Rötter von der Universität Göttingen.

Ist es zu spät?

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gingen in ihrer Studie drei Fragen nach:

→ Wie wahrscheinlich ist es, dass extreme Trockenheit in wichtigen Weizenanbaugebieten in Zukunft gleichzeitig auftritt?

→ Gibt es einen Zusammenhang zwischen zeitgleich auftretenden Dürreperioden und dem Weltmarktpreis für Weizen?

→ In welchem Maße und unter welchen Umständen lassen sich diese Risiken abmildern?

Das Fazit der Forscher: Selbst wenn die Treibhausgasemissionen entsprechend des Pariser Klimaabkommens reduziert würden und das Risiko für Dürreperioden dadurch halbiert werden könnte, stellen die zu erwartenden künftigen Ertragsrisiken Pflanzenzüchter, Agronomen, Getreidebauern und politische Entscheidungsträger vor erhebliche Herausforderungen. „Manchen Erzeugern wird die Anpassung an künftige Umweltbedingungen gelingen, anderen werden wissenschaftliche Durchbrüche helfen, wieder andere müssen sich auf andere Arten der Landnutzung einstellen“, erläutert Rötter.

Klimawandel: Überschwemmungen in Mitteleuropa werden heftiger

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Menschen flüchten vor bedrohlichem Wetterphänomen

Über den Strand von Rio de Janeiro ist Anfang September eine besondere Wolkenformation gefegt. Das Wetterphänomen wurde auch schon in Deutschland beobachtet.

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Screen: Instagram

Auf dem Foto sieht es aus, wie ein Wasserfall oder eine Monsterwelle. Doch weit gefehlt! Was Anfang September unter den Besuchern des Strandes in Rio de Janeiro Panik auslöste, war eine sogenannte Rollwolke – eine Roll Cloud. Sie hat sich fünf Minuten lang über die Küste bewegt. Man kann durchaus von einem horizontalen Tornado sprechen. Das beeindruckende und zugleich bedrohend wirkende Wetterphänomen war auch schon in Deutschland zu beobachten.

Was steckt hinter dem Wetterphänomen?

Bei der Roll Cloud handelt es sich um eine walzenförmige Wolke mit horizontal verlaufender Achse. In der Wolkenklassifikation entspricht sie der Sonderform “Arcus”. Sie kann entstehen, wenn während eines Gewitters Luft nach unten fällt und sich dann ausbreitet. Die ausströmende kalte Luft vermengt sich mit der warmen bodennahen Luft. Nachdem sich die Böenfront von den Gewitterwolken gelöst hat, beginnt sie zu rotieren. Die Wolke an sich ist nicht gefährlich, doch da sie mit Gewittern auftritt, besteht natürlich zum Zeitpunkt die “normale” Gefahr, die Gewitter bergen. Am häufigsten kommt es in Australien zur Bildung von Roll Clouds.

Ereignisse in Deutschland

Berichte über das Wetterphänomen gibt es zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet sowie aus Baden-Württemberg und Bayern. 2017 filmten Mitarbeiter des Flughafens München eine Roll Cloud, die über die Start- und Landebahnen fegte.

 

 

Video: Youtube/JonnyTGood

Niedrigwasser hat Auswirkungen auf Landwirtschaft

Das Niedrigwasser ist besorgniserregend. Landwirtschaft, Vegetation und Fließgewässer bräuchten dringend große Mengen an Regen. Continue reading